TSG Kleinostheim - Ausdauersport

 

Startseite

Startseite - August 2008

29.08.2008 Wolfi bietet Alternative zum ausfallenden Bahntraining
Mitte Juli informierte Manni alle Abteilungsmitglieder per Email darüber, dass in der ersten Septemberwoche kein Bahntraining auf der Anlage in Großwelzheim stattfinden kann. Wegen der Ferienspiele ist nämlich das gemeindliche Waldstadion für sämtliche sportliche Aktivitäten gesperrt. Unsere Abteilung wäre von dieser Maßnahme am Mittwoch, 03.09. betroffen. Damit niemand aus dem Rhythmus kommt oder wegen seines laufenden Marathontrainings unnötig in Panik gerät, wird hiermit verkündet, dass Lauftrainer Wolfi sich umgehend um eine Ausweichmöglichkeit gekümmert hat. Das turnusmäßige Bahntraining findet am nächsten Mittwoch zur gewohnten Zeit um 18.00 Uhr in Alzenau statt. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Prischosshalle, direkt an der Umgehungsstraße. Genau dort wird beim bekannten Alzenauer Triathlon jeweils die Wechselzone vom Rad zum Lauf eingerichtet. Die Mund zu Mund Propaganda funktioniert schon einige Tage reibungslos, denn es haben schon eine ganze Menge Interessierte ihr Kommen angekündigt. Für diese Trainingseinheit hat Wolfi sich bereits ein kleines Programm ausgedacht - und dafür danken wir ihm sehr herzlich.

28.08.2008 Stefan Günther markiert neue Bestmarke auf der Olympischen Distanz im Rodgau
Die diesjährige Triathlonsaison nähert sich so langsam aber sicher dem Ende zu. Es ist gar nicht so einfach, jetzt noch in einen der meist ausgebuchten Wettkämpfe rein zu rutschen. Man nimmt halt mit was noch geht. Sechs TSGler standen am Sonntagmorgen in Dudenhofen an der Startlinie. Zum dritten Mal hintereinander beteiligte sich dort der unermüdliche Stefan. Seine inzwischen fast beängstigende Form stellte er im Rodgau erneut und zwar eindrucksvoll unter Beweis. Trotz eines grandiosen Rennens insgesamt, hatte der junge Mann wieder was zu mosern: "Das Schwimmen wird in diesem Jahr nicht meine Lieblingsdisziplin", meinte er mit Blick auf seine Schwimmzeit von 23:38min, die im Vergleich zum Vorjahr erheblich schwächer war. Zum Trost kann ich erklären, dass 2007 fast alle schneller schwammen. Heuer hatte die ausgeschriebene Strecke - im Gegensatz zum Vorjahr - eher 1400m und deshalb passt das schon. Im nächsten Jahr können wir sicher sein, dass Stefan noch etwas früher Land unter die schnellen Füße bekommt. In der recht langen Wechselzone ließ der ungeduldige Sportsfreund "irgendwie" zusätzliche Sekunden liegen und beabsichtigte dann auf der Radstrecke von Beginn an auf die Tube zu drücken. Doch damit war nix. "Ich konnte mit der linken Seite keinen richtigen Druck entwickeln". Trotz Schmerzen in der lädierten Seite war Stefan laufend am Überholen. Dabei schwirrte immer der Gedanke an die Laufstrecke durch den Kopf: "ob die Schmerzen dann weg sind"? Der zweite Wechsel verlief prima und der erste Kilometer ging in 3:50min durch. Die Probleme waren wie weggeblasen und er sammelte sogar ein paar Altersklassenkonkurrenten ein. Die unterwegs festgehaltenen Zwischenzeiten signalisierten eine 10km-Zeit von knapp über vierzig Minuten. Solche Zeiten läuft unser Teamkollege heute während eines Triathlons. Denkt nur mal kurz darüber nach, wie lange er gebraucht hat, um bei einem Einzelrennen erstmals so schnell zu laufen. Das ist noch nicht so lange her. Am Ende war es für ihn ein erfolgreicher Tag im schönem Rodgau mit einer neuen Bestzeit von 2:13:25h.

Nach langem fieberhaften Warten durfte Peter doch noch an diesem völlig überbuchten Triathlon teilnehmen. Als Ziel setzte er sich eine Zeit unter zweieinhalb Stunden, die - gemessen an seinem Fitnesszustand - durchaus angemessen schien. Mit zunehmender Routine und wachsendem Selbstvertrauen wagte er sich beim Schwimmstart diesmal sehr weit nach vorne, "was ich bereits nach wenigen Metern stark bereut habe, denn ich konnte das Tempo nur gut hundert Meter mitgehen". Dann bekam der mutige Triathlet es mit der Angst zu tun, als er versuchte, die Geschwindigkeit zu reduzieren. Während einiger hastiger Brustzüge suchte er die Orientierung und wurde dabei von der Konkurrenz einfach überschwommen und mit Schlägen malträtiert. Peter kapierte schnell, dass es nur eine Möglichkeit gab, heil aus dem Wasser zu kommen: "also schwamm und schlug ich weiter, als wäre es das normalste der Welt und es machte auch noch richtig Spaß". Irgendwie schaffte er es, das Tempo bis ins Ziel auf gutem Niveau zu halten. Dabei kam eine "für mich fantastische Zeit von 25:09min" heraus. Auf dem Rad und beim Laufen orientierte sich Peter ausschließlich an seinem Puls und achtete auf regelmäßige 170 Schläge pro Minute, "was teilweise doch Überwindung gekostet hat". Aber die Zeit von 2:25:35h entschädigte ihn für alles "und zur Belohnung gab es schließlich eine schlaflose Nacht mit reichlich viel Kopfweh". Ebenfalls sehr zufrieden äußerte sich Michael, obwohl er zwei Minuten hinter seiner Vorjahresleistung blieb. Er sprach von perfekten Wetterbedingungen und einer tollen Organisationsleistung des Veranstalters. Der stärkste Schwimmer unseres Teams in Rodgau meisterte die 1400m in 20:57min - er schwamm das erste Mal in dieser Saison im See. Nach reibungslosem Wechsel meisterte er die drei Runden auf dem 42km langen Radkurs in 1:14:52h und erklärte sich - wegen seines geringen Trainingspensums - auch damit zufrieden. "Dafür brauchte ich vier Minuten mehr als im Vorjahr", sprachs und holte auf der Laufstrecke gleich wieder drei Minuten rein. Den Zielkorridor passierte er nach 2:28:17h und lag damit noch im ersten Drittel aller Starter.

Nach seinem bravourösen Ironman reduzierte Martin das Training drastisch, "aber dafür ist es heute - für meine Verhältnisse - super gelaufen". Er beendete seinen Wettkampf wenige Sekunden hinter Michael und hatte an sich nichts auszusetzen. Dem Badesee entstieg er - nach guter Schwimmleistung - fast zeitgleich mit Peter. Auf den einzelnen Radrunden und auch während des Laufens auf der Wendepunktstrecke sahen sich die Teamkameraden des öfteren und konnten natürlich die Abstände zwischen sich ziemlich exakt ausrechnen. Gegen interne Konkurrenzkämpfchen hat bei uns niemand etwas einzuwenden. Sowas führt anschließend zu netten Gesprächen. Auch Martin war von der Organisation sehr angetan und berichtet von optimalen Verhältnissen. Den relativ starken Wind sollte man dem Veranstalter jedenfalls nicht anlasten. "Einzig die Prügelei beim Schwimmstart war etwas heftig. Da war ja der Ironman ein Kindergeburtstag dagegen", meinte er nach 2:28:40h. Und da war noch der trainingsfleißige Andreas am Werke. Sieht schon gigantisch aus, der Modellathlet im Neopren (Bild links). Der Anzug sorgte für genügend Auftrieb, um nach 32:02min wieder am Ufer anzukommen. Dass er hier noch Verbesserungspotenzial besitzt, weiß er selbst. Allerdings führt zurückhaltendes Schwimmen zu einem nicht zu verachtenden Effekt während eines Triathlons. Plötzlich hast du nämlich einen großen Teil des Feldes vor dir. Unser Freund Andreas weiß mit solchen Situationen umzugehen und machte das Beste daraus. Er rollte bereits auf dem Rad das Feld von hinten auf und machte bis ins Ziel sage und schreibe 100 Plätze gut. Mit seiner Splitzeit auf dem Bike von 1:15:34h liegt er bei der Teamwertung voll im Trend und die 10km zu Fuß hinten drauf zeugen von Durchhaltevermögen. Die 48:55min zum Abschluss sind nicht von schlechten Eltern und bringen ihm ein vorzeigbares Gesamtergebnis von 2:41:46h. Als einzige Frau im Team widmete sich Sarah dem kürzeren Jedermann-Triathlon mit den Distanzen 400m/14km/4km und hielt sich dort achtbar. Sie muss sich langsam aber sicher auf Drehzahl bringen, denn sie hat sich mit ihrem Matthias zum Budapest-Marathon für Anfang Oktober angemeldet. Ihren Wettkampf überstand sie unbeschadet nach 1:07:15h. Hier die Ergebnisliste unserer Mannschaft mit den einzelnen Splitzeiten.

27.08.2008 Gesamtplätze zwei und fünf für Jens und Thomas beim Stadtlauf Bruchköbel
Für den 25. Bruchköbeler Stadtlauf hatte Jens eine Bestzeit über 10km angekündigt. Bekanntermaßen holte er sich diese bereits vor Wochenfrist beim ziemlich eckigen Ortskernlauf in Rossdorf und zwar in der Hammerzeit von 35:34min. Dass er diese enorme Steigerung nochmals toppen würde, trauten wir ihm durchaus zu. "Ob die Strecke länger war als in Rossdorf oder ob ich einfach nicht so gut drauf war oder ob es am teils heftigen Gegenwind lag, keine Ahnung". Jedenfalls schrieben die Bruchköbeler das Rennen bestenlistenfähig aus, d.h. die Strecke ist nach den offiziellen Richtlinien amtlich vermessen. Mit der erneuten Klassezeit von 35:45min ist Jens natürlich sehr zufrieden, denn er hat - egal wie lange die Rossdorfer Runde tatsächlich war - innerhalb einer Woche zwei 35er Zeiten abgeliefert. Bei seiner Vorstellung im März 2007 träumte er noch von Zeiten um die 37 Minuten - und jetzt das! In diesem Rennen gab es mit dem A-Jugendlichen Musa Roba einen deutlichen Sieger. Er besaß nach hundert Metern angeblich schon fünfzig Meter Vorsprung und machte sein Ding vollkommen alleine. In respektvollem Abstand danach bildete sich eine kleine Gruppe von etwa sechs Läufern, in der sich neben Jens auch noch Thomas befand. Von diesem wissen wir, dass er die Duathlon-DM in drei Wochen ansteuert und spätestens seit der Erlangener Mitteldistanz voll im Saft steht. In der formierten Spitzengruppe versuchte der spätere Dritte bergab immer wieder wegzukommen. Er schaffte dies aber nie wirklich, weil unsere Teamkollegen etwas dagegen hatten. "Bei Kilometer acht zog ich dann etwas an und 500m später war ich alleine", schildert Jens die entscheidende Attacke aus seiner Sicht. Der letzte Kilometer fühlte sich allerdings bei ihm wie zwei Kilometer an, aber "ich konnte mich ins Ziel retten". Gesamtplatz zwei unter 196 Finishern dürfte seine beste Leistung über 10km überhaupt gewesen sein. Im Sog der schnellen Truppe begab sich Thomas ebenfalls in die Nähe seiner Bestzeit. Nach 36:16min erreicht er das Ziel und ist dabei so schnell wie seit drei Jahren nicht mehr. Er verfehlt zwar seine bisherige Bestmarke um neunzehn Sekunden, gewinnt aber sicher seine Altersklasse M35 und lässt im Gesamteinlauf nur vier schnelleren Läufern den Vortritt. Im Vergleich zu Rossdorf letzte Woche kann der Lauf nach Jens Meinung nicht mithalten, Für acht Euro Startgeld gab es im Ziel lediglich Wasser und Saft und die Siegerehrung fand gut drei Stunden nach dem Lauf statt. Hier die Ergebnisliste.

26.08.2008 Judith Meidhof und Raileen Bourguignon gewinnen im Freigericht
Neuses ist erst in diesem Jahr dem Club des Kahlgrund-Cross beigetreten. Und das war eine gute Entscheidung, denn dieses nukelige Event mit seinem familiären Charakter kann nicht nur auf landschaftlich reizvolle und abwechslungsreiche Crossstrecken mit wunderschönen Passagen verweisen. Das ganze Drumherum wirkt irgendwie professionell. Die Moderation erinnert an die großen nationalen Veranstaltungen und vermittelt sowohl Zuschauern als auch Aktiven ein gewisses Flair. Nicht zu verachten sind auch die schönen Preise - sponsored by Benzing. Vom Parkplatz dieses Kaufhauses starten übrigens alle Läufe. Der geografisch Interessierte wird erstmal stutzig, wenn er Freigericht-Neuses und Kahlgrund-Cross in Verbindung bringen soll. Spätestens dann, wenn der stetig ansteigende Kurs die bayerische Seite streift und die ersten Erhebungen des Spessarts dem Läuferfeld die Beine schwerer machen, kann man erahnen, dass hier ganz sicher der Kahlgrund tangiert wird. Drei verschiedene Strecken verteilen die Walker und Läufer auf unterschiedlich befestigten Wegen in Richtung Fernblick und das angrenzende Waldgebiet. Etwa 90% des Kurses verläuft auf Wald-, Forst- und Schotterwegen und der Rest auf Asphalt.

Elf Frauen und Männer aus unserem Team fanden sich beim dritten und vorletzten Durchgang des Crosscups ein, wobei sich zwei dem anstrengenden Halbmarathon widmeten und der große Rest die nicht weniger strapaziösen 10,5km in Angriff nahm.Die Rollen im Team vom Samstag waren sorgsam verteilt. Dass Judith die schnellste Frau auf der 10,5km-Distanz werden sollte, war keineswegs eingeplant. Wer sie allerdings beim letzten Lauftreff beobachtete, als sie ohne zu murren die von Trainer Wolfi vorgegebenen Steigerungsläufe eisern durchstand, konnte sich ein Bild von ihrer derzeitigen Leistungsstärke machen. Die junge Dame hat Biss und urplötzlich sogar die Chance, beim abschließenden vierten Lauf in Michelbach, in der Gesamtwertung ganz vorne dabei zu sein. Jedenfalls konnte sie für unsere interne Zehnkampfwertung tatsächlich 1000 wertvolle Punkte einsammeln. Weil Wolfi während dieses Rennens zu sehr mit sich selbst beschäftigt war - schließlich lief er als Teambester (5. Gesamt und 1. AK M50) an diesem Tag über die Ziellinie - übertrug er seinem Bruder Jürgen die Betreuung seiner Gattin Ingrid, die sich auf den Frankfurt-Marathon vorbereitet. Es ging dabei um ein angemessenes Tempo, insbesondere an den elend langen Steigungen. Die mag sie nämlich überhaupt nicht. In den Dienst der gleichen Sache stellte sich Laufpate Udo - und zwar als Wasserträger. Er nutzte die vielen Verpflegungsstände, lief jeweils voraus und kam dann mit zwei Wasserbechern zurück. Er versorgte dabei nicht nur seine Teamkollegin, die in der W50 erneut auf Rang eins vorlief, sondern eine weitere Läuferin mit gleichem Tempo. Im Ziel sollte sich herausstellen, dass es eine direkte Konkurrentin von Ingrid war.

Ein starkes Rennen lieferte Bernie, der als Gesamtsechster direkt hinter Wolfi einlief. Obwohl der Lufthansa-Purser nach seinem Überseeflug den Jetlag noch in den Knochen spürte. Nach seinem guten Abschneiden besitzt auch er in der Gesamtwertung des Crosscups noch eine gute Ausgangsposition. Nach langwieriger Verletzung und erfolgreicher REHA begab sich auch Rainer wieder ins Getümmel. Nach Bewältigung dieser recht selektiven Crossrunde ist er jetzt guter Dinge. Der schwierigen Halbmarathondistanz stellten sich die Bourguignons. Den Gesamtsieg im Frauenfeld holte sich Raileen und blieb dabei als einzige unter 1:40h. Trotz einiger Knieprobleme hielt sie den crossigen Kurs bis zum Ende durch. Mit ihrer Leistung schaffte sie sogar bei den Männern einen hervorragenden 18. Platz. Partner Etienne erlief sich sogar Rang sieben und sprang mit einer Zeit von 1:29:07h noch auf einen Podestplatz in der M35. Diese wirklich gelungene Veranstaltung verzeichnete erneut einen Teilnehmerrekord. Nach den Michelbacher Herbstläufen im Oktober werden die Gesamtsieger gekürt. Hier die Ergebnisliste vom Samstag mit unseren Starter(inne)n.

22.08.2008 Michael beherzigt Claudis Rat: beim Triathlon überlebt der Stärkere
Dieser Triathlon über die olympische Distanz liegt zwar schon einige Tage zurück, urlaubsbedingt gabs bei Michael Babilon nämlich Verzögerungen. Vielleicht hat die verspätete Information aber auch etwas mit seinem Sohn Toni zu tun, der seinem Papa bestimmt schmeicheln wollte, als er vor dem Start in Waldeck am Edersee meinte: "Papa, ich finde es toll, daß du trotz deiner ganzen grauen Haare noch an einem Triathlon teil nimmst". Den Sprung in die neue Altersklasse M40 bemerkte sogar seine Familie, die bereits freitags komplett in diese schöne Ferienregion mitreiste. Bei herrlichem Sommerwetter bauten sie ihr Zelt auf und Michael konnte sich langsam auf den folgenden Wettkampftag vorbereiten. Bei der sehr gut organisierten Veranstaltung wurden die Triathleten in mehreren Blöcken in den Edersee geschickt, somit kam keinerlei Gedränge auf. "Ich habe vom Start weg mein Ding geschwommen. Claudis Training am See hat angeschlagen". Diesmal ließ sich unser Teamkollege von konkurrierenden Schwimmern nicht bremsen. Den weisen Rat der Trainerin, dass nur der Stärkere überlebt, permanent im Hinterkopf. Nicht einmal von den Wellen der Ausflugsschiffe ließ er sich stören und zog sein Ding durch. "Meine Zeit von 30:20min für die 1500m liegt genau im Rahmen". In der Wechselzone lässt sich Michael bekanntlich mehr Zeit als andere, denn die längere Pause kommt ihm angeblich auf der Radstrecke sehr entgegen. Über diese auf den ersten Blick besondere Taktik sollten wir in größerem Kreis mal ausführlicher reden. Den 44 Kilometer langen Radkurs bezeichnet er als anspruchsvoll. Das bedeutet in Waldeck etwa fünf flache Kilometer und dann ein stetes Auf und Ab. Die Biker mussten teilweise mit Anstiegen um die 13% zurecht kommen. Als Extraschmankerl war sogar eine separate Bergwertung eingebaut. "Da ich aber Hügel mag, fand ich es richtig schön und abwechslungsreich",   erzählte unser Kurzurlauber. Den Wechsel in die Laufschuhe nennt er: "wie erwartet", ohne genau zu beschreiben, was wir uns darunter vorstellen sollen. Falsch machte Michael bei diesem zwingenden Vorgang nichts, denn das Anlaufen bereitete ihm keinerlei Probleme. Die wellige Laufstrecke führte teilweise über Teer und über Waldwege mit grobem Schotter. Trotz richtig heißer Witterung (33°C) besaß er noch genügend Kraft, die 10km gleichmäßig durchzulaufen. "Durch meine Einteilung konnte ich beim Laufen ca. 25 Plätze gut machen". Auch wenn die Zeit von 53:20min hinter seinen eigenen Vorgaben lag, machte der Triathlon ihm richtig Spaß. Mit seiner Finisherzeit von 3:07:53h und dem erkämpften Mittelfeldplatz gab er sich äußerst zufrieden. Klar, er befand sich doch im Urlaub. Fazit: Schön wars und gut organisiert. Fünf Verpflegungsstellen auf einer 10km Wendepunktstrecke hat man nicht alle Tage. Bei dem heißen Wetter wollte aber kaum einer darauf verzichten. Eine empfehlenswerte Veranstaltung mit sehr freundlichen Helfern. Hier noch die Ergebnisliste mit dem Link zum Veranstalter und eine kleine Bilderserie.

20.08.2008 Claudia Hille gewinnt den Bibliser Triathlon totz erheblich reduziertem Training
Mit ihr konnte beim Bibliser Schnuppertriathon eigentlich keiner rechnen, denn sie hatte sich am Fuß verletzt und trainerte kaum noch auf der Laufstrecke. Drei Mal riskierte Claudia das Laufen in den letzten vierzehn Tagen, dann verlagerte sie die Plagerei mehr aufs Rad und gönnte sich mit Arnd ein paar lange Touren durch den Schwarzwald und das heimische Hafenlohrtal und sammelt jede Menge Höhenmeter. Weil der Ironman Anfang September im amerikanischen Wisconsin immer noch auf der Tagesordnung steht, hängte sie sich während des Trainings auch im Wasser richtig rein und brachte kürzlich die 3800m in unglaublichen glatten sechzig Minuten hinter sich. Dann traf sie sich mit ihrem Arzt, der ihre Füße richten soll - genauer gesagt: den Hallux Valgus - der permanent aus dem Gelenk hüpft. So was kann äußerst schmerzhaft sein und betrifft in Deutschland etwa zehn Millionen Menschen, hauptsächlich Frauen. Claudia ist bekanntermaßen eine Frau. Zu dem noch eine, die im Laufe ihres Sportlerlebens ihren Hallux Valgus sowas von strapaziert hat, dass es mich wundert, dass der sich jetzt erst meldet. Jedenfalls wird die OP am 12.09. durchgeführt, das liegt - Gott sei Dank - zufällig fünf Tage nach dem Ironman. Mit dieser Hintergrundinformation versteht jetzt jeder, warum sie am Sonntag unbedingt einen Triathlon machen musste. Einen Sprintwettkampf dieser Größenordnung (500m/20km/5km) hat Claudi seit vier Jahren nicht mehr absolviert. In erster Linie diente die Teilnahme einem Belastungstest für den lädierten Fuß und zum anderen fehlt ihr zur Komplettierung des internen Zehnkampfes genau ein Triathlon, "denn ich weiß ja nicht, ob ich beim Ironman finishen werde". Vorweg gesagt: es ging alles gut - super gut! Die achtzig Frauen im 400er Feld beherrschte sie souverän. Im sehr klaren Gemeindesee mussten 500m in einem L-Kurs zurückgelegt werden. Mit einem kleinen Dilemma kam unsere Vorzeigeathletin unterwegs zurecht. Denn die dreiminütigen Zeitabstände zwischen den einzelnen Startgruppen waren verdammt kurz, gerade für zügige Schwimmer. Da die Frauen meist in der letzten Gruppe starten, schwamm die schnelle Claudi nach 400 Meter voll in die hängenden Brustler rein. "Supi", formulierte sie es treffend, kam aber trotzdem als vierte Frau aus dem Wasser und hatte dabei angeblich sogar Spaß. Die für flotte Wechsel berüchtigte Triathletin mischte sich schnell unter hunderte männliche Konkurrenten und registrierte sehr pingelig, dass zwei schnelle Mädels schon weg waren. Darunter Steffi Tänzler, eine frühere Triakollegin, "mit der ich mehrere Jahre in der Triathlon-Bundesliga gestartet bin", die eine super Schwimmerin ist. Und die spätere Dritte war die kompletten zwanzig Radkilomter immer in ihrer Nähe.

Die Radstrecke war der Hammer
Gut 30% führten über asphaltierte Feldwege, teilweilse Plattenwege und teils grober Asphalt, mit ewig vielen Kurven. Das Gelutsche auf der Strecke muss eine wahre Pracht gewesen sein. Claudi brachte an diesem Tag einen Megadruck auf die Pedale und zog teilweise bis zu zwanzig Männer hinter sich her. Welche Frau kann heute noch so etwas von sich behaupten? Ab und zu begab sich mal der eine oder andere höfliche Tria nach vorne, um anschließend wieder zu trödeln und unserer "alten Lady" das Solozepter erneut zu übergeben. "Einige der Herren bedankten sich im Ziel für meine gute Pace". Na also. In der Wechselzone verschaffte sie sich ruckzuck einen Überblick. Die vierte Frau lag zehn Sekunden hinter und die zweite mit dem gleichen Abstand vor ihr. Über den Sprecher - der sie als amtierende Europameisterin ankündigte - erfuhr sie ihren Rückstand zur Spitzenposition: 30 Sekunden! Jetzt ging es um die Hauptsache: hält der Fuß?! Einen halben Kilometer lang spürte Claudi höllische Schmerzen und sah den Ironman schon schwinden, dann war sie im Tritt und in ihrem Element. In Runde eins kassierte sie ihre starke Konkurrentin, baute den Vorsprung kontinuierlich aus, nahm sich in der letzten Runde etwas zurück und finishte mit einer Minute Vorsprung nach 1:07:20h. Bemerkenswert ist ihre Laufzeit, denn mit weniger als neunzehn Minuten für die fünf Kilometer lag sie auch beim starken Geschlecht ganz weit vorne. Bei diesem erfolgreichen Test schafft sie im gesamten Feld einen 32. Platz. Der Ironman kann kommen. Aus unserem Team nahmen sich noch drei Herren diesen Schnuppertriathlon zu Brust. Simon war derjenige, der unserer Triathlontrainerin am nächsten kam. Eine halbe Minute später erschien er im Zielkorridor und war mit seiner Leistung beim letzten Triathlonwettkampf des Jahres sehr zufrieden: "Ein sehr schöner Wettkampf bei besten Bedingungen". Für Vater Dietmar lief es nicht so rund. Beide konzentrieren sich ab sofort auf den Frankfurtmarathon. Hier noch die Ergebnisliste aller Teammitglieder.

19.08.2008 Ortskernlauf Rossdorf sieht zwei neue TSG-Bestzeiten über 10km
Dieser Weg hat sich für beide gelohnt. Das Rossdorfer Ortskernfest zieht seit vielen Jahren die Menschen an. In den engen Gassen ist immer die Hölle los und die ausgelassenen Zuschauer motivieren die Läufer zu Bestleistungen. Leider können sich die Athleten nie so richtig auf diesen Citylauf einstellen, weil Jahr für Jahr irgendwelche Neuerungen eingebaut werden. Der Veranstalter ist stets bemüht, den Kurs besser und schneller zu machen, doch anscheinend ist die optimale Streckenführung immer noch nicht gefunden. Das war aber unseren jungen Roadrunnern am Samstag ziemlich egal. Kurz entschlossen stieg Jens mittags mit Stefan in den Zug nach Dieburg. Ihr habt richtig gelesen, die Jungs sind wirklich mit der Bahn angereist. Die Räder waren allerdings auch dabei. Aus dem Training heraus beabsichtigte Jens, seine aktuelle 10km Form richtig zu testen. Schließlich will er Anfang September beim Halbmarathon in Darmstadt wieder was reißen. Geplant hatte er beim Ortskernlauf pro Runde genau 6:10min, was einer Endzeit von glatten 37 Minuten entsprochen hätte. "Wie immer war die erste Runde viel zu schnell" erzählt Jens, der zu diesem Zeitpunkt nicht genau wusste, was diese gestoppten 5:40min bedeuten sollen. "Zu meiner Überraschung konnte ich allerdings die nächsten fünf Runden - trotz vieler Überrundungen und der hohen Temperatur - recht konstant um die 6:00 gelaufen". Beflügelt von den enorm vielen anfeuernden Zuschauern kommt er schon nach erstaunlich schnellen 35:34min ins Ziel. Der eineinhalb minütige Sprung nach vorne bringt ihn in der internen Bestenliste bis auf Platz dreizehn. Die neue Bestzeit war eigentlich erst für die kommende Woche in Bruchköbel geplant - ob das jetzt was wird, stelle ich ganz einfach mal in Frage.

10km Bestzeit geplant und erledigt
so einfach überschrieb Stefan die schönen Rossdorfer Erlebnisse in seinem Online-Tagebuch. Dort ist neben seinen einzelnen Rundenzeiten auch das Rossdorfer Streckenprofil zu besichtigen. Das Läuferfeld musste nämlich pro Runde etwa zehn Meter Höhenunterschied meistern, was summa summarum sechzig HM ausmacht. Das sind nicht unbedingt ideale Voraussetzungen für persönliche Bestzeiten. Am Ergebnis kann man aber erkennen, dass unsere austrainierten Freunde noch genügend Spielraum haben und wir in der Zukunft noch einiges erwarten dürfen. Stefan besitzt aufgrund seiner jüngsten Leistungssprünge soviel Selbstvertrauen, dass er neue Bestmarken im Vorfeld ankündigt. Auch er übertrieb traditionell das Tempo im ersten Abschnitt, fand aber bald den passenden Rhythmus auf dem abwechslungsreichen Kurs, mit einem - für seine Begriffe - recht angenehmen Profil. Den kleinen Hänger in Runde vier überbrückte er routiniert und steigerte sich, als es darauf ankam. Die neue Bestmarke von 38:43min passt längst zu dem, was er uns kürzlich präsentierte, obgleich er schon mal bei anderen Läufern und dem Veranstalter wegen der Streckenlänge nachhakte: "Diesmal sollen es 10km gewesen sein", war die Resonanz seiner Umfrage. Bei jährlich wechselnder Strecke ist diese Frage schon erlaubt, aber nicht bei jedem Leistungssprung muss man das eigene Können anzweifeln. Suche dir einen flachen Zehner und machs einfach nochmal! An der Organisation dieses Events konnte man nicht mäkeln und die Verpflegung ließ ebenfalls nichts zu wünschen übrig. Nächste Woche probiert Stefan mal aus, wie schnell er im Rahmen des Rodgautriathlons laufen kann. Nach dem Rennen fuhren die Sportsfreunde mit ihren Rädern locker nach Hause. Ab Karlstein musste sich Jens alleine in den Kahlgrund kämpfen. Naja, so haben sie wenigstens noch was für die Radform getan. Hier die Ergebnisliste mit dem Link zum Veranstalter. Einen Laufbericht hat Laufreport.de bereits online stehen.

16.08.2008 Achtung: die Zehnkampfsaison neigt sich dem Ende zu
Punkte für den vereinsinternen Ausdauer-Zehnkampf, der fast ein komplettes Sportjahr umfasst, können bekanntlich nur bis zum zweiten Lauf der Goldbacher Winterserie gesammelt werden. Damit alle derzeit Beteiligten oder noch Interessierten sich über den aktuellen Stand informieren können, hat Alois Mühlthaler, der Erfinder dieses interessanten Wettbewerbs, einen Zwischenstand über die fehlenden bzw. bereits angewickelten Events erstellt. Unser Gründungsmitglied weist darauf hin, dass sich die Triathlonsaison langsam aber sicher dem Ende nähert und vermutlich der Alzenauer Triathlon am 07.09. die letzte Möglichkeit bietet. Beim ersten Blick in die dortige Meldeliste stellt man fest, dass das maximale Kontingent mit 300 Startern vollkommen ausgebucht ist. Der zweite Blick macht deutlich, dass mindestens fünf unserer 28 (!) eingetragenen Teammitglieder die Situation bereits erkannt haben und dort die fehlenden Punkte sammeln werden. Eine zwingend vorgeschriebene Disziplin ist der 5000m Crosslauf durch das Steinbachtal, der am Samstag, 08.11. durchgeführt wird. Wer also beim ersten Lauf im April nicht dabei war, darf im November nicht fehlen. Hier lässt Alois nicht mit sich reden. Im Übrigen erinnere ich nochmal daran, dass Alois die sehr arbeitsintensive Ermittlung unseres Vereinsmeisters bzw. unserer Vereinsmeisterin nur dann weiter führt, wenn insgesamt mindestens 25 Athlet(inn)en in die Wertung kommen. Es wäre wirklich schade, wenn diese Zahl nicht zusammen käme und der Rektor a.D. sich so dieser schönen Aufgabe entledigen könnte. Es ist tatsächlich möglich, ab September noch alle Kriterien zu erfüllen. Der Erfinder selbst hat es 2003 erfolgreich ausprobiert und erklärt: "Der aktuelle Zwischenstand ist ein Produkt aus den mir zugänglichen Unterlagen und Ergebnislisten, ohne irgendwelche Geheimstarts in der Antarktis, der Südsee, in Rio oder Peking". Zur Erinnerung gibt es hier nochmal die Endergebnisse aus 2007.

14.08.2008 Thomas Lindner schafft beim Erlangener Triathlon seine bislang schnellste Mitteldistanz
Da haute er wieder mal richtig einen raus - und fast keiner hats gemerkt. Ganz alleine fuhr Thomas am Samstagnachmittag nach Erlangen, ohne Vereins- bzw. Familienmitglieder und völlig unbeobachtet vom Rest der Welt. Auf Gesellschaft musste er trotzdem nicht verzichten, denn er trieb seinen Sport zusammen mit insgesamt 800 Trias. Um die 500 fanden sich mit ihm auf der Mitteldistanz (2000m/80km/20km) ein, bei idealen äußeren Bedingungen: Kein Regen, moderate sommerliche Temperaturen und leichte Bewölkung. Auch sonst konnte er von dieser Superveranstaltung nur schwärmen. Das hat nicht unbedingt damit etwas zu tun, dass unser Teamkollege die schnellste Mitteldistanz seiner Triathlonkarriere ablieferte. Den Neulingen in unserem Team, die sich im nächsten Jahr an diese Distanz wagen, empfiehlt er Erlangen aufs Wärmste: "Das Event bietet einen sehr familiären Charakter. Die Wege zur Abholung der Startunterlagen, der Schwimmstart und die Wechselzonen sind alle innerhalb weniger Minuten zu Fuß zu erreichen", so begründet er recht plausibel diesen Vorschlag. Befürchtungen des Veranstalters, mit der geänderten Lage der Wechselzone könnte das Gedränge am Start des Schwimmwettbewerbs unter der Dechsendorfer Brücke zu groß werden, erwiesen sich als unbegründet. Zahlreiche Zuschauer nutzten den neu geschaffenen Logenplatz auf der Brücke zum Blick auf den Start. Geschwommen wurde im Main-Donau Kanal entlang der späteren Laufstrecke. Um das Hauen und Stechen im Wasser zu entschärfen, wurde die Gruppe der Mitteltriathleten geteilt und zeitlich um fünf Minuten versetzt gestartet. Die 2000m legte Thomas im 22°C warmen Wasser in soliden 38:47min zurück. Die Radstrecke muss auf zwei Runden zu jeweils 40km gefahren werden. Alle Knotenpunkte waren gut gegen den allgemeinen Autoverkehr abgeschirmt. "Wer genügend Radkilometer in den Beinen hat, kann es hier auf der recht flachen, schönen Strecke richtig krachen lassen", weiß Thomas, der im laufenden Jahr sich allerdings mehr aufs Laufen konzentrierte und auf dem Rad sogar weniger Trainingskilometer zusammen brachte als auf dem Rad. So was kommt bei den Trias tatsächlich auch mal vor. Mit diesen gestoppten 2:25:49h inclusive Wechselzeit musste er sich zwangsläufig begnügen. Dafür ließ der Mann vom Finanzamt über die 20 Laufkilometer tatsächlich die Sau raus. "Von Beginn an bin ich ein hohes Tempo gegangen und konnte dieses bis zum Ende auch durchlaufen". Mit der reinen Laufzeit von 1:22:02h über 20km verbesserte er sich nach dem Radkurs noch um fast  200 Plätze! In der langen Ergebnisliste dieses Riesenfeldes fanden sich gerade mal vierzehn Spezialisten, die noch etwas schneller laufen konnten. Da muss man einfach den Helm ziehen und sich ehrfurchtsvoll verneigen. Gehässige Kameraden könnten aber sagen: wer sich so lange auf dem Rad ausruht..... Jedenfalls landet Thomas mit dieser Glanzleistung - nach 4:26:38h - noch im ersten Viertel aller Finisher. Ab sofort wird er noch etwas an seiner Radform feilen, um dann in fünf Wochen bei den Deutschen Duathlonmeisterschaften In Falkenstein (Erzgebirge) gestärkt an den Start gehen zu können. Dazu wünschen wir ihm viel Glück. Hier noch die Ergebnisliste mit seinen Splitzeiten und dem Link zum Veranstalter.

13.08.2008 Wiesbaden Ironman 70.3. - der härteste halbe Tag des Jahres
Die hessische Landeshauptstadt sah auch bei der zweiten Auflage des 70.3 ein Sportevent der Extraklasse. Unter die 2000 Einzelstarter mischte sich ein ambitioniertes Quartett aus Kleinostheimer Gefilden. Angeführt wurden drei eher unerfahrene Rookies über diese halbe Ironmandistanz vom erfahrenen Stefan Eckrich, der die vierten Plätze seiner Altersklasse immer für sich beansprucht. Seine konstanten Leistungen verhelfen ihm aber auch bei solchen Hammerevents über kurz oder lang aufs Treppchen, da bin ich mir sicher. Wenn man mal davon absieht, dass er sich im Kalender vertan hat und erst in Immenstadt feststellte, dass ihm bis Wiesbaden nur noch zwei Wochen zur Verfügung stehen (anstatt mindestens drei), "habe ich den Mix aus Regeneration und Belastung gut hinbekommen". So äußerte sich der ausgebildete Meister im Maschinenbau, der zurzeit auch beruflich stärker als sonst beansprucht ist. Zum Wettkampf selbst erklärt er recht sachlich: "Schwimmen war normal". So bezeichnet Stefan die Behinderungen, mit denen er sich bereits nach 500m beschäftigen musste. Er traf auf die letzten Athleten der vor ihm gestarteten Gruppe. Im Rennverlauf verstärkten sich die Hindernisse noch, weil ein nicht unerheblicher Teil der Altersklassen 30 und 35 die Strecke im Bruststil hinter sich brachte. Seine reine Schwimmzeit von 30:01min gehörte immer noch zu den besonderen Leistungen. Auch zum super schönen Radkurs fand er nur lobende Worte: "einfach klasse, total gesperrt, leider zu voll". Gefährlich empfand er die Abfahrten, weil eine ganze Menge Biker teilweise in Dreier- oder sogar Viererreihen nebeneinander im Schleichtempo die Berge runter rollten. "Aber mit einem Schnitt von 33,8km/h war ich dann super zufrieden". Eine tolle Stimmung erlebt Stefan dann beim halben Marathon. Auch hier war es für seine Begriffe viel zu voll. Schon nach 700m begrüßte ihn eine TSG Fangruppe am Wendepunkt. Dank Birgits fürsorglicher Hinweise, dass die Zeitnahmematte sehr glatt sei, "habe ich mich dann nicht auf die Nase gelegt". Leider musste Stefan dann dem bisherigen ziemlich hohen Wettkampftempo etwas Tribut zollen. Nach 4:44:25h beendete er die Triathlonsaison und zog auf Gesamtplatz 32 und dem vierten AK Platz eine total zufrieden stellende Bilanz. "Und nun werde ich mich auf den Powerman Duathlon in Zofingen vorbereiten".

Das wichtigste ich wohl, dass ich gefinisht habe,
berichtet der zufriedene Matze, auch weil sich sein geschundenes Knie erst gegen Ende des Rennens bemerkbar machte. Nach solchen langen Belastungen darf er sich auch nicht wundern. Zuerst zog das junge Schwimmtalent die Blicke auf sich, als es unwahrscheinlich früh - exakt nach 28:44min - aus dem Schiersteiner Hafenwasser stieg. Zu diesem Zeitpunkt lagen nur einige wenige vor ihm. "Obwohl meine Zeit ganz gut aussieht, bin ich trotzdem nicht zufrieden". Er hätte sich eine 26er Zeit gewünscht, doch gleich nach der Wende traf er auf eine langsame Frauengruppe, die zehn Minuten vorher startete. Die Überholvorgänge brauchten halt ihre Zeit. Nach seiner Paradedisziplin wechselte Matthias aufs Rennrad und wusste eine anspruchsvolle Strecke mit insgesamt 1500 Höhenmetern vor sich. Schon nach dem ersten Anstieg verspürte er ein gutes Gefühl, das sich beim Blick auf den Tacho nach 40 Kilometern bestätigte. Hier merkte er, "dass ich sogar eine richtig gute Radzeit reißen könnte". Die tolle Stimmung auf dem Radkurs half ihm über die Runden. Als in der Wechselzone die 3:05:30h amtlich waren, schlüpfte er voller Stolz in die Laufschuhe und machte sich auf die abschließenden drei Runden durch den herrlichen Wiesbadener Kurpark. Die erste Runde war von der Zeit her die Beste. Gefühlt war es aber die zweite, denn die machte am meisten Spaß. "Die dritte Runde tat einfach nur noch weh und ich wollte auf diesen verdammten Teppich", den er voller Sehnsucht nach einer Gesamtzeit von 5:45:03h endlich erreichte.

Ich freue mich wahnsinnig auf den Ironman Frankfurt 2009,
waren Peters Worte, nach dem er endlich den Zielkorridor passierte. Den halben Weg der Ironmänner absolvierte er erstmals - in einer akzeptablen Zeit von 5:52:34h. Mit klaren Zeitvorstellungen ging er ins Rennen und wünschte sich insgeheim, falls alles optimal läuft, eine Schwimmzeit von 40 Minuten. "Als ich die 39:06 sah, dachte ich mir: so kann es weiter gehen". In der Wechselzone ließ er ungeplant einige Zeit liegen, denn beim Ausziehen des Neos kam er nicht besonders zurecht. Weil der in den letzten Wochen zur Reparatur war und Peter überhaupt erst drei Mal mit dem Ding geschwommen ist, kann man das nachvollziehen. Da kämpfst du im Wasser um jede Sekunde und dann kannst du dich nicht richtig anziehen - das muss unbedingt geübt werden! Voller Respekt und ein bisschen eingeschüchtert von den 1500 Höhenmetern begab sich Peter auf das Rennrad. Im hügeligen Spessart trainierte er den Ernstfall und hoffte, in Wiesbaden mit drei Stunden auszukommen. Tatsächlich verbrauchte er 14:38min mehr, tröstete sich aber sogleich damit, dass die anvisierten sechs Stunden Gesamtzeit noch realisierbar sind. Er hatte auf dem Rad alles gegeben, hätte keinen Kilometer mehr fahren können - und machte sich deswegen überhaupt keine Vorwürfe. Weil zu diesem Zeitpunkt aber die Oberschenkel furchtbar schmerzten, überfielen ihn Zweifel, ob Laufen überhaupt noch möglich sein wird. Nach kurzen Krämpfen auf den ersten Kilometern lief es aber erstaunlich gut. "Mit Hilfe der vielen Zuschauer, den Anfeuerungen der Vereinskameraden und Arbeitskollegen sowie der traumhaften Kulisse, fiel mir das Laufen sogar recht leicht". Vom Wettkampf hatte sich unser Teamkollege bald wieder erholt und nur noch von einem traumhaften Wochenende gesprochen.

Nun ist er vorbei, der längste halbe Tag von Wiesbaden,
äußerte sich Uwe nach seiner gelungenen Premiere beim 70.3. Nach der Wettkampfbesprechung am Samstag gings zum Schiersteiner Hafen. Rad eingecheckt, Klamotten abgegeben und zurück nach Hause. Sonntagmorgen: Race Day. Um fünf raus aus den Federn, frühstücken und nochmals alles überprüfen. Ab nach Wiesbaden, mit dem Shuttlebus zum Schwimmstart. Alles noch ganz locker und entspannt. Als sein Mannschaftskamerad Matze verschwunden war, rief man die roten Kappen auf. Uwe wusste: jetzt gehts also los. Beim Schwimmen fühlte er sich ziemlich gut. Kein großes Gehaue oder Gedränge, das lag wahrscheinlich an der breiten Startlinie von etwa 90 Metern und der Aufteilung in einzelne Altersklassen. So kam er in 40:45min durch, wechselte aufs Rad, mit einer klaren zeitlichen Strategie im Kopf. Es macht sich bezahlt, wenn man sich intensiv vorbereitet, also im Training mal die Strecke abfährt - und das ist am letzten Samstag geschehen. "Die Renneinteilung ist mir letztendlich auch gelungen". Bei Hausen v.d. Höhe flog dann Stefan an ihm vorbei. Uwe zollte seinem Teamkollegen ordentlich Respekt, "zumal der 20 Minuten nach mir startete". Bei Kilometer 60 überholte ihn mit Peter ein weiterer TSG-ler. Als es zu regnen begann, nahm Uwe etwas von seinem Tempo raus, insbesondere auf den Abfahrten, "da ich ja ins Ziel wollte und nicht ins Krankenhaus". Nach 3:43:19h erschien er zum letzten Mal in einer Wechselzone, bevor er sich dem Halbmarathon widmen musste. Die ersten zehn Kilometer gingen in 58 Minuten durch, bis Marke 15 war er mit sich und der Welt noch im Reinen. Dann brannten die Oberschenkel und jeder Schritt wurde schwerer. Egal, die letzten fünf Kilometer sind auch noch zu schaffen… "Und plötzlich liegt dann der blaue Teppich vor dir. Die letzen paar Meter, die Anfeuerungsrufe der Zuschauer, der Zieleinlauf - geschafft. Die erste Halbdistanz". Diese Gefühle kann nur der beschreiben, der es gemacht hat. Der überglückliche Uwe bedankt sich ausdrücklich bei seinen Freunden, die ihm im Vorfeld mit Rat und Tat zur Seite standen und auch denjenigen, die an der Strecke nicht müde wurden, ihn anzufeuern. Hier die Ergebnisliste mit allen Splitzeiten und eine schöne Bilderserie unseres Fotofreundes Eckhard. Er fotgrafierte natürlich auch alle anderen Abteilungsmitglieder, die wie im Vorjahr ehrenamtlich beim 70.3 eingesetzt wurden. Sie übernahmen als Spotter die Begleitung der drei führenden Frauen und Männer - und führten diese ins Ziel.

12.08.2008 Die Güttersbacher überlassen nichts dem Zufall - Organisation vom Feinsten
Vor dem 13. Durchgang hatten die Verantwortlichen schon ein bisschen Bammel. Waldmichelbach liegt ja nicht weit, wo der Blitz am Tag zuvor eine Reihe trainierende Fußballer teilweise schwer verletzte. Doch der Wettergott hatte großes Einsehen mit dem überaus engagierten Skiclub im Odenwald. Die Anzahl der Helferinnen und Helfer verblüffte die erneut gewachsene Läuferschar. Wer schon mal einen Volkslauf zu organisieren hatte, weiß sicherlich, wie schwer und arbeitsintensiv es ist, einen Waldkurs dieser Größenordnung sauber zu halten. Die Laufstrecken sahen wie geleckt aus. Da müssen Hundertschaften mit Rechen und sonstigen Werkzeugen unterwegs gewesen sein, um nach den Niederschlägen der vergangenen Tage die Wege frei zu räumen. Ein hervorragend präparierter Kurs mit breiten Wegen bot sich den Läufern. Er war gut zu laufen und wies keinen Crosscharakter auf. Hier konnte sich auch keiner verlaufen, weil an allen kritischen Stellen immer einer der Helfer die Laufrichtung anzeigte und alle restlichen Passagen wunderbar ausgeschildert waren. Der neue Teilnehmerrekord verwunderte niemanden. Der ganze Ort scheint im Einsatz gewesen zu sein. Die ersten 400 Anmelder nahmen ihr obligates T-Shirt in Empfang. Die ersten drei jeder Altersklasse erhielten sogar Pokale, der Rest mindestens eine Finishermedaille. Hinzu kamen jede Menge Sachpreise. Und für die Schüler wurde nicht mal Startgeld erhoben! Eigentlich ist es irgendwie peinlich, dass aus unserer riesengroßen Truppe maximal ein halbes Dutzend den Weg ins Mossautal gefunden hat. Obwohl unsere Laufpatin Sarah seit Jahren schon die Werbetrommel für dieses Vorzeigeevent in ihrer neuen Heimat rührt. Nicht nur Wolfi, der mir übrigens diese Infos lieferte, vertritt die Auffassung, dass im nächsten Jahr mindestens ein Tagesausflug dorthin Pflicht sei.

Tobias Hegmann fasst allmählich Tritt
Das überschaubare TSG-Team
musste am Samstagmittag allerdings vor den lukullischen und kulturellen Genüssen noch richtig harte Arbeit leisten. Die Streckenprofile auf allen Distanzen haben es in sich. Sogar in den Schüler- und Jugendläufen sind einig Höhenmeter eingebaut. Sehr angetan äußerte sich Wolfi zur Laufleistung der 12-jährigen Stella-Bianca. Sie war mit ihrer kompletten Familie angereist, eigens zu einem Schuhtest. Anscheinend legte sie sich die richtigen Laufschuhe zu, denn der Trainer registrierte ihren inzwischen recht ansehlichen, schönen Laufstil auf der 1700m langen Runde. Die junge Dame erntet so langsam die Früchte ihres regelmäßigen Trainings. In den Rennen danach sammelten die Erwachsenen in unserem Team allesamt Podestplätze. Das hing bestimmt mit den ausgeschriebenen Sachpreisen zusammen. Einzig und allein der wiedergenesene Tobi begab sich als Titelverteidiger auf die hammerharte Halbmarathondistanz, die immerhin um die 400 Höhenmeter aufwies. Im Vorjahr ließ er topfit alle Konkurrenten weit hinter sich und wurde im Ziel nach 1:15:29h vom Streckensprecher mit den Worten empfangen: “der schnellste Weiße, der bisher auf dieser Strecke gelaufen ist”. Lediglich ein Kenianer absolvierte einige Jahre früher die 21,1km schneller. Mit diesem Lauf startete Tobi in die Vorbereitungen zum Essener Marathon. In erster Linie ging es um einen schmerzfreien Lauf, denn sein Knie machte ihm bislang einige Sorgen. Sein Ziel - um die 1:20h - verpasste er um eine Minute, weiß aber jetzt ziemlich genau, wo er steht und wo er ansetzen muss. "Mit dem zweiten Gesamtplatz und dem damit verbundenen Preis - bestehend aus Buttermilch, Bauernbrot und einem Käse - sicherte ich dann noch das Abendessen für die nächsten beiden Tage". So kommt ein Ausdauersportler auch über die Runden.

Volker Hain und die Angst vorm weißen Kenianer
Der Rest unserer Mannschaft begnügte sich mit 10,5km im so genannten Hauptlauf. Überhaupt geht die große Masse lieber auf diese kürzere, aber wirklich anspruchsvolle und richtig schwere Strecke. Mit Volker brachten wir im Odenwald einen Mann in die Spitze, der bekanntermaßen in den Bergen aufgewachsen ist. Damit meine ich jetzt nicht seine Exkursionen ins Himalayagebirge, sondern die ersten Gehversuche in den Daxberger Höhen. Wie im Vorjahr besorgte er sich, fast mit der gleichen Zeit, den Sieg in der M35. Diesmal reichten ihm 40:58min sogar für Platz fünf im gesamten Feld. "Die Strecke verlangte mir alles ab. Nicht zuletzt, weil mir unser weißer Kenianer im Nacken saß, konnte ich an meine Zeit von 2007 anschließen".Gegen den Mann aus den Bergen hatte der Kahler Flachlandtiroler gestern knapp das Nachsehen. Gemeint war Wolfi, der in der Tat ein klasse Rennen hinlegte. Das Leichtgewicht fliegt solche Hügel hoch wie nichts. Als erfahrener Läufer weiß er seine Rennen einzuteilen und sich für bestimmte Schikanen einige Körner aufzusparen. Mit der Garmin am Handgelenk sammelte er insgesamt 243 Höhenmeter. Nach der ersten großen Schleife von sieben Kilometern geht es in eine kleinere Schlussrunde, die mit einem steilen Anstieg beginnt. Nach 41:30min landete auch er noch unter den ersten Acht, musste allerdings in seiner Altersklasse M50 mit einigen Sekunden Rückstand einem etwas schnelleren Herrn klein beigeben. Es ist schon bemerkenswert, welche Leistungen jenseits der fünfzig heutzutage abgeliefert werden. In dieses Lob muss unbedingt seine Trainingspartnerin und Ehefrau Ingrid eingeschlossen werden. Sie ist ja nicht gerade die geborene Bergläuferin, doch 53:25min auf diesem schwierigen Geläuf müssen erstmal gelaufen werden. Was auffällt, ist wiederum ihr Treppchenplatz. Die Höfers etablieren sich dauerhaft in der neuen Altersklasse, die Gründe dafür sind relativ leicht zu erklären. Etwa in der Mitte des Lebens beginnt die Phase, in der man sein sportliches Niveau einfach nur halten muss (das ist schwer genug). Älter wird man von ganz alleine. Zwischen diesen beiden lief auch Stefan wieder auf einen Podestplatz und sprach dann von einem schönen Trainingstag. Seine Laufzeit von 43:50min brachten ihm nicht nur einen Pokalrang, sie ist um einiges höher zu bewerten. Denn die gute Leistung lieferte er nach 2000m Schwimmtraining und noch 60km auf dem Bike. Kein Wunder, dass sich der junge Triathlet dann lieber über Kuchen, Essen und Bier unterhalten wollte. Ingrid und Wolfi blieben übrigens über Nacht in dem idyllischen Dorf und gaben ein weiteres Erlebnis zum Besten: Punkt 23.30 Uhr schaltet die Gemeinde regelmäßig sämtliche Lichter im Ort aus. Von jetzt auf gleich ist es stockdunkel. Wer das weiß, führt immer eine Taschenlampe mit sich, um ins Hotel oder nach Hause zu finden. Hier die Ergebnisliste und eine kleine Fotoserie, die uns Sarah freundlicherweise lieferte. Und Laufreport hat bereits einen Artikel online gestellt.

08.08.2008 Christian Eckhardt beim Antwerpen Ironman 70.3: "wenn du Profi bist, ist alles einfacher"
Mit seinem Studium beginnt er erst im Oktober. Die ihm bis dahin zur Verfügung stehende, wertvolle Zeit verplemberte er natürlich nicht, sondern setzte sie perfekt für eine intensive Wettkampfvorbereitung ein. Christian konzentrierte sich sechs Wochen lang voll auf den Sport. Ein Wochenpensum von 25 Trainingsstunden war keine Seltenheit sondern fast Standard. Die Belastungsspitzen bestanden aus 10km schwimmen, 400km Rad fahren und 70km laufen in einer Woche. Sein Training war komplett auf den Antwerpen 70.3 als Saisonhöhepunkt ausgerichtet. Bei Vater Klaus-Dieter, der beruflich die meiste Zeit in Dortmund weilt, verbrachte er schon mal den Samstag, um am Wettkampftag in aller Frühe mit dessen Unterstützung ins belgische Antwerpen zu starten. Dann Startunterlagen abholen, unproblematisch Einchecken am Galgenweel und langsam auf das Rennen einstimmen. Jeder Starter hatte ausreichend Platz für seine Wettkampfutensilien, das ist nicht immer so. Der Neoprenanzug wurde bei 22,6°C gerade noch akzeptiert. Dann fielen unserem jungen Freund die offensichtlichen Privilegien der Profis auf, die sich in einem abgesperrten Bereich ungestört einschwammen und auch noch 50m vor den Agegroupern starten durften - vollkommen ohne Gerangel. Das Schwimmprocedere ist Christian selbstverständlich geläufig. Er wurde gleich mit einem Tritt in den Magen begrüßt. Die Jungs hauten sich beim Kampf um die beste Startposition schon fast die Köpfe ein. Es ging dann ziemlich heftig los, an richtiges Schwimmen war nicht zu denken. "Leider wurde ich schon vor dem Start etwas zurückgedrängt, so dass ich mitten ins Getümmel geraten bin". Bis zur ersten großen Boje ging es etwas chaotisch zu, gerades Schwimmen war kaum möglich. "In diesen Augenblicken wünscht man sich Profi zu sein, dann ist einiges einfacher", erklärt Ecki, der sich verständlicherweise dafür entschied, bis zur zweiten Boje außerhalb der Gruppe zu schwimmen. Er setzte sich vor dem Startschuss - aus der Erfahrung heraus - gewisse Prioritäten, die zum einen darin lagen, heil aus dem Wasser zu steigen. Gemessen an dem unvermeidbaren Umweg gehört seine Schwimmzeit von 28:13min für diese 1900m zu den erstklassigen Leistungen im Gesamtfeld. Im Gegensatz dazu bezeichnete unser Teamkollege den Gang durch die Wechselzone "zwar nicht ideal, zeitlich aber noch ok".

Das Radfahren lief von Beginn an sehr gut
Nach kurzem Einfahren ging es durch einen fast zwei Kilometer langen Tunnel unter der Schelde hindurch, die die Wasserverbindung mit dem Meer darstellt. Fast die komplette Radstrecke führte durch das Hafengebiet von Antwerpen. Für viele ist es zwar nicht besonders reizvoll, sich über zwei Stunden lang Container anzusehen, "aber ich finde, dass man sich auf sein Rennen konzentrieren sollte und nicht auf die Landschaft". Eine nachvollziehbare Auffassung, wie ich finde. Ein Problem sah Christian in den teilweise starken Böen. Die Strecke war nicht unbedingt windgeschützt und so konnte es passieren, dass man auf urplötzlich um drei Meter von einer Windböe versetzt wurde. Da die ausgewählten Straßen breit genug waren, lernte man schnell damit umzugehen. Nach einem 17km langen Zubringer hatten die halben Ironmänner noch zwei Runden zu absolvieren. Dreißig Kilometer lang hielt Christian einen knappen 40er Schnitt. Für die nächsten 15km gabs starken Regen und kurzzeitig sogar Hagel und auf dem Rückweg kam starker Gegenwind hinzu. Mit einer optimalen Renneinteilung vermied er diesmal einen Einbruch, obwohl die letzten 25km bis zur Wechselzone im Stadtkern kein Zuckerschlecken waren. Zum Gegenwind kamen große Wasserpfützen hinzu und zwischendurch immer wieder Schienenüberquerungen. "Naja, das war halt Hafengebiet", tat unser Student in spe diese Schikanen Schulter zuckend ab. Wenigstens mit Teppichen hatte man die Schienen abgedeckt. Das schüttelte die Biker zwar weniger durch als das Kopfsteinpflaster in der Antwerpener Innenstadt, bekam den Reifen aber deutlich besser. Die Stadtpassagen betrachtete Christian als willkommene Lockerung der Beinmuskulatur. Durch eine kluge Energiezufuhr bewältigte er die 90 Radkilometer in einem Schnitt von 37km/h, was einer Zeit von 2:25:49h entspricht.

Den zweiten Wechsel sollte man schnell vergessen
Zuerst bog Ecki in den falschen Gang ein, um dann beim Anziehen der Socken auch noch unnötig Zeit zu verplempern. "Diese Disziplin muss ich bis nächstes Jahr noch deutlich perfektionieren", übt er sich in Selbstkritik. Endlich befand er sich in seiner Lieblingsdisziplin - auf dem Laufkurs. Er dachte sich: "ich renne einfach so schnell los, wie es die Muskulatur zulässt". Im Rennverlauf kehrte allerdings bei ihm die Einsicht zurück - es ist immerhin ein Halbmarathon! Dank der vielen Verpflegungsstationen konnte er seinen Körper gut herunterkühlen, denn nach dem Regen stiegen schon wieder die Temperaturen. Die Laufstrecke bestand aus drei Runden durch die Antwerpener City. Cityläufe mag Christian - sie liegen ihm. Erstaunlich gut gehen die ersten fünf Kilometer in 19:20min durch. Er hielt das Tempo konstant und merkte sich bei Marke zehn - 39min. In der Folge spürte er leichte Krampfansätze im linken Oberschenkel, nahm aber trotzdem kaum Tempo raus und fühlte sich im Ziel - nach einer reinen Laufzeit von 1:24:37h - in seiner Vorgehensweise voll und ganz bestätigt. Nach insgesamt 4:24:12h sieht der Zielkorridor am Grote Markt den weitgehend zufriedenen Christian. Er bleibt sechs Minuten unter seinem selbst gesteckten Limit und findet trotzdem an sich noch was zu kritisieren: seine Kapriolen beim Schwimmen und die weniger guten Wechsel. So bleibt es an mir, die positiven Aspekte hervorzuheben. Er zog seine Lehren aus dem kleinen Debakel beim Quarterman. Die technischen Probleme stellte er ab, sein Schwimmtempo steigerte er trotz doppelter Entfernung und beim Laufen gabs am Sonntag keine Walkpause. Die Renneinteilung funktionierte im Gegensatz zu seiner ersten Mitteldistanz in Kulmbach im Juni. Das Wichtigste ist, dass unser intelligenter Mannschaftskamerad in der Lage ist, seine Rennen im Nachhinein recht objektiv zu analysieren - und anschließend Mittel und Wege findet, diese abzustellen. Als einer der jüngsten Teilnehmer platziert er sich unter fast 1100 Startern auf Platz 74 und schafft in der Altersklasse bis 24 Jahre den siebten Rang unter vierzig Teilnehmern. Alle Vorteile liegen nun bei ihm, der fünf Jahre in dieser Altersklasse noch starten darf. Der Anreiz dürfte für unseren Freund darin liegen, bald mal zu einer Weltmeisterschaft zu fahren. Für die Ironman WM 70.3 in Clearwater stehen für seine AK lediglich zwei Slots zur Verfügung. Das ist jetzt ein Fernziel. Als Nahziel gibt Christian die Verbesserung seiner persönlichen Laufbestzeiten an. Freuen wir uns drauf. Hier die Ergebnisliste mit seinen Splitzeiten.

07.08.2008 Limburger City-Triathlon: große Atmosphäre auf kleiner Strecke
So fasste Birgit ihre äußerst positiven Eindrücke vom fünften NASPA City-Triathlon zusammen. Eigentlich schade, dass dieser Wettkampf nur jedes zweite Jahr durchgeführt wird, denn die Organisatoren verstehen ihr Handwerk tatsächlich. "Es ist wirklich wie Klein-IRONMAN. Jeder wird einzeln aufgerufen und bekommt seinen verdienten Applaus", lobt sie das Event von Anfang bis zum Ende. Sie reiste mit Ehemann Harald an, der seit dem Jahr 2000, also von Beginn an dabei ist. Und der schließt sich ihren Schilderungen voll und ganz an. Mit von der Partie waren aus unserem Team auf der olympischen Distanz 1500m/40km/10km vier weitere Trias und einer nahm sich den Jedermann mit 750m/20km/5km vor. Ein besonderes Erlebnis hatte die einzige weibliche TSG-Teilnehmerin - sie war erstmals die älteste Triathletin im Feld. So was verarbeitet Birgit recht locker, denn außer ihr und den mitgereisten Weißblauen wusste oder merkte das doch keiner. Selbst die überraschende Nachricht, dass ohne Neo geschwommen werden musste, brachte sie nicht aus der Ruhe. Angeblich lag die zulässige Wassertemperatur ganz knapp über der Obergrenze von 23°C. Beim Besteigen der Lahn hatten allerdings allesamt das Gefühl, "niemals waren das mehr als 23 Grad Celsius". Aber so ein Messgerät ist halt unbestechlich. Unsere Teamkollegin meisterte die 1500m Wendepunktstrecke und wies angebliche Meldungen über Erkrankungen im Magen-Darmtrakt - nach Wasseraufnahme in der Lahn - als vollkommenen Blödsinn ab: "wir sind eben nicht aus Zucker". Die vier Radrunden zu jeweils zehn Kilometer zog sie insgesamt im 27er Schnitt durch, erfuhr unterwegs permanent Aufmunterung durch die tollen Zuschauer, und meisterte auch kleine Schikanen bei der Bahnunterführung, ohne die ausliegenden Strohballen zu touchieren. "Mehr kann ich eben nicht", meinte sie hinterher - und "selten hatte ich bei einem Wettkampf so viel Spaß". Denn endlich durfte sie laufen. Die ersten vier Kilometer verbrachte Birgit mit Seitenstichen und musste sich sehr auf die Atmung konzentrieren. Dann fand sie ihren Rhythmus und bewältigte die letzten beiden Runden in zügigem Tempo. Beim Studieren der Ergebnislisten fällt auf, dass es die viertschnellste Zeit werden sollte. Mit 47:20min über 10km, zum Abschluss einer Kurzdistanz, liegt auch eine ganze Reihe gestandener Mannsbilder hinter ihr. Kein Wunder also, dass sie den Zieleinlauf am Marktplatz sichtlich genoss. Diese Veranstaltung ist ein heißer Tipp für unsere Tria-Neulinge. Das einzige Problem liegt einfach nur darin, dass sie bis 2010 warten müssen.

Noch mehr zu erzählen hätte unser oder ihr Harald, denn der ist bekanntermaßen Stammgast in Limburg. Aber weil er beruflich schon wieder längere Zeit in England verweilt, kann er das leider nicht. Wir wissen auch, dass er aus vorgenanntem Grund sich kaum vorbereiten konnte. Auch wenn er seinem Training nur noch gelegentlich nachkommen kann, so ist er als Ironman auch nach drei Jahren immer noch in der Lage, genug Energien bereit zu stellen, um einen guten Wettkampf abzuliefern. Schwimmen kann er - und mit einer überraschend guten Radleistung beeindruckte er sich selbst. Ob er sich beim Laufen selbst blockiert, z.B. wegen eines interfamiliären Leistungsdrucks, ist nicht überliefert. Doch die Zahlenvergleiche sprechen einfach für sich. Wir haben jetzt in Erfahrung gebracht, dass Harald bei künftigen Auslandsreisen neben der guten Vorsätze auch noch die Laufschuhe einpackt. Die beste Teamleistung lieferte am Sonntag Simon. Er spricht von einem Supertag und meint dies sowohl sportlich als auch organisatorisch. "Das Schwimmen habe ich mir zwar besser und schneller gewünscht, es war aber nicht mehr drinnen", weil er nach dem Schwimmstart ruckzuck in der dritten Startreihe war und nicht wie geplant in der ersten. Auf den ersten Metern gabs bei Überholungen viel Haue. Als er seinen Rhythmus fand, war die erste Gruppe weg. Doch die 27:16min können sich allemal sehen lassen, da lagen nicht viele vor ihm. Die Wechselzone passierte er recht schnell und auf dem Rad legte er sich voll rein und kam gut durch. Mit 1:08:51h zeigte sich Simon sehr zufrieden: "und dass ich noch laufen lernen muss, ist ja nicht unbekannt". Trotzdem sind glatte 47 Minuten für seine Verhältnisse vollkomen ok. Nach 2:23:07h landete er sieben Minuten unter Plan im Ziel, absolut zufrieden mit seiner Leistung und noch auf dem vierten Platz der Altersklasse. Die Splitzeit auf dem Rad ist bei Norbert nicht festgehalten worden. Er kam zwei Minuten nach Birgit rein und landete auf Rang acht der AK M50. Von Udo wird erzählt, dass er die Ausfahrt nach Runde vier verpasste und nach dem Blick auf den Tacho - und auf die Splitzeit - spätestens im Ziel registrierte: "ich bin tatsächlich eine Radrunde zuviel gefahren". Argerlich, doch das ist sogar schon Spitzenleuten passiert. Ich war selbst dabei.

Einen hab ich noch! Manni kam nicht ins Ziel. DNF - diese Abkürzung erklärte ich erst kürzlich unseren Besuchern. Zum ersten Mal überhaupt gelangte er nicht bis ins Ziel, ausgerechnet bei seinem Triathlonabschluss der laufenden Saison. Seit Roth drehte er sein Trainingsprogramm kontinuierlich herunter und wollte in Limburg nur noch einen schönen Wettkampf machen. Nach 34 Minuten verließ Manni die Lahn und wunderte sich über die Zeit, denn "es fühlte sich eigentlich schneller an". Auf dem Rad rollte es dann überraschend gut und er machte einige Plätze gut. Eingangs der dritten Runde erwischte es ihn. Nach dem Griff zur Getränkeflasche fuhr er etwas zu zügig auf eine eigentlich nicht schwierig zu fahrende 90° Kurve zu. "Allerdings war ich zu schnell und so ging mir dann die Strasse aus". Der Pechvogel erwischte die eckige Bordsteinkante, hörte zwei ihm bekannte Zischgeräusche und stand plötzlich mit zwei Platten am Straßenrand. Den vorüberfahrenden Udo feuerte er noch an und begab sich dann zu Fuß in Richtung Wechselzone. Abends ließ er sich von seinem Trainingspartner aufklären. Arnd fährt immer zwischen 12 und 15 bar, während Manni sich bislang mit maximal zehn zufrieden gab. Wieder was gelernt! Er reihte sich umgehend in die Reihen der Fans ein und unterstützte lautstark den Rest unserer Truppe, der sich noch auf der Strecke befand. Die Jedermann-Starter kamen etwas später dran. Aus unserem Team beteiligte sich hier Dietmar, der mit seiner Leistung voll und ganz konform ging, obwohl er den Wechsel aufs Rad ziemlich versemmelte. Der Sieger in der M55 irrte eine Weile in der Zone umher, bis er sein Rennrad schließlich doch noch fand. Seinen Humor behielt er auch noch, während er seinen Helm suchte. Doch alles in allem fühlte sich die verlorenene Zeit viel länger an. Als Klassensieger hat man so viel nicht falsch gemacht. Die schönen Erinnerungsfotos verdanken wir diesmal Andre vom Main AusdauerShop, der uns freundlicherweise die Fotos zur Verfügung stellte. Es lohnt sich immer, die stets aktuellen Seiten unseres Sponsors aufzusuchen. Dazu gehören die vielen Sportfotos genau so wie die Berichte und natürlich auch die notwendigen verkäuflichen Utensilien. Hier noch die Ergebnisse unserer gefinishten Athleten mit den vorhandenen Splitzeiten.

04.08.2008 Sarah und Matthias bitten zum Güttersbacher Volkslauf
Der Güttersbacher Lauf ist unbenommen einer der größten und interessantesten Volksläufe der Odenwälder Region. Er zeichnet sich durch eine abwechslungsreiche und interessante Streckenführung und eine kaum zu toppende Organisation aus. Es soll Läufer(innen) geben, die alleine schon wegen der leckeren Kuchentheke oder einer Reihe von ausgewählten Odenwälder Spezialitäten anreisen. Die rührigen Veranstalter vom Güttersbacher Skiclub werben mit einer leicht nachweisbaren Behauptung, dass diejenigen die schon einmal bei diesem berühmten Event dabei waren, im darauf folgenden Jahr wieder kämen. Die immer noch steigende Teilnehmerzahl bestätigt dies. Zum dreizehnten Mal wird das Läufervolk am kommenden Samstag, 09.08., am Feuerwehrgerätehaus Mossautal-Güttersbach auf drei verschiedene Strecken geschickt. Die Schülerläufe machen ab 15.30 Uhr den Anfang, bevor um 17.00 Uhr dann die Halbmarathoni auf eine strapaziöse Tour losgelassen werden. Zehn Minuten später beginnt der so genannte Hauptlauf mit 10,5km Länge und etlichen Höhenmetern. Die einzelnen Streckenprofile, die Ausschreibung und alles Wissenswerte sind auf der vorbildlichen Website des Clubs nachzuschlagen. Die Macher sind natürlich auch im hessisch-bayrischen Grenzgebiet bestens bekannt. Matthias Gerlach (zweiter Vorsitzender) und Sarah von Kutzleben (unser Eigengewächs, von dort ablösefrei übernommen) rühren kräftig die Werbetrommel und bieten dafür tatsächlich absolute Qualität. In den Meldelisten sind aus unseren Reihen schon einige Teilnehmer zu finden. Die Läufe fließen übrigens in die Odenwald-Cupwertung mit ein. Im letzten Jahr siegte dort Tobi auf der 21,1km Distanz und erklärte danach: "der Güttersbacher Lauf zählt zu meinen Lieblingsläufen".

02.08.2008 Der Lorscher Triathlon rundet diese Wettkampfwoche ab
Ruckzuck war die fünfte Auflage des Lorscher Jedermanntriathlons ausgebucht. Mit 450 Einzelstartern und 30 Staffeln war das Teilnehmerlimit schnell erreicht und die Kapazitätsgrenze eigentlich überschritten. Mit der Einführung einer Transponder- und Zwischenzeitenmessung verbesserte der Veranstalter die Auswertung der Ergebnisse. Im Ziel sollte jeder Finisher seinen persönlichen Ergebnisbon mit Gesamtzeit und Zwischenzeiten der einzelnen Disziplinen bekommen. Allerdings hatten nicht alle Athleten registriert, dass nach jeder Einzeldisziplin die Zwischenzeit gescannt werden muss. Einige liefen in der Hektik des Wettkampfes einfach an den Zeitnehmern vorbei und wunderten sich später, dass in den Auswertungen die Disziplinzeiten fehlen. Einer der Leid tragenden war Simon, der lediglich seine Gesamtzeit von der kompletten Strecke 500m/20km/5km in der Ergebnisliste fand. Weil bei ihm aber sonst alles nach Plan verlief und er mit 1:07:51h dort eine neue Bestzeit erzielte, konnte er auch mit so was leben. "Es lief vom Start weg gut, obwohl mit mir zehn Leute in einer Bahn schwammen und es schnell zu Überrundungen kam". Auf dem Rad lief es auch nicht schlecht. Es ging auf eine Wendepunktstrecke auf gut ausgebauten Wald- und Wirtschaftswegen. Als er die neue Bestzeit schon riechen konnte, stieg seine Motivation merklich an und er erwischte beim Laufen die berühmte zweite Luft. Auch sein Vater Dietmar war mit dem Wettkampf voll und ganz zufrieden. Kein Wunder, denn mit 1:16:48h war er nie so schnell wie dieses Mal. Bemerkenswert ist seine abschließende Laufzeit über den 5000m Parcours durch den Lorscher Wald. Der weiche Boden und die Stille haben einen natürlichen Reiz und ermöglichten dem M55er gute 24:19min. Durch das Ziel lief er - mit seiner Enkeltochter auf dem Arm - noch auf Platz sechs seiner Altersklasse. Exakt diese Platzierung erreichten übrigens alle drei Starter unseres Teams. Also auch Matthias, der sich mit diesem Rennen auf den Wiesbadener Ironman 70.3 vorbereitet, der am 10. August ansteht. Wie er mit seinen Schmerzen in der Hüftgegend zurecht kam, die ihn beim Bahntraining noch beschäftigten, kann ich aus den Splitzeiten nicht unbedingt heraus lesen. Was aber sofort in die Augen sticht, ist seine Granatenzeit im Wasser. Im beheizten Waldschwimmbad Lorsch waren auf abgesperrten 50m Bahnen insgesamt 500m zu schwimmen. Die Wenderichter auf beiden Seiten des Schwimmbeckens achteten auf einen korrekten Ablauf. Gestartet wurde aus dem Wasser mit maximal zehn Teilnehmern pro Bahn. Nach 7:41min schon entstieg Matze dem Becken und ließ maximal sechs Athleten vor sich. Bei dem riesigen Feld eine unglaubliche Leistung. Die insgesamt 1:10:51h sprechen keine schlechte Sprache. Hier die Ergebnisliste mit den zur Verfügung gestellten Zwischenzeiten.

01.08.2008 Erfolgreiches TSG-Jugendteam beim Swim and Run in Karlstadt
Siebzig Schüler und Jugendliche zählten wir am vergangenen Samstag beim zweiten Karlstädter Swim and Run. Darunter befanden sich neben zwei Mädels und einem B-Jugendlichen aus unserer Abteilung drei weitere Schwimmer und Renner von der Schwesterabteilung, den Leichtathleten. Für Außenstehende sollte ich vielleicht mal erklären, dass es sich hier nicht etwa um eine interne Konkurrenz handelt. Eine feste Zuordnung zum Ausdauersport oder zur allgemeinen Leichtathletik lässt sich einfach nicht finden. Das gleiche Thema ergibt sich stellenweise für die Schwimmabteilung. Wer alle Sportarten zusammen betreibt, findet sich letzten Endes bei uns ein - das ist aber immer noch nicht zwingend. Weil in allen Sparten des Vereins vorbildliche Schüler- und Jugendarbeit geleistet wird und sogar die Übungsleiter übergreifend agieren, startet jeder einfach da, wo es ihm Spaß macht. Und diesen Spaß sah man in Karlstadt bei allen Beteiligten. Dass es im Wettkampf selbst hart zur Sache geht und jeder aufs Treppchen will, sah man z.B. im umkämpften Rennen der männlichen B-Jugend. In der Regel berichten wir auf dieser Website nur von den Leistungen der eigenen Sparte, in diesem Falle erfordert allerdings die Berichterstattung mehr. Denn die zehn Teilnehmer der Altersklasse MJB hängten sich allesamt ordentlich rein, um nach 400m schwimmen, umziehen - und dann noch 2500m laufen, standen verdientermaßen drei Sportler mit unseren Farben auf dem Siegerpodest. Gewonnen hat einmal mehr Christoph Endres, von dem wir einige Monate gar nichts hörten. Anscheinend ist er gut in Form, denn seine Zeit spricht Bände. Nach 15:14min brachte er beide Disziplinen hinter sich und lief mit einer ganzen Minute Abstand vor dem Zweiten durchs Ziel. Um so schöner für die Trainer und Betreuer und natürlich die jungen Sportler selbst, dass mit Daniel Noschitzka und Dennis März zwei weitere Nachwuchsathleten die Plätze zwei und drei belegen konnten.

Tamara sorgte dann für ein Fotofinish
Ein Superrennen legte
auch die inzwischen neunjährige Tamara Hille hin, die das außergewöhnliche Privileg genießt, eine Trainerin zur Mutter zu haben - mit der Triathlon Lizenz C. Damit sich die ganz jungen Triathletinnen der C-Schüler nicht übermäßig strapazieren, sind die Distanzen von den Verantwortlichen bewusst auf 100m und 400m begrenzt. Wer den engagierten Wettkampf der ersten drei Mädels am Samstag verfolgen konnte, versteht diese Maßnahme voll und ganz. In einem super spannenden Rennen kam Tamara nach 1:51min als Zweite aus dem Wasser. Die schnellste Schwimmerin vom SSKC Poseidon kennt sie längst. Hannah Seubert lief also knapp vor ihr in die Wechselzone - und kam später heraus. Das Wechseln wird im Triathlon gelegentlich als vierte Disziplin betrachtet. Im Hause Hille entscheidet man damit manchmal ganze Rennen. Auch die dritte Schwimmerin war deutlich schneller und rannte wie der Blitz hinter unserer jungen Triathletin her. Bis knapp 50m vor dem Ziel gelang es ihr, sie in Schach zu halten, dann ging es richtig zur Sache. Die beiden rasten um die Wette und wurden mit der gleichen Zeit gestoppt. Beide Zeitnehmer sahen den Kopf von Tamara etwas weiter vorne und so kam sie zwar glücklich aber doch verdient zu ihrem dritten Sieg im dritten Rennen. Damit steht der Gesamtsieg beim Unterfrankencup jetzt schon fest. Zum tollen Erfolg des starken weiblichen Trios kommt hinzu, dass sie alle Jungs hinter sich lassen konnten - mein lieber Mann. Von ihrer Teamkollegin Stella-Bianca Ertel berichteten wir in den beiden letzten Wochen schon ausführlich. Sie ist während der laufenden Saison Wochenende für Wochenende aktiv und nimmt viele Wettkämpfe mit. Ihre Kondition nimmt sichtlich zu, das erkannten wir auch am Samstag wieder. Sie finfishte im Mittelfeld der A-Schülerinnen nach 10:25min auf den Distanzen 200m/100m, auf Platz sechs. Bei genauer Betrachtung der Ergebnisliste wird deutlich, dass die Mehrzahl der vor ihr gestoppten Konkurrentinnen schon ein Jahr älter ist. Betreibt sie ihr Training weiter so intensiv, werden ihre Chancen im kommenden Jahr wachsen, wenn die anderen in eine höhere Altersklasse wechseln müssen. Hier die Ergebnisliste aus unserer Sicht.