TSG Kleinostheim - Ausdauersport

 

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Startseite - Juli 2008

31.07.2008 Erster Oscheffer TSG-Lauf dient einer guten Sache
Die Mainaschaffer Trimm- und Sportgemeinschaft feiert heuer 35-jähriges Bestehen. Auch deshalb stiegen sie am Sonntag mit dem ersten Oscheffer TSG-Lauf in den aktuellen Lauf-Hype ein und veranstalteten insgesamt drei Läufe. Der Reinerlös dieses gelungenen Events fließt übrigens der Gesellschaft für Mukopolysaccaridosen e. V. Aschaffenburg zu. Der Verein setzt sich für Kinder ein, die an einer unheilbaren Stoffwechselerkrankung leiden. Die Freiwillige Feuerwehr bot am Feuerwehrhaus Start- und Zielmöglichkeiten und die lange Strecke von 8500m war über einen 1400m Rundkurs abzuwickeln, der sechs Mal durchlaufen werden musste. Obwohl die Rennen klugerweise in die frühen Morgenstunden gelegt wurden, hatten alle Beteiligte offensichtlich mit den permanent steigenden Temperaturen zu kämpfen. Kein Schatten weit und breit. Höchstleistungen erwartete deshalb niemand. Das war sowieso zweitrangig, denn im Vordergrund stand das soziale Engagement. Hier wollten mindestens sieben unserer Abteilungsmitglieder aktiv dabei sein, ihren Anteil leisten und Flagge zeigen. Natürlich lief auch der Ehrgeiz mit. Als nämlich der zuschauende Alois unserer Yvonne zurief, dass sie im Moment auf Platz drei der Frauen liegt, versuchte sie dranzubleiben und ignorierte vorübergehend die glühende Sonne. Später gab sie zu: "Ich muss gestehen, dass ich nach drei Runden echt an Aufgeben dachte, weil die Hitze immer unerträglicher wurde". Sie rutschte dann zwar noch um einen Platz nach hinten, hielt aber durch und kam nach 51:34min ins Ziel - das war höchste Feuerwehr! Partner Jochen kann Hitze angeblich sehr gut vertragen, litt jedoch auch wie ein Hund. Vernünftigerweise nahm er im Rennverlauf etwas Tempo raus und betrachtete die heiße Angelegenheit als eine durchdachte Trainingsmaßnahme mit leichtem Wettkampfcharakter. Unser Team führte am Sonntag Norbert mit 43:41min an, im knappen fünfer Schnitt. Er bildet so langsam eine ordentliche Basis für den Athenmarathon im Herbst und ich nehme an, dass er derzeit sein geplantes Marathontempo einstudiert. In Griechenland kann es um diese Zeit knackig brüten. Sohn Manuel unterstützte ihn bei seinen Vorhaben, während diese Aufgabe sein jüngster Sohn Kilian beim Barbarossalauf in der Vorwoche inne hatte. Der fünfte im Bunde ist ein Mainaschaffer, der sich seit einigen Monaten in unseren Reihen entwickelt. Hobbyimker Tobias läuft nach 45:39min ein. Zwei weitere TSG-Mitglieder, Stefan und seine Martina, unterstützten den auf den ersten Blick namensgleichen Nachbarverein, in dem sie sich als Staffelläufer bei den Hobbykickern beteiligten. Allesamt sprachen von einer guten Premiere und sind gespannt, ob es im nächsten Jahr eine Wiederholung geben wird. Hier noch die Ergebnisliste. Eine kleine Fotoserie mit allen Teammitgliedern durften wir uns von der Main-Netz-Website laden. Dafür herzlichen Dank. Dort ist übrigens noch eine größere Auswahl zu finden.

30.07.2008 Hausener Waldvolkslauf mit mehr als 1000 Teilnehmern
Dieses Hausener Event hat was. Mehr als tausend Läuferinnen und Läufer pilgern jährlich auf die Anlage und begeben sich von da aus auf die verschiedenen Waldstrecken. Auch heuer tanzten wir beim traditionellen Waldvolkslauf wieder mit acht Leuten an, die sich auf drei Strecken verteilten. Die Temperaturen waren trotz der frühen Starts schon recht hoch. Schon ab 8.30 Uhr durften die Halbmarathoni auf die Tour gehen. Von uns beteiligte sich auf diesen 21,1km lediglich Peter, der - zwar ohne größere Ambitionen - aber immerhin in gut 1:44h sein Soll erfüllte. Auch im so genannten Jedermanns- oder Jugendlauf hatten wir mit Stella-Bianca nur ein Eisen aus unserem Hause im Feuer. Die junge Dame kommt immer stärker in Schwung und schafft mit 25:44min eine neue persönliche Bestzeit über 5000m. Die Belastung vom Swim and Run, den sie am Vortag in Karlstadt durchzog, war ihr jedenfalls nicht mehr anzumerken. Platz vier in der Kategorie der 14 bis 15-jährigen war der verdiente Lohn. Das Gros unseres Teams widmete sich dem flachen Zehner. Dass Hausen nicht gerade eine schnelle Strecke bietet, wissen wir. Die vielen Kieselsteinchen rauben Kraft und verhindern einen stärkeren Abdruck. "Trotzdem hatte ich mir erhofft, einen 3:30er Schnitt laufen zu können", erklärte Christian, dem bereits nach drei Kilometern klar wurde, "dass das heute nichts mehr wird". Auf den schmalen Waldpfaden konnte er von Beginn an kein wirklich gutes Tempo aufbauen. Zusätzlich erschwerten die vielen Überholmanöver bessere Zeiten, denn die Halbmarathoni, die zwanzig Minuten früher losgeschickt wurden, liefen teilweise zu viert nebeneinander her. Den Schweiß trieb es ihm recht früh und ungewöhnlich stark aus allen Poren. "Die 36:33min entsprechen zwar nicht meinen Erwartungen, aber ich habe immerhin ein paar Ausreden, warum es nicht deutlich schneller ging" - und diese Erklärungen können wir selbstverständlich akzeptieren und auf alle anderen übertragen. Christian verfällt nach diesem schönen kleinen Waldlauf, bei dem man mit so was rechnen muss, keinesfalls in Depressionen sondern reagiert gleich wieder angriffslustig: "Das Jahr ist noch lang und in den nächsten Wochen werde ich noch einige Zehner auf deutlich schnelleren Strecken laufen. Mal schauen, was da möglich ist". Inzwischen befindet er sich in einer Regenerationswoche vor seinem diesjährigen Highlight Antwerpen 70.3. Hauptsache dort kann er seine persönlichen Erwartungen erfüllen. Gesamtplatz sechs (2.M20) in diesem Riesenfeld und bei diesen Bedingungen, stellt unsere Trainer jedenfalls zufrieden.

Raillen wird zweite Frau über 10km
Auch Etienne und Guido liefen volle Kanne und spürten von Kilometer zu Kilometer die steigenden Temperaturen. Diese beiden gehören, wie unsere schnellste Frau an diesem Sonntag, zu unserem diesjährigen Frankfurter Marathonteam. Bei ihnen geht es im Moment um die Entwicklung einer stabilen Grundlage, um in Kürze in das ausgefeilte und spezifische Trainingsprogramm einsteigen zu können. Immerhin gelingt Etienne mit 38:30min noch der Sprung aufs Treppchen in seiner Altersklasse M35. Auch daran lassen sich die Auswirkungen der aktuellen Großwetterlage erkennen. Bei großer Hitze kommen ganz vorne nur die Guten durch. Bei der Dame handelt es sich um Raileen, die in ziemlich geringem Rückstand als Zweite über die Linie lief. Nach guten 42:47min springt sie in der W35 wieder Mal auf den obersten Platz. Gefreut haben sich alle, dass Rainer nach seiner langen Pause wieder schmerzfrei läuft und in Hausen von einem gelungenen Einstieg reden kann. Weitere Punkte im MainlaufCup sammelte Ancela und wahrt mit ihren 51:44min vermutlich noch die Spitze in der Gesamtwertung der W40. Insgesamt können wir von einer recht ordentlichen Teamleistung reden. Hier die Ergebnisliste aus unserer Sicht.

29.07.2008 Allgäu Triathlon Immenstadt - ein Klassiker für Stefan Eckrich
An diesem wunderschönen Event hat Stefan anscheinend einen Narren gefressen. Nach meiner Zählung müsste es am Samstag seine elfte Teilnahme in Immenstadt gewesen sein. Dort schickte der RCA die Triathleten zum 26. Mal in Folge auf die Mitteldistanz mit den markanten Entfernungen - 2000m/92km/21km. Auf dem Weg in den Familienurlaub, kurz nach seiner Alpenüberquerung mit dem MTB, baute sein Teamkollege Mario schnell noch einen Triathlon der längeren Art ein. Der braucht sowas, um den anschließenden Urlaub besser genießen zu können. Wegen seiner einwöchigen Abstinenz kriegen wir aber so schnell kein Feedback von ihm. Halten wir uns also an Stefan, der zu seinem 10-jährigen Jubiläum unbedingt aufs Treppchen seiner Altersklasse M40 wollte. Dabei verzählte er sich offensichtlich, denn Jubiläum hatten wir schon 2007. Dass es bei seinem schnellsten Wettkampf im Allgäu letzten Endes - wegen läppischer 36 Sekunden - nicht zum Podest reichte, machte ihn nicht gerade unglücklich: "mein selbst gestecktes Ziel habe ich leider nicht erreicht. Trotzdem bin ich mit meinem Abschneiden mehr als zufrieden". Er berichtet von erstklassigen Bedingungen und einer professionellen Organisation, die mit einigen Änderungen das Rennen noch schöner und attraktiver machte. Dazu gehörte auch der Wasserstart im Bootshafen Bühl. Für den 2000m Rundkurs im großen Alpsee brauchte Stefan lediglich 30:02min. Eigentlich konzentrierte er sich von Beginn an auf das Laufen, wo es ihm darum ging, eine bessere Zeit abzuliefern. Entgegen kam ihm hier der neue Kurs, der anstatt dreimal sieben nur noch zweimal 10,5 Kilometer aufwies. Diesen Halbmarathon riss er in sagenhaften 1:27:07h herunter. Dass zuvor auf dem Radrundkurs, der mit jeweils 44 Kilometern zweimal zu bewältigen war, auch noch mehr ging als geplant, "das hat mich schon gefreut". Interessant ist der Hinweis in der Classic-Ausschreibung: "Bitte beachten Sie bei der Wahl der Übersetzung, dass die Radstrecke kurze Steigungen bis 16% enthält". Wenn die Biker die letzten Kilometer Richtung Stadion in Angriff nehmen, haben sie insgesamt 1200 Höhenmeter hinter sich. Angesichts dieser beachtlichen Parameter ist eine reine Radzeit von 2:46:26h aller Ehren wert. Und so kam es, das Stefan - bei richtig schönem und warmem Wetter - sich auf allen Disziplinen verbesserte und bereits nach 4:43:35h finisht. Du weißt ja nie genau, wie weit Kraft und Ausdauer reichen, bis du es versucht hast. Unter 625 Triathleten, die mit ihm das Ziel erreichten, bedeutet diese Leistung Gesamtplatz 31 und Platz fünf in der M40. Und nächstes Jahr werden hier die Karten neu gemischt. Mario wünschen wir noch eine schönen Urlaub. Vielleicht schreibt er uns ja ins Gästebuch, wie es ihm ergangen ist. Hier die Ergebnisliste mit allen Splitzeiten.

28.07.2008 Das Hoch Volker dominierte auch beim Hofheimer Triathlon
Was waren wir alle froh, als das Tiefdruckgebiet Yvonne endlich von der Schönwetterperiode Volker verdrängt wurde. Die meisten Triathleten gehen ihrem Sport sicherlich während eines stabilen Hochdruckgebietes lieber nach als bei regnerischer Witterung. So auch am Sonntag, als das unterfränkische Hofheim im Fokus eines großen Sportereignisses stand. Der Tria TC durfte nämlich bei seiner 19. Ausrichtung endlich mal die Internationalen Bayerischen Triathlonmeisterschaften über die Mitteldistanz austragen. Aus unserem Team mischten sich drei Triathleten unter das Teilnehmerfeld, darunter - mit Hochdruck - der Namensgeber des angesprochenen meteorologischen Hochs. Seine hohe Motivation konnten wir nach dem Königshofener Cross bereits erkennen, als Volker nach guter Leistung ankündigte, bei den Bayerischen Meisterschaften nachlegen zu wollen. Und seinen Worten folgen meist auch Taten. Doch zuerst gab er sich nicht unbedingt einverstanden mit der Schwimmdistanz, die ihm entgegen der Ausschreibung etwas länger als 1900m vorkam. In der Tat führte der Veranstalter eine Neuerung durch, denn die Trias mussten nach der ersten Runde beim Zielausstieg aus dem Wasser und dann rund 30 Meter laufend zurücklegen, um die zweite Runde wieder mit einem neuen Wassergang zu beginnen. Mehr Attraktivität für die Zuschauer und eine bessere Kontrolle gab man als Gründe für dieses Änderung an. Im Ellertshäuser See kam Volker super zurecht: "ohne Nahkämpfe, aber ich musste schwimmen, was der Außenbordmotor her gab". Von den zwanzig Konkurrenten, die vor ihm aus dem Nass stiegen, sammelte er während der windigen, neu konzipierten und schwierigen Radstrecke etwa ein halbes Dutzend wieder ein. Das erste Drittel des Radkurses blieb gegenüber den Vorjahren gleich, doch dann baute man einige Kräfte zehrende Steigungen ein. Wegen dieser neuen Streckenabschnitte musste der Kurs auf drei Runden reduziert und auf 77 Kilometer verkürzt werden. Gleich zu Beginn machte Volker eine unschöne Bekanntschaft mit Dr. Kurt Vogel, "der mir eine gelbe Karte verpasste, weil ich beim Überholen zu dicht am Gegner vorbeifuhr". Bei unserem Teamkameraden, der erst kürzlich selbst die Triathlon Kampfrichterprüfung ablegte, war die Einsicht vorhanden, denn "das war natürlich so. Aber ich wusste jetzt - wo der Vogel ist, da ist vorne"! Nach guten 2:10:19h wechselte er in die Laufschuhe und plagte sich über vier Runden - mit insgesamt hundert Höhenmetern - auf freiem Felde, ohne auch nur einen einzigen Meter Schatten. "Das spulte ich ohne viel Druck ab, denn ich hatte keinen mehr". Die echt gute Gesamtzeit von genau 4:20 Stunden bringt ihn auf Gesamtplatz elf der Byerischen Meisterschaften und Rang sieben in der besonders starken T35.

Dem Stefan haben sie in Hofheim einen gebrauchten Tag angedreht. Anscheinend ging bei ihm so alles schief, was schief gehen kann. In seinem Blog lässt er sich über seinen ersten DNF (dit not finish) aus. Beruhigt kann er jedoch sein, dass der Materialschaden am Rad und eine nicht erklärbare Schwimmschwäche im gleichen Wettkampf zusammentrafen. Das hat er nun hinter sich. Katastrophale 42:54min für fragwürdige 1,9 Kilometer als Start in ein Rennen, in dem sich der ehrgeizige Athlet eine neue Bestmarke für die Mitteldistanz vorgenommen hatte. Dann fand er auf dem Rad wieder neuen Mut, denn in Runde eins brachte er richtig gut Druck auf die Pedale - vielleicht zuviel?! Irgendein Metallteil zerbrach, dann flog auch noch ein Zahnrad weg und die Kette machte einen furchtbar müden Eindruck. Das Rennen war für ihn gelaufen! Auch solche Erlebnisse gehören zum Triathlonsport. Den Kopf steckte Stefan nicht in den Sand, sondern seine Füße in die Laufschuhe - und wie es der Zufall wollte, traf er (natürlich außer Konkurrenz) auf der Laufrunde seinen Teamkollegen Volker. Gemeinsam legten sie die nächsten zehn Kilometer in etwa 45 Minuten zurück, dann machte Stefan eine kleine Pause und stieg in Runde vier nochmal für fünf Kilometer ein. Mit dem heißen Wetter kam er klar und hatte einfach nur viel Pech. Wie es unterwegs Ralf, dem dritten TSG-Starter, erging, ist nicht überliefert. Das Schicksal muss ihn beim Laufen erwischt haben, denn die Splitzeiten vom Schwimmen und Rad fahren sind noch in die Ergebnisliste eingeflossen.

26.07.2008 Ereignisreiches Trainingslager im Odenwald
Voller Begeisterung kehrten 16 Mitglieder unserer Abteilung von einem dreitägigen Triathlon Trainingslager aus dem Odenwald zurück. Als Trainerin stand natürlich wieder Claudi zur Verfügung, die wesentlichen Anteil am gelungenen Wochenende trug. Nach dem Einchecken in komfortable Sechs-Zimmer-Suiten wurden sogleich die Schwimmutensilien mit den Neos eingepackt und ins nahe Michelstädter Freibad gewechselt. Danach Abendessen und ohne viel Zeitverlust befand sich die Truppe schon wieder auf der 10km Laufstrecke. Die einen redeten vier Kilometer lang noch mit dem Abendessen, die anderen hängten einige zusätzliche Kilometer dran. Den gemütlichen Teil wickelten sie nach der Dusche auf ihrer Terrasse ab, mit einer kleinen Weinprobe und nicht gerade dezenter Hintergrundmusik vom nahen Erbacher Wiesenmarkt. Der Veranstalter dort besaß eine Genehmigung bis drei Uhr nachts - und nutzte sie auch aus. Bei Ring of Fire konnte Udo endlich einschlafen. Morgens Frühstück, dann Bahntraining. Lauf ABC und Tempotraining vom Feinsten. Auch die Kids waren voll dabei. Mittags begab man sich in getrennten Gruppen auf die Räder. Mit dem Mountainbike ließ sich Yvonne von Claudi auf den höchsten Punkt im Odenwald führen. Danach schwächelte sie vorübergehend im Gegenwind, doch das haben Trainingslager gemein. Die Rennradfraktion soll sich unterwegs zahlenmäßig verringert haben - aber ein bisschen Schwund ist immer. Das Wetter passte super und die Steckenprofile auch. Uwe schickte zwei Kartenausschnitte zu den beiden Radausfahrten vom 19.07. und 20.07. Auf der ersten Tour legten sie bei 640 Höhenmetern 38 Kilometer zurück und brauchten dafür 1:47h. Von der zweiten Radtour fehlen ihm allerdings die Daten wegen einer nicht vorhersehbaren Zwangspause. Svenja fing sich leider einen Plattfuß ein. Beim anschließenden fachmännischen Schlauchwechsel hatte Stefan viele Bewunderer auf seiner Seite. Uwe ließ sich so aus dem Rhythmus bringen und vergaß seine Stoppuhr total. Mittags stand mit einem waghalsigen Tripp durch den Klettergarten im Abenteuerwald Würzberg jede Menge Freizeit und Spaß auf der umfangreichen Tagesordnung. Einen lustigen Abend verbrachte die ausgelaugte Trainingsgemeinschaft auf dem Wiesenmarkt. Der frühe Sonntag sah unser Team eine Stunde im Wasser und danach zum Ausklang auf den Rennrädern. Der Dank aller Beteiligten gilt dem Hauptkümmerer und Organisator Stefan, der die Trainingsmöglichkeiten, Unterkünfte und überhaupt alles besorgte. Bedauert wurde lediglich die tatsächliche Beteiligung, die weit von den ursprünglichen Zusagen abwich. Das kann und muss im nächsten Jahr besser werden. Eine umfassende Bilderserie liegt bereits im Bilderalbum.

25.07.2008 Die Gundersen Methode oder das Verfolgungsrennen nach Wolfi Höfer
Ich bin nicht unbedingt vertraut mit den Regeln der Nordischen Kombination und auch nicht im Ausdauersport groß geworden. Was aber Lauftrainer Wolfi mit diesen beiden Bahnrennen innerhalb Wochenfrist präsentierte, war allererste Sahne und hat schwer beeindruckt. Das regelmäßige Training unserer Triathlet(inn)en und auch der restlichen Ausdauersportler(innen) ist nach meiner Kenntnis sehr modifiziert und variantenreich, schon bedingt durch die drei recht unterschiedlichen Disziplinen. Wenn dann noch Betreuer und Trainer sich permanent bemühen, die ohnehin schon interessanten Übungsstunden mit zusätzlichen Programmen und Spielchen noch attraktiver zu gestalten, hat das was für sich und unterstreicht die Qualität unserer Übungsleiter. Dazu gehört z.B. das, was Claudi mit ihren freiwilligen Probanden im Wasser oder auf der Bahn oder sonstwo macht oder Stefan, der sich - wie letztes Wochenende - richtig reinhängt und ein tolles Trainingslager plant und veranstaltet. Zuletzt trat also Wolfi mit den beiden ungewöhnlichen Bahnrennen in Erscheinung. Zunächst konnten man zu den bisherigen turnusmäßigen 1000m Rennen keinen Unterschied ausmachen, bis auf das größer gewordene Teilnehmerfeld. Doch das Ergebnis sollte für das Verfolgungsrennen über 3000m nun die Grundlage bilden. Und das war das eigentlich Neue.

Das 3000m Bahnrennen vom Mittwoch, bei strahlendem Sonnenschein und Windstille, hatte ein gewisses Flair. Wettkampfcharakter besaß es allemal, denn es ging ja um etwas. Sechs persönlich zugeordnete Rundenzähler, Zeitnehmer und Betreuer teilte Wolfi ein, um die 21 Läuferinnen und Läufer optimal zu versorgen. Zu jeder Zeit wussten die Teilnehmer, in welcher der siebeneinhalb Laufrunden sie sich befanden und wieviele noch zu laufen waren. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten schickte Wolfi selbst zunächst Startläuferin Stella-Bianca los, um dann - entsprechend der dreifachen Zeitvorsprünge aus dem 1000m Lauf - die nächsten starten zu lassen. Wer sich die Gundersen Methode für die Wintersportler bei Wikipedia erklären lässt, stellt fest, dass der beste Springer zuerst in die Loipe geht, um anschließend der Dinge zu harren, die da kommen. Diese Regel ficht Wolfi nicht an, er entwickelte seine eigene. So kam es, dass die letzte Läuferin der Vorwoche, hier die zwölfjährige Stella-Bianca, zuerst loslief. Unserem ausgebufften, sozial ausgerichteten Vorturner ging es hauptsächlich um eine zumindest theoretische Chancengleichheit aller Beteiligten, sowohl bei den Schülern und Jugendlichen als auch bei den Frauen und Männern. Und er behielt tatsächlich weitgehend Recht, denn die junge Startdame landete im guten Mittelfeld auf Platz zehn. Der schnellste 3000m Läufer im Teilnehmerfeld war Michael mit 9:14min - doch er lief nach seinem um 4:48min verzögerten Start erst auf Platz vier durchs Ziel. Einen richtigen Überblick während des Rennens hatte überhaupt keiner, nicht mal die Beteiligten selbst. Die anwesenden Beobachter sahen einen wirklich interessanten und kurzweiligen Wettkampf, bei dem sich eine klare Übersicht erst im Ziel einstellte. Das Bemühen um bessere Platzierungen und die beherzten Positionswechsel hielt Eckhard Runde für Runde mit seiner Kamera fest. Seine wunderschöne Fotoserie liegt bereits im Bilderalbum.

Die Doppelveranstaltung brachte natürlich auch einen Gewinner hervor. Nach einer Bruttozeit von 13:35min überquerte Manni als Sieger die Ziellinie. Die Grundlage dafür bildete seine sehr schnelle 3000m Zeit von 10:08min. Für mich war er auch der Favorit, mit einer ziemlich plausiblen Erklärung: Manni schaffte am vorherigen Mittwoch, drei Tage nach einem Rekord verdächtigen Marathon, in 3:11min zwar persönliche Bestzeit, der kann das ausgeruht aber noch schneller. Eine Woche später hatte er seinen strapazierten, zierlichen Körper wieder sowas von regeneriert, dass er es über 3000m richtig krachen ließ. Nix für ungut, Manni. Selbstverständlich lässt sich nicht bei jedem die 1000m Zeit auf 3000m hochrechnen. Egal mit welchen Faktoren oder Tricks, laufen muss man immer noch selber. Wie ausgeglichen solche Events ablaufen können, das kann man mit der Zweitplatzierten beweisen und erklären. Im gemischten Feld taucht als erste Frau tatsächlich Ingrid im Ziel auf. Der ihr Angetraute schickte sie schon drei Sekunden nach der Startläuferin auf die Runde, entsprechend ihrer 1000m Leistung. Vom Rennmodus sowie ihrer guten 3000m Zeit (13:50min) konnte sie siebeneinhalb Runden profitieren. Fünf Sekunden hinter ihr stürmte Jonas Eubel nach einem großartigen Finish auf Gesamtplatz drei. Auf der Website unserer Handballer konnte ich den spritzigen jungen Mann ausfindig machen. Der Kleinste der E1-Jugend spielt in der Bezirksoberliga B und machte ordentlich Eindruck auf uns. Wie gerecht so ein geschlechtsübergreifender Wettbewerb ablaufen kann, lässt sich am nächsten Beispiel demonstrieren. Raileen, schnellste Frau (12:07min) lieferte Michael, dem schnellsten männlichen Konkurrenten (9:14min) auf den letzten Bahnmetern einen couragierten und aufregenden Kampf. Zuletzt blieben gerade mal zwei Sekunden Differenz. Reelle Chancen für alle und jeden! Mit dieser Überschrift kann man künftige Veranstaltungen dieser Art betiteln. Das unterschreibt mir sofort Ecki, der sich 9:38min lang abrackerte und im Ziel erklärte: "das war noch nichts und geht bald viel schneller". Das Entscheidende passierte allerdings kurz vor ihm, als der achtjährige Lenni locker und strahlend die Linie überquerte.

Im Sekundentakt und auch zeitgleich rauschten um diese Zeit eine ganze Reihe abgekämpfter Athlet(inn)en an den Zeitnehmern vorbei. Im großen Geschäft wären sicherlich elektronische Hilfsmittel notwendig gewesen. Doch Wolfis Helfer(innen) besaßen genügend Routine, um ohne die erforderlichen Zielfotos zu gerechten Entscheidungen zu kommen. Mit welchem Kampfgeist und welcher Moral insbesondere die jungen Läufer(innen) sich einsetzten, bewies z.B. Laura. Mit Wadenproblemen ging sie auf die letzte Runde, die Schmerzen sah man ihr an. Mit Birgits Unterstützung biss sie sich bewundernswert durch und brachte ein gutes Ergebnis ins Ziel. Mutter Sonja belohnte ihre beiden schnellen Kids anschließend mit ordentlich Eis beim Italiener. Heraus ragt ein weiteres besonderes Ereignis. Wann schon hat die Mutter zweier dynamischer junger Freaks in einem Wettbewerb mal die Chance, beide einzukassieren. Mutter Christine ist in der hipplerschen Familie seit Mittwoch als relative Siegerin zu betrachten. Ich scheue hier nicht den Vergleich zu Einsteins Relativitätstheorie, die das Verhalten von Raum und Zeit aus der Sicht von Beobachtern beschreibt, die sich relativ zueinander bewegen. In diesem vergleichbaren aktuellen Fall allerdings bewegte sich die Mutter von ihren Kindern weg - und das ist die eigentliche Sensation! Als Helfer verdingte sich übrigens auch Andreas, der in der Hüftgegend noch leichte Schmerzen verspürt und leider nicht aktiv eingreifen konnte. Gerne hätten wir gesehen, wie er seine 1000m Topleistung in der Endrunde verteidigt. Aber ein Athlet seines Schlages riskiert nichts und pausiert lieber mal. Die wahren Daten der beiden Kampftage werden dem interessierten Betrachter vermutlich erst beim eingehenden Studium der Endergebnisliste deutlich. Mit etwas gutem Willen lässt sich für jeden das Optimale heraus ziehen. Jedenfalls haben alle Starter(innen) nun eine belastbare 3000er Zeit für das persönliche Sportlerportrait. Im Laufe der nächsten Tage werden diese eingepflegt. Bleibt mir noch, in euer aller Namen unserem Wolfi herzlich zu danken - für seine tollen Ideen und sein vorbildliches Engagement.

23.07.2008 Kahlgrund-Crosscup mit zweitem Wertungslauf in Königshofen
Während sich ein Teil unseres Teams einem intensiven Triathlon-Trainingslager im Odenwald widmete und andere sich beim Barbarossalauf in Erlenbach schadlos hielten, warteten zehn weitere Teamkolleg(inn)en in Königshofen auf, um beim zweiten Wertungslauf des Kahlgrund-Crosscups an den Start zu gehen. Beim ersten Part des vierteiligen Crosscups - das war beim Eichbildlauf in Feldkahl - standen aus diesem Aufgebot allerdings nur Ingrid und Bernie. Letzterer besitzt mit seinem Sieg in der AK45 nun relativ gute Möglichkeiten auf den Gesamtsieg im Cup der 45er, nach Platz zwei in Felgel. Und Ingrid lief in beiden wirklich anstrengenden Rennen jeweils auf Rang drei ihrer neuen Altersklasse W50. Allen anderen TSGlern sei gesagt, dass in die Gesamtwertung diejenigen kommen, die an drei der vier angebotenen Wettkämpfen zu den Finishern gehören. Eine ganze Reihe kann diese Möglichkeit noch nutzen, also auch Tobi, der Sieger aus dem ersten Durchgang. Am frühen Sonntagmorgen (als Andreas H. noch schlief) erkämpfte sich unsere kampfstarke, gemischte Truppe insgesamt fünf Einzelsiege, einen Vizetitel und zwei Bronzeplätze in den verschiedenen Altersklassen. Gruppensenior Andreas S. führte einmal mehr die Weißblauen an und landete ganz weit vorne. Nach 37:12min lief er bis auf den dritten Gesamtplatz vor - eine grandiose Leistung auf diesem schwierigen Crosskurs. Nicht nur Volker zollt seinem Mannschaftskameraden nach dem tollen Rennen höchsten Respekt, denn er weiß dessen Meisterstück richtig einzuschätzen. Er selbst traf zwei Plätze später im Ziel ein und schien seine Alpenüberquerung mit dem Mountainbike von letzter Woche gut weggesteckt zu haben. "Endlich habe ich es mal geschafft in Königshofen zu starten, sozusagen auf heimischem Boden", freute sich Volker - auch weil "ich mich endlich mal mit der Kahlgrundkonkurrenz herum schlagen konnte". Er meinte damit den Daxberger Frank Hegemann und seinen Schulkollegen Holger Simon. Er vergisst auch nicht zu erwähnen, dass er beide knapp hinter sich lassen konnte und Letzterem sogar mit zwei Sekunden Vorsprung den Klassensieg abluchste. Diesen Erfolg schreibt Volker seinem unnachahmlichen Sink- oder sogar Sturzflug zu, den er bergab auf den letzten Kilometern einleitete. Die in den Königshofener Bergen erreichten 38:33min machten ihn dann auch noch euphorisch: "Die Bayerische Triathlonmeisterschaft in Hofheim kann jetzt kommen"!

Bis etwa Kilometer drei wichen ihm Bernie und Jens nicht von der Seite, bevor sie dann den stärkeren Zug ihres nach vorne drängenden "einheimischen" Teamkameraden anerkannten. Fortan kümmerten sich die beiden um andere Konkurrenten, vor allem aber darum, die eigene Altersklasse angemessen zu dominieren. Und das gelang ihnen bravourös. Außerdem gab Bernie seinem jüngeren Freund hier das Nachsehen - und ich gehe mal davon aus, dass die halbe Minute, die Jens bis ins Ziel noch abgeben musste, ihn ein bisschen wurmt. Solche Erlebnisse hinterlassen aber keine bleibenden Schäden sondern wecken - insbesondere bei jungen Athleten - ganz sicher den Ehrgeiz. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass ein 13. Platz im gesamten Feld immerhin eine beachtliche Leistung darstellt. Diese Meinung teilt der Jugendliche Christian sicherlich, denn seine 40:39min angesichts der topografischen Gegebenheiten führen ihn auf einen Treppchenplatz in seiner Klasse und spiegeln seine derzeitige Leistungsstärke wider. Die Laufzeit unseres Laufpaten Udo erweckte den Anschein, dass er sich nicht voll verausgabte, aber mit seiner Teilnahme Interesse bekundete und als Verantwortlicher des ersten Cupevents sich so für die tolle Beteiligung bedankte. Christine war in Königshofen unsere schnellste Frau. Sie sicherte sich nach 50:31min den Sieg in der W40 und erntete somit die ersten Früchte ihres fleißigen Trainings, während Ehemann Eckhard sich wieder als Fotograf betätigte und schöne Fotos lieferte. Beim 1200m Lauf der Schüler hatten wir einzig und allein Tom Luca am Start. Doch er vertrat unsere Farben energisch und ließ sich nur ein einziges Mal bezwingen. Nach 4:51min überquerte er die Königshofener Ziellinie. Hier unsere Zeiten im Überblick. Runde drei veranstaltet der Lauftreff Freigericht am 23.August.

22.07.2008 Erfolgreiche TSG-Kids beim Swim and Run in Bruchköbel
Vom heißesten Tag des Jahres berichteten wir vor Monatsfrist. Er traf mit dem Quarterman in Bruchköbel zusammen, wo dreizehn Erwachsene aus unserem Team auch gegen die Temperaturen kämpften. Der Veranstalter stellte ziemlich verspätet und erst auf Nachfrage die Ergebnislisten der Kids online, deshalb vertröstete ich unsere sehr erfogreichen Mädels wegen der Berichterstattung auf später. Beinahe wäre mir das tatsächlich durchgerutscht - es wäre schade gewesen. Die Mittagshitze verschonte natürlich auch die Jüngsten nicht. Aus unserem Jugendteam reisten drei Nachwuchshoffnungen zu diesem Swim and Run. Auch sie drehten wie die Großen ihre Bahnen im Bruchköbeler Freibad und begaben sich dann zum Laufen direkt auf einen flachen Wendepunktkurs. Mit Vorschusslorbeeren bedachte man im Vorfeld den Hille-Spross Tamara, die an diesem Wochenende zuerst persönliche Bestzeiten über 50m Freistil (49,10sec) und 50m Brust aufstellte, um dann beim Quarterman noch einen draufzulegen. Die Neunjährige brauchte für die zwei Bahnen oder 100m nur 2:07min, spurtete unnachahmlich die 400m herunter und stürmte nach insgesamt 4:32min nicht nur als erstes Mädel über die Ziellinie, sondern düpierte in diesem Rennen auch noch die anwesenden Jungs aus den Jahrgängen 1999 und 2000. Damit hat sie anscheinend - ebenso wie die betreuende Mama - überhaupt keine Probleme. Während Papa Arnd in einem harten Wettkampf beim Schwimmen die Nase brach und bei ihm die Freude nicht so recht aufkommen wollte, schwebte der Rest der Familie auf Wolke sieben.

Nicht nur Tamara kam bei diesem heißen Event auf ihre Kosten sondern auch Ann-Kristin, die in der weiblichen B-Jugend an den Start ging. Nach ihrem längeren verletzungsbedingten Ausfall findet sie langsam wieder Anschluss, was ihr Abschneiden beim Hypolauf und beim Süwag-Triathlon beweist. Sie bestritt in Bruchköbel ein engagiertes Rennen, gewinnt souverän ihre Altersklasse in 19:41min und lässt auf den ausgeschriebenen Distanzen 400m/2500m - wie ihre junge Teamkollegin - den gleichaltrigen Jungs keine Chance. Das erfolgreiche Trio wird an diesem Wochenende komplettiert durch Stella-Bianca, die sehr fleißig Woche für Woche die verschiedensten Events besucht. Sie trat als 12-jährige bei den A-Schülerinnen an und musste die gleichen Strecken absolvieren wie die drei Jahre ältere Ann-Katrin. Ihr Durchhaltevermögen ist schon bemerkenswert und der knapp verpasste Sieg sollte ihr weiteren Antrieb verleihen. Nach 23:58min beendete sie auf Platz zwei liegend - sehr zufrieden einen wunderschönen Swim and Run. Bereits am kommenden Samstag schon dürfen sich die jungen Freaks auf den dritten Wertungslauf zum Unterfränkischen Meistercup der Kinder und Jugendlichen freuen. Karlstadt wartet mit seinem traditionellen Swim and Run. Hier nochmal die Ergebnisliste vom Quarterman, ergänzt um die Daten der Jugend und Schüler und der Link zur aussagekräftigen Fotoserie.

21.07.2008 Streckenrekord für Kreismeister Andreas Heilmann beim Barbarossalauf
Da hatten die Erlenbacher ja richtig Glück. Der Barbarossalauf stand gar nicht in seinem Terminkalender. Eigentlich wollte sich Andreas mit einem frühen Frühstück gestern Morgen auf den Kahlgrundcross in Königshofen vorbereiten. Und was passiert? Er verschläft einfach! So was sind wir von unserem ansonsten sehr gewissenhaften Teamkameraden überhaupt nicht gewohnt. Seine momentane Lockerheit muss mit dem derzeitigen Urlaub zusammen hängen, den er nach seinem Studium anscheinend ausgiebig genießt. Ein Blick in unseren Eventkalender genügte aber, um Alternativen in der Region ausfindig zu machen, und er startete kurzerhand am späten Nachmittag in Erlenbach. Das Wetter dort war ideal, die Stimmung recht gut und die Strecke - mit Blick auf den Main und zwei kurzen scharfen Anstiegen - sehr abwechslungsreich. Viermal galt es den Rundkurs durch den Erlenbacher Stadtkern mit insgesamt 80 bis 100 Metern Höhendifferenz zu durchlaufen. "Ich nutzte den Antritt des späteren dritten Läufers in der zweiten Runde, um mich von ihm und Marco abzusetzen", beschreibt Andreas den Rennverlauf. Das Tempo steigerte er von anfangs 3:20min/km relativ gleichmäßig auf 3:12 und brachte so den Sieg mit einem neuen Streckenrekord - auf einer amtlich vermessenen Strecke - nach Hause. Die offizielle Siegerliste führt ihn mit der Zeit von 32:27min als neuen Kreismeister für den Leichtathletikkreis Bayerischer Untermain. Ab hier widerspricht der Sieger, denn sein Zieleinlauf sei nach seiner Meinung mit 32:39min registriert worden. In der ersten Auswertung allerdings, die ziemlich lange auf sich warten ließ, war Andreas überhaupt nicht erwähnt. Die zweite Fassung führte ihn zwar als Sieger, aber mit einer falschen Zeit. Trotz dieser Verzögerungen, die sich bei der Ermittlung der Kreismeisterschaftswertung fortsetzten, spricht er ansonsten von einer guten Organisation: "Wer einen interessanten Straßenlauf mit genau vermessener Strecke im Rahmen eines stimmungsvollen Ortsfestes machen möchte, ist mit dem Barbarossalauf dennoch gut beraten". Der zur Zeit sehr relaxt wirkende Athlet hat ja bis August noch Urlaub und wartete ohne zu murren bis 21.30 Uhr auch noch die letzte Ehrung ab.

Es fanden sich vier weitere Teammitglieder an der Startlinie ein. Die an diesem Tag wertvollste Leistung lieferte das fußballerische Talent Kilian ab. Während Vater Norbert sich auf seinen Lauf über die 10 km vorbereitete, betreute er nebenbei seinen Sohn, der zwei Stadtrunden zu insgesamt 5000m absolvierte. In diesem so genannten Hobbylauf verbesserte dieser seine Bestzeit um dreieinhalb Minuten auf jetzt 20:28min. Dies reichte natürlich zum Sieg in der M16 und zu einem 13. Gesamtplatz im Feld der 215 Teilnehmer. In der vereinsinternen Bestenliste springt Kilian jetzt von Rang 65 bis auf Platz 30 vor. Vor zwei Tagen stellten wir mit Dietmar einen Neuzugang mit seinen aktuellen Bestzeiten vor. Beim Barbarossalauf schraubte er daran erfolgreich einige Sekunden herunter und kommt auf Platz sechs in der M55 nach 46:09min. Auf den Fotos, die freundlicherweise Mama Ulrike Heilmann und Wolfi lieferten, erkennen wir auch noch Matthias, den wir im März vorstellten und jetzt darauf warten, ob er seine selbst gesteckten Ziele erreicht. Auch er finishte noch in der ersten Hälfte des 350 Köpfe starken Teilnehmerfeldes. Hier die Ergebnisliste aus unserer Sicht mit dem Link zum Veranstalter.

21.07.2008 Verfolgungsrennen über 3000m - jetzt geht es ums Ganze
Nach dem tollen 1000m Rennen letzten Mittwoch geht es nun auf die Zielgerade unseres Doppelevents und um die schonungslose Wahrheit. Trainer Wolfi - Verfechter der Gundersen-Methode - informiert nun über das Procedere vom kommenden Mittwoch, 23.07. Wir treffen uns um 17.30 Uhr zum Einlaufen auf der Anlage im Großwelzheimer Stadion. Um 17.55 Uhr begeben sich alle Beteiligten in die vom Trainer festgelegte Reihenfolge der Startaufstellung und um 18.00 Uhr fällt unweigerlich der Startschuss zum 3000m Verfolgungsrennen. Zu den zeitlichen Abständen der Läufer(innen) gibt es von Wolfi eine klare Aussage: "Ich bin sicher, dass sich beim 1000m Lauf keiner geschont hat. Deshalb werde ich keine Einlaufzeiten korrigieren, sondern die Zeitdifferenzen mit Faktor drei multiplizieren". Dies scheint beim genauen Betrachten durchaus den Realitäten zu entsprechen. Er gibt dazu folgendes plausibles Beispiel: Einem Startläufer mit einer Hypothek von 4:15min aus dem 1000m Lauf fehlen zu Andreas Zeit genau 1:33min. Diese Differenz, mit drei multipliziert (für 3x1000m), ergibt einen Zeitabschlag von 4:39min. Läuft der Starter mit dem vorgenannten Leistungsniveau über diese 3000m (siebeneinhalb Runden) die realistisch hochgerechnete Zeit von 13:40min, dann müsste der vermeintlich Leistungsstärkste, nämlich der Sieger aus dem ersten Rennen, bereits nach 9:01min im Ziel ankommen. Um das Rennen für sich zu entscheiden, muss ein Schnitt von 3:00min/km her. Diese Distanz läuft Andreas sehr selten in offiziellen Wettkämpfen, deshalb stehen bei ihm seit einigen Jahren schon 9:10 zu Buche. Anders sieht es bei Michael aus, dem Spezialisten über diese Entfernungen. Er kann eine 8:38 aus 2002 vorweisen und startet genau sechs Sekunden vor seinem favorisierten Teamkollegen, der allerdings gestern den Beginn einer Sehnenansatzreizung an der Hüfte verspürte. Hoffen wir, dass es zu diesem Duell kommt und vergessen wir nicht, dass hinter diesen Assen zwei Himmelsstürmer aus unserer jungen Fraktion lauern. Jeder,der mitlaufen möchte und sich noch nicht bei Wolfi angemeldet hat, sollte dies umgehend tun - er muss eine faire Startreihenfolge festlegen. Und hier noch der obligatorische Hinweis, dass alle Teilnehmer(innen) auf eigene Verantwortung starten und keine Haftung übernommen werden kann.

19.07.2008 Der Vater folgt dem Sohn nach - Dietmar Sturma wird neuestes TSG-Mitglied
Der Run auf die Mitgliedschaft in unserer Abteilung Ausdauersport hält unvermindert an. Das wachsende Interesse ist Woche für Woche beim regelmäßigen Lauftreff zu spüren. Laufeinsteiger, schnuppernde Jogger und vereinslose, gleichwohl ambitionierte Läuferinnen und Läufer drehen mit 25 bis 30 eingetragenen Mitgliedern ihre Runden durchs Steinbachtal. Vor zwei Monaten stellten wir hier Simon ausführlich vor. Inzwischen ist ihm sein Vater Dietmar Sturma nachgefolgt und hat seinen Beitritt zu unserer Gemeinschaft erklärt. Dietmar lebt mit seiner Uschi in Eisenfeld, hatte schon Silberhochzeit und noch eine Tochter namens Sinjes. Schon während des Lauftreffs merkten wir, dass er gut zu Fuß ist und über eine ausgeprägte Kondition verfügt. In der M55 landete er schon recht weit vorne und kann aktuell 46:50min über 10km vorweisen, gelaufen beim Marktplatzlauf in Großostheim. Beim Hypo-City-Lauf 2008 fanden wir ihn mit 35:50min in der Ergebnisliste wieder und der Aschaffenburger Halbmarathon aus 2007 steht mit 1:45:35h zu Buche. Dietmar verfügt bereits über eine gewisse Triathlonerfahrung, wie sein Abschneiden beim NASPA in Limburg (5.Platz TM50 in 2006) und der zweite Altersklassenplatz beim Vita Nova Seligenstadt 2008 beweisen. "Wenn ich gesund und fit bleibe und das Training in der Abteilung nutzen kann, wäre mein großes Ziel die Deutschen Triathlonmeisterschaften 2009", formulierte er zielstrebig sein ehrgeiziges Vorhaben.

19.07.2008 Illustres TSG-Quintett überquert mit dem MTB erfolgreich die Alpen
Nach professioneller Vorbereitung verabredete sich auch in diesem Jahr ein homogenes, fünfköpfiges Team aus unserer Bikertruppe zu einer mehrtägigen Alpenüberquerung. Neben Jungfuchs Alex, der erste Sporen in der großen weiten Welt sammeln durfte, fehlte auch nicht der im Hochgebirge erfahrene Volker aus den Daxberger Bergen. Christian stellte beim letztjährigen Ötztaler Radmarathon sein Stehvermögen klar unter Beweis und bedeutete somit auch kein großes Risiko, so dass Michael und Mario - die TSG-Pioniere bei der Transalp 2005 – am Donnerstag, 3. Juli, mutig und voller Zuversicht die Reise gen Süden antreten konnten. Nach elf Tagen trafen sie wohlbehalten wieder in der Heimat ein und Mario schickte jetzt einen zusammengefassten Reisebericht und ein Reihe schöner Aufnahmen. Am 3. Juli starteten sie mit dem Zug von Aschaffenburg nach Jenbach......mehr

18.07.2008 Großartiges 1000m Rennen auf der Großwelzheimer Kunststoffbahn
Trotz Urlaubszeit und vieler dunkler Regenwolken trugen sich am Mittwoch insgesamt 37 Frauen und Männer in Wolfis Starterliste ein, um sich über die nicht gerade einfach zu laufenden 1000m messen zu lassen. Wenigstens ein Mal pro Jahr bieten die Trainer einen Test über die zweieinhalb Stadionrunden an. Tausend Meter sind doch nicht viel, sagte der Marathonläufer. Stimmt schon, erwiderte der Mittelstreckler - dann lauf halt mal mit! Für diejenigen, die es zum ersten Mal tun, kann es ganz schön hart werden. Vorne weg volle Presse, und nach hinten wird's meistens ziemlich eng. Wer sich regelmäßig mittwochs an unserem Bahntraining beteiligt, müsste mit dieser vermeintlich kurzen Distanz allerdings klarkommen. Die erste Überraschung für Ausrichter Wolfi waren die 18 weiblichen Interessenten, die somit fast die Hälfte des Teilnehmerfeldes stellten. Und als nächstes freute er sich über die vielen jungen Leute aus unserem Nachwuchsteam sowie über ein halbes Dutzend aktiver Gäste, die sich ebenfalls in die Ergebnisliste eintragen konnten. Die Einteilung zum eigentlichen Rennen ergab sich fast von selbst. Frauen und Männer liefen erstmals im eigenen, geschlechtsspezifischen Rennen. Vorweg gesagt: niemand fühlte sich deswegen diskriminiert und von einer Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes redete auch keiner. Um im großen Gewusel den Überblick zu behalten, engagierte Wolfi neben dem geprüften Rennleiter Udo kurzfristig zwei weitere hilfsbereite Assistentinnen, nämlich Yvonne und Doris. Beim funktionierenden Helfertrio bedankt er sich auch artig und sehr herzlich. Die Dramaturgie der beiden Rennen beschrieb einmal mehr Eckhard mit seinen lebenden Bildern. Die gelieferte Fotoserie erklärt allen, die an diesem Laufspektakel nicht teilnehmen konnten, die Spannung, den Spaß und den Kampf um Zeiten und Plätze. Ihren Sieg aus dem letzten Jahr wiederholte Silke in 3:32min. Sie behauptete sich vor Caroline, die wiederum in 3:36min - in einem Familien internen Wettstreit - Mutter Raileen (3:41min) auf Abstand halten konnte. Bei der Auswertung der Ergebnisliste fällt auf, dass der überwiegende Teil eine neue persönliche Bestzeit lief. Bei allen Teilnehmer(inne)n, die über diese Distanz ihre Premiere feierten, ergibt sich zwangsläufig eine neue Bestzeit. Sie ist bereits in die aktuelle Bestenliste eingepflegt und steht ebenfalls schon im persönlichen Sportlerportrait.

!!Unsere Männer lieferten sich einen harten Kampf, bis auf der Zielgeraden dann doch Andreas am längeren Hebel saß. Er musste sich strecken und sogar seine bisherige Bestmarke von 2:42min aus dem Jahr 2003 einstellen. Zwei Sekunden hinter ihm verfügte Michael gegen Ende des harten Wettkampfes noch über genügend Power, um den aufstrebenden Christian E. (2:45min) wenigstens dieses Jahr noch im Zaume zu halten. Ecki schrammte nur mit einer Sekunde an seiner bisherigen besten Marke vorbei. Und dann kam auch schon Namensvetter Christian H. und besorgte sich mit 2:51min ebenfalls eine neue Hausnummer über 1000m. Unter der drei Minuten Marke blieb noch Etienne, der hier erstmals ein Rennen über diese Strecke bewältigte. Nach seinem harten Marathon vom Sonntag ließ sich Manni überhaupt nichts anmerken. Er löschte seine fünf Jahre alte Zeit endlich aus dem Register. Trotzdem sind die abgelieferten 3:11min keine Zeit, über die wir uns länger unterhalten sollten. Beim nächsten Mal kommst du ausgeruht auf die Bahn und läufst eine Zeit, die zu deinen restlichen passt! Begeistert haben am Mittwochabend auf jeden Fall die Jüngsten. Sie hatten sichtlich Freude, genossen das Training unter Wettkampfbedingungen und sorgten auch noch für starke Leistungen. Am kommenden Mittwoch werden wir dann sehen, was diese Ergebnisse beim Verfolgungsrennen über 3000m wert sind. Die von Wolfi ins Spiel gebrachte Gundersen-Methode könnte nämlich dazu führen, dass es beim Zieleinlauf nach siebeneinhalb Runden turbulent und richtig eng zugeht. In umgekehrter Reihenfolge schickt er die 1000m Läufer(innen) dieser Woche los, mit dem dreifachen Zeitrückstand zum jeweils Nächsten. Denkbar ist durchaus, dass der kleine spritzige Lenni auf der letzten Runde tatsächlich darum kämpft, noch vor Andreas oder Michael einzulaufen. Der Reiz an diesem Wettbewerb liegt darin, dass wirklich jede(r) gewinnen kann. Darum benötigt Wolfi mehr Helfer(innen) als in dieser Woche! Hier nochmal die Links zur Ergebnisliste und zur Fotoserie.

17.07.2008 Quelle Challenge Roth - miserable äußeren Bedingungen, aber klasse Leistungen
Von diesen Erlebnissen werden sie vermutlich noch ihren Enkeln erzählen. Kaum zu fassen, was in der Vorbereitung und während eines Langdistanz-Triathlons so alles passieren kann. Das Faszinierende daran ist für mich allerdings die Art und Weise, wie aufkommende Probleme bewältigt werden und der Blick wieder nach vorne gerichtet wird. Triathleten sind sehr penibel, unheimlich ehrgeizig und geben erst dann auf, wenn wirklich nichts mehr geht. Das letzte Wochenende verlangte von unseren Eisenmännern in Roth wirklich alles, mental und im physischen Bereich. Die Challenge existiert seit nunmehr 21 Jahren, wenn man die Ironman-Wettbewerbe mitrechnet. Und noch nie machte das Wetter solche Kapriolen wie am Sonntag. Den einzigen TSG-Starter über die komplette Distanz, Peter Hufgard - ziehen solche außergewöhnlichen Events anscheinend an. Bei seiner IM-Premiere in Frankfurt vor zwei Jahren erlebte er Europa weit den ersten Neoverbot - und kam damals nach sehr starken 10:55:16h durch. In Roth kam diesmal alles zusammen, was man an solchen Tagen überhaupt nicht braucht. Eisige Kälte, Dauerregen mit Gewitter, schwächelnde Zuschauer an den verregneten Strecken und zwischendurch totale körperliche und auch geistige Erschöpfung. Peters IQ schrumpfte auf der unwahrscheinlich strapaziösen Radtour nach eigenem Bekunden auf sehr bedenkliche Maße. Was er in den Tagen vorher, während des Rennens und nach dem emotionalen Finish erlebte, darüber lässt er sich in seinem Rekord verdächtigen Blog umfassend aus. Weil ich von seinen Erlebnissen keines auslassen möchte, bitte ich euch, einfach in Peters blog zu wechseln. Dort interessierten mich im Vorfeld seine gesteckten Ziele, die rückblickend verblüffen. Dass er seine Bestzeit steigern wollte, ist klar. Für die 3800m im Rhein-Main-Donau-Kanal genehmigte er sich theoretische 1:10:00h. Als er am Sonntagmorgen endlich wieder Boden unter den Füßen verspürte und das Wasser verließ, hielt er die Zwischenzeit fest: genau 1:10:00 und keine Sekunde mehr. Die tatsächliche Splitzeit lag fünf Sekunden darüber, weil Peter dann erst die Zeitmatte überquerte. Der Laie würde von Glück oder Zufall reden. Aber wir, seine Teamkollegen, sprechen von realistischer Selbsteinschätzung. Den Beweis für seine punktgenauen Prognosen lieferte er erneut auf dem folgenden 180km langen Radkurs. Nach 5:24:47h stieg er in der Wechselzone vom Rad, veranschlagt hatte er lediglich dreizehn Sekunden mehr. Der penible Peter merkte sich in der Vorbereitungsphase jeden Kanaldeckel, jede Kurve und jeden Anstieg - er wäre blind durchgekommen. Obwohl sich das jetzt alles so leicht liest, in Peters selbst verfasstem, recht kurzweiligen und humorvollen Bericht kann jeder nachvollziehen, wie schlimm es ihm wirklich ergangen ist. Er bittet im Prolog um Verständnis, weil seine Zeilen noch unter dem Einfluss von zahlreichen Endorphinchen verfasst wurden und daher recht umfangreich und emotional wirken. Auf der Marathonstrecke motivierte er sich nochmal selbst - das kann er! Auch hier fällt seine bisherige Bestmarke. Er bleibt zusätzliche sechs Minuten unterhalb seiner Vorhersage und legt die 42,2km in 3:39:42h zurück. So kommt am Ende eine für ihn vorher unvorstellbare Gesamtzeit von 10:19:31h zustande. Mit dieser grandiosen Leistung rutscht der sympatische Peter in unserer Ironman-Bestenliste, die aktuell 25 Mitglieder umfasst, bis auf Rang dreizehn vor. Die komplette Belegschaft zieht andächtig den Hut.

Die Hiobsbotschaft erreichte Manni Scherer am Freitagabend. In seiner Staffel fiel Radfahrer Michael Lux urplötzlich wegen eines Autounfalls aus. Die ersten Befürchtungen bestätigten sich zwar nicht, doch Michael wurde ruhig gestellt und durfte mit Halskrause versehen das Krankenhaus verlassen. An Sport ist jetzt nicht zu denken. Wir wünschen ihm eine schnelle Genesung. Im Team Main AusdauerShop herrschte dann helle Aufregung. Tom Ehrhardt stand als Schwimmer parat und Manni hatte sich eine starke Zeit auf der Marathondistanz vorgenommen - und jetzt das. Wo schafft man nun einen adäquaten Biker her, der aus dem Stand schnell mal 180 Kilometer fährt, auf vermutlich nasser Strecke und möglichst genau in fünf Stunden? Manni: "es ist doch schön, wenn man gute Freunde hat, die auf diesem Niveau fahren können". Der gute Freund Arnd Hille zögerte nicht und rettete mit seinem selbstlosen Einsatz die hoch motivierte Staffel. Papierkram musste erledigt werden, Haftungsfreistellung oder so. Die Autobahn war dicht, weil Holland und Belgien anscheinend gemeinsam zum Urlaub aufbrachen. Manni telefonierte wegen der Abholung der Startunterlagen mit der Chefin der Meldestelle: wir kommen, aber später. Schwimmer Tom sollte aus Startgruppe zwei nach eins wechseln. Die Ummeldung funktionierte nicht und das sollte sich später noch rächen. Nach kurzer Nacht warteten die Staffelmitglieder bei stetigem Regen gespannt auf Toms Schwimmstart. Er entschloss sich, mit der ersten Gruppe zu starten, weil er keine Lust hatte, durch 300 Kappen zu schwimmen. Als Elfter verließ er nach knapp 48:15min den Kanal und Arnd begab sich auf die Regentour durchs Frankenland. Zwei Mal sahen sie Arnd auf der Strecke, dann begab sich Manni Richtung Wechselzone. Glücklicherweise hörte der Regen auf und er konnte sich im Trockenen umziehen und auf seinen zuverlässigen Teamkollegen warten. Und der brachte pünktlich nach fünf Stunden sein Rad in die Wechselzone. Allerdings konnte er nicht verhindern, dass der Staffel eine Zeitstrafe von acht Minuten aufgebrummt wurde. Grund: Tom war unerlaubt in der ersten Startgruppe geschwommen. Strafzeiten addiert man üblicherweise auf die Radzeit - ärgerlich.

Davon wusste Manni natürlich noch nichts, als er seinen ersten Kilometer in Angriff nahm. Er registrierte allerdings genau, dass ungefähr zwanzig Staffelläufer schon vor ihm unterwegs waren. Die Strecke kannte er noch recht gut vom Vorjahr, als er die komplette Langdistanz in 9:46:57h abriss - und wusste also, was auf ihn zukam. "Zu Beginn lief es dann aber erst mal gar nicht so nach Plan", denn die ersten 10km legte er in 39:35min zurück. Die nächsten zehn machte er eine gute Minute schneller und konzentrierte sich jetzt schon auf die Läufer mit einem "S" auf der Wade. So konnte man die Staffelläufer von den vielen hundert Einzelkämpfern unterscheiden. Und Mannis Spaß wuchs mit dem Überholen. "Am letzten Wendepunkt, kurz vor Kilometer 30, konnte ich die Abstände und Platzierungen feststellen", somit hatte Manni keinen Grund, Tempo rauszunehmen. Der dritte Zehner verbrauchte 39:11min, ein Schnitt von 3:55 - trotz Anstieg. Mit einsetzendem Regen wurde der Schritt zäher, leichte Krämpfe in der Magengegend machten das Ganze nicht einfacher. "Egal, ich laufe ja nur den Marathon. Alle anderen haben schon wesentlich mehr hinter sich", so versucht sich Manni selbst aufzubauen. Bei Marke 33 gibts einen kurzen Smalltalk mit Peter, der ihm sehr locker vorkommt und super läuft. Der Spaßvogel verabschiedet sich gleich von seinem Abteilungsleiter: "Los Manni, Endbeschleunigung - und halt mir schon mal ein Erdinger bereit“. Bei Kilometer 38 überholt Manni den letzten Staffelläufer. Nach seiner Rechnung müsste die eigene Staffel jetzt auf Platz sechs oder sieben liegen. "Und dann kam mehr Wasser vom Himmel, als bei uns aus der Dusche, und er hetzte so schnell es ging Richtung Ziel. Auf der Zielgeraden gesellte sich dann Tom zu ihm (s. Foto links) und nach 2:41:28h überquert ein völlig ausgelaugter und überglücklicher Marathoni die Ziellinie und wird von seinen Freundinnen und Freunden zur Bestzeit beglückwünscht. Doch der Sportsmann Manni wiegelt ab: "die Bestzeit lasse ich nicht gelten, da die Strecke leider ein paar hundert Meter zu kurz war, da ist mein Garmin unbestechlich….". Er bedankt sich ausdrücklich bei Freund Harald, einem Betreuer erster Güte und verleiht ihm den außergewöhnlichen Titel eines Super-TSG-Spotters. Übrigens, ein Spotter ist eine Person, die sich mit dem gezielten Beobachten von Objekten oder Phänomenen beschäftigt (Wikipedia). Hier die Ergebnisliste aus unserer Sicht. Im Bilderalbum liegt eine Fotoserie, die verschiedene Fotografen lieferten.

16.07.2008 Schnellster Ultra-Triathlon der Welt - der Datterich ist ein Riesenmannschaftsspaß
Dieser Ultratriathlon in Darmstadt ist in erster Linie ein Spaßevent für Zehnerteams. Damit am Ende alle Mannschaften etwas zu lachen haben, darf sogar ein elftes Teammitglied mit an den Start gehen. Falls nämlich mal einer ausfällt, müssen die restlichen neun nicht weinen und haben sich auch nicht umsonst gequält. Jedes Mannschaftsmitglied hat exakt ein Zehntel der Ironmandistanz zu bewältigen, also 380m zu schwimmen, 18km auf dem Rad zurückzulegen und zuletzt noch 4219,5m zu laufen. Jedes Team startet als Kollektiv im Rhythmus von jeweils fünfzehn Minuten. Zunächst sollte man mal etwas zu diesem komischen Namen Datterich sagen. Es handelt sich hier um einen genialen Schnorrer aus der Biedermeierzeit (erste Hälfte des 19. Jahrhunderts). Und dieser versoffene, entlassene Finanzbeamte ist also Namensgeber eines solch riesigen Events. Mir ist er mit folgendem Zitat gut in Erinnerung geblieben: "Isch hab schon de ganze Tag über so en verschteckte Dorscht". Am Samstag beteiligten sich am diesjährigen Datterich auch drei Mitglieder unseres Teams. Wie sie zu diesem eigenartigen Wettbewerb kamen, ist wieder eine besondere Geschichte und die erzählte mir Manfred. Ihr wisst schon, der mit den Crocks und mit diesen seltsamen Fahrrädern. Zwei seiner Liegebikes sind vom Typ Pino und haben sogar ein eigenes Forum im Netz. Auf diesem Weg stieß unser Laufpate auf eine Pinomannschaft, die mit ihren Stufentandems diesen Triathlon bestreiten wollte. Lediglich zwei Mann oder Frauen fehlten ihnen noch zum totalen Glück und der Chance, gemeinsam die Ironmandistanz zu überwinden. Pinofreak Manfred erinnerte sich sofort an Stefan Schlett, der schon ausreichend Dattericherfahrung gesammelt hatte. Dieser sagte spontan zu, obwohl er seiner chinesischen Freundin Zheng, die zu einem verlängerten Wochenende aus Paris angereist war, eigentlich mehr Zeit widmen wollte. Aber so ist er halt, der Schlett. Als Einzelfahrer bzw. Ersatzmann stieg Stefan Günther noch mit ins Boot, der auch schon fünf Mal beim Heinerman in Darmstadt gestartet war, also ein alter Datterichhase ist. Geschwommen wurde im Hochschulstadion. Dort schwamm die leicht verrückte Truppe mit Heliumballons, um die angeblich die Wasserlage zu verbessern. Die sollten nämlich die verbotenen Neos kompensieren. Der Versuch brachte allerdings keine verwertbaren Ergebnisse und sollte nicht so ernst genommen werden. Einzig und allein Stefan G. schwamm so schnell wie immer, entstieg als erster nach 380m dem Becken und begab sich zügig auf die Radstrecke. Die anderen zehn kämpften mehr oder weniger gegen den Ballonwiderstand.

Sie trafen sich gemeinsam in der Wechselzone, trockneten sich schön ab und legten dann ordnungsgemäß ihre Fahrradkleidung an. Als sie ihre fünf Pinos gemeinsam auf die für den öffentlichen Verkehr gesperrte Radstrecke auf der Lichtwiese schoben, rauschte Stefan G. bereits über die vorletzte der vier Runden. Ultrastefan und Manfred schlugen auf ihrem Stufentandem erstmal ein scharfes Tempo ein, mit Spitzen um die 50km/h und überrundeten die eigenen Teammitglieder ein- oder auch zwei Mal. Die Srecke auf dem Unigelände verlief komplett in Schleifen und Spitzkehren und ließ sich nicht gerade einfach fahren. In einer Boxengasse mussten sie dann gemäß Rennstallorder auf das Nachzügler Team warten, um dann gemeinsam die letzte Runde im Konvoi zu fahren. Für das forsche Duo sollte es die fünfte Runde von eigentlich vier werden. "Aber nur so konnten wir auf Betriebstemperatur bleiben", berichtet Manfred, der anschließend auf der etwas mehr als vier Kilometer langen Laufstrecke noch einen besonderen Auftritt haben sollte. Eine verletzte Teamkollegin schwächelte auf den letzten 400 Metern. Der überaus starke Manfred schulterte sie und marschierte so ins Ziel. Der Sonderpreis für Originalität und den letzten Platz mit über 20 Stunden Gesamtzeit war dem Team Pinonautas aber ganz sicher. "Dafür, dass wir uns nur aus dem Internet kannten, hatten wir unheimlich viel Spaß", meint Manfred. Stefan G. landete übrigens nach einem engagierten Rennen und 58:04min auf Gesamtplatz 95. Das will unter 1800 Starter(inne)n was heißen. Letztendlich hatte die ganze Angelegenheit noch einen schönen Nebeneffekt, weil Ultrastefan jetzt wider Erwarten doch noch einen Triatlon für Alois' Zehnkampfwertung liefern konnte. Seine Zeit von 2:08:16h bringt - gemessen an der Siegerzeit von 51:04min - allerdings nur mickrige Pünktchen. Hier die Ergebnisliste und eine schöne Fotoserie, aus der der Spaß ersichtlich wird.

14.07.2008 "SEFRA rennt - gegen Gewalt!" - die TSG Kleinostheim rannte mit
Zum vierten Mal veranstaltete SEFRA (Selbsthilfe- und Beratungszentrum und Notruf für Frauen in Aschaffenburg) gestern den Aschaffenburger Stadtlauf und zum vierten Mal stellten sich sowohl Frauen als auch Männer unserer Abteilung in den Dienst dieses Vereins und damit dem Thema der betroffenen Frauen. Genau 128 männliche sowie 123 weibliche Teilnehmer erreichten insgesamt - bei idealen Läuferbedingungen - das Ziel am Aschaffenburger Schloss. Das erklärte Ziel liegt bei gut 400 Teilnehmern, den ziemlich genau so viele Frauen suchten im Zeitraum von zwölf Monaten diese Einrichtung auf. Hauptsächlich ging es am Sonntagmorgen ums Mitmachen, weniger um neue Rekorde. Doch spätestens mit dem Startschuss erwachte natürlich auch der sportliche Ehrgeiz und es ging ordentlich zur Sache. Für seinen Arbeitgeber, die Polizeiinspektion Aschaffenburg, ging Abonnementsieger Uwe Reinke an den Start. Der vor ihm mit der Pfeife trillernde Führungsradfahrer hatte alle Mühe, die Zuschauer aus dem Weg zu räumen, um dem überlegenen Sieger die Strecke frei zu machen. Zwanzig Sekunden früher als im Vorjahr erreichte er nach 20:30min das Ziel. Von der Polizeiinspektion Offenbach reiste Armin Endres zur Unterstützung an und zeigte Flagge. Unser elfköpfiges Team landete sechs Mal auf dem Treppchen und stellte mit Lennard (Jg.2000), der von seiner kompletten Familie begleitet wurde, und Alois (Jg.1941), vermutlich den jüngsten und ältesten Läufer. Extremsportler Stefan ließ sich nicht zweimal rufen, wenn er schon mal im Lande ist. Das Main-Echo berichtet heute, dass sogar ein Vater seinen Nachwuchs im Kunderwagen dabei hatte. Im Umkreis von mehreren hundert Kilometern weiß doch inzwischen jeder, dass es sich dabei um Manfred mit Sohn Tim im Babyjogger handelt. Glück hatte unsere Truppe auch noch, weil im Rahmen seines Gewichtsreduktionsplans unser Fotograf Eckhard gestern Morgen eine kleine Fahrradtour nach Aschaffenburg unternahm und rein zufällig beim Sefralauf vorbei kam. Weil er seine digitale Spiegelreflex anscheinend immer und überall mit sich führt, kamen wir unverhofft zu einer tollen Fotoserie. Hier noch die Ergebnisliste mit den Zeiten unseres Teams.

13.07.2008 Neue Bestzeit beim Mörfelder Abendwaldlauf für Ancela Muth
Bei idealem Laufwetter trug gestern die LG Mörfelden-Walldorf im Rahmen des Rosbacher Main-Lauf-Cups ihren 14. Abendwaldlauf aus. Mit 360 Teilnehmern auf der 10km-Strecke konnte der Veranstalter auf eines der besten Meldergebnisse der letzten Jahre verweisen. Auf der neu vermessenen Strecke lief Ancela erneut persönliche Bestzeit und behauptete in der Main-Lauf-Cup-Wertung nach wie vor den ersten Platz in ihrer Altersklasse W40. Die alte Marke verbesserte sie um mehr als eine Minute und steht jetzt bei 50:56min. Damit klettert sie natürlich in der internen Bestenliste einige Ränge nach vorne. "Ich war gut drauf, doch in der AK-Wertung reichte es diesmal nur zu Rang zehn". In der Tat war des Damenfeld in Mörfelden ziemlich stark besetzt. In der Gesamtwertung der Frauen rutschte Ancela mittlerweile auf Platz sechs vor. Der nächste Lauf für die Cupwertung wird Ende Juli in Hausen gestartet. Unsere Teamkollegin hat für den Halbmarathon gemeldet: "Die Jagd nach vorn geht weiter...". Nach einer kurzen Regenerationphase konnte man sie heute Vormittag schon wieder beim Aschaffenburger SEFRA-Lauf über die Piste fliegen sehen. Sie lief dort sage und schreibe sechs Minuten schneller als im Vorjahr. Hier die Ergebnisliste von Mörfelden mit dem Link zum Veranstalter.

13.07.2008 Svenja Karl verstärkt unser Triathlon-Jugendteam
Diese Vorstellung haben wir beinahe verschwitzt. Als sich unser neues Mitglied Svenja Karl beim Süwag-Triathlon sehr engagiert präsentierte, fragten sich etliche Helfer, wer denn die junge Dame im weißblauen Outfit sei. Diesem Mangel schaffen wir nun Abhilfe und sorgen für Aufklärung. Mit ihren Eltern und dem zehnjährigen Bruder Moritz lebt Svenja in Kahl. Sie ist ausgerechnet heute 16 Jahre alt geworden (herzlichen Glückwunsch) und besucht das Kreuzburg Gymnasium in Großkrotzenburg. Im dortigen Schwimmbad begann sie bereits vor zehn Jahren mit dem Leistungsschwimmen. Damals glaubte ihr Trainer noch, er hätte es hier mit einem hoffnungslosen Fall zu tun, denn unsere neue Teamkollegin durfte wegen mehrerer Ohrenoperationen weder tauchen noch vom Startblock springen. Mit der sechsten und letzten OP wurde dieses Problem letztendlich behoben und in der Folge änderte sich auch die Einschätzung des Trainers. Kein Wunder, denn die ersten Erfolge stellten sich ein. Svenja holt 2004 und 2005 den Kreismeistertitel über 50, 100 und 200m Brust, schaffte auch 2006 das oberste Treppchen auf Kreisebene über 100 und 200m und im vergangenen Jahr fügte sie ihrer Titelsammlung weitere Medaillen hinzu. "Laufen war für mich eigentlich kein Thema", erklärt sie und fügt hinzu, dass "das Bild, das ich vom Laufen hatte, lediglich aus den 50m Sprints bei den Bundesjugendspielen in der Grundschule bestand und somit weniger verlockend war". Die Gymnasiastin interessierte sich mehr für längere Läufe. Mehrere Lauftreffs lehnten ihre Beteiligung ab, weils sie mit zehn Jahren noch zu klein und jung sei. Zum Glück gibt es noch mitfühlende Väter, denn "meinem Vater fiel nun die ehrenvolle Aufgabe zu, mich bei meinen Läufen auf dem Fahrrad zu begleiten". Im Sommer letzten Jahres beabsichtigte Svenja ernsthafter in das Laufen einzusteigen und suchte deshalb Gleichgesinnte und "die fand ich bei der TSG Kleinostheim". Den Tipp lieferte übrigens eine kluge Kollegin des Herrn Papa. Während ihrer Sommerferien lief Svenja regelmäßig und ist heute dankbar, "dass man mich so herzlich aufgenommen hat". Wer so gut schwimmen kann und das Laufen sogar zum Lieblingssport kürt, der hat nicht mehr weit zum Triathlon. Und so kam es, "dass ich beim Süwag-Triathlon das schönste Erlebnis meines bisherigen Sportlerlebens hatte". In unserem Jugendteam fand sie schnell Anschluss und hat sich inzwischen mit Silke und Caroline beim Alzenauer Triathlon (600m/22,8km/6,3km) für die Staffel angemeldet. Zu ihren sportlichen Interessen gehören außerdem noch Windsurfen und Skifahren, was sich jedoch meistens auf den Urlaub beschränkt.

12.07.2008 Bernie ruft und 27 Teamkolleg(inn)en kommen zum Strietwälder Crosslauf
Es war kollektive Ehrensache, einen Mannschaftskameraden aktiv zu unterstützen. Der Schneider Bernie zeigte - mit seinem Team von der SG Strietwald - schon im letzten Jahr allen, wie man ruckzuck einen neuen Crosslauf aus der Tasche zaubert. Alles Neue hat seinen Reiz. Heuer allerdings prognostizierten die Wetterpropheten im Vorfeld bedeutend schlechtere Verhältnisse als bei der Premiere. Und die meisten Läufer(innen), das wissen wir aus der Erfahrung, entscheiden sich relativ kurzfristig für ein Rennen. Der Freitagstermin liegt zwar optimal und passt vielen ins Trainingsprogramm. Doch Alternativen bietet das anschließende Wochenende allemal. Aber sie kamen in Strömen und belohnten somit eindeutig die Mühen der Sportgemeinschaft. Ein Drittel Crosser(innen) kamen mehr als im Vorjahr, somit wurde die 200er Grenze bereits überschritten. Aus unserer Abteilung sah der Macher insgesamt 27 seiner Freundinnen und Freunde an der Startlinie. Sie brachten eine ganze Reihe Fans mit, Betreuer und Fotografen, sowie Teamkollegen, die erst am Wochenende ins sportliche Geschehen eingreifen werden. Kurz nach halbsieben gestern Abend durften die Schüler über 1000m ihre Meister ermitteln. Von uns starteten drei Sprösslinge von gestandenen Ausdauersportler(inne)n und erreichten achtbare Ergebnisse. Sie ließen sich vom immer stärker aufkommenden Regen nicht irritieren. Im darauf folgenden Jugendlauf begleiteten zwei junge Männer auf der 2000m lagen Wendepunktstrecke zwei unserer jungen Damen. Der Jüngste im Kader, Bernies energischer Spross Tom Luca, lief die schnellste Zeit und blieb unter acht Minuten.

Pünktlich zum Hauptlauf stellte der Veranstalter freundlicherweise den Regen ab und schickte das große Feld auf eine recht anspruchsvolle 10km Strecke. Über den voraussichtlichen Sieger brauchte man sich im Vorfeld überhaupt nicht unterhalten. Man tats aber trotzdem, denn es lohnt sich immer, über die großartigen Leistungen und das sportliche Auftreten eines Andreas Heilmann zu reden. Er wird nicht nur mir bei der Berichterstattung fehlen, wenn er bald nach Boston geht, um zu promovieren. Einen Trost gibt es allerdings, denn ich weiß, dass Andreas direkt an der Marathonstrecke wohnt und sein Mitbewohner über 42,2km bei 2:40h steht. Freuen wir uns heute schon auf Texte und Ergebnisse aus dieser amerikanischen Läuferhochburg. Nach 33:34min erfüllte unser Aushängeschild die in ihn gesetzten Erwartungen und war danach voll des Lobes über die landschaftlich schöne, aber schwierige Streckenauswahl durch den Strietwälder Wald. Am Dienstag beim Lauftreff liefen wir auf unserer angestammten Runde - in entgegengesetzter Richtung - schon mal einen Teil dieses crossigen Kurses ab. Für uns war die Frage, wer als nächster hinter dem Favoriten auftaucht. Es war, nicht zu unserer Überraschung, der wiedererstarkte Thomas, der sich gegenüber dem stark auftrumpfenden Jens einen Vorteil verschaffen konnte und Gesamtzweiter wird. Nicht der tolle vierte Platz von Jens verblüfft uns, sondern die Klassezeit von 37:35min, die ihn in die Nähe seiner persönlichen Bestzeit bringt. Eine solche Leistung auf diesem hügeligen Tearrain verleitet mich zu einer realistischen Prognose für flaches Geläuf - und die liegt eindeutig im niedrigen 36er Bereich. In der M50 holt sich Wolfi überlegen in 38:46min den Titel und im vorderen Feld (40.24) turnte auch noch der hyperaktive Stefan herum, der eigentlich seine Ironmanwunden lecken sollte. Ist eine ordentliche Regeneration bei diesen jungen Reißern überhaupt nicht wichtig? Erwähnenswert ist auch die Leistung von Michael. Er lieferte nach meiner Kenntnis das erste 10km-Ergebnis für sein Sportlerportrait ab. Seine glatten 43 Minuten auf sehr crossigem Gelände sind höher zu bewerten.

Die zweite Frau im Gesamtfeld hieß erwartungsgemäß Raileen. Auch sie musste zuerst den Anstieg zum Nordfriedhof bewältigen, um sich dann auf dem Weg in Kleinostheimer Gefilde etwas zu regenerieren. Auf dem Foto links scheint es so, als ob sie das Kommando über sämtliche Männer übernommen hätte. Der engagierte Trompeter bei Kilometer sieben mobilisierte auch sie für den anstrengendsten Part über eine steile Passage ins Steinbachtal. Hier mussten die letzten Reserven herausgekitzelt werden, bevor es dann über eine längere Passage hinab zum Zieleinlauf ins SG-Stadion ging. Der jüngste Teilnehmer kommt ebenfalls aus unserem Hause, heißt Christian und gewinnt souverän seine Altersklasse in 41:41min. Ebenfalls AK-Siege fahren Birgit (W45) und Ingrid (W50) ein. Besonders erwähnen muss man die zügige Zusammenstellung der Endergebnisse im Netz, die Berichterstattung und Präsentation der erstklassigen Fotos. Beim Prüfen der Bildergalerie wurde offensichtlich, dass wir vom gleichen Fotografen profitieren. Eckhard Hippler sorgte wieder für bleibende Erinnerungen und entwickelt sich in unserer Abteilung immer mehr zu einem unverzichtbaren Leistungsträger. Hier seine Fotoserie, die um eine Menge Aufnahmen von Manni erweitert wurde. Letzterer begnügte sich mit der Zuschauerrolle und freut sich auf seinen Marathon bei der morgigen Challenge Roth. Hier die Ergebnisliste und der Hinweis, dass am 10.07.2009 der dritte Crosslauf ansteht.

12.07.2008 Am kommenden Mittwoch geht es wieder zweieinhalb Mal rund
Die Kunststoffbahn in Großwelzheim wird am nächsten Mittwoch, 16.07. wieder Ausstragungsort des beliebten vereinsinternen 1000m Laufspektakels sein. Spätestens bis 18.00 Uhr sollten alle Interessenten zum Einlaufen erscheinen. Wolfi Höfer, der Verantwortliche und Initiator dieses Events spricht sogar von Anwesenheitspflicht, denn das Ergebnis fließt in unsere permanente Bestenliste ein. Der Startschuss fällt um 18:30 Uhr. Je nach Beteiligung werden die Läufer(innen) - entsprechend ihres Leistungsvermögens - auf mehrere Starts verteilt. Und wie wir unseren professionell arbeitenden Lauftrainer kennen, wartet er wieder mit einer Besonderheit auf: Um das Tempotraining auf der Bahn etwas interessanter zu gestalten, hat er für die Folgewoche (23.07) ein Verfolgungsrennen über 3000m oder siebeneinhalb Runden organisiert. Dabei werden alle Teilnehmer(innen) nach der Gundersen-Methode ins Rennen geschickt. Nach diesem Startmodus, der den Experten aus der Nordischen Kombination bekannt sein dürfte, gehen die Läufer(innen) mit den Zeitabständen ins Rennen, die aufgrund des 1000m Bahnlaufes errechnet wurden. Wer hier zuerst ins Ziel kommt, ist auch der Sieger des kombinierten Wettbewerbs. Das heißt, die Laufzeitdifferenzen aus dem ersten Lauf werden mit dem Faktor drei multipliziert. Und weil Wolfi die Laufhose auch nicht mit der Beißzange anzieht, gibt er schon vorab dezente Hinweise an eventuelle Mogler. Wer sich im ersten Rennen offensichtlich zuviel Zeit lässt, um sich für den Entscheidungslauf entsprechende Vorteile zu ergattern, dem setzt er die 1000m-Zeit nach dessen individueller körperlicher Verfassung persönlich fest. Denn gewinnen kann tatsächlich Jede/r! So wird ein Wettbewerb auf Augenhöhe zwischen Läufern unterschiedlicher Laufstärke möglich, so wie beim Golfhandicap. Rundenzähler, Zeitnehmer und sonstige Helfer werden natürlich benötigt, deshalb ergeht diese Einladung auch an diejenigen, die sich nicht aktiv beteiligen.

11.07.2008 Die erste Frau war ein Mann - Stefan führte Crissie zum EM-Titel und berichtet darüber
Nach einem Dutzend weltweiter Ironman-Happenings und dem (Üb)erleben von Double-, Triple-, Quadruple-, Quintuple-, Decatriathlons und Ultramans, wollte ich mich diesmal nicht als Aktiver, sondern als Helfer ins Schlachtgetümmel eines eisenharten Wettbewerbes einbringen. Der Tatort: Frankfurt, Ironman Europameisterschaft, Mainkai. Per Los wurde mir die Fahrradbegleitung der ersten Frau auf der Marathonstrecke zugeteilt. Dafür bekam ich ein T-Shirt in Leuchtfarbe übergestülpt, auf dessen Vorder- und Rückseite in großen Lettern 1. Frau prangte. Schon auf dem Fußweg zur Wechselzone erntete ich seltsame Blicke der Passanten: "Hey, bist du die erste Frau?" Antwort: "ja, ich stehe kurz vor einer Geschlechtsumwandlung“. Schon wenig später halte ich das Bike in der Hand, ausgestattet mit einem bunten Fähnchen an einer zwei Meter langen Stange und auf dem Lenker ein großes Schild: 1. Frau. Ich harre der Dinge die da kommen. Und da kommt sie schon, mit großem Vorsprung, die führende Frau – Chrissie Wellington. Wow! – die Weltmeisterin, die Triathlon-Senkrechtstarterin der letzten zwei Jahre! Ich werde nervös, der Puls bewegt sich Richtung Endspurtniveau. Nervös wird auch Mike-Mike (Mike Hamel) – Deutschlands populärster Kommentator in der Szene. Er springt über die Absperrung, kündigt den Superstar an, bringt die Zuschauermassen zum Toben – und outet mich (den Verrückten) noch schnell als Extremsportler...... mehr

10.07.2008 Sieben Teammitglieder erlebten beim Ironman Frankfurt ihren längsten Tag des Jahres
Um 6.45 Uhr begann am Sonntagmorgen am Langener Waldsee für 2300 Triathlet(inn)en der längste Tag des Jahres 2008. Darunter befanden sich wie im Vorjahr sieben Mitglieder aus dem Ausdauersport-Team unserer TSG Kleinostheim. Fünf davon trauten sich erstmals über die anspruchsvollen Distanzen 3800m/180km/42,195km. Sie mischten sich unter das erstklassig besetzte internationale Feld und genossen tatsächlich die Atmosphäre um die angetretene Weltelite. Gespannt waren die etwa dreißig Helfer(innen) aus unserem Team, die den letzten Verpflegungsstand auf der Laufstrecke, kurz vor dem Zielkorridor am Römerberg, zu bedienen hatten. Weitere einheimische Fangruppen verteilten sich über die einschlägigen markanten Punkte entlang der Rennstrecken bis hin zur restlos gefüllten Tribüne am Zieleinlauf. Sie unterstützten allesamt lautstark ihre Mannschaftskolleg(inn)en und trugen wesentlich zum Gelingen bei. Von einer reibungslosen Vorbereitung konnte man bei Roger zwar nicht sprechen. Was er im Wettkampf aber daraus machte, war aller Ehren wert. Trotz einer enorm kurzen Vorbereitung von maximal sieben Wochen, absolvierte er die insgesamt 226 Kilometer in 9:28:14h. Das bedeutet bei seinem elften Start über die Langdistanz seine zweitschnellste Zeit überhaupt. "Ich habe mich im Wettkampf wohlgefühlt und die Stimmung sehr genossen", erzählt der heuer stärkste Ironman Unterfrankens, für den die Hawaii-Qualifikation in diesem Jahr kein Thema war. Dass er im Schwimmen sogar eine persönliche Bestzeit ablieferte, überraschte ihn selbst. Mit 59:11min blieb er erstmals unter der magischen Stundengrenze. Die wegen vieler Bauarbeiten abgeänderte Radstrecke verlief nicht so rund wie sonst. Stellenweise kam starker Wind hinzu, dem sich diesmal kaum einer entziehen konnte. "Die Windschattenregeln wurden sehr streng kontrolliert. Somit kam es zu einem sauberen Rennen", stellt Roger fest. Berücksichtigt er alle Umstände, so darf er mit 5:03:42h für lange 180km wirklich zufrieden sein. Bis zur Hälfte des abschließenden Marathon lief es verdammt gut und er konnte viele Plätze gutmachen. Einige Magenkrämpfe nahmen ihm dann den Rhythmus und zwangen sogar zu gelegentlichen Gehpausen. In den netten Toilettenhäuschen entlang des Mains müssten einige Minuten liegen. Nach 9:28:14h gab es für Roger in Frankfurt ein glückliches Ende. "Mit meinem Rennen bin ich im Ganzen sehr zufrieden. Man muss erstmal ins Ziel kommen. Den perfekten Tag kann es nicht jedes Jahr geben. Es hat mich sehr gefreut, dass fast alle Freunde und Bekannte an der Strecke waren, um uns anzufeuern".

Seinen zweiten Angriff nach 2007 startete Markus am Sonntag. Die beruflichen Aufenthalte im eisigen Alaska ließen auch ihm in den letzten Monaten zu wenig Zeit und Gelegenheit zum Trainieren. Umso überraschender kam sein Erfolg: "Für mich war es ein absoluter Supertag". Alles hätten wir erwartet, aber keine neue Bestzeit. Denn die steigerte er mit 10:07:22h um zwölf Minuten gegenüber seiner Premiere. Und es mussten eigentlich noch mehr werden, denn beim Wechsel vom Rad zum Laufen erlebte er eine kleine Katastrophe. "Zuerst konnten die Helfer meinen Beutel nicht finden. Als sie in fanden, war er mit drei Knoten verschlossen, die sich erst nicht öffnen ließen. Als dann endlich das Zeug aus dem Beutel vor mir auf dem Boden lag, waren es gar nicht meine Laufsachen. Die Helfer hatten sich in der Nummer geirrt". Auch das gehört zu diesem Sport. Das Schwimmen beschrieb Markus als ziemlich ruhig. Er fand keinen Vergleich zur Massenschlägerei in Moret. Lediglich im engen Startbereich fand man so gut wie keinen Platz zum Schwimmen.  Die erste Wendemarke war aus dem Wasser heraus nicht zu erkennen und das ganze Feld orientierte sich an den gelben Bojen, die die Schwimmstrecke markierten. Die letzte Boje vor der Wendemarke gehörte jedoch schon zu dem Streckenabschnitt nach der Wende. "Und so lag die Wendemarke plötzlich ca. 50m rechts von uns. Das ganze Feld drehte ab und etliche Teilnehmer schwammen kreuz und quer herum". Das Feld verteilte sich dann doch noch und Markus ging nach 1:09:40h sehr zufrieden an Land. Der Wechsel funktionierte und auf dem Rad lief alles absolut super. "Ab Kilometer 150 nahm ich wegen des Gegenwindes Tempo raus. Ich hatte Angst, dass ich mich zu sehr verausgabe". Diese Vorsichtsmaßnahme erwies sich in der Folge als richtig. Nach sehr guten 5:12:44h auf dem Rennrad und dem eingangs beschriebenen misslungenen Wechsel fand der 34-jährige Dipl.Ing. doch noch seine Laufutensilien. Anfangs fühlte er sich gut, alles funktionierte super, bis Kilometer 22. Eigentlich wartete Markus die ganze Zeit schon auf den Einbruch, der wegen seines Trainingsdefizits förmlich in der Luft lag. Und dann kam er - ziemlich gewaltig. Die Beine wollten nicht mehr und er driftete auf einen Schnitt von 5:45 bis 6:00min/km ab. Schlimm für einen, der es eigentlich viel viel besser kann. Doch am Ende, als am Römerberg die Digitaluhr für ihn aufleuchtete, war alles wieder gut.

Auch Stefan erwischte einen richtig guten Tag, das Ergebnis spricht für sich. Mit dem Ablauf am Langener Waldsee kam er zurecht. Bis auf die Schläge zum Ellenbogen und Unterkiefer verlief der Kampf im Wasser recht human. Deshalb beschwert er sich auch nicht über die Zeit von 1:11:40h. Auf dem Radkurs hielt er sich bewusst zurück und erreichte somit locker seine selbst gesteckte Vorgabe. Er flog über die erste Runde und musste sich - wie viele andere - mit dem Wind auf Runde zwei beschäftigen. Nach erstklassigen 5:21:27h stieg er ab und nach einem gelungenem Wechsel begann er flott mit dem Laufen und brachte das erste Laufviertel in 46:46min hinter sich. "Das Laufen war geil, ich habe nur noch überholt". Voller Überschwang und mit der Gewissheit, erster unter den diesjährigen TSG-Rookies zu sein, genoss er den langen Einlauf im Frankfurter Zielkorridor. Nach einer unglaublichen Zeitspanne von 10:12:15h, die ihm vor Jahresfrist niemand von uns zugetraut hätte, beendete Stefan einen seiner härtesten Arbeitstage in seinem kurzen Leben. Als er am Dienstag auf der Lauftreffrunde schon wieder mit dabei war, profitierte er sicherlich noch von den vielen kleinen Endorphinchen in seinem strapazierten Körper. Zwei Wochen vor dem Ironman verstauchte sich Dirk beim Mountainbiken das Handgelenk und zog sich eine Knochenabsplitterung zu. "Ich hatte deswegen große Befürchtungen beim Schwimmen und Rad fahren". Doch durchs Wasser kam er relativ gut, "obwohl der schwimmende Start mir ganz schön heavy und anstrengend vorkam". Ich jedenfalls würde seine Leistung mit 1:04:48h als erstklassig bezeichnen, denn er entkam als zweiter TSGler bereits den Fluten des Waldsees. Auf dem Rad war Dirk mit einer Armschiene unterwegs und musste die kleineren Berge und Kopfsteinpflasterstrecken einarmig fahren, "aber es war trotzdem ein Riesenspaß". Beim Laufen hatte er dann null Probleme und fand alles einfach nur super. In der Vorbereitung besorgte er sich beim Bonner Marathon schnell noch eine persönliche Bestzeit, deshalb wussten wir, dass hier noch was geht. Und so war es dann auch. Die mitgereisten Schlachtenbummler sahen einen konstant laufenden Teamkollegen, der auch hier mit 3:29:23h die zweitbeste Teamzeit hinter Roger ablieferte. Keiner von uns wusste aber, was tatsächlich in ihm selbst vorging, denn "ich dachte manchmal sogar darüber nach, mal eine kurze Strecke zu gehen". Die Frankfurter Tribüne begrüßte ihn nach 10:22:54h, ein Klasseergebnis beim Einstieg in die Ironman-Scene. Am Montag fühlte sich Dirk schon wieder topfit und schreibt dies seinen fünf Hefeweizen zu, die er Sonntagabend ungeniert vertilgte. "Ich hatte einen geilen Rausch"!

Seine schönsten hundert Meter lief Oliver über den berühmten roten Teppich, als er die großen Ziffern ablesen konnte. Gleich bei seiner Premiere unter elf Stunden, genau 10:57:11! Dieses Ergebnis konnte er zu Beginn des Dreikampfes nicht unbedingt erwarten. Nach dem Start der Profis postierte er sich im hinteren Feld, nahe des Startpontons, um am Rand einigermaßen unbeschadet seine Bahn ziehen zu können. "Kurz vor dem Start kam dann deutliche Bewegung in das Teilnehmerfeld und plötzlich war ich mittendrin". Die Masse drückte sich am Ponton vorbei, an Schwimmen war zuerst mal nicht zu denken. Dann lief es recht gut und er kam einigernaßen über die erste Runde, wenn auch die übliche Prügelei an den Wendepunkten nicht ausblieb. Auf der zweiten Runde traf er auf hektische Teilnehmer, denen anscheinend die Orientierung verloren ging und kreuz und quer schwammen. Das schlug Oli so auf den Magen, dass er am letzten Wendepunkt eine Zwangspause einlegen musste. "Nach einem weiteren Stopp am Surfbrett einer DLRG-Helferin schleppte ich mich die letzten hundert Meter durchs Wasser". Nach neun langen Minuten in der Wechselzone beruhigte sich sein Magen und er stieg aufs Rad. Ab hier kam wieder alles ins Lot. Auf den letzten 30 Kilometern nahm Oli das Tempo raus, um sich aufs Laufen vorzubereiten. "Die ersten 20 Kilometer liefen sehr gut, dann wurde es recht zäh und ich rettete mich von einer Verpflegungsstation zur anderen".

"Nach acht Monaten intensiven Trainings ist es mir tatsächlich gelungen, meinen ersten Ironman zu finishen". Nach 12:38:43h überquerte Martin glücklich und zufrieden die Ziellinie. Er bedankt sich ausdrücklich bei seiner Trainerin Claudia für deren unermüdlichen Einsatz, ihm das Schwimmen beizubringen - und bei den netten und aufmerksamen Helfer(inne)n am TSG-Verpflegungsstand. Seine Schwimmzeit von 1:14:19h innerhalb eines solchen Wettkampfes wäre vor Jahresfrist für ihn undenkbar gewesen. Lediglich die wegen einer Baustelle um eineinhalb Kilometer verlängerte Radstrecke verhinderte eine Splitzeit von unter sechs Stunden. Hinzu kamen Muskelprobleme am Hartbreak-Hill in der zweiten Runde. Seine alte Fußballerverletzung am rechten Oberschenkel meldete sich zu einem ungünstigen Zeitpunkt und ließ während der kompletten Laufdistanz nicht mehr mit sich reden. Zu seiner peinlichen Wechselzeit von insgesamt 18 Minuten liefert Martin dann doch noch eine Erklärung . "Als Rookie habe ich mich natürlich nach dem Schwimmen im Wechselzelt komplett umgezogen. Man will ja keine Erkältung riskieren". Jaja, ist schon richtig, besonders bei älter werdenden Herren. Vergessen wir auch nicht den Hinweis auf die Pipi-Box, die er sowohl nach dem Schwimmen wie auch nach dem Rad fahren aufsuchte. Doch das war ihm ziemlich egal. Kein Wunder, weil das Fernziel lediglich aufs Finishen ausgerichtet war - und das hat er mehr als erreicht. "Der Einlauf ins Ziel, mit meinen beiden Jungs an der Hand, war der Höhepunkt des Tages".

Einzige Amazone in unserem diesjährigen Ironman-Team war Nette. Sie genoss dieses Privileg exakt 15:12:53h lang. Vermutlich war sie sogar die einzige Dame, die mit dem Handy unterwegs war. Sie nahm sogar Anrufe an und ließ sich drahtlos anfeuern. Allerdings bedauerte sie, dass sich das mobile Telefon auf der ersten Radrunde - nach einem Bad in Redbull - verabschiedete und sich erst am Dienstag wieder zum Dienst meldete. Sachen gibts. Der frühe Tag begann für sie erfreulich gut. Nette war nicht darauf aus, beim Schwimmstart eins auf die Nase zu bekommen und begann mit ihren Schwimmübungen erst einige Minuten nach dem Startschuss. Trotzdem bringt die Wasserratte diese erste Disziplin schon nach erstaunlich guten 1:16:12h zu Ende. Sie genoss tatsächlich auch den Landgang, der umsäumt war von einer riesigen Zuschauermenge und traf zwischendurch noch eine Bekannte. Auf dem Rad gab sie alles und war super zufrieden: "Es war mir egal, ob sich das beim Laufen rächt", äußert sie sich im Kamikaze- bzw. Harakiristil. Viele Freunde und Bekannte und sogar ihre Mutter mischten sich unter die vielen Zuschauer in Wachenbuchen am Hühnerberg und hielten Ausschau nach Nette Assmus, die auszog, eine richtige Ironwoman zu werden. Kurz vor 15 Uhr passierte sie zum zweiten und letzten Mal eine Wechselzone und ist mit ihrer bis dahin abgelieferten Leistung mehr als zufrieden, "weil ich dieses Jahr erst zweimal 160km Rad am Stück gefahren bin und auch sonst ein ziemliches Trainingsmotivationsloch hatte". Ihr persönliches Highlight auf dem Radkurs war the Hell in Hochstadt, "das war einfach genial". Dann begann für unser Energiebündel so langsam die Zeit nach dem Spaß. Bisher nie gekannte Krämpfe traten bereits nach zwei Laufkilometern auf. Ab jetzt wurden die Sanitätszelte zur Massage aufgesucht, insgesamt drei Mal. Nach zwanzig Kilometern machte sich eine alte Kriegsverletzung (O-Ton) bemerkbar. Der ehemalige Kreuzbandriss führte nach dieser langen Belastung nun zu Knieschmerzen. Nette begab sich langsam in einen emotionalen Ausnahmezustand, ließ sich von Arbeitskollegen und Freunden motivieren und finishte trotz mangelndem Training rechtzeitig am Römer. "Den Zieleinlauf habe ich genossen, das Publikum und die Stimmung - und das auch noch mit viel Spaß. Es war ein langer und bewegender Tag in meinem Leben".

Eine Bilderserie mit insgesamt mehr als hundert Fotos von mehreren TSG-Fotografen liegt bereits im Bilderalbum. Den weitaus größten Anteil lieferte wiederum der unermüdliche Eckhard, in verdammt guter Qualität. Außerdem stellt er seine Originaldateien auf Wunsch gerne zur Verfügung (natürlich kostenlos). Hier die Ergebnisliste unserer Starter mit allen Splitzeiten. Die interne Bestenliste aller unserer Ironman/Ironwoman ist bereits aktualisiert und besteht nunmehr aus 25 Mitgliedern. Die einzelnen Sportlerportraits werde ich im Laufe der Woche ebenfalls auf Vordermann bringen. Sollen Fotos erneuert werden, bitte ich um Rückmeldung. Damit sind nun die Defizite in der Berichterstattung weitgehend aufgeholt. Das kommt davon, wenn man seinem Webmaster eine Reise zum Rennsteig schenkt.

09.07.2008 Wenn Andreas Heilmann da ist, geht nichts
So äußerte sich Routinier Sebastiano Ilardi am Samstag in Marktheidenfeld anerkennend über die herausragende Leistung von Andreas Heilmann, der als amtierender Unterfränkischer Meister logischerweise mit der Startnummer 1 ins Titelrennen 2008 geschickt wurde. Andreas nahm sich für diesen Wettkampf eine schnelle Zeit vor. Vater Bernd stellte sich als Chauffeur zur Verfügung und transportierte neben dem erfolgreichen Sohn auch noch dessen schärfsten Konkurrenten, nämlich seinen Teamkollegen Michael Schrauder, der ihm jüngst einige knallharte Fights lieferte. Um die Chancen für die Mannschaftswertung hoch zu halten, gesellte sich Manni Scherer hinzu, der in dieser Saison sowieso noch etwas reißen wollte. Angeblich fiel bei ihm, der vor Roth eigentlich keinen Wettkampf mehr bestreiten wollte, die Entscheidung wegen der 20 Liter Bier für den Teamsieger. Das glaube ich ihm sofort. Die Mittagssonne brannte vom blauen Himmel und beeindruckte manchen Läufer. "Obwohl ich Wärme mag, haben drei Wasserbecher nicht mal bei mir gereicht, um die Betriebstemperatur abzusenken", beschreibt Andreas die schwierigen äußeren Umstände. Er hätte sich eine Wasserstelle mehr gewünscht und auch eine spätere Startzeit, bescheinigt aber der veranstaltenden Leichtathletik-Abteilung des TV Marktheidenfeld eine gute Organisation und eine kurzweilige Laufrunde. Auf diesem welligen 2,5km-Kurs, der im Stadtgebiet vier mal zu durchlaufen war, sorgte unser frischer Diplom-Molekularmediziner ziemlich früh für geregelte Verhältnisse. An den Anstiegen ließ er - trotz separaten Hügeltrainings - stets etwa zehn Sekunden je Kilometer liegen. Um eine bessere Zeit als diese 32:46min zu erreichen, wäre der Sog einer Gruppe unbedingt notwendig gewesen. "Ich hätte schneller laufen können, wenn ich mehr Druck gehabt hätte". Die vielen Zuschauer spendeten dem neuen Titelträger im 10km-Straßenlauf Runde für Runde den gebührenden Applaus und sahen ihn im Stadion am Äußeren Ring ungefährdet als Sieger über die Ziellinie rauschen. Ebenso sicher holte sich Studienrat Michael die Vizemeisterschaft. Seinen stärker werdenden Teamkameraden ließ er nach etwa zwei Kilometern langsam ziehen und konzentrierte sich darauf, die starken Konkurrenten vom RV Wombach in Schach zu halten. Mit zunehmender Renndauer erging es ihm genau wie Andreas. Mit zunehmendem Vorsprung bestritt jeder über eine längere Distanz ein einsames Rennen. Im Ziel lag der gelernte Mittelstreckler nach 34:17min fast eine Minute vor dem Drittplatzierten.

Manni schoss dann den Vogel ab
Ihn störten weder Hitze, noch der anspruchsvolle Rundkurs und auch nicht die kleinen Schikanen, die von überrundeten Läufern unbewusst aufgebaut wurden. Schon in Runde eins erkannte Manni die sich bietende Chance. Diese Laufstrecke war exakt auf ihn zugeschnitten. Die Anstiege relativ kurz und mit Druck und etwas Power schnell zu meistern. Auf den langen leichten Gefällstücken ließ er es rollen und erholte sich bei hohem Tempo. Kurz erschrocken war er dann doch beim Blick auf die unbestechliche Uhr. Nur 3:23min für den letzten Kilometer. Doch der Mann mit den unverkennbaren kurzen Schritten, allerdings in überhöhter Frequenz, fand für sich gleich eine nachvollziehbare Erklärung: "es ging ja leicht bergab". Um ihn herum befanden sich lauter bekannte Gesichter, die bisher alle schneller waren als er. Im Rennverlauf merkte er dann bald, dass er jetzt in der Lage war, diese Missstände endlich zu beheben. Die 5000m Durchgangszeit von 17:25min signalisierte ihm Verschiedenes. Erstens: so schnell war ich in einem 5km-Rennen noch nie - und zweitens: dieses Höllentempo halte ich bis ins Ziel nicht durch. Doch der dritte Punkt verfestigte sich von Kilometer zu Kilometer: das gibt heute eine neue Bestzeit! Zwischendurch verlor Manni mal den Überblick, denn er wähnte sich auf Platz fünf im Gesamtfeld. Bis ihm Andreas' Vater Bernd zurief: "auf gehts Manni, den Dritten kriegst du auch noch". Im Ziel lag er von Platz drei gerade mal sieben Sekunden entfernt. Unser Abteilungsleiter wird also Unterfränkischer Meister im Straßenlauf in der Altersklasse M40 nach einem furiosen Rennen und holt sich eine neue persönliche Bestzeit über exakt vermessene 10km in unfassbaren 35:20min. Ich bin nun gespannt, welche Ziele er sich für die kommende Saison setzt. Und so hat das Main-Echo diesen sportlichen Höhepunkt formuliert: "Weil der Kleinostheimer Manfred Scherer als Vierter (35:20) ebenfalls weit vorne gelandet war, holten sich die Blau-Weißen vom Untermain in 1:42:23 Stunden auch den Mannschaftstitel". Er selbst kommentiert seine Leistung gewohnt sachlich: "Das Schlappeseppel-Weizen heute Abend habe ich mir verdient. So kanns weitergehen". Hier noch die Ergebnisliste.

02.07.2008 Was gab es sonst noch an sportlichen Aktivitäten an diesem Wochenende?
Beim Schüler- und Jugendtriathlon waren am Wochenende fast alle unserer Aktiven als Helfer(innen) eingebunden und konnten selbst keinen Wettkampf bestreiten. Lediglich drei Teammitglieder durften an drei verschiedenen Events teilnehmen. Einen Doppelstart hatte Stefan Eckrich in Münster-Altheim, wo er unter verschärften Bedingungen trainierte. Diese Doppelveranstaltung reizte ihn irgendwie schon immer, leider stand bei der Terminplanung der Ironman dabei immer im Weg. Dieses Jahr aber nicht. Seine Anreise am Samstagabend erfolgte - typisch für einen Triathleten - natürlich mit dem Rennrad. Um 18.00 Uhr startete er über die Halbmarathondistanz, erreichte Platz zwei seiner Altersklasse in 1:27:49h, stieg aufs Rad und fuhr wieder heim. Nach einer relativ kurzen Nacht praktizierte er das gleiche Procedere am darauf folgenden Sonntag. Rechtzeitige und zügige Anreise, einlaufen und dann etwas schnell die zehn Kilometer angegangen. "Zu Beginn verlief es etwas zäh, aber gegen Schluss richtig gut", meinte er im Ziel nach 40:14min. Trotzdem verlief nicht alles nach Plan, denn er wäre gerne unter vierzig Minuten geblieben. Hier seine Ergebnisse mit dem Link zum Veranstalter.

Von einem interessanten Wettkampf erzählt Peter Ungemach, der beim Heinerman in Darmstadt dabei war. Interessant deshalb, weil um ihn herum Größen wie Lothar Leder und Chris McCormack sich tummelten. Er verfolgte das Ziel, trotz 500 Meter längerer Schwimmdistanz und zwei Kilometer längerer Radstrecke, mit der gleichen Zeit zu finishen, wie vor Wochenfrist beim Quarterman in Bruchköbel. Vorweg gesagt, es gelang ihm in 2:43:05h knapp aber sicher. "Das Schwimmen fiel mir zum Glück erstaunlich leicht, ohne Neopren", meinte Peter und erklärt, dass er diese Distanz noch nie an einem Stück geschwommen sei. Die Zeit von 31:16min stellt ihn deshalb auch vollkommen zufrieden. Auch auf dem Rad kam er deutlich besser zurecht, weil das Wetter diesmal wesentlich angenehmer war. Vollkommen irritiert war er nach dreißig Kilometern, als ihm der Kampfrichter eine Zeitstrafe aufdrückte: "ich wusste nicht, wie lange die ausfällt und überlegte sogar, ob es überhaupt Sinn macht, weiter zu fahren". Zum Glück hatte er nur zwei Minuten abzusitzen, weil er angeblich im Windschatten gefahren sei, "was natürlich nicht stimmt". Die abschließenden zehn Kilometer brachte er zu Fuß in akzeptablen 49:22min trotz leichter Steigungen gut über die Bühne. "Alles in allem bin ich sehr zufrieden und fand, es war eine prima Veranstaltung". Hier seine Splitzeiten.

Etwa 45 Minuten musste Jogi Reising mit seiner persönlichen Betreuerin und Fotografin Anja von seiner Straubenhardter Wahlheimat in Richtung Freiburg fahren, um zu einem kleinen aber feinen Event in Großweier zu kommen. Die Organisatoren dieses Triathlons (750m/25km/5km) erkannten an seinem offensiv getragenen A'burger HM T-Shirt, dass Jogi eine sehr weite Anreise hätte. Dabei erfuhr er gleich, dass wegen des auf 25°C aufgeheizten Sees der Neo verboten sei. "Aber da es diesmal ja nur 750m waren, sollte ich das auch noch hinbringen", meinte der Tria-Frischling selbstbewusst. Schon bei der ersten Startgruppe durfte er ran und "gefühlsmäßig gings schwer". Als die meisten Konkurrenten an ihm vorbei zogen, sah er es mit dem nötigen Humor: "dafür musste ich mich nicht mit anderen rumschlagen und hatte genug Platz". Einmal um die Boje rum, wieder zurück und raus. Das Ganze dauerte mit Wechsel 16:26min und kann sich ohne Neo - für einen gelernten Fußballer - wirklich sehen lassen. Die Radstrecke verlief bis auf zwei Autobahnbrücken ziemlich flach. Bei 25km Länge muss man nicht viel raus nehmen, also den größten Gang rein, den das Rad hergibt und los. Am Ende kam ein guter 36er Schnitt heraus. Unterwegs achtete Jogi immer brav darauf, dass er niemandem in den Windschatten rutscht, "auch wenns manchmal ein einziges hin und her war". Viele andere nahmen das nicht so genau. Jedenfalls sammelte er die Jungs, die vor ihm schön hintereinander her fuhren, beim Laufen alle wieder ein. Denn die Wechsel - sorgfältig geplant - funktionieren bei ihm immer besser, deshalb nahm Jogi bereits nach einer Minute die Verfolgung auf und die letzten fünf Kilometer mit Laufschuhen in Angriff. Mittlerweile stieg das Termometer auf 30°C. Wenigstens ein Teil der Laufrunde führte durch etwas kühlere Waldpassagen. "Diesmal konnte ich einen vierer Schnitt einschlagen und auch bis zum Ende halten". Sechs Minuten früher als geplant erreicht er voll zufrieden nach 1:19:00h den Zielkorridor. In Großweier stimmte einfach alles. Eine nette familiäre Atmosphäre, prima Organisation und gutes Essen und Trinken. "Ich glaube, da könnte ich nochmal hinfahren und vielleicht macht noch jemand mit". Hier die Ergebnisliste mit den Splizeiten.

01.07.2008 Allgemeiner Tenor: das habt ihr gut hingekriegt!
Am Veranstaltungstag selbst konnte man nur erahnen, wieviel Freizeit, Energie und Manpower im Vorfeld des 4. Süwag Energie Schüler- und Jugendtriathlon investiert werden musste. Auch nach der Siegerehrung und der anschließenden Rückreise aller Teilnehmer, Betreuer, Eltern und Besucher, waren längst nicht alle Punkte abgearbeitet. Doch nach und nach traten beim Organisationsteam und den vielen vielen Helfer(inn)en große Erleichterung ein. Teamleiter und Hauptverantwortlicher Michael Schwarz, der im Laufe des Jahres immens viel Zeit in dieses "Hobby" steckte, kann jetzt beruhigt in den verdienten Urlaub gehen. Er bedankt sich in erster Linie bei seinen engsten Mitstreitern Eckhard Hippler und Michael Wieland sowie beim sehr aktiven Fachmann Walter Pabel und seinen routinierten Freunden vom Radsportverein Mainaschaff. Sie machten einen zeitraubenden und perfekten Job während der Vorbereitung - und das Ergebnis am Veranstaltungstag spricht für sich. Weiterer Dank gilt der Gemeinde Kleinostheim für die Erlaubnis zur Durchführung und die Bereitstellung des Gemeindeplatzes mit der vorhandenen Infrastruktur. Die Zusammenarbeit mit der Wasserwacht Mainparksee funktionierte wiederum reibungslos. Vom Nutzen profitierten die vielen jungen Triathlet(inn)en, denen der Orga-Chef für die gezeigten Leistungen und das disziplinierte Auftreten während des Wettkampfes höchstes Lob zollt. Er gratuliert Michael Dorsch für die professionelle Abwicklung der Zeitnahme und die zügige Veröffentlichung. Die zum Schutz der jungen Sportler(innen) notwendige Einschränkung der Anwohner, insbesondere auf der Radstrecke, wurde weitgehend akzeptiert. Ohne dieses Verständnis sind solche Sportveranstaltungen nicht zu realisieren. Wir sind dankbar für die Hilfestellung durch das Rote Kreuz Kleinostheim und die örtliche Freiwillige Feuerwehr. So macht die Ausrichtung eines Triathlons wirklich Spaß. Nicht zuletzt weist Michael Schwarz auf das riesige Engagement der ungewöhnlich vielen zuverlässigen Helferinnen und Helfer aus der eigenen Abteilung Ausdauersport hin, die inzwischen schon routinemäßig und widerspruchslos ihre Freizeit für den Triathlonnachwuchs opfern. Auch Abteilungsleiter Manni Scherer ist stolz auf seine eingespielte, tatkräftige Truppe, mit der er im Oktober bereits ein neues Projekt anstößt, den ersten Kleinostheimer Ortskernlauf.

01.07.2008 Tour de Nordsee - acht Tage, acht Etappen, acht Inseln
Schlamm und brackiges Salzwasser spritzen in alle Richtungen, als sich rund 700 Läufer und Walker wie eine Horde Wildschweine bei Ebbe auf dem Meeresboden vor Cuxhaven suhlen. Immer wieder müssen knietiefe Furten und Priele (Abflussrinne auf dem Meeresboden, durch die das Wasser während der Gezeitenströme auf- und abläuft) durchquert werden. Einmal im Jahr, bei der letzten Etappe des EWE-Nordseelaufes, wird das Watt zur Laufbahn. Der 12km lange Wattlauf von der Insel Neuwerk zum Nordseeheilbad Cuxhaven bildet den Höhepunkt des einwöchigen Etappenlaufes. Die Schlammpiste mit oft tiefen Schlickfeldern ist schwierig zu belaufen und kostet Kraft. Sand, Schlick und Salzwasser bilden eine teuflische Melange, von der sich die Laufschuhe nur schwer erholen. Deshalb kommen für diese Etappe vorwiegend die alten, ausgelatschten Treter zum Einsatz, die oftmals gleich nach dem Zieleinlauf samt Socken in der Tonne entsorgt werden..... Vom 7.-14. Juni 2008 fand zum siebten Mal der EWE-Nordseelauf statt, der unter den wenigen Etappenläufen, die in Deutschland existieren, bereits eine feste Größe ist. Die Tour de Nordsee besteht aus acht separaten Läufen entlang der niedersächsischen Nordseeküste und jede Etappe für sich ist auch ein offener Volkslauf. Man kann sie als Tourläufer alle mitlaufen und so die Nordseeküste in ihrer gesamten Vielfalt kennen lernen, oder nach Belieben bei einzelnen Etappen starten.... Unser Teammitglied Stefan Schlett nahm an diesem außergewöhnlichen Event teil und liefert nun einen schönen Aufsatz mit seinen Erlebnissen.... mehr