TSG Kleinostheim - Ausdauersport

 

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Startseite - März 2008

31.03.2008 Gute Mannschaftsergebnisse beim Schnellen Zehner in Niederrodenbach
Flache und exakt vermessene Strecken sind besonders wichtig für jene, die anreisen, um mal wieder was zu reißen. Der Schnelle Zehner in Rodenbach heißt so wie er ist, nämlich schnell! Er bietet sich für neue persönliche Bestzeiten geradezu an und die tollen äußeren Bedingungen gestern morgen schafften schon mal eine ordentliche Ausgangsbasis dafür. Wer allerdings in der Nacht zuvor nicht an die Zeitumstellung dachte, hatte schon auf dem Weg dahin schlechte Karten. Der Start um 9.30 Uhr lag zwar nicht besonders früh, jedoch die fehlende Stunde brachte so manche innere Uhr durcheinander. Seis drum - die fünf Frauen und sechs Männer aus unserer Mannschaft schwächelten nicht - im Gegenteil. Fotograf Christian M. lieferte interessantes Material, das den Kampf um Minuten und Sekunden ans Tageslicht brachte. Seine Judith betrachtete diesen Zehner als weiteren Test in ihrer Marathonvorbereitung und leistete - inzwischen recht routinierte - Schrittmacherdienste. Nutznießer war einmal mehr die nach vorne drängende Yvonne. "Die ersten Kilometer sind wir natürlich zu schnell angegangen - im Schnitt unter fünf Minuten/km". Doch sie nahmen rechtzeitig Tempo raus und pendelten sich bis Kilometer sechs zwischen 5:14 und 5:20min ein. Als der bis dahin asphaltierte Waldweg für anderthalb Kilometer auf etwas schwierigeren Waldboden wechselte, geriet Yvonne leicht ins Hintertreffen. "Das hat mich wahnsinnig viel Kraft gekostet und ich konnte die Anfangszeit nicht mehr halten". Zwangsläufig musste sie auf 5:30min zurück. Das war immer noch ein Tempo, das sie vorher alleine nie schaffte und am Sonntag einzig und allein Judith zuschrieb: "Sie riss mich voller Eifer mit und feuerte mich laufend an". Auf dem letzten Kilometer gesellte sich die bereits auslaufende Astrid zu den beiden und half beim Zielspurt. Der Lohn der Anstrengungen waren ausgezeichnete 53:20min. Dieses Ergebnis lag um fast fünf Minuten unter ihrer bisher besten Zeit und Yvonne glaubt, dass sie die nicht mehr so schnell toppen kann. Sie erzählte noch etwas von Regeneration und wollte dann wieder ab ins Schwimmtraining. Jawohl, aus diesem Holz werden Ausdauersportlerinnen geschnitzt! Aus unserem Frauenteam startete neben Astrid, die in 41:10min (4.Gesamt) eine glänzende Leistung zeigte, auch Raileen. Beide Damen absolvierten ihren letzten ernsthaften Test unter Wettkampfbedingungen vor der HM-DM nächste Woche in Calw. Nach ihren gestrigen Leistungen und der aktuellen Trainingsform zu urteilen, ist im Teamwettbewerb - zusammen mit Claudi - vielleicht sogar eine Medaille drinnen! Kurioserweise führte der Veranstalter unsere Astrid in der Männerklasse M35! Somit passt natürlich die Ergebnisliste der Teamwertung nicht. Unser Frauenteam belegt - nach der notwendigen Listenkorrektur - Platz zwei, gnaz knapp hinter dem Rodenbacher Team. Leider hat Fotograf Christian unser neuestes Miglied Ancela Muth auf der Strecke nicht gesichtet, sonst hätten wir sie sogar mit Bild vorstellen können. Sie lief kurz vor Yvonne und Judith nach 53:03min ins Ziel. In ihren bisherigen Rennen war sie niemals so schnell wie gestern in Rodenbach.
Und damit kommen wir zu den Männern. Ganz vorne im Feld mischte lange Zeit Uwe Reinke mit und ließ erst später Federn. Ich kenne seine diesjährige Planung zwar nicht, doch der Form vom letzjährigen Schnellen Zehner kommt er langsam nahe. Er gewinnt in 34:42min seine Altersklasse M40 und schafft Gesamtplatz vier. Sehr zufrieden mit Form und Leistung zeigte sich Christian E. Die angenehmen Temperaturen gefielen ihm viel besser als in der kalten Vorwoche in Jügesheim. "Bis Kilometer sechs lief es sehr gut und relativ konstant um die 3:40min, dann sackte ich auf 3:50 ab". Mit einer Energieleistung lief er den letzten Kilometer in 3:32min und schaffte somit noch den Sprung unter die 37min. Marke. "Weil ich in diesem Jahr noch kein Tempotraining machte, ist die Endzeit von 36:54min in Ordnung," erzählt Christian und will jetzt sehen, was die nächsten Wochen so bringen. Zusammen mit Etienne, der in 38:22min wiederum ein scharfes Rennen lieferte, lief unser schnelles Trio in der Teamwertung bis auf Rang zwei vor - unter insgesamt 52 Mannschaften. Dunkelgrüne Crocks - inzwischen Manfreds unverkennbare Markenzeichen - verhelfen ihm zu 45:31min. Endlich mal eine saubere Leistung ohne Babyjogger-Handicap. Und zu guter Letzt noch ein neue Bestzeit. Sie kommt wieder von Uwe B., der in 47:48min erneut mehr als eine Minute unter seiner alten Marke bleibt. Trotz aller Euphorie musste er seinem Teamkollegen Udo F. - zwar nur mit zwei Sekunden, aber immerhin - klein beigeben. Den hebt er sich fürs nächste Mal auf. Hier noch die Links zur Ergebnisliste und der Fotoserie.

27.03.2008 Endlich ist es wieder so weit - am Dienstag wechseln wir zum Sommerlauftreff
Die Ölkrise war der eigentliche Grund dafür, dass 1977 die meisten europäischen Länder die Sommerzeit wieder einführten. Durch eine bessere Nutzung des Tageslichts wollte man Energie sparen. Wir Ausdauersportler nehmen diesen Nebeneffekt gerne mit, unsere Interessen sind in diesem Zusammenhang allerdings viel breiter gefächert. Wer in den Wintermonaten mit Udo Bauer die recht monotone Laufstrecke Richtung Seligenstadt bei Dunkelheit bewältigte, weiß wovon ich rede. Jetzt wird die Sehnsucht nach Licht und Wärme befriedigt und man lernt nun endlich mal die Leute kennen, die uns die ganze Zeit im Dunkeln begleiteten. Die wärmenden Sonnenstrahlen und die frische Frühlingsluft bringen die eingerosteten Körper wieder in Schwung und die Laune wächst mit den Kilometern. Am kommenden Dienstag, 01. April (kein Aprilscherz) wechseln wir mit der Sommerzeit auch wieder den Treffpunkt für unser Lauftraining. Um 18.00 Uhr geht es am Parkplatz des Fußballvereins SV Vorwärts los. Kurze Hosen und sommerliche T-Shirts sind schon erlaubt. Alle weiteren Einzelheiten wie: Anfahrskizze, Trainingsumfang, Laufstrecken und persönliche Betreuung sind hier nachzulesen bzw. abzurufen. Die auswärtigen Lauftreffteilnehmer können in der Maingauhalle duschen; dies wurde mit der Gemeinde vertraglich vereinbart. Zum Ausklang treffen wir uns anschließend in der Gaststätte am Sportplatz..

25.03.2008 Der Osterlauf in Jügesheim war ein Test in vielerlei Hinsicht
Insgesamt zwanzig Frauen und Männer aus unserem Team fassten schon länger den berühmten Jügesheimer Osterlauf ins Auge. Hier werden meist schnelle Ergebnisse erzielt. Und rechtzeitig zum Beginn des Frühjahrs kann dort jeder den Erfolg seines Wintertrainings überprüfen. Vorhandene Mängel treten offen zu Tage und lassen entsprechende Korrekturen für die anstehenden Events noch zu. Dreizehn TSGler nahmen sich die kürzere, zehn Kilometer lange Strecke vor, der Rest ging über die selten angebotenen 25km. Die Motive waren dabei unterschiedlich gelagert. Der eine oder andere unterwarf sich einem ersten Test nach einer Verletzung oder OP, andere bauten den Fünfundzwanziger als lange Einheit in die Marathonvorbereitung ein. Ein paar Kilometer ein- sowie auslaufen - und schon kommen 35km zusammen. Das Greifsche Trainingsprogramm mit Endbeschleunigung lässt sich unter Wettkampfbedingungen wahrscheinlich leichter durchhalten. Der Winter meldete sich überraschend am Osterwochenende zurück und sorgte so für das kälteste Osterwochenende seit der Wetteraufzeichnung. Doch der Wettergott hatte ein Einsehen mit den Sportler(innen) und lieferte gestern Vormittag strahlenden Sonnenschein, allerdings unangenehme Temperaturen um den Gefrierpunkt.
Seinen Einstieg in die Wettkampfsaison hatte Andreas zwar für Jügesheim geplant, er meinte jedoch die längst abgewickelte Winterserie und nicht den Osterlauf. Damals auferlegte er sich in der Vorbereitung drei spezifische Trainingswochen mit sachter Umfangssteigerung, bevor ihn eine Entzündung im Bereich des Hüftgelenks zurückwarf. Diese Schmerzen verhinderten bereits 2004 den Start bei seinem geliebten Hypocitylauf. "Wahrscheinlich handelte es sich um eine Sehnenansatzreizung des M. glutaeus minimus (kleiner Pomuskel)", diagnostizierte der angehende Molekularmediziner selbst. Therapeutisch konnte man außer einer antientzündlichen Therapie in der Initialphase und Ruhe nichts machen. Er setzte eine Zeit lang aus, trainierte dann wieder, um sich für die Bayerischen Crossmeisterschaften fit zu machen. Auch dafür war die Zeit leider zu kurz. Hinzu kam seine Diplomarbeit, die ihn wöchentlich etwa 60h im Labor bindet. Andreas versuchte sich eine gewisse Basisfitness zu erhalten, um kurzfristig auftrainieren zu können. Den ersten Schritt nach fünf Monaten Pause machte er also gestern. Platz vier im Gesamtfeld mit 33:47min stellen den ehrgeizigen Athleten nicht unbedingt zufrieden, gemessen an den bisherigen Möglichkeiten, sollte er es aber sein. Wünschen wir unserem sympatischen Teamkollegen keine Rückschläge mehr auf dem Weg zum Citylauf (über den Marktplatzlauf Großostheim) und zu den Bayerischen Meisterschaften. Mario behält seine bemerkenswerte Konstanz auch in Jügesheim, wieder im 35er Bereich. Und Andreas Sch. ließ sich auch wieder mal sehen. Wer glaubte, dass er nach seinem Wechsel in die M55 nachlassen würde, sah sich getäuscht. Nach 36:18min räumte er souverän den Titel in seiner Altersklasse ab. Auch Wolfi schaffte es nach 38:01min wieder aufs Treppchen. Er musste sich allerdings sputen, weil Christian E. ihm mit lediglich fünf Sekunden Abstand auf die Pelle rückte. Neue Bestzeit über 10km in 39:45min vermeldete Stefan. Er lief bei seinem bisher schnellsten Zehner recht verhalten an. Was man im Laufe der Jahre so alles lernt.....! Bis Kilometer vier lag der Übungsleiter in seinem Zeitplan sogar zehn Sekunden im Rückstand. Doch mit Abschluss der ersten Hälfte steigerte er sich, wobei die letzten beiden Kilometer die schnellsten werden sollten. "Eigentlich wollte ich nur mal sehen, wie langsam ich durch das Trainingslager geworden bin", scherzte Stefan nach seiner erfolgreichen Mission unter die vierziger Marke. "Nach diesem Ergebnis kann ich nur sagen: alles roger". Im Nachhinein betrachtet kann man behaupten, dass sein Trainingsprogramm auf Malle jedenfalls nicht schädlich für diese Leistungssteigerung war. Doch nach seinem erfolgreichen Ritt über die HM-Distanz in Mörfelden vor sechs Wochen erwarteten wir diese Leistung einfach von ihm. Zeitweise duellierte er sich unterwegs mit Christian H., der seine OP anscheinend endgültig verarbeitet hat. Der schaffte nämlich seinen schnellsten Zehner seit genau einem Jahr. "Bei Kilometer sechs wäre ich am liebsten ins Gebüsch gesprungen. Meine Beine platzten fast, aber dann überholte und motivierte mich Stefan" Christian biss sich an ihm einigermaßen fest. Schade, dass er am Ende dann so knapp die 40er Marke verpasste. Aufgrund seiner Vorgeschichte war er mit dieser Zeit aber hochzufrieden, es geht wieder aufwärts. Alexander startet heuer nicht mehr in der Jugendklasse sondern erstmals in der M20 oder dem männlichen Hauptfeld. Mit den vorderen Rängen ist es erstmal aus, aber seine Laufzeit von 41:10min deutet ansteigende Fitness an. In unserem Forum sucht und findet er permanent Partner fürs Radtraining - und im Wasser ist er ohnehin recht stark. Mir scheint, er hat was im Triathlon vor. Wachsende Form verzeichnet auch Norbert. Er hat sich mittlerweile an die M50 gewöhnt und festgestellt, dass auch in dieser Klasse die Trauben hoch hängen. Sohn Manuel wurde, nach längerer Pause, ebenfalls wieder im Feld gesichtet. Zwischen beiden postierten sich Eckhard und Ingrid (6.W50).
Auf der 25km-Strecke machte Uwe wieder von sich reden. Eine Minute schneller als im erfolgreichen Vorjahr, das deutet auf ein ordentliches Training hin. Seine 1:31:15h bedeuten Rang sechs im Gesamtfeld (2.M40). Teamkamerad Roger absolvierte den ersten von drei geplanten Testläufen, die auf dem Weg zum Regensburg-Marathon anstehen. Er konnte sich bis Kilometer sieben in einer sechsköpfigen Gruppe halten, bevor diese das Tempo anzog. "Auf den restlichen 18km musste ich alleine laufen und konnte mein eigenes Tempo bestimmen". Nach 1:34:35h (3.M35) weiß er wo er steht und kann sein Training nun der aktuellen Form anpassen. Auf seinem Wettkampfplan stehen nun 10km Rodenbach, 25km Seligenstadt und die Duathlon-DM Backnang. Einen bemerkenswerten Lauf legte wiederum Etienne hin. Seine enorme und konstante Ausdauer über diese längere Distanz (1:41:30h) fordert zwangsläufig eine neue Marathonmarke heraus. Wenn ein Körper kontinuierlich so aufgebaut wird, muss man jetzt auch die sich bietenden Chancen nutzen! In der Starterliste von Regensburg finden sich auch die Namen von Judith und Christian. Das ist die Erklärung dafür, dass auch sie sich die lange Strecke antaten. Zudem musste sich Judith wenigstens an diesem Wochenende keinen Trainingspartner für 30km Schönbusch suchen. Auch Raileen sucht die Wettkampfhärte auf langen Distanzen, nachdem sie sich doch noch für die Deutschen HM in Calw entschieden hat. Dort haben wir ein starkes Damentrio für die Teamwertung am Start. Und dann haben wir noch Tony M, der endlich mal einen 25er machen wollte. "Ja, ich habs gepackt", berichtet glücklich und zufrieden der Lehrer für Pflegeberufe. Der fünfer Schnitt ist zwar nicht durchgängig gelungen und bei Kilometer zwölf wollte er schon die Segel streichen. Doch wie es halt so kommt, bei 18 nimmt ihn einer mit. Die Lust am Laufen kam wieder, die Schmerzen verflogen und das Tempo stieg ständig. Vor ihnen Laufende erhöhten die Motivation zusätzlich und nach 2:06:59h erlöste ihn das Ziel. In der Ergebnisliste findet ihr mit Ancela Muth eine neue Teamkollegin, die wir in Kürze auf dieser Seite vorstellen werden. Immerhin traute sie sich schon mal über die 25km. Wir werden hören woher sie kommt und wohin sie will! Fotograf Eckhard schoss wieder beeindruckende Fotos, die bereits im Bilderalbum liegen. Die Kälte setzte ihm wohl so zu, dass er einen Teil unserer Truppe auf der langen Strecke nicht mehr erwischte. Seis drum - er kommt wieder.

14.03.2008 Schlett hat in Sibirien noch nie so geschwitzt
Als ich am Sonntagnachmittag in der ZDF-Sportreportage bei "Sport aus aller Welt" einen Kurzbericht vom Sahara-Marathon sah, wusste ich genau, dass unser Stefan Schlett dort diesmal nicht dabei sein konnte. Er hatte sich ja lange auf den eisigen Baikal-Marathon vorbereitet - und der lag etliche tausend Kilometer in der anderen Richtung, fand aber ungefähr um den gleichen Termin statt. Doch kurze Zeit später zeigte das Fernsehen auch noch einen Spot aus Sibirien, von diesem besagten Event. Doch im Film gabs von Stefan nichts zu sehen. Wir sahen lediglich den diesjährigen russischen Sieger über die Ziellinie laufen. Wer aber heute das Main-Echo gelesen hat, der weiß jetzt warum! Mit freundlicher Unterstützung der Sportredaktion übernehmen wir den abgedruckten Bericht:
Baikalsee-Marathon zum Duathlon umfunktioniert.
"Ideale Bedingungen", fand Stefan Schlett, als er sich um 7.45 Uhr mit dem Fahrrad auf den 42 Kilometer langen Weg von Lisvyanka nach Tanhoi mitten über den zugefrorenen Baikalsee machte. "Ideale Bedingungen" sind Anfang März in Sibirien 15 Grad unter Null, Windstille und strahlende Sonne, die der Kleinostheimer Extremsportler bei seinem dritten Baikalsee-Marathon vorfand. Weil ihm Laufen allein zu langweilig war, hat er das Rennen eigenhändig zum persönlichen Duathlon umfunktioniert und die Anfahrt zum Start der Läufer am östlichen Ufer mit dem Mountainbike zurücklegt. Dabei muss festgestellt werden: Den zugefrorenen Baikalsee mit dem Fahrrad zu überqueren, kann selbst unter solch idealen Bedingungen nur für einen wie Schlett ein Vergnügen sein, der alle paar Meter absteigen musste, um Schneeverwehungen zu umgehen oder zu überqueren.Nach vier Stunden und 20 Minuten drüben angekommen, stellte er fest: "Ich habe noch nie so geschwitzt bei diesem Rennen". Zog sich in einem herumstehenden Auto um und trabte den mittlerweile gestarteten übrigen 44 Teilnehmern des Marathonlaufs hinterher. Den russischen Sieger Juri Slastennikow aus Sergej Possad, der in 2:58:46 Stunden einen neuen Streckenrekord aufstellte, holte er nicht mehr ein, kam aber selbst nach fünf Stunden und 42 Minuten wohlbehalten wieder am Westufer an. Seit seiner Rückkehr aus Sibirien bereitet sich der Kleinostheimer in der Heimat mit Schwimmen, Laufen und Radfahren auf die nächste Herausforderung vor. Diese nennt sich "Cape Epic", geht Ende März in Südafrika über die Bühne und ist angeblich das größte Mountainbike-Rennen der Welt.

14.03.2008 Warum ist die Banane krumm?
Unter dieser offensichtlich irreführenden Überschrift lässt sich unser Teammitglied Klaus Jäger wieder mal aus. Dieses Mal geht es um die für uns Ausdauersportler interessanten Fragen wie Diät, Stoffwechsel und Körpergewicht. In seiner inzwischen bekannten lustig-ironischen Art streift er die Themen Energiebilanz und Kalorienverbrauch und er lässt keinen Zweifel daran, dass man sich bewegen muss, um dauerhaft Gewicht zu verlieren. Er erklärt den jungen Männern, dass sie mit Hilfe ihres reichlich vorhandenen Sexualhormons Testosteron tatsächlich Bäume ausreißen können und hilft den über 45-jährigen Frauen zu verstehen, weshalb sie ab jetzt dauernd schwerer werden. Der interessierte Leser erfährt auch, was der Darm mit Ballast- und Faserstoffen macht und was es mit dem Body-Maß-Index auf sich hat. Gegen Ende seines lesenswerten Aufsatzes liefert er dann noch eine plausible Antwort auf die in der Überschrift gestellte Frage - warum ist die Banane krumm? >>>>>>weiterlesen

11.03.2008 Dafür werden Schnupperkurse durchgeführt - Doris Weiß ist unser neuestes Mitglied
Bei ihrem ersten Laufseminar, das übrigens Claudia leitete, merkte sie schon, dass es in dieser TSG-Abteilung recht lustig zugeht. Der erste Eindruck bestätigte sich spätestens im Kleinostheimer Vitamar, als sie bei der gleichen Trainerin unseren stark frequentierten Kraulkurs für Einsteiger besuchte. Dort fällte Doris Weiß die weise Entscheidung: hier fühl ich mich wohl - hier will ich bleiben. An großen Wettkämpfen ist sie noch nicht interessiert und für den Lauftreff fehlt ihr noch einiges an Kondition, doch: "das habe ich mir für den nächsten Winter vorgenommen". Ursprünglich stammt sie aus dem bayerischen Fürth, aber inzwischen ist sie in Aschaffenburg gelandet. Hier lebt sie seit 2001 und reist täglich ins feindliche Ausland nach Hessen um ihrem Beruf als Lehrerin nachzukommen. Ihre bisherige Freizeit verbrachte sie weniger mit sportlichen Aktivitäten als mit ihren großen Hobbies wie Lesen, Kinobesuchen oder auch im Theater. Doch das könnte sich in naher Zukunft durchaus verändern, denn als eines ihrer anvisierten Ziele nennt Doris einen Volkstriathlon. Hier bietet sich zwangsläufig der Seligenstädter Vita Nova an, bei dem wir jährlich unsere Vereinsmeisterschaften austragen. Das ist für viele Trias unserer Abteilung die Geburtsstunde gewesen. An fachlicher Unterstützung wird es ihr dabei nicht fehlen. An unserer Gemeinschaft zeigte sie bereits reges Interesse, lässt sich bei den Abteilungsversammlungen sehen und ist bei gesellschaftlichen Anlässen gerne mit von der Partie. Damit wir Doris endlich der Öffentlichkeit präsentieren konnten, schoss Manni mit seinem Fotohandy schnell mal ein Bild.

10.03.2008 Exzellente Mannschaftsleistung beim Kandelmarathon
Wer beim Bienwald-Marathon in Kandel meldet, will in erster Linie schnell laufen! Er ist ein wahrer Marathonklassiker mit perfekter Organisation und allem, was die Megaevents in den Großstädten vermissen lassen. Wenn du Zuschauermassen suchst und auf Musikbands oder Streckenfeste angewiesen bist, um in läuferische Stimmung zu kommen, darfst du dort nicht laufen. Hier gibts viel Wald, schnelle und flache Rennstrecken sowie kurze Entfernungen zu den einzelnen Anlaufstellen. Günstige Startgelder und kostenlose Parkplätze sollte man auch mal lobend erwähnen. Kein Wunder, dass sich mehr als 2200 Interessierte anmeldeten, wovon gut zwei Drittel sich der Halbmarathondistanz widmeten. Penibel vorbereitet reiste der überwiegende Teil unseres achtköpfigen Teams bereits am Vortag an, blickte kurz bei der Marathonmesse vorbei und ließ den kommenden Vormittag schon mal mental passieren. Doch dann gings gestern Morgen um 10.00 Uhr los. Weil beide Wettbewerbe zeitgleich ausgetragen wurden, sahen unsere Leute zu, dass sie gleich zu Beginn dem Gedränge auswichen und schnell ihren Rhythmus fanden. Die Unruhe im Läuferfeld legte sich allerdings erst bei Kilometer dreizehn, als die Halbmarathoni an einer Wendeschleife abbiegen mussten. Es stellte sich dann bei denen eine himmlische Ruhe ein, die sich für die längere Distanz entschieden hatten. Dieses bedeutend kleinere Feld verteilte sich mit zunehmender Dauer auf die große, 42,195 km lange Runde - und es wurde im Wald recht einsam.
Im vorderen Teil befanden sich mit Manni und Mario zwei unserer Strategen, denen das Selbstvertrauen schon von weitem anzumerken ist. Die Wahnsinnszeiten, die Mario in dieser frühen Saison schon abgeliefert hatte, rechtfertigten das auch. Und unser äußerst selbsbewusster Abteilungsleiter Manni weiß längst, was er zu leisten im Stande ist. Er hatte den Sturz im Training anscheinend gut verdaut und spürte die malträtierten Rippen kaum noch. Trotzdem lief es zu Beginn für ihn gar nicht so rund: "ich musste mich ganz schön strecken, um an Mario dran zu bleiben". Je länger das Rennen aber dauerte, desto besser kam er in Tritt. Das starke Duo überquerte die Zeitmessmatte bei Halbzeit gemeinsam nach 1:22:23h und bei Kilometer 29 ergriff Manni die Initiative und zog das Tempo an - ohne Absprache mit seinem Teamkollegen. Er wusste ja nicht, wie Mario am Schluss drauf ist - und zu einem Zielsprint hatte er keine große Lust. "Ich fühlte mich blendend, locker und voll im Saft", formulierte der Teamleader seine aktuelle Gefühlslage. Also steigerte er sein Tempo um fünf bis sechs sek/km und lief über die nächsten neun Kilometer einen Schnitt um die 3:50min/km. Enormen Auftrieb verschafften ihm dann sechs bis dahin vor ihm laufende Jungs, von denen ihm keiner folgen konnte. Die nächsten drei waren zäher, machten aber auch keine größeren Probleme. Aber sie sorgten mit dafür, dass die zweite Hälfte dadurch etwas schneller wurde als die erste. So kam es, dass Manni sein hoch gestecktes Ziel tatsächlich erreichte. Mit dem neuen Schwung - nach dem Wechsel in die Altersklasse M40 - besorgte er sich wie angekündigt nach 2:44:00h eine neue persönliche Bestzeit und sprang gleich aufs Stockerl. Gesamtplatz elf in diesem starken Feld zu erreichen, ist eine verdammt starke Leistung. Dann gibts noch die Geschichte seines Laufkollegen Mario, der im Gästebuch unter dem inzwischen entschlüsselten Pseudonym Tempranillo Barriqueros oder auch als Antonio Pinto uns weiß machen wollte, dass er nur deshalb unter 2:50h laufen wird, weil sein Winzer vom Immengartenhof schon um 13.00 Uhr schließt. Während wir beim Italiener in Kleinostheim Ausklang hielten, traf seine Email ein: "Es hat geklappt, der Immengartenhof in Maikammer hatte noch auf und ich bekam meine Weine. Die Pizza ist bestellt und der Rotwein dekantiert. Ach so, die Beine sind gut und dieser langhaarige Bombenleger wird immer schneller, keine Ahnung was ich machen soll". Mit neuem Rekord (2:48:59h) und mit sich selbst mehr als zufrieden, gratulierte Mario so dem schnelleren Manni.
Mehr Zeit durfte er sich nicht lassen, denn vierundachtzig Sekunden später überquerte Volker schon die Zielmatte. Der disziplinierte Triathlet ist exakt nach Plan angelaufen, hatte während des Rennens sich und die Strecke voll im Griff und behielt auch gegen Ende seinen konstanten Rhythmus bei: "Ich hätt' nie gedacht, dass es hinne naus so gut klappt", äußerte er sich mehr als zufrieden gestern abend beim Enzo. Mit dieser Energieleistung löscht unser Tibet- und Nepalexperte seinen sechs Jahre bestehenden Rekord (Würzburg 2002) aus und ersetzt ihn durch phänomenale 2:50:23h. Interessant ist seine astreine Rennaufteilung, die für zwei fast vollkommen gleiche Rennhälften sorgte und ihn auf Rang fünf seiner Alterklasse M35 brachte. Er führt seinen ruhigen und schmerzfreien Lauf auch auf die neuen Kompressionsstrümpfe zurück, die die meisten unseres Teams inzwischen tragen - die sorgen für eine bessere Durchblutung der Beine. Bei der Siegerehrung erfuhr dieses überaus erfolgreiche TSG-Trio dann, dass sie wegen läppischer acht Sekunden den Sieg in der Teamwertung verpassten. Dann tauchte bereits der vierte TSG-ler innerhalb der drei Stunden Marke auf. Im Mai letzten Jahres hatte Jogi ein besonderes Erlebnis, als er in Würzburg gerade mal sechs Sekunden darunter blieb. In Kandel genoss der ehemalige Fußballer fast Heimvorteil, denn hierher hat es den Kleinostheimer berufsmäßig verschlagen. Und so knapp wie damals sollte es nicht wieder werden. "Das Rennen hat riesig Spaß gemacht, doch auf den letzten Kilometern musste ich schwer beißen", erzählte Jogi, der sich unterwegs von Claudi zurück pfeifen ließ: "Jogi, du bist zu schnell". Er ließ es sofort ruhiger angehen und versuchte dem Wind zu entgehen, in dem er kräftige Läufer suchte. Fehlanzeige. Auch irgendwelche Gruppen, die sein Tempo liefen, fand er nicht. Ab Marke 15 gab er für einige Kilometer Gas und fasste dann mehr Mut, als Claudi wieder in seinem Blickfeld auftauchte. "Auf der ewig langen geraden Strasse konnte ich mich dann immer näher ranziehen", denn mittlerweile fand er einen passenden Partner, mit dem er eine Aufholjagd begann. Dann kamen die letzten fünf Kilometer und Jogi ließ diesen wieder ziehen. Arnd kümmert sich auf dem Rad fürsorglich auch um ihn und versuchte ihn zu motivieren. Die Luft wurde enger und die anvisierten 2:56 wackelten bedenklich. Er fuhr die letzte Attacke, sehnte sich nichts mehr als den Eingang zum Stadion und dann hörte er sie endlich, seine kleine, aber lautstarke Fangruppe. Für den zweiten Teil des Rennens ließ sich Jogi akzeptable dreiundachtzig Sekunden mehr Zeit als für die erste und schaffte somit ebenfalls eine neue Bestzeit. Mit 2:57:13h rückte er in der internen Bestenliste weiter nach vorne. Bereits sechzehn Männer aus dem aktuellen Mitgliederbestand befinden sich derzeit unterhalb von drei Stunden, eine enorme Anzahl.
Zum Kreis der Favoriten zählte der Veranstalter auch Claudia, die neben mehreren Damen für unter drei Stunden angekündigt wurde. Doch sie musste dafür ganz schön kämpfen. Bis Kilometer 25 hielt sie sich auf die Sekunde genau an ihr geplantes Tempo (4:07min/km). Den kurzen Hänger bei Kilometer achtzehn überwand sie routiniert, auch mit Hilfe eines sympatischen Herrn(!), der sie eine Zeit lang begleitete. Sie ließ ihn dann ziehen und reduzierte die Geschwindigkeit auf 4:10 - 4:12min. Und dann kam der kaum sichtbare Anstieg bis zum Wendepunkt, der ihr so manche Sekunde klaute. Bei Marke 38 war dann Schicht im Schacht. Trotz Durchblutung fördernder Strümpfe bekam sie ausgerechnet Wadenkrämpfe. Sie verkürzte zwangsläufig die Schritte um das Fernziel zu erreichen, einen Platz auf dem Stockerl. Sie wusste zwei Damen vor sich. Die spätere Siegerin kämpfte um die Aufnahme in den Liechtensteiner Olympiakader und auch die Vizemeisterin aus Karlsruhe kann eine ganze Menge Erfolge vorweisen. Wenn du so weit bist, da flehst du unterwegs schon mal höheren Beistand an. Aber letzten Endes hielt Claudi genau das, was andere versprochen hatten. Sie läuft nach knapp kalkuliertem Lauf, mit nicht eingeplanten Hindernissen, nach 2:59:04h genau in dem Zeitrahmen ein, den man von ihr erwartete. Klare Sache in der W40 und dritter Gesamtplatz, das waren die von ihr formulierten Fernziele. Lustige Begebenheit am Rande: neben den ausgelobten Preisen gewann sie in der Tombola noch ein Paar Laufschuhe.
Neben den vielen zufriedenen Gesichtern fand sich gestern auch das von Peter. In seinem Weblog konnten wir lesen, dass er jüngst einige Probleme mit dem Fuß hatte und sich deshalb auf der Rolle schadlos hielt. Er macht ordentlich seine Gymnastikübungen, dehnt vorbildlich seine Muskeln und scheut sich nicht, davon Fotos ins Web zu stellen. Seine mentale Stärke verleitete ihn, seine Ziele schriftlich zu formulieren und auch zu veröffentlichen. In Kandel sollten es weniger als 3:20 werden. Aber er zählt auch zu denen, auf die man sich verlassen kann. Zehn Minuten schneller zu laufen ist eigentlich ein starkes Stück, doch bei Peter will ich nicht so weit gehen. Der Junge hat noch viel mehr Potenzial als er uns zeigt. Gut, er trainiert fleissig alle drei Disziplinen seines Triathlonsports und das Laufen ist dabei nicht unbedingt die Nummer eins. Doch gestern hat er schon überrascht. Die saubere Renneinteilung mit zwei gleichen Hälften sagt uns, dass er sich im Griff hat. Diese 3:18:52h bedeuten einen guten Zwischenschritt auf dem Weg zur nächsten Marke. Einen ausführlichen Rennbericht stellt Peter in Kürze auf seiner Homepage online. Damit sind nun die 42,2km angemessen abgehandelt.
Wir hatten dann noch zwei Halbmarathoni am Start, die im Moment unterschiedliche Ziele verfolgen. Bis zum Regensburg Marathon sind es noch knapp zwei Monate, doch Thomas befindet sich auf dem Weg dahin bereits in einer tollen Form. Obwohl er am Sonntag keinerlei Ambitionen hatte, etwas Besonderes zu reißen, lief er bis auf 25 Sekunden an seine Bestzeit heran. Diese 1:19:48h sind für ihn erste Sahne und es scheint so, als wäre alles wieder so wie damals, oder? Und seinem Teamgefährten Michael hat der Wettkampf in Kandel richtig Laune gemacht. Organisatorisch einwandfrei, das Wetter perfekt - wenn auch etwas windig - und die Strecke wie ausgeschrieben. "Da kann es schon mal passieren, daß jemand (wie ich) anreist und eigentlich nur eine persönliche Tagesbestleistung anvisiert, dann aber mit einer persönlichen Bestmarke heimfährt". Und in der Tat raffte er sich zu einer 1:33:45 auf und machte den Aschaffenburger HM vom Vorjahr vergessen. Hier die Ergebnisliste unserer Starter mit allen Zwischenzeiten. Und für die Bildergalerie wurden von allen Seiten Fotos geliefert. Bei Laufreport steht ein ausführlicher Bericht online.

08.03.2008 TSG-Schwimmer Matthias Krebs wechselt zur Abteilung Ausdauersport
Bereits mit sechs Jahren lernte er im Vitamar das Schwimmen und seit Anfang der 80er Jahre ist er schon Mitglied in der Schwimmabteilung der TSG. Jetzt wechselte Matthias Krebs offiziell zur Abteilung Ausdauersport und definierte damit seine sportlichen Ambitionen ganz neu. Unterfränkische Meistertitel in seiner Spezialdisziplin Brust (100m und 200m) stehen bei ihm zu Buche und bei Bayerischen Jahrgangsmeisterschaften nahm er ebenfalls teil: "leider Gottes ohne Podestplatzierungen". Seine damaligen Ergebnisse sind irgendwo in der Versenkung verschwunden und die Schwimmkarriere endete mit seiner Lehre als Dienstleistungsfachkraft im Postbetrieb. Matthias wechselte dann in den Schichtdienst und dreht seine sportlichen Aktivitäten auf null. Mit zwanzig begab er sich zu den Gebirgsjägern nach Bad Reichenhall und machte zwölf Monate Abenteuerurlaub auf Staatskosten. Er erlernte dort zwangsläufig den oberbayerischen Dialekt, widmete sich verstärkt dem Berg- bzw. Skitourengehen und war während dieser Zeit fasziniert vom Klettersport. Nach der Bundeswehrzeit verbrachte er des öfteren seinen Wanderurlaub in den Bergen und ging auch zum Snowboarden. Es folgte ein sechs Jahre langer Durchhänger, der ihm eine unrühmliche Karriere als Couchpotatoe einbrachte, Sport gabs anscheinend nur im Fernseher.
Doch das ist alles Schnee von gestern. Nicole trat in sein Leben ein und brachte es wieder in Schwung. Die beiden joggten gemeinsam, heirateten und haben inzwischen sogar Nachwuchs bekommen. Sohn Lars war der Grund dafür, dass seine Frau sportlich kürzer treten musste, doch Matthias hatte wieder richtig Lust auf Sport und Bewegung bekommen. Im Schweinheimer Wald steigerte er seine Fitness und die Anzahl der Laufkilometer, bis er sich dann traute, beim Hypolauf 2005 einen Versuch in einem offiziellen Wettkampf zu machen. Das war der geglückte Beginn einer hoffentlich erfolgreichen Läufer- oder Triathlonkarriere. Bei unserem Süwag-Energie-Lauf im Herbst kam er schon nach 46:04min ins Ziel und auch die Zeit beim Aschaffenburger Halbmarathon (1:45:31h) kann sich sehen lassen. Als gelernter Schwimmer und inzwischen recht passabler Läufer stieg Matthias beim Alzenauer Triathlon auch aufs Rad. Jetzt hat er Blut geleckt und sich gleich beim Frankfurt-Marathon angemeldet. "Ich will den einen oder anderen Triathlon bestehen und bei meinem ersten Marathon finishen", beschreibt er seine nächsten Ziele und hofft, dass ihm neben Beruf und Familie ausreichend Zeit für die Vorbereitung bleibt. In einem großen Maschinenbaubetrieb ist er seit zehn Jahren als Lagerist beschäftigt und hat dort weitere wichtige Jobs wie Umweltschutz- und Suchtbeauftragter inne. Interessant für uns dürfte sein, dass Matthias sich in seiner Freizeit zum Therapeuten für Sportmassagen hat ausbilden lassen. Solche Kenntnisse sind in unserem Sport äußerst wertvoll. Wünschen wir unserem neuen Teamkollegen, dass er seine anvisierten Ziele alle erreicht. An der Unterstützung unsererseits wird es dabei sicher nicht fehlen.

03.03.2008 City-Halbmarathon Frankfurt: Hoch Astrid widersteht Sturmtief Emma
Die meisten der etwa 3000 Starter(innen) beim sechsten City-Halbmarathon in Frankfurt dürften unzufrieden mit ihren Laufzeiten gewesen sein. Das Orkantief Emma vermasselte ihnen die Tour. Nicht nur die Elite, die exakt zwei Minuten vor der Masse loslaufen durfte, hatte ihre liebe Mühe. Völlig entnervt strich eine große Anzahl frustrierter Läufer vorzeitig die Segel. Trotzdem konnte der Veranstalter Spiridon eine neue Rekordbeteiligung verbuchen. Der Citylauf ist zum Selbstläufer geworden und lässt sich auch von orkanartigem Unwetter nicht mehr irritieren. Unser Team setzte sich zum größeren Teil aus eher unerfahrenen Halbmarathoni zusammen - diese Tatsache hängt alleine schon mit der relativ kurzen Dauer ihrer Mitgliedschaft in unserer Abteilung zusammen. Niemand darf aber annehmen, dass diese Freaks alleine deshalb die Zügel schleifen ließen - im Gegenteil. Im so genannten B-Lauf befand sich unsere komplette Mannschaft. Für diesen um zwei Minuten verzögerten Start entschied sich auch Astrid - auf klugen Rat ihres persönlichen Coaches. Beabsichtigt war, in der windgeschützten Obhut einer kleinen oder auch größeren Gruppe, den richtigen Rhythmus zu finden. Außerdem sollte Frankfurt einem Formtest dienen, dessen Grundlage sie kürzlich beim Radtraining auf Mallorca gelegt hatten. Die nasskalte Witterung bringt die inzwischen recht routinierte, aber zierliche Astrid nicht aus der Fassung, höchstens jedoch die starken Windböen. Sie fand leider keine passende Gruppe und war überwiegend auf sich alleine gestellt. Sie fühlte sich gut und durchlief in 41:44min die ersten zehn Kilometer zügiger als geplant. Direkt nach dem Wendepunkt in der Frankfurter Innenstadt glaubte sie sogar Glück zu haben, denn sie schloss zum Pacemaker für die Läufer(innen) unter 1:30h auf. Sie nahm das vermeintlich richtige Tempo auf und konnte es leider nur bis Kilometer achtzehn mitgehen. Kein Wunder, denn "ich hatte ganz vergessen, dass diese Gruppe zwei Minuten vor mir auf die Strecke ging". Astrid ließ den Schrittmacher ziehen, konzentrierte sich auf sich selbst und plagte sich noch eine Weile mit den phaseweise Kräfte zehrenden Wetterverhältnissen herum. Im Ziel wurde sie nach 1:29:28h mehr als entschädigt für die Plackerei. Die favorisierte Kenianerin gewann, Astrid lief als siebte Frau ein und sprang in der W35 noch aufs Treppchen. Ihr Auftakt in 2008 kann als gelungen bezeichnet werden und bescherte ihr in der internen Wertung Platz eins.
Die sportliche Entwicklung von Guido schreitet weiter voran. Sturmböen ist er bei der Ausübung seines Jobs im Tiefbauamt längst gewohnt und auch sonst bläst den stabilen, nebenberuflichen Landschaftsgärtner nichts um. In Frankfurt war er schon mehrmals dabei, aber noch nie so schnell wie gestern. Seine erkämpften 1:34:56h befinden sich zwar nicht direkt im Bereich seiner persönlichen Bestzeit, doch der Wert dieses Laufergebnisses kommt ihr - wegen der besonderen Erschwernisse - in der Tat sehr nahe. In seiner Entwicklung sieht sich sicherlich auch Andreas bestätigt. Eine gute Minute hinter seinem bisher besten Ergebnis ( Aschaffenburg 2007) bleibt er nach 1:42:24h. Diese Leistung wird er - gemessen an den schwierigen Verhältnissen - selbst hochrechnen können. Es ist halt schade, wenn man nach guter Vorbereitung ausgerechnet am Wettkampftag so erwischt wird. Doch schaffen auch solche Erlebnisse Selbstvertrauen und vermutlich richtig Lust auf einen schönen flachen HM im nahenden Frühjahr. Erstmals offiziell taucht auf unserer internen Ergebnisliste Matthias Krebs auf, der nach langer TSG-Mitgliedschaft jetzt zu unserer Abteilung rübergewechselt ist. Seine gelaufenen 1:47:16h kann ich noch nicht so richtig einschätzen, weil mir seine persönlichen Daten noch nicht vorliegen. Hoffentlich können wir ihn auf dieser Startseite bald vorstellen. Udo Fischer ist in eine neue Altersklasse gewechselt. Dies könnte ein Anreiz für einen neuen Anlauf sein. Er kann viel mehr als er am Sonntag gezeigt hat. Nehmen wir ihn mal auf unsere Beobachtungliste. Und Uwe machte eine ganz neue Erfahrung: "ich war wieder auf neuem Bestzeitkurs, aber das klappt nicht immer". Natürlich weiß er schon länger, dass die Frankfurter Strecke eklig sein kann, gerade um diese Jahreszeit. Dass man aber schon bei Kilometer acht pinkeln muss und vielleicht bei dieser Gelegenheit seine Zeit verpasst, dieses Problem ist locker zu beheben. Die Guten, lieber Uwe, die pinkeln nicht mal bei einem Marathon! Laufpatin Sarah lief bereits ihren zweiten Halbmarathon in diesem Jahr. Die leichtgewichtige Rennschnecke ließ sich verdammt viel Zeit und hatte anscheinend die größten Schwierigkeiten, dem Wind Stand zu halten. Die ehemals kleinste Ausdauersportlerin am bayerischen Untermain (heute trägt sie diesen Titel im Odenwald) sucht allerdings in den wenigsten Wettkämpfen neue Bestzeiten. Für sie gilt oft das Motto: "der Weg ist das Ziel". Und mit Yvonne freut sich jetzt doch noch jemand aus unserem Team über eine neue Bestzeit. Den HM in den USA hatte sie mehr aus Spaß an der Freunde absolviert. Gestern kniete sie sich tüchtig rein, trotzte Emma über 21,1km und freute sich beim Zieleinlauf am Nordwestzentrum über ihr Stehvermögen. Und darauf kann man nun schön aufbauen. Die Fotos hat uns freundlicherweise Jochen geschickt, der mit gerissenem Innenband (und Digicam) an der Strecke stand. Wünschen wir ihm, dass er bald wieder den Anschluss findet. Hier noch die Ergebnisliste.