TSG Kleinostheim - Ausdauersport

 

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27.02.2008 Wallernhäuser Wintercross-Halbmarathon, eine anstrengende Tour
Und ich dachte schon, am Wochenende wäre nirgends was los gewesen. Doch weit gefehlt, denn in Wallernhausen, einem Ortsteil der Stadt Nidda, ging es beim Wintercross rund um den Eschberg. Das ist die höchste Erhebung in dieser Gegend. Aus dem umfangreichen Laufangebot wählten Raileen und Etienne den relativ harten Halbmarathon aus, bei dem sie sich vor Jahresfrist schon mal die Zähne ausbissen. Damals waren die äußeren Bedingungen nicht annähernd mit den diesjährigen vergleichbar. 2007 war es kalt und windig und es regnete permanent. Doch am Sonntag fanden sie frühlingshafte und sonnige Verhältnisse vor und ihre Form hatte auch nichts mehr mit der damaligen zu tun. In der Ausschreibung meint der Veranstalter, dass die Strecke  größtenteils aus gut befestigten Waldwegen besteht und einige mittelschwere Steigungen aufweist. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Ein Halbmarathon führt normalerweise über maximal 21,0975 Kilometer, doch aus der veröffentlichten Streckenkarte ergeben sich tatsächlich 21,22km - also 125m Laufstrecke mehr! Dass auf einem Crossparcours keine Bestzeiten gelaufen werden können, versteht sich von selbst - wobei 422 Höhenmeter etwaige Überlegungen so wie so schnell zunichte machen. Wer immer noch zweifelt, wartet einfach bis zu dem Teil des unruhigen Kurses, an dem sich die maximale Steigung von 19,6 Prozent auftut! Raileen mag diese über Wald und Felder führenden, crossigen Kurse, "die eigentlich vergleichbar sind mit zwei Mal Goldbach". Und wer solche Strecken mag, hat unterwegs auch genügend Spaß. Etienne ging mit der Spitze schnell raus und schien sich bereits auf den ersten vier Kilometern zu verausgaben, weil diese nur bergauf führten. Etwa bei Kilometer zehn merkte er, dass das Tempo nicht mehr zu halten ist. Klugerweise nahm er Tempo raus, ließ gezwungenermaßen ein paar Stärkere ziehen, um dann am Ende mit einer 1:33:13 durch zu kommen. Gesamtplatz zehn und Rang sechs in seiner Altersklasse M35 sind ja auch nicht ohne. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte er sich damit um mehr als fünf Minuten. Und dabei ging ihm, zum ersten Mal überhaupt während eines Rennens, der Schnürsenkel eines Laufschuhs auf, erzählt Raileen. Darüber ärgerte er sich natürlich besonders, denn beim gemeinsamen Training musste er wegen dieses Ärgernisses des öfteren auf seine Gattin warten... "ihm passiert ja so etwas nicht"! Vermutet hier jemand Schadenfreude? Zur dauerhaften Lösung dieses Problems empfehle ich Bindefix (Laufschuh-Zubehör). Kommen wir nun zur respektablen Leistung von Raileen. Sie lernt aus ihren früheren Fehlern - denn beim HM Mörfelden befand sie sich schon zur Halbzeit im roten Bereich. Wallernhausen genoss sie zu 100 Prozent - sie hatte sich und den welligen Kurs voll im Griff. Das Konzept: sachte anlaufen und sehen was geht, ging voll auf. Ihr Endergebnis lag mit 1:38:51h bald zwanzig Minuten unter der Zeit des Vorjahres und bescherte ihr Gesamtplatz zwei im Frauenfeld. Auf ihren Wunsch hin haben wir diesen empfehlenswerten Lauf in den Eventkalender aufgenommen. In den Ergebnislisten fanden wir zu unserer Überraschung auch noch die junge Stella-Bianca aus unserer Nachwuchstruppe. Sie nahm sich die komplett flachen fünf Kilometer vor und vollbrachte eine Klasseleistung. Ihre neue persönliche Bestzeit von 28:07min bringt sie auf den ersten Platz der weiblichen B-Schülerinnen. Herzlichen Glückwunsch. Hier die Ergebnisliste.

24.02.2008 Arnds Mittwochsgymnastik ist für diese Saison bereits beendet
Am vergangenen Mittwoch standen bedauerlicherweise einige unserer Gymnastikfreunde vor dem verschlossenen Trainingsraum in der Maingauhalle. Der Verkehrsstau auf der A3 aus Richtung Duisburg hatte Trainer Arnd Schäffer voll im Griff und hinderte ihn daran, rechtzeitig in Kleinostheim zu sein und sein Training abzuhalten. Der telefonisch aufgeschreckte Kurier Stefan überbrachte freundlicherweise die Nachricht vom ausfallenden Training umgehend. Er verpasste allerdings einige der später auftauchenden Übungsteilnehmer, wie beispielsweise Peter oder Oli. Letzterer hat anscheinend seinen überflüssigen Zehenbruch bereits verdaut und ist dabei, Versäumtes wieder aufzuholen. Arnd bedauert den Trainingsausfall sehr und hofft, im Herbst zuverlässiger zu sein. Weil ihm sein Arbeitgeber für kommenden Mittwoch eine Tour nach München verpasst hat und in der Woche darauf schon die Cebit ansteht, verabschiedet er sich bereits heute in die Sommerpause. Ihr wisst ja alle, dass Ende des kommenden Monats - mit der Umstellung auf die Sommerzeit - gleichzeitig die Eröffnung des Bahntrainings in Großwelzheim ansteht. Bleibt uns nur noch, Arnd ein Dankeschön auszurichten, weil er in diesem Winterhalbjahr wieder mit viel Engagement dafür sorgte, dass unsere Knochen, Sehnen und Muskeln belastbar und geschmeidig bleiben.

21.02.2008 Der Kahlgrundlauf - von der Kahlquelle bis nach Gunzenbach
Am Sonntagvormittag war ein weiterer Teil unserer Jogging-Fraktion unterwegs. Oberpate Udo berichtet von einer insgesamt super gelungenen Veranstaltung ohne Wettkampfcharakter. Neben ihm fand sich Co-Laufpatin Sarah mit ihrem Lebensgefährten Matthias ein. Das Quartett komplettierte Feuerwehrmann Uwe aus Kahler Gefilden. Zum 18. Mal richteten die VLG Niedersteinbach und die FL Rothengrund diesen wunderschönen Landschaftslauf aus, der sich insgesamt über 20,5 Kilometer zieht. Alle Läufer wurden um 8.30 Uhr am Sportplatz im Mömbriser Ortsteil Gunzenbach in zwei Busse gepackt und zur Kahlquelle nahe der Bamberger Mühle gekarrt. Die einzelnen Gruppen teilte man nach ihrer jeweiligen Laufstärke ein und schickte sie um 9.00 Uhr auf die Strecke. Es handelte sich um einen Trainingslauf ohne offizielle Zeitnahme, der von den meisten Teilnehmern als willkommene Trainingseinheit angenommen wird. Bei Minustemperaturen ging es also an der Kahl entlang - über Schöllkrippen, Blankenbach, Königshofen, Schimborn, Mömbris und über den so genannten Gickelstanz. So bezeichnen die Kahlgründern eine Erhöhung zwischen Mömbris und Gunzenbach, die nach einem 17 km langen, total flachen Streckenverlauf, plötzlich vor den Joggern und Walkern auftaucht. Diese finale Steigung fanden nicht wenige ziemlich anstrengend. Doch die grandiose Aussicht entschädigte die meisten Sportler(innen) für ihre empfundenen Mühen. Die Veranstalter versorgten unterwegs das Feld bestens mit heißem Tee und ausreichend Getränken. Unser Team hatte bis auf Matthias (stieg mit Magenproblemen aus) ordentlich Spaß und ließ sich im Sportheim Gunzenbach anständig verwöhnen. Dusch- und Après-Lauf-Angebote mit Kuchen, Brötchen, Kaffee und Weizen nahm man dankend an.

20.02.2008 Seligenstädter Winterserie mit versöhnlichem Ausklang
Mit dem vierten Lauf brachten jetzt auch die Seligenstädter ihre 31. Winterserie zu einem guten Ende. Sieben TSG-ler beteiligten sich beim Ausklang, genossen das trockene, sonnige Wetter und sorgten für drei klar beabsichtigte persönliche Bestzeiten. Für die erste war Jochen zuständig. Sein letzter Wettkampf lag zwar schon einige Zeit zurück, doch sein Selbstvertrauen wuchs mit den langen Radausfahrten, die ihm seine Teamkollegen in den vergangenen Wochen aufdrückten. Am Freitag verspürte er den Anflug einer Erkältung, die ihn auch am Wettkampftag noch beschäftigte, doch die Verabredung mit den Meidhofs wollte er dann doch nicht platzen lassen. Er hatte sich als Einziger die kürzere Distanz über 5000m vorgenommen und insgeheim eine 25er Zeit im Visier. Ordentlich warmlaufen, verhaltenes, kontrolliertes Tempo knapp über 5min/km - so ließ es sich auf den ersten Kilometern an. Die kleinen wieseligen Rennzwerge um ihn herum, die ihn einfach stehen ließen, irritierten ihn nicht besonders lange. Er fand seinen Rhythmus, biss sich in 26:07min durch und verbuchte die fehlenden acht Sekunden auf das Erkältungskonto. Die neue Bestzeit liegt nun anderthalb Minuten unter seiner alten Marke und dürfte das aktuelle Jahr nicht überdauern. Der Rest unserer Riege nahm sich die doppelte Strecke vor, davon mindestens zwei Mitglieder sehr intensiv. Angekündigt hatte Christian sein Vorhaben schon lange und recht selbstbewusst. Er zählt zu den Triathleten, die ihr eigenes Leistungsvermögen sehr realistisch einschätzen können. Während des Rennens behält er seine Emotionen im Zaum, außerdem kann er die Uhr lesen. Trotzdem "habe ich mich richtig lang machen müssen, um bei diesem Zehner unter die 40 Minuten zu kommen", meinte Christian und fügte hinzu, dass die tolle Laufarbeit von Jens sehr viel zum Gelingen beigetragen hat. Bis Kilometer sechs hielt der nämlich als Zugpferd das Tempo konstant hoch und schaffte somit die Basis dafür, dass Christian gegen Ende des Rennens noch genügend Kraft mobilisieren konnte. Mit seiner zur Verfügung stehenden Restenergie zündete er dann das letzte Aggregat und schoss damit nach 39:03min über die Seligenstädter Ziellinie. Zuerst die Freude über die neue Bestzeit, dann der Dank an den Mannschaftskameraden und anschließend tatsächlich Kritik: "wäre ich nur winzige vier Sekunden schneller gewesen, stände vorne sogar die 38, geärgert habe ich mich schon". Das gibts doch gar nicht!
Zwanzig Sekunden später (39:23min) lief Dienstleister Jens ein, der an der Uni Darmstadt ein weiteres, aber langfristiges Ziel ansteuert - den Doktortitel. Michael kommt ebenfalls langsam auf Touren, er schaffte die 43 tief, mit steigender Tendenz. Und die Erfolge von Andreas stabilisieren sich auf hohem persönlichen Niveau. Er konzentriert sich auf einige wenige Wettkämpfe, bereitet diese weitblickend vor und schlägt regelmäßig in der Nähe seiner Bestmarken zu. Am Samstag befand er sich nach 45:29min wiederum nicht weit davon entfernt. Die bessere Hälfte im aufsteigenden Meidhof-Clan hielt in Seligenstadt genau das, was andere längst versprachen. Zunächst vermutet der Unwissende, dass man seine bisherige Bestzeit nicht einfach mal um zweieinhalb Minuten über 10km verbessern kann. Wer aber weiß, das Judith ihre alte Marke während des Wintercross in Goldbach aufstellte - inclusive aller Höhenmeter - der kann nun diese erhebliche Leistungssteigerung richtig einzuschätzen. Sie lieferte dem Vernehmen nach ein tolles Rennen, war super glücklich über die gelaufene Zeit und ziemlich sicher, dass dies nicht der letzte gute Tag der Meidhofs war. Extremsportler Stefan nahm sich die Winterlaufstrecke als Spurteinlage vor, zur Vorbereitung auf den Marathon über den tiefgefrorenen sibirischen Baikal-See. Hier die Ergebnisliste.

19.02.2008 Dritter Lauf beim Cross-Cup in Haibach - eine schöne Veranstaltung
Der TV Haibach richtete am Samstag die erste Leichtathletik-Kreismeisterschaft am Bayerischen Untermain in diesem Jahr aus. Das anspruchsvolle Waldgelände an der neuen Schule konnte eine hervorragend präparierte Laufstrecke vorweisen und wurde damit den Kreis-Crossmeisterschaften vollauf gerecht. Pünktlich traf das bestellte trockene Winterwetter mit ausreichend Sonne ein und belohnte den Veranstalter sowie die angereiste Läuferschar gleichermaßen. Es handelte sich dabei um den dritten von vier Läufen der Cross-Cup-Serie, die mit dem Hypo-Vereinsbank Vorbereitungslauf am fünften April in Stockstadt ihren Abschluss finden wird. Mit einem Kontingent von drei Schüler(inne)n und drei gestandenen Triathleten fand sich unsere Abteilung in Haibach ein und nahm vier Podestplätze sowie zwei Altersklassen-Kreismeistertitel mit nach Hause. Alle Läufer unter 40 Jahren starteten in der Hauptklasse. Hier landete am Ende der anstrengenden 9000m Thomas auf Rang vier der Kreismeisterschaftswertung, hinter den Crosslauf-Spezialisten unserer Region. Glatte 38 Minuten reichten ihm dazu. Einen Platz bzw. 51 Sekunden nach ihm stürmte bereits Bernie ins Ziel, der in seiner neuen Altersklasse M45 keinerlei Anpassungsschwierigkeiten verspürte. Vor 14 Tagen musste er in Schwoije noch schmerzhaft feststellen, dass die physikalischen Gesetze auch für ihn gelten. Aber am Samstag hatte er in den Kurven anscheinend die Fliehkräfte im Griff und auch seine körperlichen Beschädigungen waren rechtzeitig verheilt. Gut, dass sich Wolfi noch zur Teilnahme entschloss, denn drei Teilnehmer eines Vereins bilden automatisch eine Mannschaft. Mit diesem kernigen Trio besorgten sie sich schnell den zweiten Platz, mit neun Minuten Abstand zum Verfolger. Man kann es kaum glauben, dass der eher jugendlich wirkende Wolfi inzwischen schon zur M50 gehört. Ich kenne eine riesige Anzahl junger Männer, die sich glücklich schätzen würden, wenn sie dessen Zeiten laufen könnten. Immer dann, wenn er in der AK einen Sprung macht, nimmt er sich etwas vor. Ich erinnere mich gerne an 2003, als er nach seinem Wechsel in die M45 gleich Bayerischer Marathonmeister wurde. Verfolgen wir interessiert die weiteren Ergebnisse dieses talentierten jungen Mannes. Bei den Schülern sorgten die Schneiderkinder Tom Luca (1.M11 über 1200m) und Leonie (3.W14 über 2400m) sowie Stella Bianca für gute Erfolge. Hier die Ergebnisse im Überblick.

18.02.2008 Die beiden Harrys stiegen im Rodgau in die Duathlonsaison ein
Sie gehören nicht zu den Vielstartern in unserer Elitetruppe. Wenn sie sich aber entschließen irgendwo zu starten, dann tun sie es oftmals gemeinsam. Die beiden Harrys entstammen diesem berühmten 65er Jahrgang, sind echte Kleinostheimer Jungs und befinden sich nicht nur beim Ausdauersport auf der gleichen Wellenlänge. Bei einem kleinen Crossduathlon in Dudenhofen verdingten sich gestern, erstmals in dieser Saison, die zwei Brüder im Geiste. Harry H. sprach von sensationellem Wetter und gut präparierter Wald- und Flurpiste, teilweise auch asphaltiert. Er ist übrigens unser offiziell ernannter Gratulierer, der den Mitgliedern unserer Abteilung an Geburtstagen meist telefonisch die Glückwünsche der Abteilungsleitung übermittelt. Behandelt ihn bei der Ausübung seines sozialen Dienstes bitte zuvorkommend und höflich, er ist es auch und trägt dieses Adjektiv sogar in seinem Namen. Namensvetter Harald R. war mit den eher kurzen Distanzen (3km/18km/3km) genau so zufrieden wie mit dem toll organisierten Event. Damit es uns auch im kommenden Jahr noch in Erinnerung bleibt, habe ich es nachträglich in unseren Eventkalender eingepflegt. Um 10.00 Uhr schickte am Sonntag der Starter das 222-köpfige Feld zu Fuß los, zunächst auf zwei kleine Runden von insgesamt drei Kilometern. Dass Harry nur dann rennt, wenn er Aussicht auf anschließendes Moutainbiken hat, ist bei Insidern hinreichend bekannt. Er hat in dieser Disziplin - allein wegen seinen ausgeprägten oberen Schenkeln - leichte Vorteile, die er im Wettkampf zu nutzen sucht. Die Freundschaft der beiden Teamkollegen leidet nicht darunter, wenn Copilot Harald zunächst in Laufschuhen Sekunden schindet, weil er dann bereit ist, diese auf dem Bike wieder her zu geben. Dazu kam es tatsächlich nach der Hälfte der zweiten Radrunde, als Harry voller Genugtuung auf der völlig flachen Strecke an seinem Freund vorbei zog. Sie waren die einzigen TSG-ler an diesem herrlichen Tag im Rodgau - deshalb war jeder auf sich selbst angewiesen und konnte keine fremde Hilfe in Anspruch nehmen. Doch gegen Ende des Rennens taten sie sich wieder zusammen oder - anders gesagt - der vermeintlich Geschlagene schloss 300m vor dem Ziel wieder auf und die Harrys überquerten gemeinsam und zufrieden nach 1:14:07h die Ziellinie. Hier ist der Beweis. "Ich konnte Harald dann - trotz seiner strikten Diät - dazu nötigen, ein Weizenbier mit mir zu trinken", berichtet der ins hessische Mainflingen ausgewanderte Harry am Ende eines harmonischen und erfolgreichen Vormittags.

15.02.2008 Klaus Jäger beschreibt das Herz eines Sportlers
Auf den Seiten unseres Speakers Corner blickt Klaus Jäger gerne hinter die Kulissen unseres Ausdauersports. Er macht das manchmal aus der Sicht eines ambitionierten Läufers (inzwischen schwimmt er sogar und wurde schon öfters auf dem Bike gesichtet) oder auch aus der Perspektive eines engagierten Krankenpflegers am Aschaffenburger Klinikum. Nach eigenem Bekunden ist er aber nicht unbedingt darauf aus, einem seiner Sportkollegen mal aus beruflichen Gründen zu begegnen. Gleichwohl kommt ihm seine Nähe zu den Medizinmännern zugute, wenn er in die Tiefen (und Höhen) des Ausdauersports einsteigt. Er beschreibt recht verständlich Ursachen und Wirkung in seinem Aufsatz um das Herz eines Sportlers. >>>>weiterlesen

13.02.2008 Claudi und Arnd in Oberammergau auf den Spuren von Alois Mühlthaler
Nach dem Alois schon seit Jahren der ganzen Abteilung vom König-Ludwig-Skilanglauf vorschwärmt und gerade die Triathleten immer wieder auf den Ursprung der Ausdauersportabteilung hinweist, sprang in diesem Jahr der Funke endlich über, auf Claudi und Arnd, Eigentlich wollten sie schon letztes Jahr dabei sein, doch Arnd traute sich diesen Skimarathon tatsächlich nicht zu. Er musste das Skaten von Beginn an erlernen, hinzu kam damals noch der schneearme Winter. Auf die Sprünge half ihm wieder mal seine Partnerin, sie schenkte ihm zu Weihnachten einfach einen Startplatz und gewährte zusätzlich noch die Übernachtung. Garantiert uneigennützig. Beim Winterurlaub In Radstadt wurde dann kräftig geübt und auch eine Stunde der Skilehrer strapaziert. Auf Arnds zögerliche Frage, ob dieser ihnen dieses Event zutrauen würde, lachte er und meinte: "Wenn nicht ihr Ironmänner, wer dann"? Also reisten sie freitags, noch vor dem großen Ferienansturm, nach Oberammergau. Sie besichtigten die Strecke, in dem sie eine Runde (21,1km) mit den Skatingskiern abliefen, machten sich mit den Schneeverhältnissen vertraut und bereiteten sich akribisch auf das Renngeschehen vor. Dass bei diesem ausgebufften Sportlerehepaar, das in Summe mehr als vierzig Ironman-Rennen finishte, auch mal die Nerven flattern, hätte ich so nicht erwartet. Naja, alles war neu und damit fremd. Am Abend vor dem Rennen prüfte Arnd immer wieder seine Utensilien. Wie ein Stehaufmännchen soll er im Fünf- Minuten-Takt seine Sportklamotten betrachtet haben. Claudi simulierte vor ihrem geistigen Auge mehrfach den voraussichtlichen Rennverlauf - wo stelle ich mich beim Start hin, wie laufe ich an, nehme ich was zum Trinken mit? Falls ja, Trinkgurt oder Camelbag? Jede Nacht geht vorbei, so auch diese. Es gab 15cm Neuschnee und sah richtig winterlich aus. Die beiden entschieden sich letztendlich für die Rennbekleidung und den Camelbag. Das stellte sich später als sinnvoll heraus, denn bei den Verpflegungsstellen sparten sie damit einiges an Zeit. Aufgeregt standen sie eine Stunde vor dem Start bereits an Ort und Stelle und bewunderten die Profis, die jede Menge Ski im sulzigen Schnee ausprobierten. Die aufgeregte Stimmung bei Arnd erzeugte vor dem Startschuss bereits 100 Pulsschläge. Die zweite Startgruppe war ihrem vermuteten Leistungsvermögen angemessen, in der ersten reihten sich die Profis ein sowie die Top 100 aus dem Vorjahr.
Und dann war es endlich so weit. Mehr als 1000 verrückte Skater rasten los, die Hälfte davon über die Halbmarathondistanz. Die Wettervorhersage hatte für diese Zeit Temperaturen um 0°C prognostiziert. Damit ja nichts anbrennen konnte, suchten sie am Abend vorher noch die Profis vom Wachsservice auf. Der aufgeregte Arnd hat bei vielen internationalen Events, auf der Transalp, den verschiedenen Ironman und diversen Radrennen auf dem halben Globus wirklich viel erlebt, doch was hier nach dem Startschuss ablief, verschlug ihm die Sprache: "Jede Menge gebrochene Stöcke und Ski und permant gab es Stürze, das war einfach heftig. In der ersten längeren Abfahrt bin auch ich gestürzt, blieb aber zum Glück unverletzt". Auch Claudis Herzfrequenz hielt sich in den ersten Minuten nicht an die Absprache. Ihr Puls schoss direkt auf 150 hoch, nicht nur wegen der Angst, sie könnte sich einen Stock brechen. Als dann die Loipe von 50m Breite auf maximal fünf Meter zusammenschrumpfte, beruhigte sie sich wieder. Als sich nach etwa drei Kilometern ein steiler Anstieg vor ihnen aufbaute, war anstellen angesagt, denn es hatten nur zwei nebeneinander Platz. Fünf Minuten später kam dann endlich Bewegung in das Feld und es ging schön hintereinander her. Überholen war eine Zeit lang kaum möglich, denn der Schnee war förmlich zusammen gebrochen und nahm Eigenschaften wie beim Sulzschnee an, ohne dass es Plusgrade hatte. "Es war super anstrengend zu laufen, das hatte recht wenig mit sauberem Skating zu tun. Auf dem Sulzschnee lief der Ski sehr gut, kam ich aber auf die alte, verharschte Spur, klebte der Ski wie Pattex", meinte Claudi und fügte hinzu, dass sie sich gegen Ende der ersten Runde zweimal ordentlich hin legte. Sie fühlte sich da bereits kräftemäßig ziemlich am Ende. Arnd legte Runde eins mit 21 Kilometern in 1:15h zurück, kam dann richtig gut in Schwung und verbrauchte für Hälfte zwei glatte zehn Minuten weniger. Er bewegte sich von Kilometer zu Kilometer sicherer und hat dann richtig Spaß in der Spur. Für einen Flachlandtiroler sind 2:21:07h wirklich nicht zu verachten - und im Ziel war alles vergessen, was ihn vorher so sehr bedrückte: "Das war nicht mein letztes Rennen, im Februar geht's mit Frank Vytrisal zum Skating nach St.Moritz", erklärt uns Arnd. Sein Trainingspartner finishte übrigens als bester deutscher Triathlet auf Hawaii! .....vielleicht gibt es sogar noch ein Rennen beim Engadiner Skimarathon? Wir bleiben am Ball und werden aktuell berichten. Es dauerte keine elf Minuten, bis auch Claudi zufrieden im Zielkanal auftauchte. Auf der zweiten Runde war sie ebenfalls gut unterwegs, traf auf weniger Hindernisse, erholte sich sogar ein bisschen und fand dann den richtigen Rhythmus. Nach einer Steigerung in Hälfte zwei erreichte sie das Ziel nach 2:32:05h und belegte in ihrer Altersklasse den sechsten Platz. Rang 46 unter insgesamt 82 Frauen ist für die ehrgeizige Sportlerin nicht unbedingt das gelbe vom Ei und sie meinte dazu: "da muss ich besser werden. Aber es hat riesig Spaß gemacht!"
Ganz und gar nicht aufgeregt wickelte Alois den König-Ludwig-Lauf ab. Das war seine 30. Teilnahme und etwa das 45. Rennen für ihn in Oberammergau. Es ist schon unglaublich, wie der Routinier vom Jahrgang 1941 den Skimarathon abwickelte. Knapp über drei Stunden verbrauchte er im freien Stil am Samstag. Dieses Ergebnis muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, wenn man weiß, dass er sich am nächsten Morgen zusätzlich noch den Halbmarathon im klassischen Stil vornahm. Und 1:19:53h machen sich für 21,1km in der Ergebnisliste auch ganz gut. Bemerkenswert ist seine ausgefeilte Doppelstocktechnik, die einem muskulösen Oberkörper entspringt. Es ist für die Kleinostheimer schon lange nichts Besonderes mehr, wenn der Rektor i.R. mangels Schnee auf seinen kurzen Rollerskiern im Ort sein Trainingspensum abwickelt. Er hat die Hoffnung für die Austragung unserer Skilanglauf-Meisterschaften noch nicht ganz aufgegeben und als letzten Termin den 23. Februar genannt. Falls es bis zu diesem Zeitpunkt im Spessart schneit, findet Alois ganz sicher eine passende Wiese! Hier noch die Ergebnisliste vom Skimarathon.

12.02.2008 Jogi Reising besteht seinen Marathontest in Rheinzabern
Während sich die meisten Kandel-Starter der TSG in Mörfelden beim Halbmarathon einfanden, ist Jogi - hauptsächlich wegen der räumlichen Nähe - Claudis Tipp aus unserem Eventkalender gefolgt und zu einem 20er in die Pfalz nach Rheinzabern gedüst. Das Wetter war ja wirklich göttlich zum Laufen (O-Ton Jogi) und die Strecke hat sich auch als echt gut erweisen. Fast komplett flach - bis auf ein paar Fußgängerunterführungen - und durchweg geteert. Wegen der fast 1000 Teilnehmer dauerte es zwar etwas länger, bis sich das Feld sortiert hatte, aber so nach dem ersten Kilometer fand er es ok. "Ich habe mich dann schnell in einer kleinen Gruppe wiedergefunden, in dem von mir angestrebten 3:55er Schnitt", berichtet der Feldrennacher, der aus seiner beruflichen Wahlheimat ruckzuck anreisen konnte. Bei einigen Gegenwindpassagen verhielt er sich taktisch geschickt, denn "zum Glück waren da auch große Kerle dabei, hinter denen ich mich gut verstecken konnte". Sie fanden frühzeitig einen ziemlich gleichmäßigen Rhythmus. Die homogene Gruppe reduzierte sich bis zur Hälfte der Distanz zwar bis auf drei Läufer, trotzdem zogen sie die zweite 10km-Runde fast genau so schnell durch wie die erste. Dass das eingeschlagene Tempo insgesamt passte, erkannten sie daran, dass sie auf der zweiten Hälfte sogar einige Läufer einsammeln konnten. Mit der Endzeit von 1:18:34h lag Jogi fast genau in seinem Plan. "Der Test ist also geglückt, Kandel kann kommen". Lustigerweise joggten sie unterwegs an einem Hinweisschild vorbei, auf dem stand: Kandel 7,4km. Es ist also wirklich nicht mehr weit, nur noch knapp vier Wochen, dann gilts. Hier die Ergebnisliste mit dem Link zum Veranstalter.

11.02.2008 Der Halbmarathon in Mörfelden sah nur zufriedene Gesichter
Diese Überschrift gilt in erster Linie für unsere Mannschaft, die sich mit drei Frauen und sieben Männern bei strahlendem Vorfrühlingswetter die halbe Marathondistanz vornahm. Die Zielsetzung war wegen der bevorstehenden Events natürlich unterschiedlich gelagert. Bis zum Bienwaldmarathon in Kandel hat's noch vier Wochen. Also ging's erst mal darum, die antrainierte Form zu überprüfen und einen ordentlichen Test zu machen. Vor Super-Mario muss man anerkennend den Hut ziehen, denn die abgelieferten 1:17:29h sind erste Sahne. Er machte in der Vorbereitung anscheinend alles richtig und ich wünsche ihm, dass er diese Fitness bis Kandel nicht nur konservieren, sondern noch ausbauen kann. Die annähernd 500 Starter(innen) störten ihn nicht weiter, denn bis auf sieben schnellere Jungs ließ er alle hinter sich. Und Volker, am Sonntag der zweitschnellste unseres Teams, nutzte die hervorragenden Bedingungen zu einer gelungenen Attacke gegen sich selbst und seine sechs Jahre alte Bestzeit: "Morgens hatte ich noch Bedenken wegen einer leichten Erkältung mit Halsschmerzen. Doch vom Start weg lief's super, bei sehr gleichmäßigem Tempo". Auf Höhe der 20km-Marke hoffte er noch, ohne Probleme unter 1:20h bleiben zu können, doch der letzte Kilometer mit der finalen Stadionrunde wurde immer länger und am Ende "bin ich neun Sekunden über der angestrebten Zeit geblieben und trotzdem sehr zufrieden". Äußerst zufrieden muss Etienne gewesen sein. Er sammelt weiter neue Bestzeiten ein und fügt seiner wachsenden Sammlung nun nach 1:23:59h über 21,1km eine weitere hinzu. Damit war er nun mehr als zwei Minuten schneller als vor fünf Jahren! 2005 gewann Claudi in Mörfelden den Frauenlauf. Heuer lief sie nach 1:24:30h ein, war damit zweieinhalb Minuten schneller als damals und lag damit unwesentlich über ihrer geplanten Marke von 84 Minuten. Sie liegt in ihrem Marathonfahrplan exakt im Soll. Den Skimarathon beim König-Ludwig-Lauf in Oberammergau hat sie offensichtlich unbeschadet überstanden, denn sie holte sich sicher den Sieg in der W40, musste aber den Gesamtsieg mit 41 Sekunden Rückstand abgeben.
Die nächsten beiden Triathleten bereiteten ihre neuen Bestzeiten zwar ohne Absprache, aber doch ziemlich ähnlich vor. Sie trainierten auf dem Rad, überstanden Claudis Schwimmtraining schadlos und nahmen sich den Halbmarathon Kilometer für Kilometer vor. In ihren Weblogs führen sie darüber akribisch Buch, ohne Rücksicht auf die Bedenken irgendwelcher Datenschützer. Stefan outet sich dort mit seinen zwanzig Zwischenzeiten und bemerkt ehrlich, dass er auch ein paar schwache Kilometer dabei hatte. Er vermutete vor dem Rennen: "wenn die Kniebeschwerden nicht zurückkommen, könnte es sogar eine Bestzeit werden". 1:28:53h hatte ich ihm schon zugetraut, aber so früh noch nicht - Respekt! "Hätte ich noch vor zwei Jahren nicht gedacht, daß ich irgendwann mal so ne Zeit laufen kann", erzählte Peter nach seinem furiosen Rennen auf den beiden Runden. "Aber die Form war einfach da. Das gibt echt Mut für ein gutes Finish beim Marathon in vier Wochen". Es war der flüssigste Halbmarathon, den er bisher gelaufen ist, ohne Einbruch und frei von negativen Gedanken. Er dankte zuerst den neuen Kompressionsstrümpfen, die ihn vor Wadenproblemen beschützten und dann seiner Laura, die ihn unterwegs mit Spezialgetränken versorgte und nebenbei noch Fotos schoss. "Das soll ihr erst mal einer nachmachen", meinte der zufriedene Peter, bevor er seine 1:30:35h in die interne Bestenliste eintragen ließ. Ihre aktuell gute Form stellte Raileen erneut unter Beweis (2.W35). Sie befindet sich wieder im Bereich ihrer Bestform vom vergangenen Herbst in Aschaffenburg. Sie läuft kontinuierlich stark und scheint bei jedem Rennen einfach alles zu geben. In der noch jungen Saison ist sie jetzt bei 1:32:37h angekommen und in unserem Eventkalender warten eine ganze Menge weiterer Rennen auf sie. Von den gestrigen Rekordjägern bleibt noch Feuerwehrmann Uwe, dem wir seine Entwicklung ebenfalls vorhergesagt hatten. Der Dreiminutensprung bringt ihn auf 1:52:03h und einen weiteren Schritt nach vorne. Über das Endergebnis von Manfred - der sich im Moment in der Lage befindet, durchaus schnellere Zeiten abzuliefern - sei fairerweise gesagt, dass er es zusammen mit dem Babyjogger und Sohn Tim erreicht hat. Es war schon eine besondere Leistung der beiden Steffens, trotz des klaren Handicaps bereits nach 1:52:15h über die Stadionrunde ins Ziel einzulaufen. Die homogene Teamleistung rundete unsere immer noch aktive Laufpatin Sarah ab. Sie hält trotz ihres Umzugs in den Odenwald die Verbindung zum liebgewonnenen Team und kämpfte sich - sichtlich bemüht - über die Ziellinie (s.Foto). Hier noch die Ergebnisse unserer Mannschaft in der Übersicht.

10.02.2008 Neue persönliche Bestleistung von Michael Schrauder: süße Zwillinge
Allerdings muss Mittelstreckler Michael Schrauder diesmal seinen Erfolg teilen und zwar mit seiner Frau Jutta, in deren Windschatten er sich am fünften Januar im Aschaffenburger Klinikum ins Ziel mogelte. Und wie das in dieser Familie so ist, alles geht schneller und kommt früher. Bereits in der 34. Woche erblickten die weiblichen Zwillinge das Licht der Welt, wobei Luisa im Enspurt einen knappen Vorsprung von sechzig Sekunden gegenüber ihrer Schwester Sophie behaupten konnte. Die Erstgeborene hatte mit 1940g Gewicht und 45cm Länge nicht einmal körperliche Vorteile, die sie auf der Zielgeraden in die Waagschale hätte werfen können, denn sie lag mit 440g und vier Zentimetern enorm im Hintertreffen. Vorsichtshalber mussten beide wegen ihres geringen Gewichtes zwei Wochen im Krankenhaus unter ärztlicher Aufsicht bleiben, doch sie entwickelten sich großartig und sind dann topfit zu ihrer knapp zweijährigen Schwester Johanna nach Hause entlassen worden. Im Hause Schrauder ist es nun ziemlich eng geworden und der Tagesablauf ist mit drei Flaschen- bzw. Wickelkinder nicht gerade einfach. Unser junger Studienrat am Spessartgymnasium in Alzenau fand mit seiner familiengerechten Einstellung umgehend eine optimale Lösung, denn er entschloss sich, bis zu den Sommerferien Elternzeit zu beantragen, um seine Frau Jutta tatkräftig zu unterstützen. "Wie ich in den letzten beiden Wochen feststellen konnte, ist das Leben als dreifacher Papa und Hausmann auf keinen Fall stressfreier als der Beruf, zumal in den ersten Monaten die Nächte äußerst kurz sind und auch noch bleiben werden", erklärt der stolze Vater. Sein Training ist erst mal ganz in den Hintergrund getreten, doch wird er versuchen, die eine oder andere Stunde zu nutzen, um sportlich fit zu bleiben. Der Crosslauf in Kahl zeigte Michael, dass er - den momentanen Umständen entsprechend - zwar einen deutlichen Trainings- und Schlafrückstand hat, doch der Abstand zur Konkurrenz nicht unbedingt erschreckend groß geworden ist. "In der nächsten Zeit wird man von mir keine großen Wettkampfleistungen erwarten dürfen. Fernziel bleibt ein guter Auftritt beim Hypolauf, wo ich wieder an die Form vom letzten Jahr anknüpfen möchte". Wir gratulieren sehr herzlich zu diesen freudigen Ereignissen und wünschen den Eltern, neben ausreichendem Durchstehvermögen und der einen oder anderen Stunde Schlaf, viel Spaß und Freude mit ihren drei Sprösslingen.

06.02.2008 Auch Thomas Marschall schließt sich unserer Abteilung an
Jetzt weiß ich endlich, wer dieser ominöse Tony Marshall ist, der sich schon im Gästebuch eintrug und in unserem Forum mitmischte. Er hat nichts mit diesem komischen Schlager- bzw. Opernsänger zu tun, der dieser Tage 70 geworden ist. Nein, es ist der Spitzname unseres neuesten Mitglieds Thomas Marschall, den ihm gleich nach seinem Einstieg Claudi und Manni verliehen. Dem Vernehmen nach ist Thomas (Jahrgang 1971) ein "klarer Typ" und passt gut zu unserer Truppe. Er treibt seit seiner frühesten Jugend Sport und hat bei der Ausübung schon allerhand abbekommen. Handball erlernte er von der Pike auf und betrieb diese Sportart im Raum Bergstraße (Viernheim und Heppenheim) vierzehn Jahre lang. Dann zog er nach Offenbach, ließ sich zum Altenpfleger ausbilden und wirkte dann als Wohnbereichsleiter in einem großen Altenpflegeheim in Frankfurt. Während dieser Zeit fand er sportlichen Ausgleich auf dem Mountainbike. Handballer und Biker neigen stellenweise zur Übertreibung, in unserer Abteilung lassen sich genügend Beispiele dafür finden. Thomas stürzte also beim Downhill, brach sich den elften Brustwirbel und schlitterte mit Glück an einer Querschnittslähmung vorbei. Er verzichtete einige Jahre vollkommen auf sportliche Tätigkeiten. Aber vor etwa fünf Jahren wollte er es noch mal wissen und stieg in der Handball-Oberliga in Niederroden wieder ein. Doch dieser schnelle, harte Sport, der ohne intensiven Körperkontakt nicht möglich ist, forderte seinen Tribut. Eine Bandscheibe hielt den starken Belastungen nicht mehr stand und platzte. Mittlerweile läuft Thomas mit einer Titanplatte zwischen dem zehnten und zwölften Brustwirbel herum und denkt ab und zu noch an seine zwei Titandübel zwischen den besonders anfälligen Lendenwirbeln vier und fünf. Dieser junge Mann ist doch für den Triathlonsport geradezu prädestiniert, oder?!
Jedenfalls blieb jetzt mehr Zeit für Weiterbildungsmaßnahmen und es folgte ein Studium zum Lehrer für Pflegeberufe. Heute ist er als Lehrer in einer Berufsfachschule für Altenpflege in Aschaffenburg beschäftigt. Seit eineinhalb Jahren befindet sich unser neuer Teamkollege auf dem Triathlontrip. Mit seiner ersten Saison war er zufrieden. Die Sprintdistanz in Gelnhausen und den Quarterman in Bruchköbel wickelte er erfolgreich ab und die olympische Distanz am Edersee empfand er wegen des anspruchsvollen Radkurses knochenhart. Und den Halbmarathon von Bensheim im September absolvierte er in 1:44:29h. Neue Ziel hat Thomas schon vor Augen: In Moret wird er über die Halbdistanz gehen und beim Herbstmarathon in Frankfurt ist er ebenfalls dabei. Doch zuerst wird er versuchen, Anfang März beim Frankfurter Cityhalbmarathon seine Bensheimer Marke zu knacken und dann beim Osterlauf Jügesheim eine 25km-Zeit für sein Sportlerportrait abzuliefern. Seit elf Jahren ist er in festen Händen und hat mit seiner Frau Yasmina einen siebenjährigen Sohn namens Tarek.

05.02.2008 Bernies schwerer Sturz verhinderte größeren Erfolg in Schwoije
Das Main-Echo brachte Bernie Schneiders Mißgeschick sogar in die Überschrift der Berichterstattung. Jürgen Schäfer vom TV Haibach profitierte davon und überließ unserem Teamkameraden halt Platz zwei in der Gesamtwertung beim Schwoijer Crosslauf am Samstag. Es war für die Crossläufer(innen) nicht gerade angenehm, den vom Regen aufgeweichten, schwierigen Untergrund über eine kleine und zwei große Runden zu bewältigen. Der harte Laufkurs verlangte den Athlet(inn)en alles ab, gute Kondition und volle Konzentration. Über 9300m führte das Rennen der Männer und die selektive Strecke enthielt insgesamt fünf relativ schwere Steigungen. Neben Stefan und Manfred befand sich aus unserem Team - wie eingangs erwähnt - auch Bernie im 47 Mann starken Starterfeld. Dieser erspähte mit seinem Adlerblick keinerlei bekannte Favoriten, lief erstmal mit der Spitze verhalten los und witterte ausgangs der ersten Runde Morgenluft. Dann wars auch schon um ihn geschehen. In einer scharfen und zudem rutschigen Kehre hats ihn - in Führung liegend - derart zerbröselt, dass er kurz daran zweifelte, weiter laufen zu können. Der Sturz über Hand, Ellbogen, Schulter, Hüfte und Knie ähnelte einer Judorolle und hinterließ einige Schürfwunden und eine schmerzhafte Rippenprellung. Bernie führte einen kurzen Funktionstest durch, ignorierte die Schmerzen und seine blutende Hand und nahm die Verfolgung wieder auf. "Nach einem Kilometer konnte ich wieder auf Jürgen Schäfer aufschließen, doch an der nächsten Steigung musste ich ihn ziehen lassen. Sturz und Aufholjagd waren wohl doch zu viel für mich". Ungefährdet und recht zufrieden lief Bernie nach 38:36min auf den zweiten Gesamtplatz und erntete im Ziel viel Anerkennung für seine Leistung, nach diesem für jeden sichtbaren Sturz. Die Rippenprellung heilt langsam ab, doch mit dem Lachen muss er sich an den Faschingstagen noch etwas zurückhalten. Sein Sprössling Tom Luca vertrat als einziger Schüler in Schwoije die TSG-Farben, aber das mit gutem Erfolg. Er gewann seine Altersklasse M11 auf der mit 1000m ausgeschriebenen Strecke und lief im gesamten Feld auf Rang vier vor. Stefan hielt sich im gesicherten Mittelfeld auf und mied die rutschigen Passagen. Er scheint wieder etwas längeres vorzuhaben, denn beim 50km Ultra in Rodgau prüfte er vor Kurzem über fünfdreiviertel Stunden lang seine Knochen, die Muskeln und seine Ausdauer. Manfred liebt diese crossigen und schwierigen Rennen. Seine Zeit liegt diesmal in einem Bereich, bei dem man vermuten könnte, er hätte seinen Babyjogger mitgeführt. Hier die Ergebnisliste mit unseren Startern.

04.02.2008 Von wegen Faschingssamstag - in Jügesheim gings schnell zur Sache
Unter den 422 Finishern im Rodgau turnten einige fastnachtlich maskierte Sportler herum und ließen sich mehr Zeit als sonst. Denn der letzte Durchgang in der stark frequentierten Winterserie diente vielen als willkommene Einstimmung in das Faschingswochenende. Unser Team trat mit acht ausschließlich ambitionierten Athlet(inn)en an und ließ sich auch nicht von den Holzfällern irritieren, die unter der Woche die ansonsten gepflegte Rennstrecke stellenweise mit tiefen Spurrillen versahen. Überflieger Mario steigert sich unentwegt und nähert sich so langsam seinem Allzeithoch. Er rauschte mit einem Höllentempo über die bewaldete Piste und überquerte nach sage und schreibe 35:10min die Ziellinie. Die interne Konkurrenz guckt nur noch staunend zu: Was soll mer do degäsche mache? Do kann mer net emol mehr lache? Es hilft net schreie un net schimpfe, mer kann sich net degäsche impfe! Der is zur Zeit halt viel zu staak, als dass mer sich zu wehrn vermag! Narhallamarsch. Einen geplanten Aufwärtstrend verzeichnete der inzwischen wieder sehr gesund wirkende Thomas. Seit seinem ungeplanten, Monate langen Ausfall, hat er sich inzwischen auf unglaublich gute 36:26min vorgekämpft. Sollte er sein erstes Saisonziel bisher verschwiegen haben, dann mache ich es nun öffentlich - ihr findet ihn nämlich in der Starterliste vom Regensburg-Marathon. Ein Geheimnis darüber, wer ihn denn zum Erfolg getrieben hat, machen wir auch nicht. Es war kein geringerer als sein Teamkollege Volker, der eine einzige Sekunde nach Thomas einlief. "Ich bin topzufrieden mit der Zeit, fand unterwegs eine gute Gruppe und lief sehr gleichmäßig", erzählt der Daxberger anschließend - und gibt ehrlicherweise zu: "Thomas' Attacke, aus meinem Windschatten heraus, hatte ich nichts mehr entgegen zu setzen".
Und kurze Zeit später konnte dieses erfolgreiche und zufriedene Trio bereits einen weiteren Kameraden begrüßen. Inzwischen in der M50 angekommen hat Wolfi ordentlich Fahrt aufgenommen. Er befindet sich längst im regelmäßigen Training und die Zeit von 37:34min macht das auch deutlich. Sie reichte für Platz drei in seiner Altersklasse und macht Hoffnung für die frühe Saison. Und damit kommen wir zu denen, die ihre persönlichen Bestzeiten sogar geknackt haben. Die Gunst der Stunde, nicht bezogen auf die äußeren Bedingungen, sondern einzig und allein auf die ansteigende, fleißig erarbeitete Fitness, nutzten drei Teammitglieder. Als Erster war Etienne dran, dem nicht wenige den Sprung unter die 38er Marke prognostiziert und auch gegönnt hatten. Er läuft also, für uns nicht unerwartet, nach 37:56min in einen neuen Bereich und wird sich aller Erfahrung nach dort fest einnisten. Nach solchen Erfolgen tut sich auch was im Kopf, man wird selbstsicher und die nächsten Ziele werden ganz anders formuliert. Dass in der Familie Bourguignon nichts dem Zufall überlassen wird und künftige Erfolge vorab im Familienrat besprochen werden, dieser Eindruck drängt sich langsam auf. Denn es kann kein Zufall sein, dass Partnerin Raileen zum gleichen Zeitpunkt ihre bisherige Marke - so wie ihr Gatte - um exakt elf Sekunden verbesserte; sie steht nun bei 41:15min. Vielleicht ist es auch nur ein angenehmer Virus, der sich ab und zu in diesem Haus breit macht. Vollkommen virenfrei und deshalb zügig war Michael unterwegs. Der Triathlet hat seine Stärken zweifellos im Wasser, trainiert aber inzwischen - wie ich meine erfolgreich - die Laufdisziplin. Er ist ebenfalls im Minutenbereich seiner bisherigen Bestleistung angekommen und lief nach 42:56min ein. Und last but not least erfüllte Andreas die Prognosen, die andere für ihn aufstellten. Letzte Woche traf ich ihn mit seiner Frau und mit Walkingstöcken bewaffnet locker und lustig auf unserer Lauftreffrunde. Er findet so anscheinend das richtige Mittel zwischen Regeneration und Training, denn in Jügesheim rasierte er vom alten Stand gleich 37 Sekunden weg. In unserem neuen, internen Ranking schob er sich mit diesen 45:16min weiter nach vorne. Und diese siebzehn Sekunden, lieber Andreas, sollten doch auch noch zu schaffen sein?! Hier die Ergebnisliste in der Übersicht. Und eine Reihe von Fotos brauche ich demnächst auch wieder, damit die neuen Gipfelstürmer zu ihrem Recht kommen.