TSG Kleinostheim - Ausdauersport

 

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Startseite - September 2007

28.09.2007 Der Punktesammler vom Schwarzwald war wieder unterwegs
Normalerweise gibt der gemeine Ausdauersportler 'ne Weile Ruhe, wenn er unter massiven Kraftanstrengungen einen Kracher gelandet hat. Tobias Hegmann sollte man nicht dazu zählen. Den Badenmarathon spürte er schon noch in den Knochen, als er sich am Samstag in aller Frühe Richtung Schwarzwald aufmachte. Unter der Woche hetzte er sich ab, um seinen Brötchengeber zufrieden zu stellen, damit dieser ihn samstags laufen lässt. Der Belchen-Berglauf in Schönau stand im Kalender unseres Teamgefährten, erstmals Programmteil des Schwarzwald-Berglauf-Pokals. Um den Zielort - etwa 30km hinter Freiburg - zu erreichen, quälte er sich dreieinhalb Stunden über die Autobahnen, um dann 11,5km und sackrige 824 Höhenmeter in Angriff zu nehmen. Als er das starke Läuferfeld sichtete, war ihm sofort klar: "ganz vorne ist nichts zu holen. Aber, je näher man dran bleibt, umso mehr Punkte gibt es". Der erste Kilometer hatte es gleich richtig in sich und die zwei Favoriten waren erst mal weg. Tobi fühlte sich da schon platt. Auf Platz vier liegend bekam er von hinten Besuch und wäre nach drei Kilometern am liebsten wieder runter gelaufen und heimgefahren. Zum Glück wurde es dann etwas flacher, denn die steilsten Rampen lagen tatsächlich alle am Anfang. Nach vorne vergrößerte sich der Abstand, nach hinten zum Glück auch, aber dadurch wurde es für unser Leichtgewicht ein einsames Rennen. Nach 54:21min stand er oben auf dem Belchen und wunderte sich über die Zeit, die gerade mal eine Sekunde über dem alten Streckenrekord lag. Letztes Jahr wäre das ein richtig spannendes Rennen gewesen, doch diesmal waren eben vier Schnellere da. Immerhin langte es für Platz zwei in der AK30 und Tobi war insgesamt gar nicht unzufrieden: "Ich war halt einfach kraftlos, eine Woche nach dem Marathon. Leider war der Abstand nach vorne mit über fünf Minuten recht heftig und das heißt: wenig Punkte für die Gesamtwertung". Nächste Woche, am Tag der Deutschen Einheit, fährt der Punktesammler zum Brandenkopfberglauf ein letztes Mal in den Schwarzwald, um wiederum ein paar Punkte zu verdienen. Hier die Ergebnisliste.

27.09.2007 Stefan grüßt aus Georgetown/Ascension Island, 7°56' Süd + 14°22' West
Heute schickte Stefan Schlett per Air Mail diese Ansichtskarte vom
Ascension Island und gab seine neue Position auf diesem Globus durch. Die Einwohner von St. Helena kennt er nach wochenlangem Aufenthalt inzwischen alle persönlich. Sämtliche Treppen, Claims, Trails und sonstige Laufstrecken sind bewältigt - und zwar schneller, als es jemals ein Inselbewohner vor ihm tat. Also machte Stefan sich auf zu neuen Ufern, bestieg dieses Fracht- bzw. Passagierschiff Sankt Helena, das alle britischen Besitzungen im Südatlantik im zweimonatlichen Rhythmus mit dem Mutterland verbindet und durchquerte tagelang die dunkelblauen Fluten der Südsee. In Ascension Island ging er auf vulkanischem Boden vor Anker und schildert uns seine Eindrücke: "Ein bizarres und wüstes Fleckchen Erde mit nur 1100 Einwohnern, aber einer drei Kilometer langen Notlandebahn für den Space Shuttle. Es ist meine letzte Station vor der zweiwöchigen Rückreise per Postschiff nach England". Diese Südseeinsel diente den Briten 1982 im Falklandkrieg als wichtigster Stützpunkt. Auf der Land(Meeres)karte rechts sind alle markanten Orte eingezeichnet. Die höchsten Erhebungen auf der Vulkaninsel sind der Green Mountain (859m) und der Sister's Peak (446m). Am 17.09. war Stefan bereits oben. Ob er dabei wieder erster war, hat er nicht geschrieben. Das Internet ist derzeit die einzige Möglichkeit, um mit Stefan zu kommunizieren. Deshalb wünschen wir ihm auf diesem Weg noch viele schöne Erlebnisse und freuen uns schon jetzt auf seine sicherlich interessanten Erzählungen.

26.09.2007 Neuer Titel für Jens Bauer - er ist jetzt ein Challenger!
Die Spessartchallenge Bad Orb ist ein zweitägiger, umfangreicher Kombinations-Ausdauer-Wettkampf aus den drei Disziplinen Stadtlauf, Mountain-Biken und Berglauf. Alle drei Disziplinen können einzeln absolviert werden oder aber im anspruchsvollen Gesamtpaket. Und selbst die Kombination gibt es zur persönlichen Auswahl noch in einer kurzen und einer langen Variante. Um Challenger zu werden, musste Jens Bauer zuerst den Stadtlauf über fünf Kilometer bewältigen, dann 36km auf dem MTB abwickeln mit 698 Höhenmetern und noch einen knackigen klasse Wettkampf - Jens BauerBerglauf von 1,6km absolvieren. Mit Freundin Nina reiste er samstags an, weil nachmittags schon der Stadtlauf am Salinenplatz gestartet wurde. Durch einen nicht ganz flachen aber tollen Rundkurs von 2500m durch den Kurpark und die Altstadt von Bad Orb musste er zwei Mal. Das Tempo zu Beginn bezeichnete er als höllisch, denn er konnte mit der Spitze zunächst nicht mithalten. Doch Mitte der zweiten Runde war er auf Drehzahl und hatte die richtige Temperatur. Bis auf den klar führenden und späteren Gesamtsieger sammelte er alle ein. "Das Ziel nach einem Anstieg kam mir gelegen, so dass ich mir den zweiten Platz in einer Zeit von 18:26min sichern konnte", erzählt Jens sehr zufrieden. Die Punktewertung beim Spessartchallenge muss einem Laien erst mal erklärt werden. Die Platzierung beim Stadtlauf ergibt in seinem Fall zwei Punkte. Das MTB Rennen wird dreifach und der abschließende Berglauf zweifach gewertet. Sieger wird der mit den wenigsten Punkten. Bei Punktegleichheit gilt die schnellere Gesamtzeit für eine bessere Platzierung. Alles klar? Am nächsten Morgen wieder das gleiche Spiel. Schöne Fahrt nach Bad Orb bei absolut traumhaften Wetter. Keine Wolke am Himmel, aber bei 5°C entsprechend kalt. Ohne jegliche Streckenkenntnis und mit relativ wenig Selbstvertrauen in die eigene Stärke, sortierte sich unser zurückhaltender junger Teamkollege ins hintere Drittel der Fahrer ein. Wegen seiner knapp 500 MTB-Trainingskilometer glaubte Jens zu den Langsameren zu gehören. "Nach dem neutralen Start merkte ich allerdings schnell, dass mir das zu langsam wurde". Hätte er mich vorher gefragt! So kämpfte er sich auf den fabelhaften Trails Platz für Platz nach vorne. Einziger Rückschlag war das geplatzte Hammergel, das er sich von den Armlingen lutschen musste. "Mit enormem Krafteinsatz erreichte ich dann eine Sechsergruppe Challenger. Aus dieser Gruppe blieb dann nach einer Schlammpassage nur noch einer übrig, mit dem ich das restliche Rennen zusammen gefahren bin". In der letzten Abfahrt hatte dieser erwartungsgemäß die Nase vorn, so dass Jens auf Platz fünf der Challenge-Wertung (Gesamt 13. von 141) am Salinenplatz ankam. "Das hätte ich nie für möglich gehalten". Für den abschließenden Berglauf nahm er sich nochmal viel vor. Die Jungs legten los wie die Feuerwehr und hielten das Tempo so hoch, dass auf den kurzen 1600m Jens keine Chance hatte, mehr als Platz vier zu erreichen. Nach der Bikewäsche verbrachte er, ausgelaugt und total zufrieden, den Rest des Tages mit seiner Betreuerin und Fotografin Nina in der warmen Sonne und blickte auf das schöne Wochenende zurück: "Schöne Strecken, perfekte Organisation (350 Helfer), super Wetter, tolles Wochenende. Für nächstes Jahr wird das Biken trainiert, dann werde ich wieder angreifen"! Hier die Ergebnisliste mit der Punktewertung und eine kleine Fotoserie.

25.09.2007 Halbmarathon Bensheim - ein Gradmesser für die aktuelle Leistungsfähigkeit
Der count-down für Frankfurt ist im vollen Gange. Während alle anderen Teamkolleg(inn)en an diesem Wochenende ihre abgesteckten und teilweise exakt vermessenen Trainingsstrecken bis auf die maximale Länge von 35km ausdehnten, reisten Birgit Reuter und Norbert Stein zu einem Test mit Wettkampfcharakter nach Bensheim. Sie suchten sich freilich den Halbmarathon aus, um den Leistungszuwachs seit Elsenfeld - vor 14 Tagen - festzustellen. Damals wickelten sie in einem zügigen Trainingslauf die 21,1km im Gleichschritt ab (knapp 5:00min/km). In Bensheim teilten sich, wegen unterschiedlicher Zielsetzungen, frühzeitig ihre Wege. In ihrem geplanten Rhythmus von 4:50min/km ging Birgit bei Marke zehn durch (48:16min) und bewies auch auf dem Rest der Strecke genügend Standvermögen. Kein Einbruch, nicht mal ein Sekunde. Ihr Trainingsplan scheint stimmig und akzeptierte sogar eine Muskelverhärtung in der Wade, sowie ein reduziertes Trainingspensum. Logisch, dass sie nach dem gelungenen Test sehr zufrieden ist. Mit 1:41:40h gewinnt sie souverän ihre Altersklasse und läuft damit auf Platz neun im Feld der 124 Frauen vor. Kriegt sie ihre Muskeln bis Aschaffenburg in den Griff, dann prognostiziere ich einen Angriff auf ihre persönliche Bestleistung. Trainingspartner Norbert kommt ebenfalls rechtzeitig auf Touren. Nach dem ersten Zehner blieb die Stoppuhr bei 45:20min stehen. Sein Tempo auf dem zweiten Teil des ebenen Rundkurses, der nach den DLV-Richtlinien vermessen ist, reduzierte er von anfangs 4:31min/km auf durchschnittlich 4:35min/km bis zum Zieleinlauf. Gemessen an seiner Zeit von 1:36:43h scheint auch bei ihm zum jetzigen Zeitpunkt alles im Lot zu sein. Norbert ist inzwischen routiniert genug und wird sein Ziel für Frankfurt nach dem letzten Test in der A'burger City formulieren, wie alle anderen TSG-Starter auch. Nach dem Rennen liefen sich die beiden noch fünf Kilometer aus und brachten somit genügend Kilometer zusammen. Hier die Ergebnisliste.
24.09.2207 Hugenottenlauf Neu-Isenburg - ein weiteres Highlight für Guido Vongries
Der Berichterstattung über den Hugenottenlauf, der bereits am vorletzten Wochenende über die Bühne ging, können wir mangels Kenntnis leider erst heute nachkommen. Das hängt auch damit zusammen, dass diese Veranstaltung in unserem Eventkalender bedauerlicherweise nicht vermerkt war. Das Gleiche gilt für den gestrigen Bensheimer Lauf. Für 2008 haben wir vorgebeugt und diese Events nachträglich eingepflegt. Denkt bitte künftig daran und informiert den Webmaster, damit in unserem Archiv keine Lücken entstehen. In Neu-Isenburg starteten drei Weißblaue, Astrid und Roger über 10000m und Guido nahm sich den Halbmarathon vor - und wie. Dass während einer Marathonvorbereitung Bestzeiten auf den kürzeren Distanzen purzeln, ist hinlänglich bekannt und von den Athleten auch beabsichtigt. Vor Monatsfrist verbesserte sich Guido beim Karbener Stadtlauf über 21,1km zwar minimal, aber immerhin. Aber beim Hugenottenlauf langte er kräftig hin, unterstrich seine Ambitionen über die doppelte Strecke, und schraubte seine neue Marke auf 1:31:32h. Knapp drei Minuten schneller, das ist eine ganze Menge Holz und wird sein Selbstvertrauen stärken. In unserer internen Bestenliste rückt er mit dieser schönen Leistung von Platz 45 auf 37 vor. Astrid lief nach einer Trainingspause auf der 10km-Strecke sofort auf Gesamtplatz vier im Frauenfeld vor. Die 42:30min reichten in ihrer Altersklasse für den Silberplatz. Roger, die andere Hälfte dieser sportlich/privaten Gemeinschaft besorgte sich - ohne interne Absprache - exakt die gleichen Platzierungen im Männerfeld und begab sich in den 35er Bereich. Das Ziel sahen insgesamt 522 Läufer(innen). Hier die Ergebnisliste.

21.09.2007 Erneut findet ein Triathlonpärchen den Weg zu unserer Abteilung
Der Sport begleitet sie schon ein Leben lang. Kennen gelernt hat die leidenschaftliche Schwimmerin Michaela Schmutzer ihren jetzigen Trainings- und Lebensgefährten Jan-Henrik Pitz in einem Schwimmbad, in dem er nebenberuflich als Schwimmaufsicht tätig war und sie selbst bei der DLRG trainierte, bei der sie seit 21 Jahren Mitglied ist. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass beide neben dem Schwimmen auch gerne liefen. Fortan trainierten sie zusammen und liefen konsequenterweise vor zwei Jahren ihren ersten gemeinsamen Halbmarathon. Spätestens dann lag es auf der Hand, diese beiden Sportarten um das Rad fahren zu ergänzen und bereits 2006 den ersten Triathlon beim City-Man in Hamburg zu versuchen. Nach ihrem Umzug nach Kahl im vergangenen Jahr suchten sie nach einem neuen Verein, um hauptsächlich regelmäßig an einem Schwimmtraining teilnehmen zu können. "Im Internet stießen wir auf die Homepage der TSG. Nach einer Gastteilnahme am Schwimmtraining waren wir sehr begeistert und wurden Mitglieder". Bedingt durch den Bau ihres Eigenheims gegen Ende das letzten Jahres, ließen ihre sportlichen Betätigungen stark nach: "wir laufen unseren Zeiten und Jan seinem Gewicht hinterher", schildert die Dipl. Betriebswirtin und gelernte Bankkauffrau ihr derzeitiges Handicap. Ihre langen Arbeitszeiten bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erschweren es, die Trainingszeiten bzw. -pläne einzuhalten. Das gemeinsame Freizeitmanagement wird zusätzlich erschwert durch Jans Schichtzeiten bei der Berufsfeuerwehr in Frankfurt. Der gelernte Technische Zeichner ist seit fast zehn Jahren Rettungsassistent im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst und hofft, dass sich der derzeitige Zustand endlich verbessern wird. "Wenn die Zeit es hergibt, haben wir uns einiges vorgenommen". Jan hat übrigens schon alles versucht: Tischtennis, Tennis, Volleyball, und Badminton, doch Michi ist immer dem Schwimmen treu geblieben. Wir sind uns sicher, dass die getroffene Entscheidung die richtige war und begrüßen Michi und Jan sehr herzlich in unserem Team.

20.09.2007 Claudia Hille lehrt richtiges Kraulen - Anfängerkurs startet im Vitamar
Eine ganze Reihe unserer Mitglieder äußerte des öfteren schon den Wunsch: "Ich würde gerne ernsthaft kraulen können, ohne unterzugehen". Einigen guten Läufern und Radfahrern der Ausdauersportabteilung fehlt zum großen (Triathlon)Glück einfach nur der Zug zum Wasser. Theoretische Selbststudien scheiterten bei manchem spätestens bei der praktischen Umsetzung. Unkoordinierte Beinschläge passten selten zur Armbewegung. Ohne Anleitung ist es schier unmöglich, vernünftig kraulschwimmen zu lernen, behaupten nicht wenige Experten. Deshalb bieten wir ab Mitte Oktober im Vitamar Kleinostheim einen so genannten Anfängerkurs für Vereinsmitglieder an, den Claudia Hille freundlicherweise leiten wird. Claudia ist ausgebildete und geprüfte Trainerin C Triathlon mit genügend Erfahrung. Welche Disziplinen sie sonst noch unterrichtet, ist hier nachzulesen. Das Kraulseminar wird etwa 10 Trainingsstunden umfassen und die Teilnehmer(innen) in die Lage versetzen, mit sauberem Stil kraft- sowie luftsparend vorwärts zu kommen. Während des Kurses können die "echten" Schwimmer nicht in dieser separaten Trainingsbahn trainieren, sie müssten halt mit allen anderen im großen Becken schwimmen. Wer grundsätzlich interessiert ist, möge sich bitte umgehend bei Claudi oder unserem Abteilungsleiter Manni Scherer über deren Kontaktadressen (eMail) melden. Der Kurs findet natürlich nur dann statt, wenn sich genügend dafür interessieren. Bis Ende September klären wir die Termine ab. Die Teilnehmer(innen) zahlen lediglich ihren Eintritt, wie alle anderen übrigens auch. Also, bitte sofort aktiv werden.

20.09.2007 Beerfelder Duathlon empfehlenswert - allein wegen des Kuchenbuffets
Übereinstimmend berichten sowohl Teilnehmer als auch Zuschauer von einer Top-Veranstaltung mit einer prima Organisation und besten Witterungsverhältnissen, also einem Event, das unbedingt weiter zu empfehlen sei. Einen Duathlon können die Beerfelder ausrichten, deshalb wurden ihnen auch die Hessischen Meisterschaften 2007 übertragen und zusätzlich noch die Deutschen Ärzte und Apothekermeisterschaften aufgebürdet. Kein Wunder, dass alles, was Rang und Namen hatte, am Sonntag mit dabei war. Aus unserer Mannschaft meldeten Volker Hain, nachweislich weder Arzt noch Apotheker und Stefan Günther, der höchstens als Hesse durchgehen könnte. Deshalb findet man unsere Teamkollegen in keiner dieser Ergebnislisten, außer der gesamten. Welche Prioritäten unsere Freunde bei diesem Wettkampf setzten, lässt sich aus ihren Kommentaren ablesen. Volkers wesentliche Aussage bezog sich in erster Linie auf die kulinarischen Köstlichkeiten, die rein gar nichts mit dem Duathlon zun tun hatten: "Das war der Hammer. Die hatten 51 Kuchen zur Auswahl. Ich war im Paradies". Nebenbei erwähnte er, dass das Rennen - mit den Maßen 7km/30km/3,5km- bei ihm gut lief und er dank der anspruchsvollen Radstrecke einige Plätze gutmachen konnte. 1:34:55h reichten ihm für Platz 23 unter 148 Finishern. In der Tat konnte man die Radtour durch den sehr hügeligen Odenwald als anspruchsvoll und diesmal auch als traumhaft bezeichnen, denn das tolle Wetter spielt von Anfang bis Ende mit. Das Feedback von Stefan bezieht sich stärker auf das sportliche. Er begann die Saison mit der Duathlon DM in Backnang und beendet sie nun sehr zufrieden in Beerfelden. Jetzt freut er sich auf eine längere Pause, was die Triathlon- und Duathlonrennen betrifft. Seine Zwischenzeiten vom Sonntag, die in den offiziellen Listen nicht veröffentlicht sind, hielt er für seine privaten Aufzeichnungen sowieso fest. Die Laufrunde über sieben Kilometer bewältigte er in gut 29 Minuten, das passt zu seinem derzeitigen Leistungsvermögen. Für 30km Rad darf man im Odenwald 59 Minuten brauchen und die Zeit für die abschließende Laufstrecke erklärt sich mit den Anstrengungen vorher. Deshalb akzeptiert Stefan die Gesamtzeit von 1:43:58h voll und ganz. Hier gehts zur Ergebnisliste und die kleine Fotoserie lieferten Stefan und Sarah, die ihren Matthias lautstark im Rennen unterstützte und nebenbei ein paar Bilder schoss.

19.09.2007 Ungewöhnliche Meile, die Goldbacher: 440 Höhenmeter auf 21,1km Länge
Für Crossläufer gibts nichts Schöneres als die Goldbacher Meile. Aus der Winterserie ist vielen Läufer(inne)n die Strecke wenigstens teilweise bekannt und sogar die Kleinostheimer Lauftreffteilnehmer finden sich auf etlichen Kilometern heimisch, weil sie die eigene Trainingsstrecke tangiert. Am Jahnfelsen findet sie bei Km 10 ihren Tiefpunkt auf 150m über Meereshöhe. Zuvor kommen die Crosser aus einer Höhe von 350m, die in Oberafferbach etwa bei Km 6 gemessen wird. Weitere Einzelheiten sind dem Höhenprofil zu entnehmen. Unsere Mannschaft beteiligte sich diesmal mit zwei Frauen und sechs Männern. Mit langen Ein- bzw. Auslaufstrecken kam locker ein Dreissiger zusammen, der einigen gut in die Marathonvorbereitung passte. Doch das Gros wird den relativ flachen Aschaffenburger Kurs in drei Wochen als Maßstab nehmen. Doch nun zum Rennen selbst. Markus Zschirpe begab sich in die erste Startreihe, weil er wusste, dass gleich die Post abgeht und er wollte möglichst lange dabei sein. In 3:38 ging der erste Kilometer durch. Markus rechnete eigentlich mit mehr Konkurrenz, doch recht bald sah es aus wie letztes Jahr. Ingbert Reinke bildete mit Bernhard Zang und unserem Teamkollegen ein Trio, das zum Rest des Feldes einen immer größer werdenden Abstand herauslief. Und so sollte es bis zum Ende auch bleiben. Das Tempo blieb hoch und Reinke, der spätere Sieger, versuchte immer wieder durch Tempoverschärfungen seine Konkurrenz abzuschütteln. Markus stoppte auf dem lang abfallenden Teilstück Richtung Steinbach den schnellsten Kilometer in 2:30min und bei Marke zehn standen dann 36:09min zu Buche. "Ich konnte das Tempo trotz fehlendem Tempotraining bis Km 16 mitgehen, dann ist mir erst Zang und einen Kilometer später auch Reinke davon gezogen". Bis Km 18 hatte Markus dauernd Blickkontakt zu den Führenden, konnte auf dem letzten Gefälle kaum noch Tempo machen und musste die beiden schweren Herzens ziehen lassen. "Nach 1:21:31h bin ich völlig fertig als Dritter im Ziel eingelaufen. Ein super Lauf bei strahlendem Sonnenschein und dazu meine Goldbacher Bestzeit um zwei Minuten verbessert", äußerte er sich sehr zufrieden. Mario Stenger und Andreas Schiffner nahmen sich das Rennen anscheinend gemeinsam vor. Sie haben wie immer Frankfurt im Visier und zogen einen anständigen Trainingslauf durch.
Da war noch Christian Meidhof, von dem man sich bisher erzählte, er könne nicht besonders gut laufen. Jeder Triathlet hat bei irgendeiner Disziplin seine Schwächen, doch das Laufen ist es bei ihm jetzt nicht mehr. Nach längerer Wettkampfpause einen Halbmarathon mit 440 Höhenmetern in 1:35:09h durchzuziehen ist in Ordnung. Sein Ziel, in Aschaffenburg unter 1:30 zu kommen ist nun keine Utopie mehr, sondern einfach Pflicht. Applaus gibt es aber erst bei 1:28! Mehr freuen sollte er sich für seine Judith, die wir längst auf dieser Seite vorstellen wollten. Sie zog sich bei ihrem ersten Halbmarathon, bei dem sie wohl nicht die leichteste Strecke ausgesucht hatte, in 1:51:45h sehr gut aus der Affäre. Der immer gut aufgelegte Christian meinte: "Das wusste sie ja im voraus und wollte eigentlich nur einen langen Trainingslauf absolvieren. Hefte den Meidhofs eine Startnummer ans Hemd und schon sind die Poren offen". Beim Blick auf unsere Ergebnisliste gewinnt man den Eindruck, das Judith sich an Thomas Wollinger orientierte oder war das vielleicht umgekehrt? Beim vereinsinternen Kampf der Geschlechter profitierten beide gleichermaßen. Judith war überglücklich wegen Ihrer tollen Zeit und Thomas verbesserte sich in Jahresfrist um zwölf Minuten auf gleichem Terrain. Seine Frau Diana machte ebenfalls einen Zweiminutensprung nach vorne. Eine Klasseleistung zeigte wiederum Klaus Jäger, der sich mit Platz drei in der Altersklasse M45 so langsam in den Kreis der Etablierten schmuggelt. 1:39:22h in Goldbach lassen sich auf flachem Geläuf bis auf 1:31:42h runterrechnen, theoretisch natürlich (Greif-Rechner). Obwohl Aschaffenburg auch seine Steigungen hat, würde ich dort an seiner Stelle trotzdem in 4:20 angehen. Hier die Ergebnisliste im Überblick.

18.09.2007 Jogi Reising läuft beim Baden-Marathon Bestzeit über die halbe Distanz
Natürlich waren am Sonntag in Karlsruhe zwei unserer Teamkollegen am Start. Dem Überflieger Tobias Hegmann gönnten wir wegen seines unerwarteten Husarenstreichs eine separate Story, doch jetzt ist Jogi Reising an der Reihe, der sich in diesem Jahr nur die Hälfte antat. Und die sollte in einem Tempo gelaufen werden, das er bis dato noch nicht bis ins Ziel durchhielt. Dieses Event liegt ja fast vor seiner Haustüre. Sein Körper befindet sich in gut trainiertem Zustand und eine neue Bestmarke hängt manchmal nur von Kleinigkeiten ab. Die äußeren Bedingungen bezeichnete er als "gigantisch". Das bedeutet, dass es zum Rennbeginn angenehm kühl war und beim Zieleinlauf noch nicht so warm. Diese idealen Voraussetzungen passten zum Vorhaben, Jogi kam anfangs zwar nicht so richtig in Schwung, doch ab Kilometermarke fünf liefs ein ganze Weile richtig gut. Km 10 lag mit 39:10min voll im Plan. An der Stelle, an der in Karlsruhe meist unangenehmer Gegenwind den Sportlern das Laufen schwerer macht, blieb es dieses Mal nahezu windstill. "Trotzdem spürte ich nach 15km, dass das noch ein hartes Stück Arbeit wird". Bis zu diesem Punkt war er noch am Überholen und konnte seinen Schnitt halten. Mit 39:20min auf dem zweiten Zehner ließ er auch nur zehn Sekunden im Vergleich zum ersten liegen, doch Jogi war da schon schwer am Beißen. Kein Wunder, er marschierte immer noch auf Bestzeitkurs. "Die Kraft ließ nach, aber zum Glück war es nicht mehr weit und ich konnte mich in 1:22:48h um knapp eine halbe Minute verbessern". Als er ein bisschen verschnauft und gestärkt hatte, kam Jogi gerade noch rechtzeitig auf die Tribüne, um den Einlauf von Tobias Hegmann mitzukriegen. "Der hat ja eine echte Bombe rausgelassen, auch wenn er kurz nach der Ziellinie nicht mehr allzu gut aussah". Und hier nochmal der Link zur gemeinsamen Ergebnisliste aus Karlsruhe.

17.09.2007 Genialer Tobias Hegmann sprengt Kenianisches Sextett und läuft 2:31:52h
Der Baden-Marathon war heuer bekanntermaßen sein großes Ziel. Natürlich sollte seine persönliche Marathonbestzeit - vor Jahresfrist in Frankfurt aufgestellt - geknackt werden. Tobias Hegmann bereitet sich professionell vor, weiß genau was er kann und was er will. "Eine 2:35 wäre gut", formulierte er jüngst sein Ziel für Karlsruhe. Dass er am Ende einer wahnsinnigen Saison die 42,2km noch in 2:31:52h herunter spult, in diesem traditionsreichen Event auf Platz sechs vorläuft und dabei noch in die Phalanx der Läufer vom schwarzen Kontinent eindringt, das hätten auch seine größten Fans nicht vorhergesagt. Tobi rückt mit dieser genialen Leistung selbstredend auf Platz eins unserer Vereins-Bestenliste und verdrängt den bisherigen Tabellenführer Wolfi Höfer, der diesen Rang insgesamt 19 Jahre lang inne hatte. Dass Tobi's Start am Samstag noch am seidenen Faden hing, hatte er einem verrenkten Halswirbel zuzuschreiben, den die Mediziner mit einigen Spritzen gerade noch in den Griff bekamen. Doch beim Start am Sonntagmorgen war alles wieder im Lot. Das war auch vonnöten, denn direkt nach dem Schuss ging die Post ab. Die Kenianer ließen an ihren Vorhaben keinen Zweifel, dazu gehörten auch die schnellen Frauen sowie die Halbmarathoni, die in Karlsruhe zeitgleich starteten. Hier sortierte Tobi sich anfangs ein, "bis mir das Ganze zu schnell wurde. Doch bei Kilometer fünf lag ich mit 18:11min genau im Plan". Bis km 10 läuft er an die Gruppe der schnellen Frauen heran und kurz danach auch vorbei. Mit 36:25min ist er minimal schneller geworden, hat aber noch Spaß am Tempo. Für den nächsten Zehner brauchte er nur 35:17min und sammelte permanent Läufer aus beiden Rennen ein.
Der Halbmarathon geht bei 1:15:34h durch, Tobi fühlt sich super. "Ich nahm zwischendurch immer wieder etwas Tempo raus, weil ich Angst vor einem Einbruch hatte". Durch die laufenden Überholmanöver wird er trotzdem immer wieder schneller. Leider kosten ihn die schlechten Wege mit losen Steinchen einiges an Kraft und Zeit, doch er bleibt immer noch im Rhythmus und innerhalb seiner zeitlichen Vorgaben. Dauernd wird hochgerechnet....., eigentlich müsste eine 2:37 funktionieren..., eine 2:36 geht eventuell auch noch. Reine Beschäftigungstherapie unterwegs. Das Tempo ist immer noch schnell, als Tobi bei Kilometer 34 in den Schlosspark abbiegt. "Hier wurde es richtig übel. Grobe Steine, ich hatte das Gefühl, bei jedem Schritt nach hinten zu rutschen". Dann erfährt er, dass er auf Platz sieben liegt, doch vor ihm ist weit und breit niemand zu sehen. Schade, denn die ersten sechs dürfen zur Siegerehrung und werden prämiiert. Dann ruft einer: "Super, du bist zweiter von den Weißen"! Tobi war froh, "als ich bei km 39 endlich wieder aus diesem verfluchten Park raus durfte". Dann ging es noch über zwei richtig heftige Fußgängerbrücken, auf denen man fast steht. "Ich bin das ja gewohnt, aber die Kenianer haben da anscheinend etwas Probleme". Ab jetzt wurden die Zuschauer munter: "Los, den Schwarzen holst du noch"! "Tatsächlich, dann sah ich ihn auch. Ganz langsam komme ich näher. Er dreht sich mehrmals um, aber bei km 40 kann ich ihn stellen. Ich geb sofort Gas, vorbei und weg".Tobi wollte dem Kenianer keinesfalls die Chance geben, sich dranzuhängen. "Jetzt will ich zur Siegerehrung", so reden halt Siegertypen. Die letzten eineinhalb Kilometer werden zum Slalom, weil jetzt noch Halbmarathonläufer einbiegen. Die sind zeitgleich gestartet und auch 2:30 unterweg, dementsprechend langsam ist ihr Tempo. Mehrmals wurde Tobi angerempelt, ist aber fern davon, diese Sportler zu kritisieren. "Wie sollen die damit rechnen, dass jetzt plötzlich einer von hinten kommt, der fast doppelt so schnell ist. Hier müsste sich der Veranstalter was einfallen lassen". Immerhin verliert der Kenianer ihn so aus den Augen. Sein Zieleinlauf nach 2:31:52h, mit einem Schnitt von 3:37min/km, geht leider völlig unter, weil zeitgleich mindestens 20 Halbmarathonis einlaufen und sowohl Zuschauer als auch Sprecher ihn einfach übersehen. "Aber glücklich bin ich trotzdem, ich kann's noch gar nicht fassen. Niemals hätte ich mit dieser Zeit gerechnet". Und dann genoss er die Siegerehrung mit fünf Kenianern und einem weiteren Deutschen, Marco Diehl. Nach der Siegerehrung wird unserem Helden plötzlich schwarz vor Augen. Er kippt langsam um, zum Glück in die Arme der Helfer. Die Sanitäter checkten ihn eine Stunde durch und päppelten den niedrigen Blutzuckerspiegel und unseren erfolgreichen Teamkollegen mit ausreichend Apfelschorle rechtzeitig zur Altersklassenehrung wieder auf, bei der er reichlich beschenkt wird. Hier die Ergebnisliste mit allen Zwischenzeiten. Beim Halbmarathon startete mit Jogi Reising ein weiterer TSG'ler mit neuer Bestzeit. Seinen Weg dahin schildern wir morgen.

17.09.2007 Schülertriathlon Schweinheim: trotz Sturz schaffte Tamara Hille Platz eins!
Die Berichterstattung über ein erfolgreiches Wochenende beginnen wir heute mit einer besonderen Leistung unserer Jüngsten. Als einzige Teilnehmerin der TSG startete Tamara Hille am Samstag beim vierten Schweinheimer Schülertriathlon, bei dem die Streckenlängen der drei Disziplinen mit 50m/2400m/400m ausgeschrieben waren. Im Schwimmbad der Hefner-Alteneck-Schule legte sie sogleich einen überzeugenden Schwimmstart hin, kraulte sich in 56,89 Sekunden einen ordentlichen Abstand zu ihren Altersgenossinnen heraus und schlug mit der viertschnellsten Zeit aller 18 Teilnehmer(innen) aus den Jahrgängen 1998 bis 2000 an. Vor ihr lagen gerade mal drei Ältere. Nach Abwicklung aller Schwimmstarts zog die komplette Fangemeinde mit allen Sportler(inne)n per Bus zum TV Sportplatz um und setzte mit dem Radrennen den Wettkampf fort. Bei strahlend blauem Himmel wollte Tamara nichts anbrennen lassen, trat sofort und energisch in die Pedalen, um auf der tatsächlich 2700m (offiziell nur 2400m) langen Radstrecke niemanden mehr vorbei zu lassen. Das gelang ihr erfolgreich bis Kilometer 1,8. Dann kam's aber knüppeldick, eine ganze Reihe Konkurrenten zogen vorbei und zeigten ihr die Rückseite. Grund war jedoch nicht ein Schwächeanfall, sondern ein böser Sturz, verursacht durch einen zu heftigen Schlenker in der Kurve. Beine, Hüfte und Arme wiesen einige Schürfwunden auf. Auf den ersten Blick sah das Ganze ziemlich böse aus und ein Helfer des Veranstalters fragte, ob er sie zum Ziel begleiten solle. "Nein auf keinen Fall, ich mache weiter", fertigte die junge Dame aus dem Hause Hille diesen freundlichen Menschen ab. Den Lenker bog er ihr zurecht, legte die Kette wieder auf - und weiter gings. Immerhin erreichte sie auf der Radrunde entlang des Bischberges, mit einem Wendepunkt, noch einen Schnitt von 21km/h. Wieder im Stadion angekommen, wurden die Kids von den Zuschauern lautstark angefeuert und auf ihre letzte Disziplin geschickt. Unsere ausdauernde Nachwuchstriathletin schickte sich an, auf der Tartanbahn ihre 400m zügig zu laufen, was ihr letzten Endes auch super gelang. Heraus kam ein erster Platz des Jahrganges 1999, ein tosender Applaus für ihre Tapferkeit und zusätzlich noch ein Ehrenpreis, weil sie so toll durchgehalten hatte. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!

14.09.2007 Der Alzenauer Solarlauf bleibt fest in unseren Händen - Dreifacherfolg!
Der Alzenauer Solarlauf passt ausgezeichnet in das Trainingsprogramm der meistens unserer Teammitglieder. Eigentlich steht das Großwelzheimer Stadion mittwochs auf der Agenda, um etwas an der Tempohärte zu feilen und gerade jetzt die verschiedenen Herbstmarathons anzusteuern. Einen Wettkampf, auch noch über angenehme weil kurze 6200m, zieht fast Jede(r) den monotonen 6x1000m vor. Das Solarevent wächst von Jahr zu Jahr und verzeichnete erneut einen Teilnehmerrekord. Also reiste auch die TSG mit einer Teamstärke von 17 Jugendlichen, Frauen und Männern an, um bei sehr guten äußeren Bedingungen (20°C, trocken, windstill) richtig abzuräumen. Coach Wolfi Höfer hat zurzeit einige Marathoni unter seinen Fittichen, deren Trainingszustand er genau beobachtete. Dass er neben dieser Aufgabe auch einige Familienmitglieder betreute und nebenbei noch Erinnerungsfotos für unser Bilderalbum schießen konnte, spricht für seine umfangreichen Qualitäten. Und er sah exzellenten Sport, auch weil er von der eigenen Mannschaft gezeigt wurde. Das Siegerpodest gehörte komplett unseren starken Herren. Erwartungsgemäß lieferte Studienrat z.A. Michael Schrauder in seiner beruflichen Heimat - vermutlich unter Aufsicht vieler seiner Schüler bzw. Kollegen - einen Start- Zielsieg in tollen 21:01min ab. Ihm am nächsten kam diesmal Mario Stenger, der auf diesen relativ kurzen Runden tatsächlich eineinhalb Minuten schneller war als im Vorjahr. Er konnte mit diesem starken Auftritt den aufkommenden Jens Bauer gerade noch um drei Sekunden im Zaum halten. Jaja, die Jugend drängt nach vorne und rückt den Routinierten auf die Pelle. Und hier widerspricht mir sofort Bernie Schneider, weil es ihm wieder gelingt, einen knappen aber sichtbaren Abstand zu Alexander Harwarth herzustellen. Bernie macht gegenüber 2006 ebenfalls siebzig Sekunden wett und ist nicht gewillt, freiwillig nachzugeben. Doch Alex lief in Alzenau noch nie schneller als am Mittwoch, gewinnt in 23:15min zurecht die männliche A-Jugend und setzte sich sogar im Gesamtfeld der 267 Finisher auf Platz acht fest. Er sorgte dafür, dass sich unter den ersten acht insgesamt fünf Kleinostheimer platzieren konnten. Auch unsere Frauenabteilung ließ sich in Alzenau nicht lumpen. Von Silke Hippler erwarteten wir schon, dass sie die B-Jugend gewinnt, aber nicht unbedingt drei Minuten schneller als letztes Mal. Die Frau vom Coach, Ingrid Höfer, schien sich während des Rennens an die ausgegebene Marschroute zu halten. Sie holt den Sieg ihrer Altersklasse und winkt den Jüngeren immer wieder mal mit dem Zaunpfahl. Gefreut haben sich alle über das Mitwirken von Katja Stenger. Sie befindet sich zwar nicht voll im Training, erreichte aber trotzdem Platz zwei in der W40. Neben dem Dreifacherfolg gingen an die TSG weitere zehn Podestplätze, davon alleine sechs Altersklassensiege. Hier die Ergebnisse unseres Teams.

13.09.2007 Der Ötztaler Radmarathon ist wirklich nichts für Weicheier
Die Ergebnisliste mit allen Zwischenzeiten steht schon länger online, doch Informationen über die Erlebnisse unserer Freaks während des Ötztaler Radmarathons sind bisher spärlich geflossen und verhinderten bislang einen Kurzbericht. Das wird hiermit nachgeholt, denn über ein solch strapaziöses Event kann man nicht einfach hinwegsehen. Michael Schwarz hängte direkt an das Rennen seinen Jahresurlaub, Christian Meidhof stürzte sich in beruflichen Stress - schickte aber trotzdem einige aufschlussreiche Zeilen - und auch Markus Zschirpe war bis Anfang der Woche leider ständig unterwegs. Dieses Trio stellte sich also vor gut zwei Wochen mit fast 4000 weiteren Unentwegten dieser Mordsschinderei über vier Alpenpässe mit 238 Kilometern und 5500 Höhenmetern! Christian nahm die Tour bereits zum dritten Mal in Angriff, reiste mit seiner Judith erst samstags an und trieb den Puls auf den vollen Autobahnen schon mal nach oben. Eine halbe Stunde nach dem Eintreffen in Sölden, saß er schon auf dem Bike und drehte mit Michael und Markus eine kleine Runde.
Renntag 6.00Uhr: Traumwetter und beste Voraussetzungen für Bestzeiten. Michael holt Christian mit seinen beiden Freunden an der Pension ab. Er ist eingepackt wie ein Eskimo, bei 7°C sogar verständlich. Die Freunde interessieren sich noch für den "Christbaumschmuck" an Michaels Rennrad, der sich als Powergels entpuppte, die mit Tesafilm an sämtlichen freien Stellen festgeklebt waren. Aber dann gings schon los. Sie fanden sich beim Start an der 1000m Marke, also genau 1000m vor der Startlinie wieder, einige tausend Mitstreiter vor sich. Die ersten 30km führten hinab nach Ötz. Wer kann sich schon vorstellen, was in einem Feld von fast 4000 Rennradfahrern alles passieren kann, wenn sie in rasender Geschwindigkeit ein Tal hinab fahren. "Es ist brandgefährlich und man muss höllisch aufpassen. Die Abfahrten hier sind echt der Knaller und ich war immer froh, als es wieder bergauf ging", erzählt Christian. Hinter Ötz führte die Passstraße dann zum Kühtai hoch. Es lief für die Jungs recht gut und das Feld zog sich so langsam auseinander. Dann erwischten sie eine gute Gruppe, die sie relativ locker über den Brenner brachte. Am Jaufenpass versuchte Michael sich abzusetzen, was ihm anfangs ganz gut gelang. Er bewegte sich aber immer in Christians Sichtweite und auf der Passhöhe fuhren sie wieder auf gleicher Höhe. Später dementierte Michael einen Ausreißversuch: "Es handelte sich lediglich um ein stoisches Pedalieren mit Bauchproblemen ohne Wahrnehmung der Umwelt. Deswegen ist der Christbaum mit fast komplettem Baumschmuck wieder im Ziel eingefahren".
Auf der darauf folgenden Abfahrt erwischte Christian eine sehr gute Gruppe, die ihn schnell und ohne Angst den Berg hinunter brachte. Michael fühlte sich auf dieser Abfahrt nicht besonders, denn die Truppe um ihn herum verhielt sich alles andere als homogen. Deshalb verlor er bis St.Leonard etwas an Zeit und bekam dann am krassen Timmelsjoch mit seinen 30km und 1780hm echte Probleme. "Ich bin mit meinem Ergebnis gar nicht zufrieden. Bei meiner Premiere war für mich das Ankommen wichtig. Es war zwar nicht mein Tag, aber eine qualvolle Traumtour", fasste Michael seine Gefühle hinterher zusammen. An der Verpflegungsstelle Schönau traf er wieder auf seinen Teamkollegen, der inzwischen verpflegt und fürs Weiterfahren bereit stand. Dort schlossen sie für die letzten 25 Kilometer und 1000 Höhenmeter eine Zweckgemeinschaft, die beiden das Ausreißen verbot. Als Rekordtempo innerhalb des Rennens hielt der Tacho übrigens kaum zu fassende 96km/h fest! Nach einer reinen Bergaufzeit von 2:33h erreichten sie das Timmelsjoch (2509m). Das war dann fast die ganze Miete. Auf den letzten Kilometern gaben sie noch mal alles, rasten mit über 70km/h nach Sölden hinein und überquerten am Ende einer geilen Tour, bei traumhaftem Wetter, nach 9:51:59h gemeinsam die Ziellinie. Markus Zschirpe verließ seine Teamkameraden bereits auf der Tour nach Ötz, ließ sich insgesamt anderthalb Stunden mehr Zeit und labte sich - im Gegensatz zu seinen Sportfreunden - vermutlich ausgiebiger an den irren Ausblicken und der herrlichen Landschaft. Es ist halt schade, dass er in diesem Bericht zu kurz kommt. Hier nochmal der Link zur Ergebnisliste. Im Bilderalbum liegt dazu eine kleine Fotoserie mit eindrucksvollen Aufnahmen.

12.09.2007 Volker Hain langte beim Alzenauer Triathlon kräftig hin
Bei seiner Alpenüberquerung per MTB mit Michael und Dirk tankte er kräftig auf und beim kurzen Alzenauer Triathlon gab er am Sonntag ordentlich Gas. Und wie im letzten Jahr arbeitete sich Volker Hain an die erste Stelle unserer internen Ergebnisliste vor. Insgesamt waren genau 30 Kilometer zu bewältigen, davon 600m im kalten Meerhofsee, 22,8km mit dem Rennrad auf zwei Runden in und um Alzenau und noch 6,6km per pedes auf einer Wendepunktstrecke im Alzenauer Wald. Weil Volker nur 1:11:00h für den gesamten Wettkampf verbrauchte, landete er verdientermaßen auf Platz drei im Gesamtfeld der 194 Finisher. Trocken wie immer kommentierte er den Wettkampfverlauf: "Bei mir lief's top! Wasser sehr kalt. Rad absolut Windschatten frei. Laufen ohne Probleme". Mehr muss man eigentlich gar nicht wissen. Sein Kollege Bernie Schneider steuert sportlich in dieser Saison nichts Konkretes mehr an, tobte sich in der AK40 noch ein letztes Mal aus und wird also nach Silvester nicht nur das Jahr sondern auch die Altersklasse wechseln. Rang zwei im Team und fünf in der AK schaffte er in 1:19:57h. Immer stabiler agiert unsere junge Triathletin Silke Hippler. Von den 26 weiblichen Finishern musste sie lediglich eine einzige, allerdings enorm starke Kontrahentin, passieren lassen. Den Rest beherrschte sie in 1:27:04h mehr oder weniger deutlich. Hier noch mal die Ergebnisse in der Zusammenfassung.

11.09.2007 Triathlon Giessen: Saisonabschluss über die olympische Distanz
Die Triathlonsaison nähert sich ihrem Ende. Das Wetter ist auch nicht mehr das, was es früher mal war und das kalte Lahnwasser nahm den Athlet(inn)en am Sonntag in Gießen sowieso den Spaß. Irritiert war unsere vierköpfige Truppe gleich zu Beginn, weil der Veranstalter trotz 42 Euro Startgeld nicht mal die obligatorische Bademütze ins Paket packte. Die hast du für die 1500m aber dringend gebraucht, bei geschätzter Wassertemperatur von 15°C! Schwimmtalent Alexander Harwarth vermied es bis zur ersten Boje, den Kopf ins Wasser zu legen, weils einfach richtig weh tat. "Trotzdem konnte ich mein Tempo halten und als Dritter aus dem Wasser steigen". In der Ergebnisliste wird er allerdings an zweiter Stelle geführt, weil der vor ihm Platzierte im Verlauf des Rennens ausstieg. Total ausgekühlt wechselte Alex also nach 23:02min aufs Rennrad und trat sofort richtig in die Pedale um warm zu werden. Zuerst spürte er schlichtweg seine Füße nicht, dann hatte er - bedingt durch die Kälte - große Probleme beim Druckaufbau. Als er nach der ersten Runde endlich auf Temperatur kam spürte er auch schon, dass er das Rennen einfach zu schnell angegangen war. "So musste ich nach 20km dem Tempo Tribut zollen und kämpfte mit einem Krampf im hinteren Oberschenkel". Mittlerweile lag Alex schon auf Platz sechs, musste aber auf dem Weg in eine zweite Wechselzone - nach 35km - noch einen Kontrahenten passieren lassen. Mit Glück und Geschick verteidigte er diesen Platz auf einer sehr eigenwilligen Laufstrecke, auf der Treppen und Brücken den Laufrhythmus störten. Sechs Runden mit jeweils drei Wendepunkten sind schon happig. Da gehts nur ums Abbremsen und Beschleunigen. Nach 2:16:12h überquert Alex die Ziellinie, rettet relativ sicher Platz sieben und besorgt sich auch noch den Titel in seiner Altersklasse.
Zwei Plätze und knapp zwei Minuten später erschien Stefan Günther. Trotz der widrigen Umstände verbesserte er sich bei seiner dritten Teilnahme um mehr als siebzehn Minuten gegenüber dem Vorjahr. Nach seinen beiden erfolgreichen Wochenenden im Rodgau und in Hamburg "war ich gespannt, was noch in den Beinen ist". Außerdem sollte der Saisonabschluss ein guter werden, deshalb verfolgte er exakt einen im Hinterkopf gespeicherten Zeitplan. Die gute Nachricht: alles was Stefan sich vornahm, funktionierte diesmal. Er blieb auf dieser echten Kurzdistanz (1,5km/40km/10km) in allen drei Disziplinen im selbst gesteckten Soll, schaffte nach 2:18:08h Platz sieben im Gesamtfeld und rutschte tatsächlich erstmals auf einen Podestplatz seiner Altersklasse. Leider mussten unsere erfolgreichen Triathleten nach dem Wettkampf feststellen, dass dem Veranstalter die Altersklassenwertung offenbar nicht erwähnenswert war. So verschwanden sowohl Stefans als auch Alex schöne Leistungen mangels Siegerehrung in der breiten Masse. Stefan fand übrigens bei jedem seiner Starts in Gießen eine andere Laufstrecke vor. Diesmal waren es sechs Runden durch die Innenstadt, alle paar Meter Wendepunkte und eingebaute Schikanen, "da findest du keinen Tritt". Eine zweite Wechselzone ist selten und war für ihn auch mal was Neues. Die fehlende Bademütze brachte ihn, wenn auch nur kurzzeitig, in Bedrängnis: "Es war einfach nur klalt, so schlimm wie noch nie. Aber die Zeit war super - 26:59min". Auf dem Rad kommt er, aus den bekannten Gründen, erst nach 10km in Fahrt, aber es reichte für einen 36er Schnitt und tolle 1:07:41h. Damit rückte er seinem Teamkollegen zeitweise recht nahe auf die Pelle. Aber Alex profitierte von seiner Schwimmleistung, rettete seinen dabei erkämpften Vorsprung bis ins Ziel und blieb in der internen Wertung vorne. Stefan bemängelte beim Laufen, dass sich die Athleten wegen fehlender Km-Angaben zeitlich nicht orientieren konnten. "Dafür gab es null Stimmung, einen Drehwurm und zusätzlich Blasen".
Mit von der Partie waren diesmal zwei neue Mitglieder unserer Abteilung, die wir in den nächsten Tagen vorstellen wollen. Es handelt sich wieder mal um ein sportliches Pärchen. Die Schwimmzeit von Michaela Schmutzer von 23:43min, bei diesen schwierigen äußeren Bedingungen, lässt auf eine solide Ausbildung im Wasser schließen. Sie wurde bisher auch nur beim Schwimmtraining im Vitamar gesichtet, zusammen mit ihrem Lebensgefährten Jan-Henrik Pitz. Jetzt wagten sich beide gleich auf die Mitteldistanz. Michaela ließ maximal vier Konkurrentinnen passieren und gewann sogar ihre Altersklasse. Ich hoffe, dass wir bald größere Bilder bekommen werden. Unsere hausinternen Fotografen müssen sich erstmal an die neuen Gesichter gewöhnen. Hier gehts zur Ergebnisliste und einer kleinen Fotoserie.

10.09.2007 Deutliche Siege von Claudia und Uwe beim Elsenfelder Halbmarathon
Der 3. Lauftag des Landkreises Miltenberg brachte wieder mal einen Doppelerfolg für unser Team. Sowohl Claudia Hille als auch Uwe Reinke holten sich mangels stärkerer Konkurrenz mit jeweils deutlichem Abstand ungefährdet den Titel auf der Halbmarathonstrecke. Die angenehm zu laufende und äußerst abwechslungsreiche Strecke führte in einer Schleife durch den Elsenfelder Staatsforst und anschließend als Wendepunktstrecke entlang der alten Spessartdampfbahntrasse bis nach Eschau und wieder zurück. Die Strecke ist landschaftlich sehr reizvoll, wirkt auf die Läufer(innen) fast eben, beinhaltet aber trotzdem 235 Höhenmeter. Uwe riss sein Soll in recht ordentlichen 1:17:16h herunter und blieb damit 46 Sekunden über seiner Zeit von 2006, die er allerdings damals gegen starke Konkurrenz regelrecht erkämpfen musste. In Claudis Weblog informierte sie uns gestern über ein Mißgeschick, das sie 150 Euro kostete. Wenn man halt einen Streckenrekord verbessern will, sollte man genau wissen, wo der alte steht. Mit ihren 1:25:23h kam sie ihrer Form - vor dem Antalya-Marathon im März - schon ziemlich nahe, zur neuen Bestzeit fehlte ihr gestern aber eine Sekunde! Auf dem Zielfoto scheint sie sich schon über den Gutschein zu freuen..... Mario Stenger lief, nach eigenem Bekunden, im lockeren Trainingslauf (1:22:53h) auf Gesamtplatz sechs vor "und jetzt ziehe ich für Frankfurt gnadenlos an". Gefreut haben wir uns über den Start unseres Teamkollegen und Landrat Dr. Uli Reuter, der natürlich beim benachbarten Landkreis seine sportliche Visitenkarte abgeben musste. Trotz seiner derzeit seltenen Starts lieferte er in 1:36:13h eine wirklich ansprechende Leistung ab. Ich würde gerne wissen, ob es in Deutschland einen fitteren oder schnelleren Landrat gibt! Seine Schwägerin Birgit bringt sich gerade für den Frankfurt Marathon in Form und kann sich dabei auf ihren Trainingspartner und Tempomacher Norbert Stein verlassen. Vom Start bis zum Ziel passte zwischen beide kein Blatt Papier. Kein Wunder, denn die ausgegebene Marschroute lag darin, den Puls keinesfalls über 150 Schläge zu bringen. Das steht so in Wolfis Trainingsplan. Mit kleinen Windschattenvorteilen schafft sie es trotzdem noch bis auf Platz drei ihrer Altersklasse. Ihre Zeit von 1:44:40h liegt exakt im geplanten Marathonrhythmus, reicht allerdings noch nicht, um eine Wette mit ihrem Harald zu gewinnen. Inzwischen sickerte nämlich durch, dass Birgit beim Aschaffenburger Halbmarathon schneller laufen will als er. Im Erfolgsfalle spendiert der Ehe- und Trainingspartner in Personalunion ein exponiertes Rennrad, das ein Ironmanrennen locker übersteht. Harald weilt gerade beruflich in Singapore, ist deshalb mit seinen Wettkämpfen etwas im Rückstand. Seine Gattin wird sich in den folgenden vier Wochen noch erheblich steigern müssen, um ihr ehrgeiziges Ansinnen in die Tat umzusetzen. Trotzdem lässt der sich die Butter nicht vom Brot nehmen, da bin ich mir sicher! Einen tollen Service bietet der Veranstalter allen Teilnehmern, indem er auf Wunsch die digitalen Originalfotos aus seiner Bildergalerie bereitwillig per eMail zuschickt. Die Bilder in diesem Bericht entstammen ebenfalls aus dieser Quelle. Dafür herzlichen Dank. Und hier die Ergebnisliste im Überblick.

08.09.2007 When the Wind Blows - Stürme auf St. Helena
Der St. Helena Independent informiert auf Seite eins seiner gestrigen Ausgabe vom schlimmen Sturm, der auf der Südseeinsel letzte Woche wütete und viel Unheil anrichtete. Diese Nachricht würde uns vielleicht nur am Rande interessieren, wäre nicht ein Teamkollege von uns betroffen. Wie mehrfach berichtet, weilt Stefan Schlett seit mehreren Wochen auf dieser Insel, übrigens die einzige im Angolabecken, in deren Nähe das Meer eine Tiefe von über 6000m erreicht und durch Vulkanismus empor gehobenen wurde. Stefan ist - wie den übrigen Bewohnern auch - nichts passiert, davon konnten wir uns bereits auf Seite vier des 28-seitigen wöchentlichen Inselblattes überzeugen. Er startete nämlich am letzten Samstag einen Angriff auf seinen eigenen Rekord auf der Jacobs Ladder in St. Helena. Organisiert wurde dies von der lokalen Radiostation Saint FM und durchgeführt von der NASA (National Amateur Sports Association of St. Helena). Auf der Monstertreppe mit ihren 699 Stufen und 180 Höhenmetern war er 5:11min unterwegs. Er blieb dabei sechs Sekunden unter dem alten Rekord und sammelte nebenbei etwa 500 Euro für die örtliche Krebshilfe! "Der Trip war die Hölle und kostete mich wieder einen Tag Keuchhusten. Aber die 18 Trainingsdurchgänge (alle zwischen 5:56 und 6:59min) in den vergangenen drei Wochen hatten sich somit gelohnt", übermittelte uns Stefan sowohl Gefühlslage als auch Trainingsplan per eMail. Um seine Leistung besser verstehen zu können, muss man wissen, dass diese Stufen nicht mit denen in unseren Häusern zu vergleichen sind. Die Steigungshöhe pro Stufe beträgt bei uns um die 17 Zentimeter, aber jede einzelne Stufe auf dieser Jacobs Ladder hat unglaubliche 28cm. Direkt im Anschluss erhielt der alte und neue Treppenkönig zur Belohnung eine Flasche TUNGI. Eine herrliche Trophäe in Form einer Treppe, auf deren Rückseite die Geschichte der Jacobs Ladder steht, und mit 43%-igem Kaktusschnaps gefüllt ist. Die Brennerei befindet sich direkt neben dieser Treppe. Sie brennt den Schnaps aus Kakteen, die auf St. Helena in riesigen Mengen gedeihen. Neben der Einladung zum Dinner akzeptierte Stefan eine umgehende Führung durch die Brennerei, deren Destillationsanlage eine Spezialanfertigung einer deutschen Firma vom Bodensee ist. Inzwischen wurde er im Rahmen einer offiziellen Zeremonie geehrt, erhielt die Urkunde für den neuen Rekord und äußert sich in gewohnter Form: "Ein dreifaches Halleluja aus dem Süden sendet der alte und neue Treppenkönig von St. Helena".

07.09.2007 Grevenmacher Duathlon mutiert langsam zum Höfer-Event
Im luxembourgischen Grevenmacher hat Wolfi Höfer anscheinend eine Dauerkarte gebucht. Dort wird seit Jahren sein Lieblingsduathlon hervorragend organisiert.
Diese Klasseveranstaltung wird immer mehr zum Höfer-Event, denn dieses Mal reiste neben seiner Frau Ingrid wiederum Bruder Jürgen nebst Gattin Dagmar mit ins nahe Ausland. Besondere Freude hatte Wolfi an diesem Wochenende, weil erstmals Tochter Nicole dem familären Druck nachgab und auch noch ihren Freund Freddy verplichtete. Und diesen drahtigen jungen Mann sollten wir uns merken: er belegte gleich den dritten Platz im PROMO-Duathlon (3km/25km/3km). Am Kurzduathlon, mit seinen insgesamt 31 Kilometern, beteiligten sich übrigens fünf Mitglieder dieser illustren Reisegesellschaft. Damit diese harmonische Angelegenheit allen Beteiligten etwas länger in Erinnerung bleibt, packten wir allesamt in unsere gemeinsame Ergebnisliste. Ein weiterer Duathlet aus unserem Team, dem keine verwandschaftlichen Verbindungen zu den Höfers nachgesagt werden, trug sich - nachdem er vergangenes Jahr dort debütierte - ebenfalls wieder in die Finisherliste ein. Roger Uhl stieg in Grevenmacher nach mehrwöchiger Wettkampfpause endlich in die Marathonvorbereitung ein, das war 2006 nicht anders. Er hatte viel Spaß am Rennen, weil er zu diesem Zeitpunkt längst nicht an seine Leistungsgrenzen ging. So konnte er die beeindruckende Landschaft im hügeligen Hinterland oder an der idylischen Mosel, bei angenehmen Temperaturen, mehr genießen als es sonst der Fall ist. Trotzdem mussten die Distanzen 10km/100km/12km erst mal bewältigt werden. Bei seinem ersten Lauf, der auf der Moselpromenade in einer kleinen und drei größeren Runden ausgetragen wurde, überraschte er sich zunächst mal selbst. Die gestoppten 35:46min waren erste Sahne und bedeuteten im 89-köpfigen Finisherfeld erst mal Platz neun! Nach dem Wechsel aufs Rennrad gings bei kräftigem Gegenwind auf den ersten zehn Kilometern an der Mosel entlang. Die folgenden acht führten die Duathleten in die grenznahen Berge, wobei sie etwa 250 Höhenmeter zu bezwingen hatten. Auf den letzten sieben Kilometern stürzten sie sich in rasante Abfahrten Richtung Ziel. Diesen beschriebenen Kurs musste jeder vier Mal bewältigen, um die ausgeschriebenen 100 Kilometer vollzukriegen. Ob Roger schon gemerkt hat, dass seine Radzeit von 3:00:02h exakt eine Sekunde schneller ist als 2006? Auf der abschließenden Laufstrecke über zwölf Kilometer hatte er wegen seines angemessenen Wettkampftempos nichts zu büßen: "ich war über die achtschnellste Zeit (49:22min) überrascht, weil ich den Lauf als locker empfand". Jedenfalls reicht die Gesamtzeit von 4:25:10h zu Platz sieben seiner Altersklasse und Rang 19 im Gesamtfeld. Glückwünsche nahm er im Ziel zufrieden und gerne von Astrid an, die sehr schöne Gründe hat, zurzeit keine Wettkämpfe zu betreiben.
Wolfi ist meistens voll des Lobes, wenn er aus Luxembourg zurück kehrt. Damit meint er nicht nur seinen sportlichen Erfolg sondern auch das wohltuende Miteinander. Er schwärmte von einer schönen Zeit mit einer homogenen Truppe, zu der sich die uns bekannten Peter und Lydia Ewert gesellten. Seiner abgelieferten Leistung zollen wir höchsten Respekt, denn gleich zu Beginn legte er eine Saisonbestleistung über zehn Kilometer hin. Innerhalb eines strapazierenden Duathlons 38:27min zu laufen, ist mehr als zufriedenstellend. Und dem ist lange nicht genug. Er setzte sich aufs Rad, trotzte dem Gegenwind und lieferte auf seinem Husarenritt eine grandiose Leistung ab. Duathlonbestzeit in 3:02:33h, fast sechs Minuten schneller als beim letzten Mal. Die vielen Anstiege machen halt zierlichen Kerlchen mehr Freude als den ausgewachsenen Triathleten, oder? Bei den letzten zwölf Kilometern, die bekanntermaßen zu Fuß zurückgelegt werden müssen: "kam es wie es kommen musste. Mit drei Krämpfen, die mich einige Minuten kosteten, hatte ich zu kämpfen". Doch Wolfis Zeit von 56:24min war immer noch zweieinhalb Minuten besser als vergangenes Jahr, als er sogar seine Altersklasse gewann. "Die Gesamtzeit von 4:37:24h ist die beste Zeit, die ich in Grevenmacher je erreicht habe", erklärt uns der zufriedene Anführer mit Stolz. Man muss sich das mal vorstellen: Wolfi verbessert seine Vorjahresleistung um mehr als zehn Minuten und rutscht in der AK45 trotzdem von Platz eins auf fünf! Daran sieht man deutlich, welche starke Konkurrenz in diesen Jahrgängen nachgewachsen ist. Ich mache sicherlich kein großes Geheimnis daraus, wenn ich sage, dass Wolfi im nächsten Jahr die Altersklasse wechselt. Dann brummts wieder.
Auch Ingrid hat im letzten Jahr ihrer AK noch mal kräftig hingelangt. Sie verteidigte auf den Kurzstrecken nicht nur ihren Titel in der W45, sondern verbesserte sich ebenfalls um mehr als vier Minuten. Man sieht daran sehr klar, dass im Hause Höfer die Trainingspläne passen. Das Geheimnis liegt vermutlich daran, dass das Thema Regeneration besonders großen Raum einnimmt. Jürgen tat sich - wohl überlegt - die Tortur der vergangenen Jahre über die Langstrecke nicht mehr an. Was hat er in Grevenmacher schon gelitten. Interessierte müssen nur den letzjährigen Bericht nachschlagen. Diesmal nahm er sich - wie der Rest der Truppe auch - den weniger anstrengenden, weil kürzeren Duathlon vor. Hier noch mal alle Einzelergebnisse zum Nachlesen.

06.09.2007 Klasseleistung von Stefan Eckrich beim Köln Triathlon Cologne226
Viel Sand im Getriebe hatten die Kölner Veranstalter am Wochenende, denn sie bürdeten sich ein großes und schwer zu stemmendes Projekt auf. Die kritischen Töne waren auch bei unserem Teamkameraden Stefan Eckrich heraus zu hören. Zu überdenken ist das Wettkampfkonzept, eine Mitteldistanz mit einem Rennen über die Ironmanstrecke zu vermischen. Das hat bisher noch kein Veranstalter gewagt. Die Teilnehmerzahl der Mitteldistanz (
2500m/90km/21km), die sich auch Stefan vornahm, war mit rund 900 gemeldeten Athleten nach dem Wiesbadener 70.3 die höchste in ganz Deutschland. Und der darf sogar mit dem Ironman-Logo werben. Es gelang aber, alles zu einem einigermaßen ansprechenden Bild zusammen zu setzen. Die Verlegung des Ziels an das Rheinufer in der Kölner Innenstadt wertete die Wettkampfstrecken spürbar auf. Der Fühlinger See erwies sich als erstklassiges Wettkampfareal, das größere Organisationsprobleme gar nicht erst wuchern lässt. Für Stefan war es ein würdiger Abschluss einer tollen Saison. "Der Wettkampf lief richtig gut. Ich hatte mir vorgenommen, normal zu schwimmen und auf dem Rad richtig Dampf zu machen". Leider hat es der Veranstalter - wie eingangs geschildert - mit der Teilnehmerzahl etwas zu gut gemeint. "1200 Teilnehmer auf einem 45km Rad-Rundkurs mit vier Wendepunkten ist wirklich kein Spaß". Stefan verspürte wenig Lust, in einen Sturz verwickelt zu werden und hielt einfach gnadenlos drauf. "Zum Glück hatten wir auf der zweiten Runde einen schönen steifen Seitenwind, der die Gruppen langsam aber sicher selektierte". Mit der Zeit von 2:22:10h über die 90 Kilometer war er dann auch richtig zufrieden. Zusammen mit seiner erstklassigen Schwimmzeit von 38:43min über 2500m, lag er aussichtsreich im Rennen. Der abschließende 21km Laufkurs gestaltete sich dann richtig zäh. Die sieben Kilometer-Runde um die Regattabahn lief noch richtig gut, "aber die folgenden 14 einsamen Kilometer am Rhein entlang, mit unvollständigen Kilometerangaben, machten wirklich keinen Spaß". Vom seinem Gefühl her dachte Stefan, er wäre recht flott unterwegs. Doch beim Blick aúf die Uhr, die bei 1:31:32h stehen blieb, war er schon etwas entsetzt. Jedoch der Blick in die Ergebnisliste am Montag relativierte das Ganze wieder: die anderen waren auch nicht schneller! Nach insgesamt 4:36:53h überquert er als zweiter seiner Altersklasse die Ziellinie und erreicht mit dieser tollen Leistung Platz 31 unter 480 Finishern. Das Gros der Mitteldistanzler stellte dabei mit 175 Mann seine AK M40!

06.09.2007 Mühlheimer Volkslauf mit neuer Bestzeit für Guido Vongries
Sein Trainingsplan für Frankfurt scheint stimmig zu sein. Am Sonntag überprüfte Guido Vongries beim 35. Mühlheimer Volkslauf erneut seine Form, stellte über 10000m in 40:58min eine neue persönliche Bestzeit auf und rutschte in unserer internen Bestenliste wieder einige Plätze nach vorne. Er macht derzeit noch Sprünge im Minutentakt. Im Juni war es beim Niedernberger Honischlauf fast eine und nun sind es mehr als zwei Minuten! Man sieht ihm seine wachsende Fitness tatsächlich auch an. Der nebenberufliche Garten- und Landschaftsbauer wirkt inzwischen drahtiger und will bei seinem nächsten Marathon anscheinend wirklich was reißen. Die TG Dietesheim verzeichnete bei ihrem traditionellen internationalen Lauf einen Zuwachs von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Laufsport im Großraum Rhein-Main boomt also weiter. Möglicherweise hängt dies auch damit zusammen, dass die Wettbewerbe ausdrücklich als Benefizläufe zugunsten von Uwe Heyser ausgeschrieben waren. Der frühere Marathonläufer aus Mühlheim liegt nach einem Herzinfarkt vor zwei Jahren heute noch im Wachkoma. Hoffentlich kann ihn seine Frau bald aus einer Spezialklinik zurück ins umgebaute Haus holen. Hier noch die Ergebnisliste.

05.09.2007 Hamburger Cityman mit Stefan Günther auf der olympischen Distanz
Unser junger und recht angenehmer Teamkollege Stefan Günther hats einfach gut. Wenn er auf eine Rundumbetreuung angewiesen ist - das kommt bei einem Triathlon öfters vor - kann er auf seine Mutter zählen. Sie weiß am besten, was ihm wann fehlt. Sie erledigt Gänge, reicht Getränke, fotografiert und übernimmt sicherlich auch Fahrdienste. Am Wochende nahm er sie wieder mal fest in Beschlag, denn es ging zum Hamburger Cityman. Donnerstag früh reisten sie schon an, aber nicht wegen des Wettkampfes, sondern wegen der Kultur. Man gönnte sich abends im Hamburger Hafen das Musical: Der König der Löwen und war vollends zufrieden. Freitagmorgen Akkreditierung, kurz über die Messe und anschließend bei den Rennen der ITU Junioren und U23 zugeschaut. Trotz schlechtem Wetter hatte Hamburg super Stimmung. Abends gings zur Pasta Party mit Wettkampfbesprechung und dann früh ins Bett. Renntag: Der Platz für die Räder war richtig eng, Lenker stand an Lenker. Für die Box war kaum Platz. Das ist halt so, wenn man olympische - und Sprintdistanz zusammenlegt. Insgesamt waren an diesem Tag etwa 3500 Athleten am Start, wovon die Olympischen alleine 1759 Triathlet(inn)en stellten. Die einzelnen Blöcke schickten die Veranstalter im 10-Minuten Rhythmus ins Wasser, Stefan schwamm um 7.50Uhr im dritten. Seine eigene Vorgabe von 27 Minuten verpasste er um fast drei Minuten. Knapp 17°C Wassertemperatur ziehen über 1500m eine Menge Energie, aber das weiß man ja vorher schon. Auf seiner linken Startposition ging er die ersten Meter schnell an, um allen Beinen und Armen aus dem Weg zu gehen. Bis zur Wende klappte diese Taktik ganz gut, dann wurde es ein bisschen eng, es verlief aber alles noch im Rahmen. Der Wechsel zog sich über 4:22min hin, weil die Wechselzone um die 800m lang war. Bei kaltem Wetter und böigem Wind kam Stefan nach zehn schweren Kilometern richtig in Schwung und spürte frühzeitig, dass er den Zeitverlust vom Schwimmen auf den folgenden 30km gleich wieder gut machen kann. "Ganz neu war für mich, dass ich nur am Überholen war und selbst nur fünf Fahrer ziehen lassen musste. Es war fast wie letztes Wochenende in Rodgau". Beim Wechsel in die Laufschuhe gabs kein Gedränge, weil seine Nachbarn noch unterwegs waren. So kam bei ihm jede Menge Freude auf. Auf der Laufstrecke über 10 Kilometer regnete es wieder. "Meine Beine waren gut, der erste Kilometer mit 4:37min war mal wieder nicht der Beste, aber dann lief ich recht konstant zwischen 4:15 und 4:30. Auf den letzten drei Kilometern konnte ich noch mal anziehen auf 4:10, 4:13 und 3:52". Im Ziel standen dann 2:28:27h auf seiner Uhr, eineinhalb Minuten besser als geplant. Schnell zurück ins Appartment, frisch gemacht und nachmittags guckten sie die Frauenelite. Sonntagmorgen Hamburg: Fischmarkt! Dann zurück zur Innenstadt und Trbünenplatz sichern für das superspannende Rennen der Männerelite mit glücklichem Ende für Daniel Unger. Nee nee, das Wetter in Hamburg is einfach nix, es fängt schon wieder an zu regnen. Am Montag reisten sie dann zurück und hatten viel zu erzählen. Stefans einzelnen Splitzeiten sind in der Ergebnisliste nachzulesen. Und im Fotoalbum liegen Mutters Bilder.

03.09.2007 Andreas Heilmann erwischte einen rabenschwarzen Tag
Mit Bad Liebenzell verbindet Andreas gute Erinnerungen, denn hier feierte er in der Vergangenheit schöne sportliche Erfolge. Der gestrige Tag führte ihn erneut an seine alte Wirkungsstätte und wird ihm ebenfalls noch eine Weile im Gedächtnis bleiben, denn es war nach seinem Bekunden ein wirklich rabenschwarzer. Vorgenommen hatte er sich die 31. Deutschen Meisterschaften, aber nicht über die gewohnten 5000m oder 10000m, sondern über die Halbmarathondistanz, die er vor elf Monaten erstmals in sein Programm einbaute. Zu unserer Überraschung wurde er Anfang März über jene 21,1km schon Unterfränkischer Meister in 1:11:39h. Mit diesem tollen Ergebnis im Hinterkopf schraubte er sicherlich seine Ambitionen und Erwartungen nun etwas höher - doch es kam alles anders. Der Stress begann bereits auf der Autobahn, als sie nach wenigen Kilometern direkt in eine Vollsperrung auf der A3 gerieten. Nach Jahren geglückter Anreisen hatten sie sich nicht ausreichend über etwaige Verkehrshindernisse informiert. Eineinhalb Stunden Schrittgeschwindigkeit verursachten bei Andreas erste Adrenalinschübe; da kannst du dich auch als Beifahrer nicht entspannen. Sie kommen zwar rechtzeitig an, ein optimaler Start in den Tag verläuft aber anders.
"Während des Wettkampfes habe ich so gelitten, wie noch nie in meiner bisherigen Läuferkarriere. Mehr von solchen verkorksten Wettkämpfen - ich würde keine Rennen mehr bestreiten". Solche Aussagen hörte ich bislang noch nicht von unserem ehrgeizigen Teamkollegen und ich bin mir sicher, dass er nach dieser so genannten Niederlage zu hart mit sich ins Gericht zieht. Im Hinblick auf seine gesamte Saison wird er dieses Erlebnis als einmalige Verkettung misslicher Umstände abhaken und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Andreas war weit davon entfernt, irgendwelche Erklärungen oder Entschuldigungen für nicht erreichte Ziele zu finden, im Gegenteil. Er mag auch keine Sportberichte, in denen nur Positivergebnisse publiziert werden. Deshalb nannte er ungeschminkt die Faktoren, die ein besseres Abschneiden verhindert haben. Dazu zählt er die Überschätzung der eigenen Form: "In einer sehr erfolgreichen Saison will ich auch über die Halbmarathonstrecke eine besonders gute Zeit. Dabei habe ich aber nicht einkalkuliert, dass die Saison schon lange dauert und mir die Grundlagen aus dem Winter sowie zurzeit das gewohnte Erlanger Trainingsterrain fehlen". Er kritisiert sein zu schnelles Anlaufen. Bisher praktizierte Andreas gute Renneinteilungen selbst, doch am Sonntag startete er viel zu schnell und orientiere sich an Bekannten aus Bayern und Hessen, die er unter besseren Voraussetzungen über zehn Kilometer schon hinter sich lassen konnte. "Bereits nach fünf Kilometern in 16:12min bekomme ich mein Harakiri zu spüren, quäle mich aber fast über eine Stunde", weil er noch nie ein Wettkampf aufgegeben hatte. Andreas wollte in dieser Hinsicht seine weiße Weste behalten. Diese Haltung kostete ihn mental und körperlich soviel, dass er sich weitere Starts in diesem Jahr überlegen wird. Dieser aufrichtige Einblick in sein Seelenleben ist aller Ehren wert. Seine klare Analyse zeigt uns aber auch, dass er seine Fehler kennt und die richtigen Lehren daraus ziehen wird. Erfahrungen sind die besten Lehrer! Und zu guter letzt sollte auch über das Ergebnis berichtet werden. Andreas erreichte das Ziel nach 1:12:57h und lief auf Platz 42 in der Gesamtwertung. Seine Eltern begleiteten und betreuten ihn, die Mutter schoss die Erinnerungsfotos.

02.09.2007 Powerman Zofingen - zu lang, zu hart und immer Regen
So titelte die Fachzeitschrift Triathlon in ihrer Februarausgabe des letzten Jahres, als sie über die Worldchampionships in Zofingen berichtete. In diesem angeblich härtesten Langstrecken-Duathlon der Welt versuchten sich schon Jürgen Zäck, Mark Allen, Thomas Hellriegel und Normann Stadler. Sie konnten den Powerman aber nie ins Herz schließen, denn der erste Lauf vor der Raddisziplin strapaziere die Muskulatur viel mehr als der Schwimmauftakt beim Ironman. Und das war der eigentliche Grund dafür, dass Oliver Assmus das schweizer Rennen als Saisonhighlight buchte. Seine derzeitige Schwimmleistung spottet - nach eigener Aussage - jeder Beschreibung. Also besorgte er sich von seinen erfahrenen Teamkollegen Arnd und Wolfi, die sich in Zofingen bestens auskennen, noch einige Tipps und reiste bereits am Freitag an, um die Schauplätze zu checken. Der erste Laufkursus führte über zwei Runden zu je fünf Kilometer, die jeweils zur Hälfte aus asphaltierten Straßen und Waldwegen bestanden. Die Strecke begann sofort mit einer Steigung und wies insgesamt 200 Höhenmeter auf. Die selektive Radstrecke umfasste genau 50 Kilometer, war drei Mal zu durchfahren und beinhaltete mehr als 1600 Höhenmeter. Als Sahnehäubchen bezeichnete Oliver die zweite Laufstrecke mit ihren 30 Kilometern und 530 Höhenmetern, anscheinend weil sie oben drauf kommt. Und er wusste, dass es auf diesem Kurs nur darum geht, die Kräfte gut einzuteilen. Er tröstete sich damit, dass in diesem Jahr das Wetter mitspielte und die Teilnehmer mit strahlendem Sonnenschein begeisterte. Sonntagmorgen 8.58Uhr schickte der Starter das über 250 Teilnehmer zählende männliche Hauptfeld in Bewegung. Mit den beiden Laufrunden war Oliver noch zufrieden, obwohl ihn das Höhenprofil einiges an Kraft kostete. Mit dem ersten Viertel lief er in die Wechselzone ein und verlies diese nach flüssigem Wechsel recht zügig. Die Radstrecke verlief auf den ersten fünf Kilometern moderat, mit leichten Wellen. Es war an der Zeit, den ersten Riegel zu vertilgen und sich auf die kommenden Steigungen einzustellen. Der erste, mehrere Kilometer lange Anstieg zur Richenthalhöhe hatte die unangenehme Eigenschaft, in seinem Verlauf immer steiler zu werden. Später bemerkte er, dass es bei den nächsten Anstiegen nicht anders war. "Als ich dann mit dem Bodenberg den höchsten und steilsten Punkt erreichte, war auch mir klar, warum dieser Powerman zu den härtesten Wettbewerben zählt". Zurück Richtung Zofingen, fuhr Oliver zum ersten Mal am Anschlag. "Die zweite Runde verlief sehr zäh und besonders an den beiden steilen Anstiegen musste ich einige Federn lassen". Erschwerend kam hinzu, dass sein Rücken so schmerzte, dass er streckenweise am Oberlenker fahren musste. In der letzten Runde konnte er sich wieder erholen und wurde von der Vorfreude beflügelt, das Rad endlich in die Ecke stellen zu können. In der Wechselzone angekommen, fand er natürlich schon etliche Räder einparkt vor. Los gings auf die zweite Laufstrecke, allerdings nicht gerade leichtfüßig. "Meine Beine fühlten sich schwer und verspannt an und mein Bewegungsablauf glich dem eines Roboters". Oliver kämpfte sich in der prallen Sonne die erste Steigung hinauf, jeder Schritt wurde beschwerlicher und bei Kilometer zehn war er nahe dran, den Wettkampf zu beenden! Gegen Ende eines solch strapaziösen Events geht es nicht mehr ums Geniessen, sondern nur noch ums Überleben. Seinen mentalen und körperlichen Tiefpunkt überwand er teils gehend, teils laufend, auf den nächsten 13 Kilometern. Inzwischen bei Kilometer 23 angekommen: "war ich mittlerweile ziemlich nach hinten durchgereicht worden. An der Verpflegung stieg ich jetzt auf Cola um und endlich kam die erhoffte zweite Luft". Ein nettes Erlebnis am Rande hatte er dann mit einem lustigen Italiener - Francesco aus Mailand. Der lief auf ihn auf und versuchte ihn mit der Aussicht auf die schönsten Dinge des Lebens zu motivieren, die es allerdings nur im Ziel gäbe. "Seine gute Laune steckte mich an. Wir nahmen mit einem für diesen Tag erstaunlich schnellen 5er-Schnitt die letzten Kilometer in Angriff. Nach langen 8:50:21h war der ersehnte Zieleinlauf ein bewegendes Erlebnis. Alles in allem ein toller Wettkampf mit guter Organisation und perfektem Wetter. Das wird nicht mein letzter Aufenthalt in Zofingen gewesen sein." Hier die Ergebnisliste mit den Splitzeiten.