TSG Kleinostheim - Ausdauersport

 

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Startseite - Juni 2008

30.06.2008 „Triathlon ist schon ein faszinierender Sport“,
schwärmt Mutter Susanne Lasbleiz, während ihr siebenjähriger Sohn Frédéric am Ufer des Mainparksees zum Start Aufstellung nimmt. Ab 9.00 Uhr ging es gestern Morgen bei der Wasserwacht Schlag auf Schlag. Fünf aufeinander folgende Rennen - nach Alter gestaffelt – mit Distanzen von 50 Metern bis zu 750 Metern standen auf dem straffen Zeitplan, um allen einhundert Nachwuchs-Triathleten die erste Disziplin abzunehmen. Auch bei der vierten Auflage hatte unsere Abteilung - in Zusammenarbeit mit dem Radsportverein Mainaschaff und der Wasserwacht des Mainparksees - perfekte äußere Bedingungen für den 4. SÜWAG Energie Triathlon für Schüler und Jugendliche. Sonne am See und eine willkommene leichte Bewölkung auf der Laufstrecke waren die Rahmenbedingungen. Der Charakter dieser Veranstaltung ist geprägt von der Mischung der vereinszugehörigen Athlet(inn)en, die an einer der beiden Saisonwertungen für Unterfranken und Bayern teilnehmen und Schülern, die es reizt, sportlich mal etwas Neues auszuprobieren. „Die Streckenlängen sind für jedes sportliche Kind zu schaffen“, beschreibt Eckhard Hippler, der zusammen mit drei weiteren Vereinskollegen der TSG Kleinostheim als Wettkampfrichter im Einsatz war.

Erwartungsgemäß dominierten die Kadermitglieder die älteren Klassen der Jugend A/B und Junior(inn)en, allen voran die Favoriten Patrick Lang (HDI SC Roth 52 Triathlon) und Kornelia Weiss (Tri-Team Schongau). Trotz starker Konkurrenz konnte sich Patrick mit einer ausgeglichen Leistung über die Distanzen 750 m Schwimmen, 19,2 km Rad fahren und 5 km Laufen, in einer Gesamtzeit von 59:00 Minuten behaupten und damit wertvolle Punkte für die Platzierung der BTJ-Serie einfahren. Der Vater führt die Statistik und notiert beim 230. Wettkampf den 99. Sieg und 180. Podestplatz in zehn Jahren Triathlonsport. „Ich befinde mich in der Ausbildung. Ich habe deutlich weniger Zeit zum Trainieren, meine Form leidet derzeit darunter. Mal sehen, ob es für den Titel des Bayerischen Meisters diesmal reicht“, äußert er selbst. Aus dem Schwimmlager kommt die weibliche Siegerin und BTJ-Titelverteidigerin der Saison 2007. Ihren deutlichen Vorsprung konnte Kornelia, die Sportstudentin an der TU München, auf der Radstrecke weiter ausbauen. Sie erreichte das Ziel auf dem Kleinostheimer Festplatz nach 1:06:34 Stunden vor ihrer Vereinskameradin Andrea Zeller. Lokalmatador der Schüler A, Dominic Baum (TV 1897 Goldbach), musste nach drei Siegen in Folge auf der Radstrecke sowohl Jan Rupprecht (TV Hilpoltstein) als auch Pascal Böhm (TCEC Mainz) an sich vorbeiziehen lassen, freute sich aber am Ende doch auch über Bronze. Hanna Wagner (TuS Frammersbach) war in der weiblichen Klasse Schülerinnen A in allen drei Disziplinen (200 m Schwimmen, 5,7 km Rad fahren, 1,1 km Laufen) mit 23:01,9 Minuten unschlagbar. Einen ehrgeizigen Fight mit knappem Ausgang lieferten sich hingegen die Jüngsten. Hier war schon der schnelle Wechsel mit entscheidend. Tamara Hille (TSG Kleinostheim), neunjähriger Spross aus der Triathlonfamilie Hille, konnte die elterlichen Ratschläge perfekt umsetzen und siegte im Spurt über 200 Meter vor Hanna Seubert (SSKC Poseidon). Dritter Termin für den Unterfrankencup 2008 ist am 26.07.2008 die Veranstaltung Swim & Run des TSV Karlstadt vor der Abschlussveranstaltung am 06.09.2008 mit Auszeichnung der Unterfränkischen Meister(innen) in Frammersbach.

Hier geht es zu allen Ergebnissen und Urkunden. Genau 537 Fotos schoss unser Fotograf Roger Uhl während des Triathlons. Die komplette Serie liegt bereits in unserem Bilderalbum. Wer aus den einzelnen Fotoserien gerne die Originaldateien hätte, schickt eine Email an den Webmaster, mit Angabe der jeweiligen Serie und Bild-Nr. Dieser Service ist natürlich kostenlos.

Während die Schüler und Jugendlichen sich auf ihren Start vorbereiteten oder nach dem erfolgreichen Wettkampf das Ziel erreichten, sammelte unsere Pressesprecherin Birgit Reuter einige interessante und lustige Stimmen ein, die wir unter der Überschrift TRIATHLON KINDERMUND gerne weitergeben:

So erzählte beispielsweise der 11-jährige Jonas Eubel von der TSG Kleinostheim (Startnr.70): "Das Schwimmen war o.k. obwohl ich nur ungern im See schwimme, wegen der Fische. Jetzt geht’s gleich auf's Rad. Nur, ich darf kein ‚Schattenwind' fahren!“

Lukas Gerhart aus Aschaffenburg-Nilkheim, 12 Jahre (Nr.54) meinte: "5,7 Kilometer Rad fahren, das ist wie wenn ich in die Schule fahre, mehr nicht!“

Dennis März, TSG Kleinostheim, 14 Jahre (Nr.29) erklärte: "Habe mich auf dem Fahrrad in der ersten Runde noch ein bisschen mit meinem Freund unterhalten.“

Die 10-jährige Nathalie Schaupert (SSKC Poseidon Aschaffenburg, Nr. 84), 10 Jahre, hatte andere Erlebnisse: "Am Berg habe ich von 2 auf 1 geschaltet. Dann konnte ich nicht mehr zurückschalten und musste ganz doll strampeln. Jetzt tun mir die Ferse und das Knie weh.“

Und Mathilde Bourguignon, 8 Jahre, TSG Kleinostheim (Nr.108) erzählte: "Schade, dass wir nur 50 Meter schwimmen mussten, ich wäre gerne 100 Meter geschwommen. Das gefällt mir am besten von allen drei Sportarten.“

Henry Werner vom BSC Schweinheim (10 Jahre, Nr. 88) berichtete: "Beim Schwimmen war ich der Looser. Habe mich als Drittletzter aus dem Wasser auf den sechsten Platz im Ziel vorgekämpft!“

Die achtjährige Schwester Melina Kappes (Nr.92) kommentiert die lange Trinkpause der fünfjährigen Amelie (Nr.93, TV Miltenberg) in der Wechselzone zum Laufen: "Das macht man doch beim Laufen, Amelie!“

26.06.2008 Triathlon-Nachwuchs in Kleinostheim - Zweiter Termin des Unterfranken-Cups
Ungewöhnlich früh wird am Sonntagmorgen ab 7.00 Uhr an der Wachstation der Wasserwacht des Mainparksees reges Treiben herrschen, wenn sich 120  Schüler(innen) und Jugendliche - in Begleitung ihrer Trainer und Eltern - der Herausforderung  Schwimmen, Rad fahren und Laufen zu stellen. Mittlerweile zum vierten Mal sind wir in Zusammenarbeit mit dem Radsportverein Mainaschaff und der Wasserwacht des Mainparksees Ausrichter des SÜWAG Energie Triathlons. "Professionell ausgestattete Kaderathlet(inn)en von morgen und Kinder, die aus einer der drei Sportarten kommen und Spaß daran haben, mal etwas Neues auszuprobieren, treten gegeneinander an", erläutert Hauptkoordinator Michael Schwarz das Starterfeld. "Wir haben in den letzten drei Jahren stetig an uns gearbeitet und freuen uns auf Gäste aus ganz Bayern". Spannende Entscheidungen und die ehrgeizige Jagd auf wertvolle Punkte für die Wertung des Unterfrankencups sowie der BTJ-Serie werden erwartet. Der erste Startschuss fällt um 9.00 Uhr mit fünf Schwimmentscheidungen über verschiedene Distanzen. Aus organisatorischen Gründen wird die Veranstaltung nach der ersten Disziplin neutralisiert. Die Teilnehmer begeben sich nach Kleinostheim zum Festplatz hinter dem Rathaus. Um 11.00 Uhr wird das Rennen mit dem Rad fahren im Jagdstart fortgesetzt. Hier werden den Athlet(inn)en je nach Alter 1200m bis zu 19,2 Kilometer auf einem flachen Rundkurs abverlangt. Den schnellen Wechsel zum Laufen sollte man schon mal trainiert haben, die Belastung für die Muskulatur ist ungewohnt. Während die Jüngsten der Jahrgänge 2001 und jünger bereits nach 200 Metern auf die Zielgerade einbiegen, ist für die Sechzehn- bis Achtzehnjährigen über eine Distanz von fünf Kilometern eine vernünftige Renneinteilung nötig, um auch bei den zu erwartetenden hohen Temperaturen gut durchzukommen. Mit großer Zahl gemeldet haben der TV 1897 Goldbach, der ESV Gemünden, die Schwimmer des SSKC Poseidon Aschaffenburg, die Ironkids des TV 1879 Hilpoltstein sowie der Nachwuchs aus den eigenen Reihen der TSG Kleinostheim. Weitere Auskünfte hier.

Der Kleinostheimer Schüler- und Jugendtriathlon ist auch eine Veranstaltung im Rahmen des Unterfrankencups 2008. Gewertet werden hier nur Teilnehmer(innen), die einem unterfränkischen Triathlonverein angehören. Der Cup umfasst vier Termine: 03.05. ESV Gemünden Triathlon, 29.06. Süwag Energie Triathlon Kleinostheim, 26.07. TSV Karlstadt Swim & Run und 06.09. TuS Frammersbach Swim & Run. Der/die Seriensieger/-in sind Unterfränkische Meister 2008. Die Auszeichnung erfolgt bei der Abschlussveranstaltung in Frammersbach. Weitere Informationen unter www.tria-ufr.de. Nähere Informationen zum Modus der BTJ-Serie unter www.triathlon-bayern.de. Sie umfasst für diese Saison sechs Veranstaltungen, von denen vier in die Wertung kommen. Sie wird ausgetragen für die Junioren/-innen, Jugend A und Jugend B. Der Athlet mit der höchsten Punktzahl aus diesen vier Resultaten wird als Bayerischer Meister 2008 ausgezeichnet.

25.06.2008 Am heißesten Tag des Jahres reichte ein geviertelter Ironman wirklich
Der Quarterman Germany in Bruchköbel ging am Sonntag zum dritten Mal über die Bühne. Unsere dreizehn Aktiven (incl. zweier Aktivistinnen) trafen in einem super organisierten Event auf verdammt heiße Bedingungen. Die Wetterfritzen war sich diesmal einig und registrierten tatsächlich den heißesten Tag des Jahres. Er erinnerte mich an einen Filmklassiker aus den Fünfzigern: Zwölf Uhr mittags (Originaltitel: High Noon). Dort ging es um den einsamen Kampf eines Marshalls gegen seine Todfeinde, eine aufmüpfige Gangsterbande. Ganz so hoch will ich diesen Triathlon nicht hängen. Die Bedingungen für die Athlet(inn)en, die exakt zu dieser Zeit an den Start mussten, als die Sonne am höchsten stand, sind mit denen im Film allemal zu vergleichen. Den einsamen Kämpfer in der Hitze gab Volker und die aufmüpfige Bande könnten seine Teamkollegen sein oder auch das ganze Feld. Während der derzeit nachweislich stärkste Dreikämpfer unserer Truppe seine 19 Bahnen im Freibad an der Röntgenstraße zog, die Dank Absprache unter den acht Beteiligten in der Bahn wirklich optimal verlief, gabs noch keine überhitzten Körper. Auf Temperatur brachte ihn erst auf der anschließenden Radtour sein eigener Teamkollege: "Mit dem Ecki wird's beim Rad fahren immer schlimmer, den habe ich erst in der zweiten Runde eingeholt". In der Tat erschreckte Christian mit der drittschnellsten Schwimmzeit insgesamt (14:46min für 950m) schon mal den einen oder anderen Etablierten. Mit seinem neuen Drahtesel, der noch optimal einzustellen ist, legte er nach anfänglichen Überholschwierigkeiten einen guten 36er Schnitt auf der welligen Strecke hin und wehrte sich so lange es ging. Volker kämpfte sich über alle Hügel und gegen jeden Wind durch: "es war alles andere als einfach" und "die abschließenden 10,5km waren bestimmt 15km lang", fügt er schmunzelnd hinzu, als er nach vollbrachten Taten das Ziel überquerte. Ein achter Gesamtplatz bei 350 Konkurrenten und ein 1. Platz in der AK 35 stellten ihn nach 2:15:06min mehr als zufrieden. Es gelang ihm dabei, die stärkste Frau im Feld bis ins Ziel auf Distanz zu halten. Was er nicht mehr mitbekam, waren die wachsenden Probleme seines jungen Kontrahenten aus dem eigenen Team. Christian musste schon auf den ersten Metern der Laufstrecke dafür bezahlen, dass er 45km mit ungenauer Satteleinstellung fuhr. Die starken Seitenstiche konnte er nicht wegatmen. Für solch krasse Wetterwechsel ist er sowieso anfällig. "So kam es zum ersten Mal in einem Triathlon dazu, dass ich mehrere Kilometer gehen musste", sogar über einen vorzeitigen Ausstieg dachte er kurzzeitig nach. Wie alle anderen TSGler hielt er durch, ist aber mit deiner Endzeit von 2:28:09h überhaupt nicht einverstanden. Der selbstbewusste Christian weiß auch, dass er mit einer normalen Laufleistung in Volkers Bereich eindringen kann. Bis zum 70.3 Antwerpen werden die Radeinstellungen passen.

Familie Hille hat nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Claudi (schwimmen darf sie) mit Arnd einen weiteren Verletzten zu beklagen. Ob es an Arnd lag, der auf den Schwimmbahnen am Überholen war, oder dem Entgegenkommenden, der Brust schwimmend und weit ausladend mehr Raum in Anspruch nahm, als es ihm zustand, dürfte jetzt egal sein. Unserem bedauernswerten Unglücksraben wurde mit einem Fusstritt das Nasenbein gebrochen. Nach diesem Vorfall, der in solchem Gemenge hin und wieder passieren kann, und den damit verbundenen Schmerzen, war Arnd permanent am Überlegen, ob er der Plagerei ein Ende setzen und aussteigen soll. Seine Entscheidung fiel spät, genauer gesagt - im Ziel, denn hier beendete er den Wettkampf wie es sich gehört. Nach 2:18:55h schafft er es, trotz aller Vorkommnisse, bis zum vierten Rang der AK40 und erreicht Platz 18 im Gesamtfeld, Respekt. In den letzten Rennen sammelte Alex jede Menge Erfahrungen und am Sonntag profitierte er davon. Nach erwartet guter Schwimmleistung hielt er seine jugendliche Dynamik im Zaume, verausgabte sich nicht auf dem Bike, obgleich die Radzeit von 1:20:34h für die Doppelschleife von insgesamt 45 Kilometern vieles von seiner zweifellos vorhandenen Vitalität widerspiegelte. Er konservierte noch ausreichend Energie, um zu Fuß über die zehneinhalb Kilometer nicht einzugehen. Seine Laufzeit geht vollkommen konform mit seiner Erwartungshaltung. In der gleichen Minute traf Manni, nach einer starken Aufholjagd, im Zielkorridor ein. Sowohl Schwimm- als auch Radleistung passen zu seinem derzeitigen Trainingsaufwand. An Stelle eines Tempodauerlaufs packte er den Quarterman ins persönliche Programm und zieht am Ende ein positives Fazit: "die Formkurve steigt". Bereits 2006 war er bei der Quarterman-Premiere dabei und findet nach wie vor dieses Sport-Event erstklassig organisiert. "Allerdings waren die Bedingungen auf der Laufstrecke ziemlich heftig", doch das kann ihm in Roth auch passieren, wenn er als Letzter der Challenge-Staffel eingreift, um einen Marathon der besonderen Klasse abzuliefern. Wenn Manni schon beim Laufen lamentiert, was sagen dann alle anderen Trias, die mit ihm den fünf Kilometer langen Wendepunktkurs zwei Mal zu bewältigen hatten? Er lief in Bruchköbel mit 41:43min die zweitschnellste Zeit aller Teilnehmer. Für 10,5km am Ende eines aufreibenden Triathlons dieser Güteklasse ist das einfach phänomenal. In den letzten drei Wochen bis Roth wird er keinen Wettkampf mehr bestreiten.

Bei Etienne lief am Sonntag eigentlich alles nach Plan. In seiner ersten Triathlonsaison kommt er langsam in Schwung, tastet sich auf den Schwimmbahnen von Mal zu Mal weiter nach vorne und behält im Wasser - wenigstens im Familien internen Rennen - die Führung inne. Der Schwimmanfänger startete mit seiner Frau und Trainingspartnerin Raileen auf nebeneinander liegenden Bahnen. "Ich konnte ihn schön im Auge behalten und zählen, wie oft er mich überrundet", berichtete Raileen, die weniger aufgeregt war als beim Vita Nova, und "am Ende der 19 Bahnen hatte ich das Schwimmbecken für mich ganz alleine". Ein vollkommen neues Erlebnis für die Laufspezialistin. Auf dem Rad begann dann ihre Aufholjagd, nicht nur auf den Gatten. Der zehrte nämlich clever von seinem heraus geschwommenen Vorsprung während der kompletten fünfundvierzig Radkilometer. Zu dessen Ehrenrettung ist der Vollständigkeit halber erwähnt, dass ihm die Kette herunter fiel und er so etwa zwei Minuten verlor. Vielleicht fuhr sie ein wenig zu verhalten, aber "ich bin noch nie über diese Distanz schnell gefahren". Eine Erklärung für Etienne's schnelleren Wechsel gibt es schon noch: "er hat nicht mehr sein Handtuch gefaltet und seine Schwimmbrille nicht in die Box getan". Bei solch vernachlässigbaren Tätigkeiten lassen höchstens noch pingelige Mütter Zeit liegen. Ich bin mir sicher, dass sich dieses Verhalten in Kürze ändert. Das Pärchen kämpfte sich - natürlich jeder für sich - durch den heißen Radkurs, wobei Raileen gerade noch einen Sturz verhindern konnte, als sie während der Fahrt zu trinken versuchte. Das wird jetzt im Training fleißig geübt. Nach erfolgreicher Bike-Mission durften sie endlich in die Laufschuhe wechseln, "denn immerhin ist ja das Laufen unsere Disziplin". Die enorme Hitze setzte auch den Spezialisten zu. Es war fürchterlich heiß, viele Teilnehmer(innen) gingen bereits oder joggten recht langsam. Auf der 2,5km Wendepunktstrecke reichte man genügend Wasser, es reichte sogar für kleine Körperduschen. Etienne finishte nach 2:50:33h und Raileen kam abgekämpft und sehr zufrieden sechseinhalb Minuten später an. Im Babybecken hingen sie anschließend wie die anderen Teammitglieder eine Weile bewegungslos herum und blickten gemeinsam auf einen schönen Tag zurück.

Für Udo lief zunächst alles prima. Das Schwimmen war klasse und Biken einfach toll. Auch die ersten zwei Kilometer auf dem Laufkurs waren vollkommen in Ordnung, bis dann der High Noon von ihm seinen Tribut forderte. Die letzten acht Kilometer sollten eine Plagerei für ihn werden, doch sie führten auch ins Ziel. An den 2;52:45h gibt es aus seiner Sicht nichts zu mäkeln. Nur eine Minute später tauchte dann Nette auf, die mit einer respektablen Zeit (20:40min) durchs Becken pirschte. Auch am Radsplit dürfte sie nichts auszusetzen haben. Ob das die gelungene Generalprobe für den Ironman war, konnte ich bisher nicht erfahren. Am Streckenrand fanden sich immer wieder Bekannte um unser Team herum. Deren lautstarke Unterstützung tat den Aktiven bei diesen Bedingungen richtig gut. Claudi sowie Charlotte und Caroline lieferten schöne Erinnerungsfotos für unser Bilderalbum. Die Ergebnisse unserer Kids, die sich in Bruchköbel erfolgreich präsentierten sind nirgends zu bekommen. Sobald wir mehr wissen, wird ein Beitrag nachgeliefert. Die Quarterman-Ergebnisse mit allen Splizeiten stehen bereits online. Übrigens: in dem berühmten Filmklassiker erschoss der Marschall die meisten seiner Gegner.

24.06.2008 Jogi und der Stuttgarter Halbmarathon: "das war heute nur was für die Statistik"
Seine Anja besuchte am Wochenende ihre Eltern in Kleinostheim, während Jogi sich drückte und lieber in Stuttgart beim Zeitungs-Lauf startete. Sehr viel Spaß machten ihm die 21,1km aber nicht. Morgens hatte es schon 25°C und der Start verzögerte sich zu allem Überfluss um eine halbe Stunde. Denn dort tanzte der Bär. Um die 15000 Jogger hatten jetzt schon Durst, bevor es richtig los ging. Bei Kilometer fünf kam Jogi erstmals an die Wassertränke, "für meine Begriffe vier Kilometer zu spät". Mit einem vierer Schnitt wollte er sich bei diesen Temperaturen über Wasser halten, doch auch das war für ihn am Samstag nicht drin. Er schaltete schnell runter und machte an den Steigungen schön langsam, "gegen Ende dann eher unfreiwillig". Die Läufermasse bewegte sich am bisher heißesten Wochenende des Jahres permanent durch die Stadt. Wenigstens hatte sie etwas Unterstützung durch die vielen Zuschauer. Bei Kilometer zehn blickte Jogi zur Stoppuhr und lag mit 42min noch locker unter 1:30h Endzeit. Dann hat unser inzwischen auch etwas älter und empfindlicher gewordene Teamkollege zu schwächeln angefangen. Er suchte alle Wasseroasen an der Laufstrecke ab und ist - wie es sich gehört - zu Ende gelaufen. Wenigstens die letzten Kilometer hätten ihm etwas Spaß gemacht. Der Zieleinlauf ins Stadion war für ihn ennoch ein besonderes Highlight. Dafür haben die Schwaben im Ziel kräftig gespart, denn eigentlich gabs nur Wasser, aber das in Hülle und Fülle. Falls man Obst wollte, musste man eine Weile anstehen, also kein Vergleich zu anderen Events und schon gar nicht zum Kraichgau-Triathlon vor zwei Wochen. Ach ja, die Zeit. Nach 1:31:01h finisht Jogi und erklärt seine Leistung mit seinen Erlebnissen bei der parallel laufenden Fußball-EM: "Bei solchen Temperaturen spielen die auch etwas langsamer. Die Verlängerung ist mir zum Glück erspart geblieben: 90 Minuten und ca. eine Minute Nachspielzeit". Na also. Hier die Ergebnisliste mit dem Link zum Veranstalter.

23.06.2008 Claudia Hille gewinnt den Neustädter Altstadtlauf
In der historischen Altstadt von Neustadt an der Weinstraße wollte Claudi am Freitagabend endlich wieder mal eine sehr gute Zeit über 10km aufzustellen. Sie nahm sich für dort eine ziemlich ehrgeizige 36:30 vor und war guter Dinge. Zuvor hatte die Kernspin ergeben, dass sie - wie befürchtet - keinen Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule hatte, sondern lediglich einige muskuläre Dysbalancen. Das tröstet ungemein.Ihr malträtierter Fuß sollte mit neuen Einlagen keine Probleme mehr machen. Beim Einlaufen merkte sie gleich, dass ihre leichten Treter nicht das Richtige für das schöne alte Koptsteinpflaster waren. Vier Mal muss die gleiche unebene Passage bewältigt werden und dummerweise hatte Claudi keine Ersatzschuhe dabei. Und wer ist schon vernünftig, nach 150 Kilometern Anreise?! Also, Augen zu und durch. "Ich lief in 3:32 sehr flott an und konnte das Tempo auch auf dem zweiten Kilometer gut halten", dann kam der Kilometer mit dem Kopfsteinpflaster, der sie auf 3:51 zurück drängte. Die Schmerzen begannen im Vorfuß, trotzdem gingen die beiden nächsten Kilometer in 3:39 und 3:38 durch. Zwischendurch nahm sich das Pflaster auf jeder Runde immer wieder seinen Anteil - und dann begann die Qual schlechthin. "Ich wusste nicht wie ich auftreten soll und versuchte über die Ferse abzurollen, um möglichst nicht auf dem Vorfuß aufzukommen". Auf den letzten Kilometer "dachte ich, ich sterbe - aber ich musste ja eh ins Ziel". Die Leidenszeit war mit dem Erreichen des Ziels kurzfristig vorbei. Claudi gewinnt mit der richtig guten Zeit von 37:39min, aber der Fuß ist hin. Danach konnte sie nur noch humpeln, selbst das Kuppeln beim Auto fahren war eine Plagerei. Inzwischen gaben die Ärzte vorsichtig Entwarnung, doch endgültig bescheid weiß sie erst in einigen Tagen. "Den Ironman Frankfurt kann ich mir auf jeden Fall schenken, mit diesem Fuß ist an laufen nicht zu denken. Jetzt kann ich mich ganz intensiv aufs Schwimmen konzentrieren, denn Rad fahren geht auch nicht"! Am Telefon hörte sie sich gerade eben gar nicht so schlecht an. Sie ist unterwegs in Richtung Vitamar, "wo ich jetzt endlich mal in Ruhe an meinen Schwächen arbeiten kann". Hier die Ergebnisliste mit dem Link zum Veranstalter.

20.06.2008 Triathlon - Nicht auf Hawaii sondern in Kleinostheim!
Der anspruchsvolle Ausdauerdreikampf, bestehend aus Schwimmen, Rad fahren und Laufen findet immer mehr Anhänger und begeistert die Zuschauer. Nach dem die Wettkämpfe für  Erwachsene  durchweg ausgebucht sind, bietet die Ausdauersportabteilung der TSG Kleinostheim in Zusammenarbeit mit dem Radsportverein Mainaschaff und der Wasserwacht Mainparksee am 29. Juni dem Nachwuchs erneut die Gelegenheit zu einem Kräftemessen in verschiedenen Altersklassen. Der 4. SÜWAG Triathlon für Schüler und Jugendliche ist ein Bestandteil der BTJ-Serie 2008 und eine von vier Veranstaltungen des Unterfrankencups 2008. Die Junior(inn)en sowie die Jugend A/B reisen bereits Wettkampf erprobt an und kämpfen um begehrte Punkte für ihre Meisterschaftstitel. Besonders willkommen sind darüber hinaus ambitionierte Kids, die z.B. aus einer der drei Einzelsportarten kommen und Spaß daran finden, sich mal der Herausforderung Triathlon zu stellen. Ab 9.00 Uhr werden die jeweiligen Gruppen auf fünf Rennen verteilt, um die geforderten Schwimmdistanzen im Mainparksee zu absolvieren. Aus organisatorischen Gründen wird das Rennen nach der ersten Disziplin zunächst neutralisiert und ab 11.00 Uhr in Kleinostheim auf dem Festplatz hinter dem Rathaus fortgesetzt. Die Einteilung der Altersklassen und die entsprechenden Distanzen von Schüler(innen) D-Jugend 2001 und jünger, bis hin zu den Junioren 1989/90, sind auf unseren Jugendseiten nachzulesen. Dort besteht auch noch die Möglichkeit zur Anmeldung. Meldeschluss ist der 22.06. Die Teilnehmerzahl ist auf 100 Startplätze begrenzt Eine Vereinszugehörigkeit ist nicht erforderlich. Nachmeldungen sind am Veranstaltungstag bis 8.00 Uhr nur möglich, soweit das Teilnehmerlimit noch nicht erschöpft ist.

20.06.2008 Flachlandtiroler Tobias Hegmann gewinnt den Kaunertaler Gletscherkaiser
Auf dem Bike ist er schon fast wieder der Alte. Am Wochenende fuhr Tobi mit Freundin Simone ins österreichische Kaunertal, um sich bei schönstem Sonnenschein am strapaziösen Gletscherkaiser zu beteiligen. Er nahm sich selbstredend die lange Tour vor, mit 41 km Länge und knapp 1900 Höhenmetern. Der Beginn war neutralisiert, weil sich im letzten Jahr schon auf der ersten Holzbrücke diverse Fahrer gegenseitig von der Fahrbahn schossen. Also ging es bis zum Nachbarort recht gemütlich los. Hier wurde das Tempo freigegeben und der erste Anstieg wartete schon. Beim Runterschalten fiel ihm die Kette runter und wickelte sich ums Tretlager. "Zum Glück konnte ich den Schaden schnell beheben und fand mich gut 200m hinter dem Besenwagen wieder", berichtet der Zweiradmechaniker. Das Tempo war recht verhalten und so konnte er kurze Zeit später wieder aufschließen und sich einen Platz in der Top 30 suchen. Den ersten Part bis Kilometer neunzehn empfand er durchaus gemütlich. Die Profis vorne wollten sich noch nicht weh tun und so konnten die so genannten Hobbyfahrer noch schön in der Spitzengruppe mithalten. Dann kam die erste Rampe und schon waren vorne die ersten 25 weg. Am flachen Stück am Stausee konnte das Feld auf einer längeren Abfahrt wieder Kräfte sammeln. Zusammen mit drei weiteren Fahrern schloss Tobi so wieder zur Spitze auf. Dabei waren einige Überholmanöver notwendig, weil einige Begleitfahrzeuge nach vorne gefahren waren. "Ich versuchte jetzt möglichst lange dran zu bleiben, was mir trotz einiger Rampen bis Kilometer 30 gut gelang". Mit der Zeit und den wachsenden Kilometern verabschiedeten sich eine Reihe Fahrer nach hinten und unser Teamkamerad sortierte sich in die ersten Zwanzig ein. Die Steigungen wurden heftiger, die Luft dünner und Tobi vermisste jetzt einige flache Stücke, aber die gab es nicht mehr. Die 2000er Grenze war längst passiert und er hielt sein Tempo. An besonders steilen Stücken versuchte er mehrmals einen Gang runter zu schalten. Er stellte schnell fest, "dass es nichts mehr gab wo ich hätte hinschalten können". Mittlerweile war Kilometer 35 erreicht und Tobi lag auf Platz fünfzehn, als Schneefall einsetzte. Mit kurzer Hose und kurzem Trikot bist du hier schnell am Frieren. Beim Blick In die Kehren über ihm zählte er elf Radfahrer. Hier wusste der ambitionierte Biker nun, dass er - außer dem führenden Trio - alles im Sichtbereich hatte. Das Ziel auf 2700 Metern kam dann auch langsam in Sicht. Die Kälte, die dünne Luft und der Schnee zogen die ganze Kraft aus den Beinen. Nach 1:54:57h lagen 1870 Höhenmeter und 41 Kilometer hinter ihm. Im Gesamtfeld u.a. mit dem österreichischen Bergfahrmeister, dem Dritten der österreichischen MTB Meisterschaft, dem Vorjahressieger und Fahrern aus dem tschechischen Hrinkow Team und dem Raiffeisenradteam Tirol konnte Tobias Hegmann den 15. Platz halten. In den Hobby- und Altersklassen aber war keiner da, der ihm den Sieg streitig machen konnte. Einige dick vermummte Skifahrer am Gletscher staunten nicht schlecht, als es plötzlich vor lauter dünn bekleideten Radfahrer wimmelte. Tobi ließ sich vom Veranstalter noch angemessen ehren und blickt nun, zusammen mit Simone, auf ein erlebnis- und erfolgreiches Wochenende zurück.

19.06.2008 Jetzt sind sogar vier Schweizer unserer Abteilung beigetreten
Es war nur eine Frage der Zeit, wann der Rest der Familie Schweizer der Mutter nachfolgt. Wer mittwochs beim Bahntraining Sonja und ihre beiden Sprösslinge beobachtete, konnte leicht erkennen, wie wohl sie sich fühlen und wieviel Spaß sie auf den Bahnrunden hatten. Bisher verpassten weder Lennard noch seine ältere Schwester Laura ein Bahntraining - und danach gibts zur Belohnung immer ein leckeres Eis. Ihre Erfolge stellten sich bei den letzten Events schon ein. Erstmals fiel mir der drahtige junge Mann (Jahrgang 2000) im April bei unserem internen 5000m Crosslauf auf, als er in sagenhaften 24:39min den wirklich schwierigen Rundkurs noch vor seinem Vater Matthias finishte. Am Samstag beim Honischlauf wurde er geschubst und stürzte. Dafür holte er sich halt bei der Verlosung zwei Preise ab. Bereits drei Mal gewann er die Stadtmeisterschaft in Alzenau und wurde Sieger beim Bocksbeutellauf. Laura kam beim Eichbildlauf in Feldkahl gut durch und zeigte auch in Niedernberg eine gute Leistung. Sehr begeistert ist der Schweizer Nachwuchs von den Trainern Wolfi und Michael, die die jungen Leute beim Lauftraining voll integrieren und sich liebevoll kümmern. Vater Matthias ist beruflich stark eingebunden und kann im Moment wenig Zeit fürs Training investieren. Seit aber Sonja häufiger laufen geht, hängt er sich auch öfters dran. Seine erste 10km Zeit, die er am Samstag ablieferte, ist mit 49:26min vollkommen in Ordnung und bei regelmäßigem Training sehr schnell ausbaufähig. Die Familie lebt in Wasserlos und fand den Anschluss zu uns über einen Kraulkurs, den Claudi durchführte. Sonja suchte eigentlich einen passenden Schwimmverein, weil sie in jungen Jahren sogar Schwimmwettkämpfe bestritt. Und so kam eins zum anderen.

18.06.2008 Die neuen Vereinsmeister im Triathlon heißen Silke Hippler und Volker Hain
Unsere siebten Clubmeisterschaften im Triathlon gingen am Sonntag in Seligenstadt über die Bühne. Dieser Vita Nova bietet wegen seiner akzeptablen Distanzen (750m/24km/6km) eine ideale Möglichkeit, um ins Triathlongeschäft einzusteigen. Wenigstens drei Teammitglieder nutzten die Chance und sind jetzt stolz, dieser elitären Gruppe anzugehören. Sechs Frauen und dreizehn Männer stellten sich dem internen Wettbewerb. Sie hatten trotz einiger offensichtlichen Strapazen - dem Vernehmen nach - immer noch unheimlich viel Spaß. Am meisten freute sich unser aller Volker: "dass ich auch mal Vereinsmeister geworden bin". Gegönnt haben wir es ihm schon lange, doch verdient hat er sich den Wanderpokal alleine. Der erfahrene Tria denkt sich was dabei, wenn er beispielsweise ins Wasser steigt. Die Führenden hatten kurzzeitig die Orientierung verloren. Normalerweise folgt die Masse blind den Füßen der Vorausschwimmenden, nicht Volker. "So ein alter Trapper merkt das sofort und korrigiert das gleich", schmunzelt er beim Erzählen. Er nahm den direkten Weg zur Boje, kam also super durch, ohne irgendwelche Nahkämpfe. Beim Rad fahren musste er richtig Gas geben, um an Ecki ran zu kommen. "In einer lustigen Gruppe erreichten wir den Wechsel zum Laufen". Mit dieser Formulierung - so habe ich mir von Beteiligten erklären lassen - meinte Volker wohl einen Pulk, der sich verbotenerweise gegenseitig aus dem Wind nahm. Unser Sportsfreund hält von solchen Vorteilsnahmen rein gar nichts und setzte sich deshalb selbst an die Spitze, um dann, "den blauen Blechtopf vor Augen, nochmals die Beine in die Hand zu nehmen". Es dauerte eine Weile, bis ich diesen Satz richtig kapierte. Der Pokal des Siegers ist anscheinend blau. Zu allem Überfluss konnte ihm Manni bei der Siegerehrung im TSG-Vereinsheim diesen nicht überreichen, weil Vorjahressieger Roger ihn angeblich nicht rausrücken wollte. Doch Volker holte sich den Pokal persönlich ab.

Mit Christian E., seinem stärksten Konkurrenten im Rennen, musste Volker eigentlich gar nicht rechnen. Der konnte nur deshalb ins Geschehen eingreifen, weil ihm Harry kurzfristig seinen Startplatz vermachte. Nach seinen guten Platzierungen der Vorjahre (2005 Vizemeister) und im Wissen um seine aktuell erstklassige Form, zielte er auf ein Ergebnis im vorderen Bereich. Christian hielt sich hinter den ersten beiden Schwimmern auf, konnte bis zum Schwimmausstieg ihre Füße halten und als vierter mit dem Wechsel beginnen. Hier haperte es gewaltig "und so verlor ich zu viel Zeit, um die dreiköpfige Spitzengruppe zu erreichen". Das Führungstrio, das am Ende das Podest unter sich ausmachte, konnte durch gute Führungswechsel auf dem Rad fast zwei Minuten herausfahren. "Ich verpasste die Gruppe nur ganz knapp". Der 19-jährige fuhr als Viertplatzierter alleine los. Nach ungefähr zehn Kilometern formierte sich die Verfolgergruppe, zu der auch Volker bei km 14 aufschloss. Die Gruppe funktionierte alles andere als gut, heraus sprang ein knapper 40er Schnitt. Auch sein zweiter Wechsel war für einen Sprinttriathlon viel zu langsam "und so lief mir auch meine Gruppe direkt davon". Volker machte beim Wechsel deutlich Zeit gut, da er die Schuhe nicht mehr wechseln musste. Beim Laufen, Christians Spezialdisziplin, konnte er nicht mehr wirklich heranlaufen, dafür sind fünf Kilometer einfach zu kurz. Mit seinem zehnten Platz in der Gesamtwertung ist der ehrgeizige Sportler zwar "etwas enttäuscht", fügt aber sportlich fair hinzu: "Volker ist in diesem Jahr ein verdienter Vereinsmeister, weil er im Moment extrem stark ist, besonders auf dem Rad".

Nach dem Nahkampftraining im Kraichgau ist Jens, dem Drittplatzierten der TSG-Meisterschaften, der Start wesentlich besser bekommen. "Das Schwimmen verlief für meine Verhältnisse super, denn nach 15min saß ich schon auf dem Rad". Hier hat sich dann eine Gruppe gebildet, in der sich auch Bernie befand, die sich auf dem flachen Kurs nicht mehr auflöste. Keiner sah sich in der Lage vorne weg zu fahren. Der Kampfrichter hat die Sache durch sein wildes Geschreie und Wedeln mit den Armen inmitten des Pulks angeblich auch nicht besser gemacht. Mit dem Laufen und seinem Gesamtergebnis gab sich Jens zufrieden. "Damit kann ich die Triathlonsaison erst mal für beendet erklären. Ich werde jetzt die Beine hochlegen und in zwei Wochen in die Vorbereitung für den Halbmarathon Darmstadt einsteigen". Der junge Mann tat gut daran, sich zu sputen, denn mit geringem Abstand saß ihm Bernie im Nacken. Soweit ich mich erinnere legte der am Vorabend in Niedernberg einen Wahnsinnslauf hin. In Seligenstadt am nächsten Morgen hielt er in der M45 seine beiden ärgsten Konkurrenten auf Abstand - zwar nur wenige Sekunden - aber immerhin. Der AK-Wechsel tut dem Strietwälder Unikum richtig gut. Als kleiner Lehrling in Sachen Triathlon bezeichnet sich Michael nach seinem zweiten Wettkampf selbst. Er kämpfte nach eigenen Angaben ambitionslos ums Überleben. Diesen Satz musst er nochmal überdenken! Das einleitende Schwimmen empfand er gar nicht so unangenehm, er legte Wert auf ein sauberes Durchschwimmen. Das Rad fahren hat ihm eine Lektion erteilt: "Wer regelgerecht windschattenfrei fährt, liegt in der Ergebnisliste weiter hinten". Das Laufen funktionierte recht ordentlich, auch wenn es gegen Ende zäher wurde. "Zum Glück scheint der Kilometer fünf so 250m kürzer gewesen zu sein, zumindest sagt das meine Stoppuhr". Insgesamt blickt Michael auf einen schönen Wettkampf zurück. Besonders angenehm und hilfreich fand er die Unterstützung der TSGler am Streckenrand, "da fällt das Schwitzen viel leichter". Mehr trainieren bis zum nächsten Jahr will Jochen unbedingt. Im See mit 150 weiteren Triathleten zu starten und schwimmen ist vollkommen anders, als locker seine Bahnen zu drehen. Auf dem Bike hängte er sich rein, "weil ich ja beim Laufen nix reißen kann". Den verstärkten Einsatz verspürte er direkt auf der zweiten Runde. Krämpfe in der Wade behinderten ihn beim Lauf und zwangen zu vermindertem Tempo. Ab jetzt wird mehr trainiert!

Ihren Titel als Clubmeisterin verteidigte Silke souverän. Ihren Erfolg 2007 verbuchten wir noch als Überraschung, doch inzwischen hat sie sich etabliert und ist stärker geworden. Schade, dass im Rennen die einzelnen Splitzeiten nicht festgehalten werden, sonst ließen sich detailiertere Schlüsse ziehen. Von Raileen und Etienne, die sich diesem internen Wettbewerb erstmals stellten, wussten wir zwar, dass sie sehr schnell laufen können, aber mehr nicht. Schwimmen lernten sie erst kürzlich bei Claudi. Umso erfreulicher, dass sie der Einladung gefolgt sind. Erstmals mit Neopren, Raileen bekam im Anzug fast Platzangst. Und dann noch 750m schwimmen. Auf dem Rad kommt sie zurecht, ich glaube sogar besser als Etienne, der zum Schluss noch eine 18er Laufzeit hingelegt hat. Auch im Triathlon ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Als "Just for Fun-Triathlon" bezeichnete Diana ihren Einstieg in das neue Metier. Sie kam überraschend gut durch und meinte, "es hat super Spaß gemacht und ich glaube, ich bin etwas angefackelt", will heißen, sie brennt. Außerdem versucht die Juristin künftig mehr Zeit zum Trainieren zu finden. Beim Blick in die Ergebnisliste fällt auf, dass Judith die W30 gewinnt und Birgit, die sich ebenfalls beim Honischlauf auf den Tria vorbereitete, schaffte Platz drei in der W45. Bei einer kleinen Feier im TSG-Vereinsheim ehrte Manni nachmittags bei einer kleinen Grillfete die neuen Meister. Hoffotograf Eckhard lieferte eine Fotoserie zur Erinnerung an einen wunderschönen Tag.

17.06.2008 Der Moret Triathlon wird von unseren Trias immer gerne mitgenommen
Beim Start der 350 Teilnehmer am Hardt-See in Babenhausen waren mit 20°C Wasser und Luft die Bedingungen ideal. Gut geleitet von den Kajaks erreichten die Schwimmer in der Limitzeit die Wechselzone zum Radfahren. Die notwendige Streckenänderung nach einem Erdrutsch bescherte den Teilnehmern des Moret-Triathlon hier eine Verlängerung auf 84 Kilometer und eine knackige Steigung auf der Umleitung. Aber ohne jeglichen Zwischenfall und mit einem souveränen Lothar Leder an der Spitze erreichte das Teilnehmerfeld den Sportplatz in Münster-Altheim. Hier mussten die Athleten noch drei Runden absolvieren, bis nach dem abschließenden Halbmarathon der Zielturm durchlaufen werden konnte. Was haben unsere Triathleten dort schon für Erfolge gefeiert. Stefan Eckrich gewann zwei Mal (2003 und 2005), Roger Uhl buchte die Vizemeisterschaft 2002, 2004, 2006 und 2007. Plätze unter den Top Ten sind für TSGler gang und gäbe auf den Moreter Distanzen 2000m/84km/21km. Zehn Trias aus unserm Team reisten am Samstag an und ließen dafür den kürzeren Vita Nova aus, bei dem es um die Clubmeisterschaft ging. Auch diesmal führte Dauerbrenner Stefan E. mit einer überragenden Leistung die Mannschaft an. Über das Schwimmen hat er sich aber richtig geärgert. Es fing schon damit an, dass er erst am See bemerkte, dass er nicht die enge Wettkampfbrille sondern die etwas weitere Trainingsbrille eingepackt hatte: "die bekam ich nicht dicht und musste sie dreimal ab und wieder auf setzen". Zu dem stellte sich der Routinier beim Schwimmstart auf die falsche Seite . "Man braucht sich nicht wundern, wenn man schon beim Schwimmen Plätze liegen lässt". Dies ärgerte natürlich den Klasseschwimmer besonders, der trotzdem noch als zweiter TSGler nach Alex in 30:11min das Wasser verließ. Stefan stieg mit Brass (dickem Hals) aufs Rad - und ab da lief es richtig gut für ihn. Nach einem schnellen Radsplit und 2:29:12h wechselte er in die Laufschuhe und langte nochmal ordentlich hin. Als ältestes und schnellstes Teammitglied beendete er nach 4:26:25h seinen Wettkampf und ist sich "nicht ganz sicher, ob ich mich mehr über einen siebten Gesamtplatz  oder den 1. Platz meiner AK freuen soll".

Mit respektvollem Abstand folgten dann einige Jüngere aus unserem Talentschuppen. Einer davon, Namensvetter Stefan G., nutzte Moret als Generalprobe für seine Frankfurter Ironman-Premiere - und wie. Gleich zum Start verlor er seine Nasenklammer und musste ohne schwimmen. Jetzt weiß er, dass es auch ohne geht. Nach einigen Faustschlägen drängte es ihn an den Rand und er musste halt ein paar Meter mehr in Kauf nehmen. Seinen Rhythmus fand er leider erst nach ca. 20min, doch es reichte gerade noch für die eigene Vorgabe von 35min. Der Wechsel war eine einzige Katastrophe, Einzelheiten erspare ich euch hier. Auf dem neuen Rad lief erst mal nichts. Der Tacho fehlt noch, also gehts heute nur nach Gefühl. "Irgendwann habe ich Peter überholt und mich für Ihn gefreut, dass er so gut geschwommen ist". In er zweiten Runde gab Stefan mehr Gas und kontrollierte Tempo. "Ich wollte ja eine 2:35 fahren, damit ich anschließend noch gut laufen kann". Als er dann Alex überholte, war er sehr überrascht und als ein paar Minuten auch noch Roger zu sehen war, wusste er, "dass mit dem heute etwas nicht stimmt". Dazu komme ich später. Stefan erreicht die Wechselzone einige Minuten früher als geplant, kommt schneller durch als vermutet und hatte auf den ersten Laufkilometern ein tolles Gefühl. "Also, so locker bin ich noch nie bei einem Triathlon gelaufen". Bis Kilometer sechzehn fühlte er sich wie im Trainingslauf - und das bei Tempo 4:20 bis 4:35min/km. Dann wurde er ein bisschen langsamer, hat sich dabei etwas verrechnet, war aber im Stande, noch Einiges zuzulegen. Nach 4:38:50h konnte er von einer wirklich geglückten Generalprobe sprechen. Die Ausbeute von Moret: eine neue Bestzeit und Platz fünf der Altersklasse.

"Das Schwimmen wird im Triathlon immer schlimmer", empfindet Peter, den sie zuerst am Neo zogen, dann mit den Ellenbogen boxten und ziemlich unfreundlich wegschubsten. Er kämpfte sich nach überraschend guten 33:21min durchs Wasser und bekam richtig guten Druck auf die Pedale. Bei Kilometer fünfzehn flog Stefan  regelrecht an ihm vorbei. Peter war trotzdem positiv überrascht, "weil ich bis dahin vor ihm lag". Gegen Endes des Radkurses freute er sich zuerst über den erreichten Schnitt von 32,9 km/h und dann darüber, dass ihm noch keiner auf der Laufstrecke entgegen kam. "Ich fühlte mich immer noch gut und gab Gas". Nach 500m liegt er mit Alex auf Augenhöhe und kann seinen geplanten 4:30er Schnitt fast vollständig halten. Nach einer wirklich tollen Laufleistung (1:33:05h) und einem richtig guten Tag, der mächtig Spaß machte, finisht er hochzufrieden nach 4:44:52h. "Es war die perfekte Motivationsspritze für Roth, die Challenge kann kommen..." Knapp nach diesem Überflieger erscheint Markus im Zielkorridor. Mit seinem bescheidenen, beruflich bedingten Trainingsaufwand der letzten Monate legte er die beste Halbmarathonzeit unseres Teams hin. Diese 1:25:16h am Ende einer Mitteldistanz sind definitiv nicht zu verachten, denn maximal drei Herren aus der Spitze konnten noch ein Pfund dieser Qualität liefern. Wegen der angekündigten Schafskälte hatte Alex schwere Bedenken, doch zum Glück hatten die Athleten während des gesamten Wettkampfs ideale Bedingungen. Meistens Sonnenschein und Temperaturen um die 20°C. Gott sei Dank verbreiterten die Organisatoren den Startbereich - das war für unseren Wassersprinter eminent wichtig, denn er hatte noch die Keilerei von Kulmbach im Hinterkopf. Als neunter Schwimmer bog er nach 27:39min in die erste Wechselzone ein. Auf den ersten 30 flachen Radkilometern konnte er kaum Druck aufbauen und musst bei km 20 Roger ziehen lassen und sechs Kilometer später Arnd, der diesmal im Seligenstädter Team startete. "Arnd sollte ich erst im Ziel wiedersehen. Roger traf ich in der zweiten Radrunde nach dem Anstieg zu den Windmühlen und genau hier schloss Stefan G. zu mir auf". Auf dem Weg zur zweiten Wechselzone stand Alex nun voll im Wind, sein Schnitt ging nach unten und die Kräfte schwanden. Seit Kulmbach waren erst sechs Tage vergangen. Als sich die ersten Magenkrämpfe bemerkbar machten, "dachte ich kurzzeitig darüber nach, in dieser Phase des Wettkampfes das Rad in der Wechselzone abzugeben und den direkten Weg zur Dusche zu nehmen". Er tats nicht, im Gegenteil. Peter tauchte in seinem Dunstkreis auf, seine Gedanken wechselten die Richtung. Die beiden Jungs trieben sich auf der Runde gegenseitig an, bis Peter sich nach vorne verabschiedete. Irgendwo erwischte Alex Cola, "das ich so in mich reinschüttete, wie ein amerikanischer V8 Benzin säuft". Es wirkte schnell und Alex überdrehte fast. Die Laufdistanz bewältigte er zehn Minuten schneller als in der Vorwoche und überquert zufrieden die Zielschranke nach 4:57:03h. Dann verriet er mir, dass er genau das leisten konnte, was er sich vornahm. Und weil er ja noch lernen muss, mit den großen Hunden zu pinkeln, war es richtig, in die beiden Mitteldistanzen reinzuschnuppern um sich zu orientieren. Um nächstes Jahr noch mehr Spaß auf der Strecke zu haben, muss er sich beim Laufen spürbar verbessern. So isses.

Seit dem Hypolauf laboriert Mario an einer kleinen Verletzung am hinteren Oberschenkel. Sausen lassen wollte er dieses Event nicht, zu dem er sich lange vorher anmeldete. Er nahm von Beginn an Tempo raus und hielt die Drehzahl immer in dem Bereich, wo es noch nicht schmerzte. Beim heutigen Lauftreff stellte er dann auch fest, dass er nichts falsch gemacht hat. Im Gegensatz zu ihm hat sich Andreas richtig reingekniet. Noch keinen Triathlon hat er auf seiner Erfolgsliste und dann traut er sich gleich auf diese Mitteldistanz, Respekt. Wer sich die Bilderserie betrachtet, sieht eindeutig, dass er unterwegs riesigen Spaß hatte. Mit Jochen leistete er sich beim Einstieg nicht nur einen Coach sondern auch noch einen passablen Fotografen. Und auch Thomas hat bei seiner Premiere sein Ziel erreicht. Nach einer respektablen Schwimmleistung (39:19min) stieg er voller Euphorie aufs Rad, kam in Runde eins super durch und ließ sich dann vom Gegenwind einschüchtern. Er wunderte sich über 87km, die nicht nur sein Tacho anzeigte. Nach dem ersten Laufdrittel krampften laufend seine Waden, in der letzten Hälfte legte sich das wieder. "Zum Glück waren so viele Freunde da, die mich immer wieder nach vorne peitschen" - und so erreichte er nach einer Laufzeit von 1:52:12h und insgesamt 5:42:21h absolut zufrieden das ersehnte Ziel. Und auch Ralf kämpfte sich bis zum Ende durch. Er ließ sich nach einer wirklich guten Schwimmzeit (36:25min) auf den beiden folgenden Disziplinen nicht beirren und finishte nach sechseinviertel Stunden. Zum Schluss noch ein paar Infos zu Rogers vorzeitigem Ausstieg. Die harte Trainingswoche auf dem Weg zum Ironman hat er anscheinend nicht sonderlich gut verkraftet. Mit dem Schwimmen (31:24min) gab er sich zufrieden und auf dem Rad wurden die Beine schon bei km 30 müde und wenig später war der Akku leer. Weil ihm in den folgenden drei Wochen bis zum Ironman Frankfurt lediglich zehn Trainingstage zur Verfügung stehen, wollte er nichts mehr riskieren. Moret sollte nur der Weg und nicht das Ziel sein. Er trägts mit Fassung. Hier die Ergebnisliste mit den Splitzeiten und eine schöne Fotoserie von mehreren Lieferanten.

16.06.2008 Beim Niedernberger Honischlauf passte einfach alles
Hier waren eindeutig Fachleute am Werk. Was braucht ein ambitionierter (Hobby)Läufer heutzutage um glücklich zu werden? Eine schnelle, flache Streckenführung, möglichst wenige Kurven - und nach den offiziellen Regeln vermessen. Glück hatte das Orgateam vom TV Niedernberg und unserem Sponsor Main Ausdauershop, dass auch das Wetter noch richtig gut passte. Doch Glück hat bekanntlich nur der Tüchtige! Schon mit der Vergabe der Startnummern bewiesen die Verantwortlichen ein gutes Händchen, denn sie passte - zumindest bei den beiden Schnellsten - exakt zum fast voraussehbaren Leistungsvermögen. Obendrauf, quasi als Sahnehäubchen, kommt die neue Rekordbeteiligung von 548 Starter(inne)n. Man muss kein Prophet sein, wenn man behauptet, dass der Aufwärtstrend des Honischlaufs jetzt erst richtig beginnt. Eigentlich schade, dass wegen der Vielzahl der Events an diesem Wochenende nur 17 Mitglieder unseres Teams dabei sein konnten. Weitere TSG-Kontingente sah man beim Moret-Triathlon und dem Vita Nova in Seligenstadt, wo wir unsere Triathlon-Clubmeisterschaften austrugen. Dazu im Laufe der Woche mehr. Kommen wir also gleich zum Hauptlauf über zehn Kilometer, für den sich eine ganze Reihe Läufer aus der regionalen Spitze interessierten, darunter jede Menge Qualität im auffallenden weißblauen Kleinostheimer Outfit, nämlich Andreas, Michael, Manni und auch Bernie - um zuerst mal diejenigen zu nennen, die immer und überall ein gewichtiges Wort mitreden wollen. Dass hinter der Spitze schwer um die Plätze gekämpft wurde, verraten die insgesamt fünf neuen persönlichen Bestzeiten in unserer Mannschaft.

Gewonnen hat den 10km Lauf mit der Startnummer eins der erklärte Favorit Andreas Heilmann in sehr guten 32:27min. Nach mehrfachen Trainingsausfällen wussten wir nicht genau, wo er derzeit leistungsmäßig steht. Seine Prioritäten waren in den vergangenen Monaten nämlich vollkommen anders gelagert. Vor gut fünf Wochen gab der erst 23-jährige seine Diplomarbeit ab und beendete damit unglaublich früh sein Studium an der Uni Erlangen. Dann flog er nach Boston, besichtigte einige Labore und führte erfolgreiche Gespräche mit dem Ergebnis: Andreas wird im Rahmen seiner Doktorarbeit für drei Jahre am Epstein-Barr Virus forschen, und zwar innerhalb einer Arbeitsgruppe an der Harvard Medical School. Beim Rückflug aus den USA fing er sich eine Erkältung ein, auch der Jetlag hinterließ bei ihm Spuren - trotzdem schaffte er in verhaltenem Laufstil beim Citylauf eine klasse Platzierung. Wir waren Augenzeugen. Danach hängte er einen Laufblock dran, um sich in eine Wettkampf taugliche Form zu bringen, so was geht bei ihm ziemlich rasch. Zwischendurch pflegte er noch die familiären Kontakte und machte mit seiner Schwester eine ausgedehnte Sightseeing-Tour zu Fuß durch Rom, nahm alle Sehenswürdigkeiten mit und kam voller fantastischer Eindrücke zurück in die Heimat und anschließend zum Niedernberger Honischlauf. Ich schildere euch diese aufregenden Wochen im Leben unseres intelligenten und angenehmen Teamkollegen, weil wir wegen seines intensiven Studiums und der damit verbundenen räumlichen Entfernung leider viel zu wenige Kontakte zu ihm haben und zu wenig über ihn wissen. Zum Lauf selbst fand er nur Lob: "Sehr gut organisiert, das Wetter läuferfreundlich, die Strecke flach und genau vermessen". Nach dem Andreas drei Kilometer zusammen mit Michael hinter Helmut Marenholz blieb, forcierte er das Tempo, um die Aussicht auf eine 32er Zeit zu wahren. Er versuchte dann möglichst gleichmäßig durchzulaufen. Michael erzählte später, dass der vierte Kilometer sehr schnell gewesen sei. "Gut, dass ich nicht auf die Uhr geblickt habe", erzählt der spätere Sieger hinterher, denn bei unter 3:05min wäre er sicher ins Grübeln gekommen. Für die folgenden fünf Kilometer verbrauchte er gerade mal 16:10min, die ziemlich genau der Endzeit von 32:27min entsprechen. "Nach den Trainingsausfällen bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden".

Die körperliche Verfassung beim dreifachen Vater Michael lässt kaum was zu wünschen übrig. Anscheinend gewähren ihm die Zwillinge jetzt mehr Schlaf und lassen mehr Trainingseinheiten zu. Seine Spritzigkeit beim Citylauf hat uns jedenfalls angenehm überrascht. Auch am Samstag ließ er sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Man hatte ihn ja mit der Startnummer zwei vollkommen richtig beschriftet. Als Andreas anzog verhielt er sich entsprechend seines derzeitigen Leistungsvermögens und kontrollierte in der Folge die Abstände zu den Nächstplatzierten. Mit einer guten Zeit von 33:52min sorgte er dann für einen Doppelerfolg unseres Teams. Nach 36:17min kommt Neuvierziger Manni ins Ziel und ärgert sich, weil er knapp an seiner Bestzeit vorbeigeschrammt sei. Nach zwei Jahren erfolglosen Bemühens hatte er seine alte Marke (36:23) einfach vergessen. "Die Formkurve steigt, ich fühle mich super, es hat alles gepasst", konstatierte Manni im Ziel und findet sofort die Erklärung: "Tagsüber kein Obst gegessen, die Beine vom 35er zwei Tage zuvor durch eine Massage gelockert und ideales Wettkampfgewicht". Genau 62,9 kg wog er nach dem Aufstehen. Es gab Zeiten, da bekam man für diese Gewichtsklasse kostenlose Care-Pakete. Bei Manni sieht der Körper natürlich sehr kompakt und trainiert aus - und jedes Kilo weniger bringt eine ganze Menge Sekunden über die Distanz von 10km. Die leichten Steigungen auf jeder der zweieinhalb Kilometer langen Runde kommen ihm offensichtlich entgegen. Er verliert hier tatsächlich nicht so viel Zeit, wie er bei den anschließenden leichten Gefällstücken wieder herausholt und vergleicht dies folgerichtig mit seinen Erlebnissen beim Hypolauf. Die Streckenlänge passte diesmal genau, wie weitere GPS-Zeiteisenbesitzer bestätigten: 10.020m!

Für die zu verteidigende Mannschaftswertung hat es eine weitere gute Zeit gebraucht. Und dafür war am Samstag Bernie zuständig. Seine aktuelle Form ist beängstigend, ich weiß nicht, der wievielte Frühling das jetzt für ihn ist. Den Podestplatz in der M45 hat er fest gebucht. Doch viel besser gefällt mir die Zeit. Er nutzte die neue Streckenführung 37:18min lang gnadenlos aus und verschafft sich damit in dieser Altersklasse angemessenes Gehör. Jeder selbst Schuld, der sich dieses Rennen hat entgehen lassen. Für den Sieg der Mannschaft gibts vier Pizza vom Pizzastübchen Haibach. Vielleicht hat dies als Ansporn ja schon ausgereicht. Eine neue persönliche Bestzeit holte sich Guido und näherte sich bis auf dreizehn Sekunden der ominösen vierziger Marke. Das müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn das heuer nix mehr werden soll. Letzte Woche zwickte der Oberschenkel noch bei Klaus. Beim Lauftreff am Dienstag hielt er sich noch zurück, kündigte allerdings den Vorstoß in Niedernberg an, "wenn bis dahin alles gut läuft". Seine letzte Bestmarke besorgte er sich an gleicher Stelle im Vorjahr - noch auf dem alten Geläuf. Und es klappte hervorragend. Jetzt steht er bei 40:57min, mehr als eine Minute schneller als bisher. Einen Sprung von fünf Minuten nach vorne machte Sonja. Regelmäßiges Training, einige Sprints auf der Bahn, und schon steigt die Leistungsfähigkeit in bisher nicht gekannte Regionen. Für sie gilt es nun, in absehbarer Zeit schneller als 51:19min zu laufen. Im angebotenen Jedermannslauf starteten zwei unserer Damen. Anscheinend hat Ancela sich richtig gut vom Brüder Grimm Lauf erholt, denn sie lieferte ein gutes Rennen über 5000m. Als zweite Frau erreicht sie das Ziel in 23:43min und liefert damit erstmals eine Zeit für die Bestenliste. Gefreut habe ich mich über die Teilnahme von Vicky. Lange genug musste sie pausieren, um ihre Fuß-OP auszukurieren. Das war der richtige Einstieg, man sieht sich beim Lauftreff. Hier die Ergebnisliste unseres Teams. Die Website des Veranstalters enthält fast 500 Fotos, die übrigens Eckhard schoss. Als registrierter Benutzer habe ich die für unser Team relevanten Bilder in unser Album übernommen. Herzlichen Dank dafür. Zu Gegendiensten sind wir immer bereit.

14.06.2008 Du weißt, du bist ein Triathlet, wenn du auch beim Sex eine Pulsuhr trägst!
Die Überschrift stammt ausnahmsweise mal nicht von mir. Ich zitiere nur eine von vielen brauchbaren Schlagzeilen aus dem Blog unseres Teamkollegen Peter. Sein sportliches Tagebuch ist sehr kurzweilig angelegt und verrät noch mehr aus dem Leben dieses sympatischen wie schlagfertigen Athleten. Er kann noch über sich selbst lachen und hat überhaupt keine Probleme damit, seinen Fans relativ offen auch mal Missgeschicke vorzutragen. Würde er die wertvolle Freizeit - die er am Rechner verplembert - auch noch für seinen Sport aufwenden, stiege er schnell in der TSG-Tria-Hierarchie etliche Plätze auf. Doch dann würde uns allen etwas fehlen. In der Vorwoche fuhr er zum Mußbach-Triathlon, etwa 20km hinter Ludwigshafen. Am Abend vor dem Rennen staunte er nicht schlecht, als er sich in der siebten und letzten Startgruppe wiederfand, umzingelt von sehr schnellen Startern, Profis und Trias aus der ersten Bundesliga. Schnell wurde unserem - diesemal schusseligen - Freund klar, dass er seine 1000m Schwimmzeit bei der Anmeldung nannte. Gefordert war allerdings die persönliche Bestzeit über 1500m! "Und so kam es, dass ich mich im gleichen Rennen mit Timo Bracht und Micha Göhner befand". Den Micha traf er in der Wechselzone und durfte ihm gleich den Schwimmanzug zumachen. Geschwommen wurde in einem beheizten 50m Becken, daher Neo-Verbot. Mindestens 95% der Starter hatten Wetsuits an, "von daher sah ich mich noch mehr auf verlorenem Posten". Sieben Starter in einer Bahn und es ging gleich ab wie die Feuerwehr. Nach 300m ließ Peter die erste Überrundung zu. Nach weiteren 200m kämpfte er sich an einen anderen Starter ran und bald bildete sich ein Dreier-Schlusslicht. Irgendwann ging er an beiden vorbei, konnte sie aber nicht abschütteln. Deshalb stieg das Trio nach 27:20min gemeinsam aus dem Becken. "Da ich mit nacktem Oberkörper schwamm und mich fast vollständig anziehen musste, waren die anderen längst über alle Berge, als ich aufs Rad stieg". Apropos Berge. Die Radstrecke hatte es ganz schön in sich. Zuerst führten dreizehn Kilometer flach über eine nicht gesperrte Bundesstraße. Es folgte ein acht Kilometer langer Anstieg, dann kurzes Gefälle und noch mal zwei Kilometer Anstieg auf den Kalmit, den höchsten Berg im Pfälzer Wald. Peter fühlte sich niemals vorher so schlecht auf dem Rad, er kam kaum vom Fleck.

Du weißt, du bist ein Triathlet, wenn du dir zum Frühstück anstatt Kaffee zwei Powergels reinhaust. An diese Schlagzeile in seinem Weblog musste er jetzt sicherlich denken. Mit den Last Ten (Gegenteil von Top Ten) verließ er bekanntermaßen das Schwimmbad und sah weit und breit keinen Menschen. Völlig alleine gelassen, begleitet von einigen Powergels, sichtete unser Modellathlet gerade mal sechs Leute auf dem 42km langen Radkurs. Zwei überholten ihn vor dem Anstieg, einen Leidensgenossen knackte er am Berg, einen weiteren in der acht Kilometer langen Abfahrt und die anderen zwei auf dem Reststück. Die Abfahrt empfand er als sehr gefährlich, mit scharfen Kurven auf engen Straßen. Der Tacho zeigte konstant 60 km/h. Den Pfälzer Weinbergen konnte er, gegen Ende der Abfahrt, wegen der zahlreichen 90° und 180° Kurven nicht viel abgewinnen. Das flache Reststück führte über Radwege, durch Unterführungen und hatte einige Kreisel. Selbst Timo Bracht, der spätere Zweite, sprach von einer sehr harten Radstrecke. So was tröstet auch einen wie Peter. Nach 1:25:19h war er durch und widmete sich nun der Wendepunktstrecke, die zwei Mal zu durchlaufen war. Hier gab er sich mit seiner Laufleistung zufrieden, trotz praller Sonne ohne einen Meter Schatten. Die beiden Straßenunterführungen und einige giftige Steigungen störten ihn nicht so sehr. Also waren die 45:47min für insgesamt 10,6km unter den geschilderten Bedingungen vollkommen in Ordnung. Nach 2:38:55h erreichte er Platz 147 in einem Feld, bei dem 370 ins Ziel kamen. Peter kann diese Veranstaltung wegen der familiären Atmosphäre, einem angemessenen Preis-/Leistungsverhältnis und einer perfekten Organisation sehr empfehlen. Sie erinnert ihn an den leider nicht mehr existierenden Gemündener Triathlon. Gewonnen hat übrigens Micha Göhner, knapp vor Timo Bracht. Peter hat es nicht versäumt, sich mit den Topathleten ablichten zu lassen. Hier die Ergebnisliste mit dem Link zum Veranstalter und einer kleinen Fotoserie.

Was seine Freundin Laura zu folgender Überschrift in seinem Internet-Tagebuch sagte, ist externen Beobachtern meines Wissens nach nicht überliefert: "Du weißt, du bist ein Triathlet, wenn du deine Hochzeit verschieben würdest, weil sie nicht in deinen Trainingsplan passt". Ich sage dazu nur: der traut sich was - oder er bewegt sich permanent im Grenzbereich.

13.06.2008 Auf den Spuren der Märchenerzähler von Hanau nach Steinau an der Straße
Vom berühmt-berüchtigten Brüder Grimm Lauf muss ich euch auch noch etwas erzählen. Er zählt zu Sarahs Lieblingsevents, bei dem sie bald ihre zehnte Teilnahme feiern müsste. Am Wochenende startete sie dort mit ihrem Lebensgefährten Matthias und drei weiteren Mitgliedern unseres Teams. Zum zweiten Mal nach 2007 waren Raileen und Etienne dabei und verbrachten zwei erlebnisreiche Tage, sogar ohne ihre drei Töchter. Und wie von ihr angekündigt, fand sich in der riesigen Ergebnisliste auch Ancela, die alle Läufe finishte und sich im Gesamtklassement platzierte. Dieser Märchenlauf besteht aus fünf Etappen, die in zwei Tagen zu durchlaufen sind und von allen Teilnehmer(inne)n konstante Leistungen abfordern. Das Wetter meinte es heuer nicht besonders gut, doch wer dort antritt, hat bald andere Sorgen. Die Rotkäppchen-Etappe begann am Hanauer Marktplatz am Freitagabend ganz harmlos mit einer Flachetappe nach Nieder-Rodenbach. Dabei waren 15,5km zu bewältigen. Kurz gesagt: flach, einfach, tückisch! Hier legt mancher schon den Grundstein für einen frühen Ausstieg. Besonders diejenigen, die nicht langsam laufen können, zahlen bald Lehrgeld. Ein Durchmarsch von heute, entwickelt sich schnell zum Durchhänger von morgen. Unser mehr oder weniger routiniertes Team tauschte sich bestimmt vor den Rennen aus. Von Sarah kann man hier viel Sinnvolles erfahren, denn Selbstüberschätzung oder falscher Ehrgeiz sind fehl am Platze. Anders als sonst, trennen sich die Wege bei dieser Veranstaltung nicht sofort nach einem Lauf, sondern man genießt erst die gemischten Duschen und freut sich dann gemeinsam auf die nächsten Qualen. Alle Blauweißen kamen gut durch.

Samstagmorgen: Die Dornröschen-Etappe hat ihren Reiz und man kann sie auch noch gut verdauen. Erstmals gehts nach oben. Insgesamt 195 Höhenmeter sind kein allzu großes Hindernis und vierzehn Kilometer eigentlich auch nicht. Jeder stellt sich ab hier schon mal die Frage, ob er mit den Kräften wirklich richtig haushaltet. Raileen schildert ihre Eindrücke: "Es ist eine wunderbar organisierte Veranstaltung, wo einfach alles stimmt". Sie vermisst keine Verpflegungsstellen und freut sich über die Zuschauer entlang der Strecke. Da samstags zwei Mal gelaufen werden muss, nimmt sie gerne die deftige Nudelsuppe und langt auch bei den Kuchen kräftig zu. Der Kalorienbedarf ist enorm. Ein Gewitter treibt alle Beteiligten vom Pausenhof in die Sporthalle. Unsere Truppe ruht sich aus und bereitet sich dabei mental auf die dritte Runde Richtung Gelnhausen vor, die um 16.30 Uhr gestartet wird. Schneewittchen-Etappe, hört sich ziemlich harmlos an. Sie liefert neben 173 hm jede Menge Gründe für aussteigewillige Läufer. Muskelschmerzen machen sich bemerkbar, Blasen drücken auf die Motivation - und das über siebzehn lange Kilometer. So was macht nicht jeder mit, viele schleppen sich nur noch ins Ziel. Das TSG-Quartett aber schafft auch diese Prüfung, widmet sich der obligaten Nudelparty und genießt das lockere Rahmenprogramm. Nun galt es die Blessuren einigermaßen zu beheben und einen kurzen Regenerationsprozess einzuleiten, denn morgen früh wartet Frau Holle mit der Königsetappe.

Um 9.00 Uhr, wo unsereins gerade zur Sonntagsmesse geht, schießt der Starter am wunderschönen Untermarkt von Gelnhausen den Rest des Feldes auf die härteste Etappe dieses Events. Genau 16,8 km sollen es sein. Die 357 Höhenmeter zwingen manchen Läufer zum Fußgänger. Der Abstieg vom so genannten Berg der Qualen strapaziert Gelenke, Muskeln und Rücken gleichermaßen. Ancela lässt hier Federn, wie aus der Ergebnisliste abzulesen ist und Sarah kommt ihre besondere Kenntnis um dieses Laufgebiet zu Gute. Sie weiß, wie sie sich in solchen Situationen verhalten muss, während die Teamkollegin bei ihrer Premiere den harten Bedingungen Tribut zollen muss. Wer diese schwierige Etappe einigermaßen überstanden hat, darf nicht annehmen, dass die Messe nun schon gelesen ist. Auch die intensive Unterstützung der zur Verfügung stehenden Masseure bringt nicht wirklich eine Erleichterung, denn um 15.30 Uhr musste alles in der Kurstadt Bad Orb parat stehen, um Hänsel und Gretel bei der Abschlussrunde über 18 km beim Suchen der Kieselsteine zu unterstützen. Mit hochgelegten Beinen und netten Gesprächen wird die Pause überbrückt - und dann geht es weiter. Das Ziel aller Dinge war nun Steinau an der Straße und es ging hauptsächlich ums Ankommen. Für Teil fünf der Märchentour hatten sich die Brüder Grimm eine fiese Schikane ausgedacht. Zuerst schön gemütlich durch die Stadt und urplötzlich steht dann diese eineinhalb Kilometer lange Steigung vor dir. Das anschließende Gefälle wirkt auf die Knochen noch schlimmer als der Anstieg. Wenn du dann so richtig bedient bist, musst du dich noch fast vierzehn Kilometer bis ins Ziel quälen. Ein Erlebnis für alle erschöpften Läufer(innen) ist die fulminante Zieleinkunft in Steinau, die mit wunderbaren Glücksgefühlen einher geht. Erstklassige Kulisse, großartige Stimmung und Applaus der Zuschauer. Jede Menge Essenstände, Duschen und dann die Ehrung der Sieger(innen). Raileen schlägt sich im großen Frauenfeld sagenhaft und erreicht nach 6:10:11h Gesamtplatz drei, gerade mal drei Minuten hinter der Siegerin. Etienne bringt über alle fünf Runden äußerst konstante Leistungen und wird nach 5:33:51h sechster der M30. Alle anderen Platzierungen und Zeiten aller Einzelrennen sind der TSG-Ergebnisliste zu entnehmen. Die Fotoserie in unserem Bilderalbum besteht aus mehreren Quellen, hauptsächlich aus der sehr informativen Website des Veranstalters. Dafür bedanken wir uns sehr herzlich. Übrigens hat unser Teamkollege Tobi 2006 den BGL gewonnen.

12.06.2008 Kulmbach sieht starken Volker Hain bei der Mitteldistanz DM
Die Hagelschauer und Gewitter der Vortage kühlten den Trebgaster Badesee auf 22°C ab. Trotz der immer noch recht hohen Wassertemperatur wurde kein Neoverbot ausgesprochen, weil der Wert knapp unter der Grenzmarke lag. Um die Chips für die Zeitmessung registrieren zu können, mussten sich die 300 Triathleten beim Schwimmstart durch eine Engstelle zwängen. Mitten drin statt nur dabei befand sich bei diesen Internationalen Deutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz (2,0km/80km/20km) ein homogenes Quartett aus unserem Team. Alle vier beschrieben den Einstieg in den Wettkampf ähnlich. Ein ziemliches Gehaue...., Triathleten können grausam sein...., 500m nur Keilerei..., und Volker, der mit klarem Abstand stärkste TSGler an diesem Tag: "Das war der reinste Nahkampf, aber man kann sich ja wehren"! Und das tat er auch. Mit seiner Schwimmzeit von 34:13min lag er in der internen Wertung zwar erst auf Rang drei, war trotzdem mit seiner Leistung zufrieden und wechselte zügig aufs Rad. Hier langte er kräftig hin. Er fühlte sich auf diesem Rundkurs, der drei Mal zu bewältigen war, anscheinend wie zuhause. Der Schreck fuhr ihm in die Glieder, als sich ein Klebeband, das auf der Straße lag, in der Bremse verfing. Volker musste absteigen und sich von diesem Problem lösen. Ab Kilometer dreißig vernahm er aus der Freilaufgegend wenig vertrauenserweckende Geräusche. Sehr konzentriert achtete er fortan auf sich und das Material, "wer will denn deswegen den Wettkampf abbrechen"? Die Klassezeit von 2:24:58h trotz aller Hindernisse spricht für seine derzeitige Stärke. In dieser zweiten Disziplin setzte er sich natürlich an die Spitze des TSG-Teams. Sein Werk ist noch viel höher zu bewerten, da entgegen der Ausschreibung nicht 80 sondern 88 Kilometer zu fahren waren. Dann machte sich Volker zu Fuß auf zwei lange Runden zu jeweils zehn Kilometer - entlag des Weißen Mains. Die erste empfand er recht locker, doch in der letzten hörte der Spaß langsam auf. Er stellte sich jedoch unmittelbar nach der Ziellinie wieder ein. Nach 4:23:34h beendete er die DM mit Platz acht seiner Altersklasse T35 und war restlos zufrieden.

Als zweites Teammitglied kriegte Manni kurz vorm Finish noch die Kurve. Schließlich gilt es für älter werdende Herren, die Jugend - so lange es geht - im Zaume zu halten. Er schwamm diesmal absichtlich mitten im Gewühl und bekam zwangsläufig das meiste ab. Auch so kann man Härte trainieren. Als eher zurückhaltender Schwimmer war ihm von Anfang an klar, dass er das Feld Der Fantastischen Vier (TSG-Quartett, Anm.d.R.) von hinten aufrollen musste. Auf dem Rad konnte unser Abteilungsleiter seinen Rückstand nicht wirklich verbessern, gegenüber Externen schon. Es kann auch sein, dass der inzwischen recht gewiefte Taktiker sein Hauptaugenmerk auf den letzten Teil des Triathlons legte. Denn dann ging bei ihm tatsächlich die Post ab. Für zwanzig Laufkilometer innerhalb einer Mitteldistanz sind 1:22:19h erste Sahne. Selbst motivieren konnte er sich, als er zuerst Alex und später noch Christian einsammeln konnte. Die Hierarchie steht also noch, aber sie wackelt bedenklich. Ziemlich geschlaucht und am Ende seiner Kräfte stellte Manni nach 4:47:04h relativ beruhigt sämtliche körperlichen Tätigkeiten ein und widmete sich angenehmeren Dingen.

Als jüngster Starter im gesamten Teilnehmerfeld betrat Christian Neuland und sammelte bei seiner ersten Mitteldistanz jede Menge Erfahrungen. Was hat er auf der ersten Schwimmrunde alles einstecken müssen. Er bekam viel auf den Hut und musste sich durchkämpfen. "Triathleten können ziemlich grausam sein". Ab Runde zwei beruhigten sich das Feld, das Wasser und auch unser junger Freund. Er kam nach 33:07min schon als zweiter Kleinostheimer aus dem Wasser und stieg relativ entspannt auf sein Rennrad. "Auf meiner ersten Mitteldistanz kam es mir nicht auf Sekunden an", deshalb machte er sich beim Wechsel auch keinen Stress. "Ich wollte das Rad fahren eigentlich ruhig angehen und erst auf der zweiten Hälfte zulegen", aber erstens kommt es anders, ....... Natürlich klappt beim ersten Mal nicht alles am Schnürchen. Ecki rast zu schnell los, das ist das Recht der Jugend. Später, nach vollbrachten Taten, wird er uns erklären, dass die Radstrecke sehr sehr hart war. Und überhaupt der 16%ige Anstieg zu Beginn jeder Runde. Dann die zu kurze Abfahrt und schließlich wieder ein lang gezogener Anstieg. Schon in der zweiten Runde schwächelte er - wohl wissend, dass noch eine dritte anstand. Verkrampfte Beine schon bei Kilometer fünfzig sorgten dafür, dass die Pedalen kaum noch Druck verspürten. "Blöd war nur, dass ich jetzt noch vierzig zu fahren hatte". Als auf den letzten zwanzig noch Gegenwind dazu kam, dachte er sogar ans Aussteigen. Zu diesem Zeitpunkt konnte sich Christian nicht vorstellen, hinterher noch 20km zu laufen. "Er erreicht den Hof mit Müh' und Not" - um es mit Goethes Erlkönig zu sagen - und fiel fast vom Rad. Wenn du dir den wirklich passablen Schnitt von 33km/h betrachtest, dann hast du auf einem furchtbar schwierigen Kurs doch eine prima Leistung abgeliefert, lieber Christian. Ein richtig guter Dreikampf ist aber erst mit dem Lauf zu Ende und das ist seine liebste Disziplin. Die erste Hälfte überwand er nur knapp im vierer Schnitt, um sich letztendlich nach 1:31:01h ins Ziel zu quälen. Zwischendrin, bei Marke 16, ließ er freundlicherweise Manni passieren, der ihm bis in den Zielkorridor noch fast drei Minuten abnahm. Fazit des jüngsten Teilnehmers: "Mit einer besseren Renneinteilung wären vielleicht insgesamt 10min mehr drin gewesen". Mit dieser neuen Erfahrung greift er beim Ironman 70.3 Antwerpen Anfang August diese 4:49:52h gleich wieder an. Jawohl, aus solchem Holz sind Triathleten geschnitzt.

Auch sein acht Monate älterer Teamkamerad Alexander hat allerbeste Voraussetzungen, ein ganz Großer zu werden. Bester TSG-Schwimmer, zweitschnellste Radzeit und dann der Einbruch beim Endspurt. Er weiß selbst genau, wo er den Hebel ansetzen muss. Im Wasser setzte er sich nach der Eingangskeilerei, die sich ab der ersten Boje langsam aber sicher auflöste, energisch in Schwung. Immer noch mit gebremstem Schaum, weil das Rad fahren und der Lauf im Hinterkopf schwirrten, spulte er in sagenhaften 31:54min die 2000m runter. Er sah sogar die Füße des letzten Profis noch. "Den Wechsel ging ich ruhig an, um nichts in der Wechselzone zu vergessen". Auf dem Bike trat er die Pedale nach Gefühl, es ging relativ gut. Er rechnete damit, dass Volker seinen Schwimmrückstand bald gutmachen würde und war deshalb nicht überrascht, als der Daxberger auf der ersten Radrunde schon vorbei zog. "Er blieb allerdings auch der Einzige von uns, der mich auf dem Rad bekam". Ansonsten empfand der hochgewachsene Tria das Radeln diesmal weniger schlimm. Was ihn störte, waren die Radpulks, die von den Wettkampfrichtern nicht konsequent genug geahndet wurden. Spätestens als er die 2:39:40h Radzeit incl. Wechselzeiten von der Uhr ablas, ahnte er was jetzt kommen musste: Die Sonne kam heraus und es begann das Martyrium des Alex H. Nach seinem rigorosen Ritt auf dem Drahtesel kamen ihm die vielleicht 30°C in der Sonne viel heißer vor. Zuerst der Krampf im Oberschenkel nach fünf Kilometern, dann kam Freund Ecki, dem er mal sieben Minuten voraus war, viel zu früh. Manni zog zur Streckenhälfte gnadenlos vorbei und überließ den leidenden Mannschaftskameraden einfach sich selbst. Nach einem ausgedehnten 20km Lauf und 1:55:06h zusätzlich im Gepäck erscheint Alex unaufgeregt im Zielkorridor. Die Premiere auf der Mitteldistanz brachte er zu einem guten Ende. Seine Analyse ist genau so einfach wie korrekt: "Mein Ergebnis liegt mit Sicherheit an der geringen Lauf-Vorbereitung und zu hartem Rad fahren. Spaß hats trotzdem gemacht und ich bin gespannt, wie es in Moret am Samstag wird". Die hier veröffentlichten Fotos lieferten freundlicherweise seine Eltern und Betreuer. Und hier gehts zur Ergebnisliste unserer Teammitglieder mit allen Splitzeiten.

11.06.2008 Kraichgau Triathlon mit Jens Bauer und Rookie Jogi Reising
Eigentlich sollte man zum Antesten einen kleinen Triathlon machen, der Vita Nova in Seligenstadt z.B. bietet sich für Rookies geradezu an. Doch irgendwie verpasste Jogi den Einstieg in den neuen Sport immer wieder, mangels Gelegenheit oder auch wegen fehlender freier Startplätze. Und plötzlich stand der Kraichgau-Triathlon zeitlich vor der Tür, zu dem er sich seinerzeit anmeldete. "Manchmal fragte ich mich, ob ich damals noch alle Latten im Zaun hatte. Die kurze Variante hätte es zu Beginn vielleicht auch getan", meinte der Einsteiger, als er die Distanzen 2,0km/60,5km/14km vor sich wähnte. Endlich konnte der neue Neo mal auf seine Wettkampftauglichkeit getestet werden. Die am Vortag verkündete Wassertemperatur betrug 21,9°C, kalt genug für die Neos. Die Hellriegels und McCormacks beeindruckten ihn schon, als er denen morgens am See über den Weg lief. Dann wurde unser Teamkollege mit den Letzten ins Wasser gelassen. "Um dem großen Pulk aus dem Weg zu gehen, hielt ich mich extra am Rand und konnte so einigermaßen mein Tempo schwimmen". An den Bojen gabs großes Gedrängel und nach der Hälfte einen kurzen Landgang. Wenn das Techniktraining seines Freundes Arnd sich tatsächlich bezahlt machen sollte, muss er unbedingt unter vierzig Minuten bleiben. Doch es lief besser, gerade im zweiten Teil der Strecke - und nach 39:14min wurde seine Schwimmzeit in der Wechselzone festgehalten. Eine freundliche Helferin half ihm aus dem Neo und packte seine Sachen in den Beutel. Während dieser kleinen Pause sortierten sich seine Muskeln und der leicht strapazierte Körper stellte sich auf gut sechzig Radkilometer ein. Etwa 700 Höhenmeter hatte Jogi auf einem schweren Drahtesel mit guter alter Stahlkonstruktion vor sich. Den vermachte ihm Jürgen vor einigen Monaten weil er ihn nicht mehr braucht. Gut, dass man Freunde hat. Unterwegs während der Fahrt betrachtete er in Ruhe verschiedenste Rad-Technik, "was da alles rumgefahren ist, mein lieber Mann. Ich glaube, da bin ich richtig aufgefallen". Dafür konnte er sein Rad am Ende beim Abholen relativ leicht finden. Im Flachen machte sich die größere Übersetzung bemerkbar, die seine Schaltung einfach nicht hergab. Aber bergauf konnte der Akademiker immer wieder etwas aufholen. Zufrieden gab er sich nach dem ersten Ritt über den Schindelberg bei Kilometer zwanzig, denn sein Schnitt lag über 30km/h. Die Favoriten, die er morgens noch bewunderte, kamen jetzt schon entgegen - die hatten aber 20km mehr auf dem Tacho.

Genießen konnte Jogi die Fahrt durch den wunderschönen Kraichgau, unweit seiner derzeitigen Wahlheimat. Die vielen Zuschauer machten auf der komplett gesperrten Radstrecke ordentlich Betrieb und sorgten für ein großes Fest für sich und die vielen Triathleten. Als die Sonne heraus kam und die Luft sich wärmte, machten sogar die Abfahrten Spaß. Auf der letzten und längsten Steigung bauten die Veranstalter eine gesonderte Bergwertung ein. Das guckten die sicherlich bei Udos Eichbildlauf ab! Jogi interessierte sich kaum für den ausgeschriebenen Sonderpreis, "denn ich wollte anschließend noch ein bisschen laufen können". Genau 2:06:08h Radzeit werden für ihn nach dem Wechsel festgehalten, eine Viertelstunde schneller als geplant. Die Helfer nahmen ihm das Rad ab, halfen beim Umziehen und packten seine Utensilien weg. Diesen Service genoss er wirklich. Der Umstieg vom Bike in die Laufschuhe funktionierte nicht richtig, das fiel ihm im Training schon schwer. Dann kam er in langsam in Schwung. Der Magen rebellierte, weil er mit dem Gel-Wasser-Gemisch nicht besonders zurecht kam. Heftiges Seitenstechen stelle sich ein. "Trotz allem konnte ich ein ganz gutes Tempo einschlagen, etwa 4:30min/km plus eine kleine Pinkelpause". Bis Kilometer fünf kam zwar alles ins Lot, dafür schwanden langsam die Kräfte. Die Hitze stieg mit dem Verbrauch an nassen Schwämmen. Und auf der zweiten Runde wurden die vielen kleinen Steigungen noch steiler, als sie in der ersten Runden schon waren. Es könnte aber auch so sein, dass es dem Athleten in solch später Wettkampfphase nur so vorkommt. Diese offensichtlichen Schwächen konnte Jogi nur meistern, weil sein treuester Fan Anja mit Lauffreundin Siglinde enorme Anfeuerungen lieferten. Auf den letzten paar Kilometern ließ er noch etwas von seinem Zeitpolster liegen, das er sich auf dem Rad anlegen konnte. "Und dann durfte ich endlich Richtung Ziel abbiegen, ziemlich kaputt aber glücklich". Nach 3:52:00h finisht Dr. Joachim Reising seinen ersten Triathlon überhaupt, war vom durchorganiserten Event total begeistert und denkt jetzt über die Anschaffung eines neuen Fahrrads intensiv nach.

Seinen Teamkameraden Jens traf er kurz beim Rad-Checkin. Der hatte sich, obwohl er schon über Triathlonerfahrung verfügt, zum Kurztriathlon 1,5km/40km/10km angemeldet. Von einer Superorganisation kann auch er berichten. Alles passte, trotz der vielen Menschenmassen. Direkt nach dem Startschuss ging das Treten und Schlagen los, anscheinend bewegte sich Jens genau mitten im Gewimmel. Nach der ersten Boje nach etwa 400m hatte sich das Feld der 500 Starter jedoch halbwegs sortiert. "Ich weiß nicht wie, aber ich bin nach 28:05min dem lauwarmen Nass entstiegen". Die schönsten Erlebnisse hatte der Dipl. Ing. von der TU Darmstadt dann auf dem Rad, denn er sammelte einen Konkurrenten nach dem anderen ein. Bis zum zweiten Wechsel zählte er an die 50 Biker. Sobald du schneller schwimmen kannst, lieber Jens, wirst du Hightlights dieser Art seltener erleben. Trotzdem vertritt der junge Mann die Auffassung, dass er bis zur nächsten Saison mehr auf dem Rad tun muss. An schnelles Laufen war nach dem anspruchsvollen Kurs nicht mehr zu denken, "doch 40:38min für letzten zehn Laufkilometer sind aber denke ich, noch halbwegs ok. Die Beine tun noch ordentlich weh, mal sehen wie es am Sonntag bei den Vereinsmeisterschaften aussieht". Wenn man bedenkt, dass bei diesem anstrengenden Dreikampf einzig und allein die Schwimmstrecke relativ flach verlief, scheint mir die Gesamtzeit von 2:29:15h wirklich akzeptabel. Bei 485 Finishern fast unter dem ersten Fünftel zu landen ist eine gute Leistung, die auch die fachmännischen Gutachten von Yvonne und Jochen so sehen. Das Triathlonpärchen unterstützte im Kraichgau eine Freundin bei deren erstem Triathlon und schoss nebenbei Fotos vom Teamkollegen Jens. Den Jogi erwischten sie leider nicht, "weil der vermutlich viel zu schnell unterwegs war". Das war aber kein großes Problem, weil Anja nicht nur anfeuerte sondern auch ein paar Erinnerungen im Bild festhielt. Die gesammelten Werke liegen im Bilderalbum. Und hier die Ergebnisliste mit allen Splitzeiten.

10.06.2008 Claus Wienert ehrte Claudia Hille
Ehre wem Ehre gebührt! Der Vorstandsvorsitzende der TSG Kleinostheim, Claus Wienert, besuchte Claudia Hille zu Hause in Hörstein und gratulierte ihr sehr herzlich zu ihrem Titelgewinn bei den Europameisterschaften im Duathlon vor gut vierzehn Tagen im griechischen Serres mit einem Blumenstrauß in den blauweißen Vereinsfarben. Auf der Distanz 10km/40km/5km beherrschte Claudia dort nicht nur ihre eigene (W40) sondern auch alle anderen Altersklassen und gewann in einer Klassezeit von 2:06:43 Stunden.

10.06.2008 Triathlon-Vereinsmeisterschaften
Am kommenden Sonntag, 15.06. tragen wir im Rahmen des Vita Nova Triathlons in Seligenstadt traditionell unsere Vereinsmeisterschaften aus. Nach dem Rennen treffen sich die Athlet(inn)en gegen 14.00 Uhr mit ihren Familien in unserem Vereinsheim am Dreizehnmorgenweg, um einerseits die Vereinsmeister zu ehren und zum anderen bei einer Grillparty jede Menge Steaks, Bratwürste und einige Kästen Getränke zu vertilgen. Eingeladen sind alle Mitglieder unserer Abteilung, also nicht nur die aktiv Beteiligten. Grillgut und Salate sollten mitgebracht werden. Getränke sind natürlich vorhanden.

09.06.2008 Kleinostheimer Doppelsieg beim Eichbildlauf in Feldkahl - Tobi feiert tolles Comeback
Sakrisch guat! So einfach wie präzise bezeichnen echte Bayern den Auftakt zum Kahlgrund-CrossCup, den unser Teamkollege und Laufpate Udo Bauer am Samstag - mit seinem Team um die Feldkahler Musikanten - organisierte und abwickelte. Der neue Teilnehmerrekord mit 320 Läufer(innen) und Walker(innen) beim Event Rund ums Eichbildchen kam nicht von ungefähr sondern ist das Ergebnis eines neuen Konzeptes. Die Aussicht auf Freikarten für das Rottenberger Freibad reichte aus, um eine enorme Steigerung bei den Bambini und Schülern zu erzielen. Hinzu kam die gewohnte Superorganisation und ein selektiver Rundkurs ganz nach dem Geschmack der Cross-Liebhaber. Denn ein starkes Gewitter entlud sich vor dem Startschuss und bescherte den Crosser(inne)n einen richtig schweren Boden mit einigen matschigen Passagen. Während des starken Regens allerdings hatte Udo auch etwas Bammel und Sorge, ob sich das Wetter rechtzeitig verziehen und auch genügend Läufer(innen) kommen würden. Als die Sonne herauskam staunte er nicht schlecht über die lange Schlange am Nachmeldestand. Seine Mädels und Jungs hatten große Mühe, alle Daten in den Laptop einzugeben, um den ausgeschriebenen Zeitplan einzuhalten. Als es dann mit den Jüngsten losging, waren die Straßen rund um das Feuerwehrhaus schon abgetrocknet. Über eine Distanz von 1500 Metern mit leichtem Höhenunterschied stellten sich die 10 bis 16 Jährigen der Konkurrenz. Als einer der Jüngsten im 60-köpfigen Schülerfeld lief Tom Luca bis auf den achten Gesamtplatz vor und besorgte sich den Titel in der M11. Vor ihm lagen nur Ältere. Ihre komplette Familie brachte Sonja mit an den Start. Während die Eltern sich auf der Hauptstrecke tummelten hielt sich Tochter Laura beim Schülerlauf im beachtlichen Mittelfeld. Doch den Knaller lieferte der achtjährige Sprössling Lennard, der im 116 Teilnehmer starken Bambinifeld gleich sechster wird, mit Potenzial nach vorne.

Nach dem die jungen Leute sich genügend ausgetobt hatten, waren die Großen an der Reihe. Weil es auf den drei schwierigen Runden - zu jeweils dreieinhalb Kilometern - von Beginn an voll zur Sache geht, waren alle Beteiligten gut beraten, sich sorgfältig einzulaufen, um die Muskulatur auf das anspruchsvolle Profil vorzubereiten. Mehr als hundert Meter Höhenunterschied in jeder Runde waren zu bewältigen und bereits nach eineinhalb Kilometern, auf dem höchsten Punkt des Kurses, stand die separate Bergwertung an. Vierzehn TSGler befanden sich im Läuferfeld, von dem genau 118 das Ziel nach den gesamten 10,5km erreichten. Zu unsrer aller Freude, stand Tobi, nach seiner Knieoperation und der damit verbundenen langen Pause, endlich wieder mal in der ersten Startreihe. "Zwar nicht so locker wie in Aschaffenburg, aber auch ohne größere Ambitionen", erklärt uns der ausgewiesene Bergspezialist in seinem Blog. Den Pokal für die Bergwertung konnte er noch nie gewinnen. Ein langer Sprint schon kurz nach dem Start reichte ihm aus, um sich abzusetzen und erstmals diesen originellen Bergziegen-Pokal zu kassieren, "aber ich brauchte alle Kraft um den langen Anstieg zu überstehen". Sein erklärtes Tagesziel erreichte er zur eigenen Überraschung, sah sich allerdings kurze Zeit später schon mit seinem Teamkollegen Uwe konfrontiert. Gemeinsam zogen sie ihre Runden. Bergauf besaß Tobi leichte Vorteile, bergab schloss Uwe auf - die beiden schenkten sich nichts. Doch auf dem letzten Kilometer setzte sich Uwe ab und es schien so, als ob die Angelegenheit entschieden wäre. Als sich aber der Abstand nicht sichtbar vergrößerte, mobilisierte Tobi im Endspurt alle Kräfte und konnte tatsächlich nochmal an seinem Teamkameraden vorbeiziehen. "Dass es nach so kurzem Lauftraining schon wieder so gut läuft, hatte ich nicht erwartet. Aber gerade bergauf hat mir anscheinend das Radtraining viel geholfen", erklärt der Sieger des diesjährigen Eichbildlaufs seinen Erfolg. Er meinte außerdem, dass er etwas zeigen musste, "wenn schon der beste Fan der Welt am Wegrand steht"! Drei Sekunden später sorgte Uwe für einen TSG-Doppelsieg. Nach seinem langen und eisigen Alaska-Aufenthalt zeigte Markus wieder eine ansprechende Leistung, obwohl er den Trainingsrückstand schon noch verspürte. Aufs Treppchen sprang erneut unser Listenverteiler Bernie (2.M40) und hielt dabei immerhin Coach Wolfi in Schach (1.M50). Der Ironman in spe Stefan G. fand auf dem welligen Gelände "eine Möglichkeit zu einem schönen Intervalltraining" und lobte das angebotene Essen und das klasse Weißbier. Man sieht, dass die Prioritäten schon unterschiedlich gelagert waren. Das gelbe Trikot des Cup-Führenden nahm Tobi bei der Siegerehrung gerne in Empfang und wird es im nächsten Monat in Königshofen verteidigen wollen.

In der Frauenwertung dominierten auf den ersten drei Gesamtplätzen ausnahmslos die schnellen Damen jenseits der Vierzig. Mit dabei war wiederum unsere drahtige Birgit, diesmal auf dem Bronzeplatz. Sie setzte sich gegen ihre aufstrebende Teamkollegin Judith durch, die sechs Sekunden später als Siegerin der W30 einlief. Angeblich ließ sich die Juristin von ihrem Christian zum Sieg führen, der als Frontfahrer auf dem MTB dem Feld den Weg zeigte. Er soll seine Aufgabe sehr sicher gemeistert haben, auch auf den langen Anstiegen. Ebenfalls aufs Podest lief die Neufünfzigerin (Altersklasse) Ingrid, noch vor Sonja, der Vorsitzenden einer recht sportlichen Familie. Von diesem herrlichen Event, zu dem im nächsten Jahr die meisten wiederkommen werden, gibt es eine wunderschöne Fotoserie, die uns Eckhard geliefert hat. Und hier die Ergebnisse unseres Teams.

06.06.2008 Unser Forum hat sich prächtig entwickelt
Seit der Einrichtung unseres Forums sind kaum zehn Monate vergangen, die Einträge summieren sich inzwischen auf mehr als 1000 Einträge und beziehen sich dabei auf über 200 Themen. Ursprünglich sollte es unserem Team als Kommunikationsplattform für die Gestaltung des täglichen Trainings dienen. Diese elektronische Planungshilfe hat das damals zweckentfremdete Gästebuch erwartungsgemäß stark entlastet und wird aktuell von 71 eingetragenen Mitgliedern genutzt. Gelesen werden die Einträge und Reaktionen darauf von weit mehr Besuchern unserer Website. Humorvolle Kommentare - meist von Unbeteiligten - sind dabei das Salz in der Suppe. Bis insgesamt elf Frauen und Männer das Gerolsteiner Tour-Festival hinter sich brachten, kamen tatsächlich 56 Einträge zusammen. Dass es sich nicht nur um sportliche Verabredungen handeln muss, zeigt folgendes Beispiel: Nach meinen Recherchen brauchte es 40 Anfragen und Antworten, um eine Hand voll Damen gemeinsam ins Kino zu bekommen. Die überflüssigen Einwürfe, die diese große Anzahl zusammen brachte, lieferten ausnahmslos unsere Männer. Ob Marios durchgeschwitzten Laufschuhe mit annähernd 800km Laufleistung letztendlich einen Käufer fanden, ist nicht überliefert. Selten wurden Eingriffe durch die beiden verantwortlichen Administratoren erforderlich. Falls Änderungs- oder Erweiterungswünsche bestehen, wendet euch an Roger oder den Webmaster. Wer im Forum aus der Anonymität seines verkürzten Mitgliednamens heraustreten möchte, kann sich jederzeit ein Foto hochladen. Der Erkennungswert steigt damit ungemein.

05.06.2008 ARQUE Sky Run auf den Frankfurter Messeturm
Die Experten unter den Ultra-Ausdauersportlern wissen längst, dass wir mit Stefan Schlett einen der stärksten Treppenläufer der westlichen Hemisphäre in unseren Reihen haben. So besitzt er noch den Treppenlauf-Weltrekord auf einer Rolltreppe. In gut fünf Stunden bewältigte er 5000 Höhenmeter und kletterte dabei exakt über 21.403 Stufen. Von seinem Akt auf St. Helena im Südatlantik berichteten wir kürzlich. Jetzt aber hat er seine aktuell gute Form genutzt und beim Sky Run auf den Frankfurter Messeturm wieder zugeschlagen. Unter 238 Finishern lief er in 8:48min bis auf den achten Gesamtplatz vor und schaffte den Sprung aufs Treppchen in seiner starken Altersklasse M40. An seinen Erlebnissen lässt er uns wieder teilhaben und schickte für die Speakers Corner einen schönen Artikel.....
Nach der weltweiten Hysterie und Panik um die Ereignisse von 9.11 in New York, fand letztes Jahr erstmals nach 1996, 1998 und 2001 wieder ein Wolkenkratzerfestival in Frankfurt am Main statt. Fünfzehn Hochhäuser öffneten ihre sonst für den Normalbürger verschlossenen Pforten und Aussichtsplattformen. Neben Base-Jumpern (Fallschirmspringer) und Bungee-Springern durften sich auch Läufer in der Vertikalen austoben. Zum Rahmen des 4. Wolkenkratzerfestivals, das mehr als eine Million Besucher anzog, gehörte die Premiere des ARQUE Sky Runs auf das dritthöchste Gebäude Europas. Dieser wurde mit 146 Teilnehmern und 12.000 Euro an Spendengeldern ein voller Erfolg. Aber das Potenzial war damit noch lange nicht ausgeschöpft. 245 Starter und rund 18.000 Euro Spendengelder bei der zweiten Austragung am 18. Mai 2008 bedeuteten eine sensationelle Steigerung von 50%! ....... mehr

04.06.2008 Der Kahlgrund-CrossCup geht mit dem Eichbildlauf in Feldkahl in die zweite Runde
Mit der Auftaktveranstaltung Rund ums Eichbildchen in Feldkahl startet der Kahlgrund-CrossCup am kommenden Samstag, 07. Juni, seine zweite Auflage. Neben der inzwischen berühmt-berüchtigten, weil sehr selektiven Volkslaufstrecke über 10,5km, werden in Feldkahl zusätzlich für die Bambini, Schüler und sogar (Nordic)Walker separate Rennen angeboten. Für Letztere ohne Zeitnahme. Die Energie raubende Bergwertung bei km 1,5 auf der ersten Schleife wird von den Flachlandtirolern als Schikane bezeichnet und von den regionalen Bergziegen als wollkommenes Schmankerl empfunden. Alle weiteren Einzelheiten enthält die übersichtliche Website des Veranstalters. Schwierig dürfte es werden, den Streckenrekord von Marco Schneider (LUT Aschaffenburg) zu knacken. Auf den drei Runden dieser wirklich anspruchsvollen Crosstrecke benötigte er im Vorjahr lediglich 36:52min. Weitere Etappen innerhalb des diesjährigen Kahlgrund-CrossCups, der übrigens auf vier Events ausgedehnt wurde, sind am 20. Juli der Crosslauf in Königshofen und am 23. August das Lauf und Walking Event in Freigericht-Neuses. Den Abschluss bilden am 11. Oktober wieder die Michelbacher mit ihrem traditionellen Bocksbeutelrennen. Alle vier Strecken bieten einen typischen Crosscharakter und werden auf landschaftlich attraktivem Gelände in Wald und Flur ausgetragen. Unser engagierter Laufpate Udo Bauer organisiert bekanntlich den Eichbildlauf am Samstag. Er weist darauf hin, dass z.B. Ines Wunderlich und Theresia Gehlert ( LUT) sowie aus unserem Team Wolfi und Ingrid, Rekonvaleszent Tobi und natürlich Bernie gemeldet sind. Weitere zahlreiche Favoriten haben ihr Kommen bereits zugesagt. Informiert euch bitte auf den einschlägigen Seiten, unterstützt euren Teamkollegen Udo und tragt euch in die Meldelisten ein. Es handelt sich hierbei um einen energischen Aufruf an alle gesunden Mitglieder unseres Teams. Als Lockvögel assistieren die Feldkahler Musikanten, denn sie eröffnen mit diesem Wettkampf ihr über die Grenzen hinaus bekanntes Weizenbierfest.

03.06.2008 Vorbereitungen zum 4. Süwag Triathlon laufen auf vollen Touren
Der Leiter des Organisationsteams Michael Schwarz wendet sich heute schon mal an alle Helferinnen und Helfer unseres Schüler- und Jugendtriathlons. Haltet euch bitte das Wochenende vom 28. bis 29. Juni frei. Mit einer Rundmail werden in Kürze alle Beteiligten umfassend über ihren Einsatz unterrichtet. Schließlich geht es darum, den Ironmännern bzw. -frauen oder sogar Hawaii-Finalisten von Morgen ordentliche Voraussetzungen und eine angemessene Atmosphäre zu bieten, die auch unseren eigenen Ansprüchen genügen. Der Bayerische Triathlonverband hat uns wieder die Austragung der Bayerischen Meisterschaften übertragen. Hier leisten wir im Rahmen der BTJ-Serie unseren gewichtigen Beitrag. Dieser Schüler- und Jugendtriathlon ist zudem eine Veranstaltung, die - wie in den Vorjahren - Bestandteil des Unterfrankencups 2008 ist. Wir agieren nach dem Gemündener Triathlon als zweites Event dieser Serie. Es folgt im Juli der Karlstädter Swim and Run, bevor der TUS Frammersbach im September den Abschluss bildet. Dort werden auch die neuen Unterfränkischen Meister gekürt. Damit dieser Triathlon allen Beteiligten in positiver Erinnerung bleibt, braucht es jede Menge Unterstützung. Darauf zählt Michael. Alle Einzelheiten wie Auschreibung, Angaben zu den Strecken und Möglichkeiten zur Onlineanmeldung sind auf der Website unserer Jugend zu finden.

03.06.2008 Volkslauf Kahl - es ist doch immer das Gleiche....
Als ich vor kurzem den legendären Hit "Lebt denn der alte Holzmichel noch" von De Randfichten hörte, dachte ich spontan an Andreas Schiffner. Der hat sich in den letzten Wochen und Monaten so rar gemacht, dass ich glaubte, er hätte sich vom sportlichen Stress zurückgezogen. Weit gefehlt. Andreas lebt - und wie. Am Sonntagmorgen ließ er in seinen heimatlichen Gefilden wieder mal einen vom Stapel. Der M55er dominierte den 34. Internationalen Kahler Volkslauf über zehn Kilometer in 35:42min mit deutlichem Abstand vor der erheblich jüngeren Konkurrenz. Unser Teamkollege ist keineswegs in den Jungbrunnen gefallen, er hält sich schon jahrelang auf diesem beachtlichen Niveau. Erklären kann ich das aber auch nicht. Dass in Kahl die Strecke wie immer zu kurz war, störte den Sieger sicherlich nicht. Doch es ist ärgerlich. Mit seiner unbestechlichen, satellitenunterstützten Garmin am Handgelenk registrierte Manni 9750m und keine Bohne mehr. Das ist eine gute Minute, die sich jeder auf seine Endzeit draufrechnen sollte, denn es macht einfach keinen Sinn, so in die Bestenlisten reinzurutschen. Mit Platz sechs in der Gesamtwertung lief er zwar in der Spitze mit und zeigte eine Klasseleistung, doch echte 37:22min waren das nach seinen Recherchen wirklich nicht. So ist es nicht verwunderlich, dass Etienne und auch seine Raileen - trotz ihrer aktuellen Bombenform - wenige Sekunden an ihren realen Bestmarken vorbei geschrammt sind. Und neue Bestzeiten läuft man nicht zufällig. Dazu bedarf es einer langen und intensiven Vorbereitung

Die relative Tagesleistung unserer sieben Akteure auf der 10km Distanz ist trotzdem hoch zu bewerten, weil sie allesamt auf dem Treppchen gelandet sind. Wieder mal unter vierzig Minuten wollte Christian laufen. Ihm steckte - wie den meisten Beteiligten - der Hypolauf noch in den Knochen, der gerade mal 36 Stunden zurück lag. Und zwei harte Tempoläufe in dieser kurzen Zeit verkraften nur wenige Ausdauersportler. Sein Vorhaben setzte der lange Nachwuchsmann in 38:45min in die Tat um und kann davon ausgehen, dass er trotz verkürzter Strecke sein primäres Ziel erreicht hat. Mutter Christine joggte erstmals wieder intensiver und länger. Sie kann ebenso wie Ingrid sowohl mit dem Rennen als auch der abgelieferten Leistung durchaus zufrieden sein. Drei der City-Starter(innen) muteten sich sogar die Halbmarathonstrecke zu. Trotz seiner Oberschenkelzerrung, die er schon in A'burg spürte, riss Klaus die 21,1km in 1:36:29h herunter und wunderte sich, dass es nicht besser lief. "Das soll aber nicht als Ausrede gelten", erklärt der intensive Krankenpfleger. Ich weiß es und andere wissen es auch lieber Klaus, dass du es viel besser kannst! Auf den kürzeren der fünf angebotenen Distanzen tummelte sich der Rest der Bourguignons. Mathilde, Caroline und Charlotte sind das genaue Gegenteil von Bewegungsmuffeln. Allesamt leisteten sie am Freitag schon Großes und am Sonntag in Kahl rannten sie - natürlich jede für sich - auf Platz eins ihrer Altersklassen. Nachdem die Mama sich den Gesamtsieg im Frauenfeld besorgte, muss der Herr Papa nun mit dem Mangel leben, dass er als Oberhaupt, quasi als einziges Familienmitglied, "nur" den Preis für den zweiten Platz mit nach Hause nehmen durfte. Hier die Ergebnisliste unserer Teammitglieder. Glücklicherweise durfte Eckhard seine REHA mit einem Kurzurlaub unterbrechen. Er blieb dabei nicht untätig sondern lieferte eine schöne Fotoserie in der gewohnten Qualität. Und den Kahler Organisatoren kaufen wir ein ordentliches Maßband oder helfen ihnen beim genauen Vermessen.

01.06.2008 Donnerwetter! Guderley's Team behielt in der Aschaffenburger HVB-Arena alles im Griff
Wer schon mal ein sportliches Großereignis geplant und durchgeführt hat, weiß um die permanenten Anspannungen beim Organisationsteam. Gerade wenn es problematisch wird und das Wetter mit seinen Kapriolen dazwischen funkt. Bankmanager Günter Guderley muss in seinem Berufsleben täglich Entscheidungen treffen, doch am Freitagabend ging es nicht um die Vergabe eines Millionenkredits sondern einzig und allein um den großen Kredit, den er mit seinem Team bei den Läuferinnen und Läufern sowie den vielen Zuschauern genießt und gegebenenfalls verspielen kann. Es ist einfach bemerkenswert, wie diese emsige HVB-Truppe die 45-minütige Gewitterunterbrechung bewältigte und ein drohendes Chaos verhinderte. Nach dem Einsteigerlauf hagelte und blitzte es und es goss in Strömen. In den Hauserkern, Kneipen, dem Festzelt und den Räumen der Bank suchten und fanden alle Beteiligten solange Unterschlupf, bis die richtige Entscheidung gefällt wurde. Um einigermaßen im Zeitplan zu bleiben, legte man A- und B-Lauf zusammen und startete umgehend den ebenfalls ausverkauften C-Lauf der Fortgeschrittenen. Den Verantwortlichen wird jetzt sicherlich klar, dass die vorherrschenden Bedingungen der Expansion dieses Events langsam klare Grenzen setzen, ihm aber auch einen Kultstatus verleihen. Mindestens zehn Grad weniger betrug inzwischen die Außentemperatur. Doch sowohl Schlachtenbummler als auch Läufer behielten - dank der unermüdlichen brasilianischen Sambagruppe - ihre Betriebstemperatur. Aus der Sicht unserer Abteilung verlief der gesamte Abend äußerst kurzweilig. In allen Rennen sah man die weißblauen TSG-Farben und meistens spielten sie eine übergeordnete Rolle. Alleine 51 Starter(innen) konnte ich unserem Team zuordnen. Aus der Schwesterabteilung Leichtathletik kommt weit über ein Dutzend hinzu, ohne diejenigen zu vergessen, die in den Schul-, Betriebs- und sonstigen Mannschaften an den Start gingen.

Zur Kleinostheimer Masse gesellte sich an diesem Wahnsinnsabend auch eine besondere Qualität. Einige unserer jungen Himmelsstürmer kitzelten erneut einige Sekunden, manche sogar Minuten auf der 7900m kurzen Strecke heraus. Die Stimmung entlang des Altstadtkurses bietet auch kaum eine Möglichkeit des Durchatmens. Das macht man eben erst im Ziel. Die umfangreiche Beteiligung unseres Teams lässt es leider nicht zu, auf jeden Einzelnen besonders einzugehen, deshalb kommentiere ich nur einige besondere Ereignisse. Wie erwartet mischte Andreas Heilmann wieder ganz vorne mit. Selbst seine Mannschaftskameraden wurden von seiner Teilnahme überrascht, denn der Intensivstudent konnte sich während eines weiteren USA-Aufenthaltes tatsächlich freimachen. Der Citylauf juckt jeden ambitionierten Läufer, einen von Andreas' Qualität sowieso. Nach seinem vorjährigen Husarenritt (24:11min) durch die A'burger City war ihm heuer allerdings klar, dass er trainingsbedingt nicht ganz an die Zeit von 2007 anknüpfen kann. Deshalb akzeptierte er auch, dass er nach zwei deutschen Konkurrenten, die er damals hinter sich ließ, in 25:17min dritter der männlichen Hauptklasse wurde. Seine fünf Runden teilte sich Andreas übrigens taktisch geschickt ein, denn Alois registrierte mit der Stoppuhr, dass "Andreas der einzige in der Spitze ist, der ab Runde drei schneller wurde". Ob er da schon Michael im Blick hatte, der an der führenden Kenianerin fast klebte? Es sah so aus, als ob der Mittelstreckler sich im Windschatten der schnellen Dame aufmachen wollte, um näher an Andreas heranzulaufen. Denn in der letzten Runde - auf der Zielgeraden - erlebte der staunende TSG-Begleitertross dessen überraschenden Angriff auf den vor ihm positionierten Teamkollegen. Doch der kurz irritierte Andreas konnte bis ins Ziel noch kontern. Eine aufregende, wirklich tolle Szene. Die Kenianerin wäre besser bei Michael (1.M30 in 25:22min) geblieben, denn dann wäre sie nicht am Ziel vorbei in Runde sechs gelaufen, sondern hätte gewonnen. Für seinen Arbeitgeber, die Polizei, lief Uwe nach 26:30min zeitgleich mit dem jungen Christian E. über die Ziellinie. Letzterer steigerte sich - ganz sicher beflügelt durch seine hübsche Freundin - um mehr als eine Minute und rutscht mit dieser Klasseleistung noch in die Top Ten der Ufr.-Wertung. Von ihm werden wir heuer sicherlich noch etwas zu erwarten haben. Ebenfalls um mehr als eine Minute steigerte sich Jens - und Bernie lief in 28:58min auf Rang vier der M45 und war dabei schneller als vor zwölf Jahren.

Den nächsten Kracher erlebten wir gleich anschließend, weil ja die schnellen Damen mit dem Elite- bzw. A-Lauf der Herren zusammengelegt wurden. Wie haben wir in Aschaffenburg mit Claudi schon gelitten. Sie rast immer los wie wild, auch mit zunehmendem Alter lässt sie davon nicht ab. Am Freitag wieder, sie machte die Pace und geht bei Kilometer eins in 3:35min durch, oje. Runde zwei ist um und Claudi überprüft nach der 180° Kurve den Abstand zur Konkurrenz. Sabine Hock, die ewige Rivalin kennt sie nur zu gut - die kommt noch. Nach Runde drei steigert Claudi das Tempo, mit dem tollen EM-Erfolg der Vorwoche im Hinterkopf. Sie beflügelt sich selbst, steigt auf zu neuen Höhen, knackt eine Eliteläuferin aus der Ukraine, läuft in 28:43min hier die schnellste Zeit seit sieben Jahren, wird zweitbeste Deutsche und gewinnt erstmals die Unterfrankenwertung - Halleluja! Ein schnelles Rennen rennt Astrid für das Team vom Landratsamt. Nach 31:57min läuft sie aufs Treppchen in der W35 und schafft es unter die besten Zehn in Unterfranken. Diese Zwei führten am Freitag unsere sehr erfolgreiche Frauenmannschaft an, die mit Birgit (4.W45), Judith (3.W30), Doris (2.W50), Ingrid (5.W50), Silke (2.WJB) und Caroline (3.WJB) im Bunde einen starken Eindruck hinterließ. Bei den Männern fielen mir - als interessiertem Beobachter - besonders Alex und Stefan auf, die in starker Manier auftrumpften - gerade gegen Ende des Rennens. Zwei Citylaufbestzeiten waren das Ergebnis. Auswerter Alois bemerkte, dass bei dieser Veranstaltung mit Manni der erste Triathlet den internen Zehnkampf beendet hat. Nehmt euch unseren Abteilungsleiter unbedingt zum Vorbild, denn nur dann, wenn insgesamt 25 Triathlet(inn)en in diese Wertung kommen, wird der Coach die aufwendigen Auswertungen weiterhin durchführen! Aus der riesigen Ergebnisliste lässt sich eine ganze Menge mehr ablesen, auch die Leistungen unserer Schüler, von denen z.B. Tom Luca bis auf Platz zwei in der M11 laufen konnte. Bei Laufreport steht ein schöner und ausführlicher Bericht bereits online. Für das Bilderalbum konnten wir eine Fotoserie aus verschiedenen Quellen zusammen stellen. Dieser verflixte Aschaffenburger Citylauf wird ganz sicher in die Läufer-Annalen eingehen, sowas hat die Stadt noch nicht erlebt und auch wir werden ihn in guter Erinnerung behalten. Die Organisatoren haben ihr Bestes gegeben und sollten am Ablauf trotz allem nichts verändern.