TSG Kleinostheim - Ausdauersport

 

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30.07.2007 Zugspitz-Extremberglauf mit Oliver Assmus
E
r liebt die Berge, das Schifahren und auch das Schneeschuhlaufen. Auf der crossigen Goldbacher Winterserie, dem wilden Strietwälder Crosslauf und unserer anspruchsvollen Lauftreffrunde fühlt sich Oliver Assmus deshalb besonders wohl. Wen wunderts, dass er sich nun für den Extremberglauf auf Deutschlands höchsten Berg - die Zugspitze - interessiert. Am letzten Wochenende veranstaltete getgoing seinen siebten Durchgang und konnte erneut einen Teilnehmerrekord verzeichen. Oliver reiste also ins Wettersteingebirge, um beim Höhepunkt der 3.Ehrwalder Laufwoche dabei zu sein, eben diesem Extremberglauf. Insgesamt erreichten 735 Frauen und Männer das wegen eines Wintereinbruchs vorgezogene Ziel am Sonnalpin. Unser Teamkamerad hielt sich wacker, erreichte als 125. nach anstrengenden 2:23:53h das Ziel, wird 27. in der Altersklasse M40 und holte sich seine Medaille ab, die das Gipfelkreuz beinhaltet (Foto). Damit wir seine Erlebnisse nachvollziehen können, schickte er uns einen Bericht und einige Fotos........ >>>>weiterlesen

29.07.2007 Volkslauf in Hausen und Einstieg in die Marathonvorbereitung
Die meisten aus unserem Team, die heute früh in Hausen gelaufen sind, finden wir auf der Starterliste für den Frankfurt Marathon wieder, der traditionell Ende Oktober durchgeführt wird. Den heutigen Sieger - Andreas Heilmann - natürlich nicht, denn der hat sich bisher maximal über die Halbmarathondistanz getraut, aber überaus erfolgreich. Nach seinen Bahnwettkämpfen, von denen wir ausführlich berichteten, legte Andreas eine kleine Sommerpause ein, um seinen Bewegungsapparat zu schonen. Drei Wochen lockeres Training und gute Erinnerungen an Hausen reichten ihm, um über 10km zu starten. Gefordert wurde er nicht besonders, setzte sich nach lockeren anderthalb Kilometern vom Feld ab und absolvierte die restliche Strecke gleichmäßig im 3:15er bis 3:20er Tempo. Unangefochten erreichte Andreas nach 33:27min das Ziel und besorgte sich so den Tagessieg. Seine weibliche Teamkollegin Birgit Reuter tauchte nach einer längeren Durststrecke auch wieder mal auf. Als engagierte Berichterstatterin wurde sie in den letzten Wochen in unserer betriebsamen Abteilung stark beansprucht. Doch jetzt gilt es in einer neuen Altersklasse neue Maßstäbe zu setzen. Ihre 46:04min sind zwar nicht das Maß aller Dinge, doch es ist ein guter Einstieg in die neuen Vorhaben. Eine neue Bestmarke haben wir vom dynamischen Jens Bauer längst erwartet. Seine 37:08min sind noch nicht das Ende der Fahnenstange, reichten aber im Starterfeld von knapp 400 Teilnehmern zu einem starken siebten Platz. Vier Plätze später lief schon Oliver Assmus in 37:57min ein. Er befand sich damit im Minutenbereich seiner stärksten Zeiten und gewann damit überlegen die Altersklasse M40. Triathlet Stefan Günther zog am Donnerstagabend beim Schwimmtraining im Vitamar seine Bahnen und quält unter der Woche sein Rennrad so oft er kann. Seine wachsende Fitness wirkt sich zwangsläufig auch auf die Laufdisziplin aus, was die 40:39min von heute beweisen. Sie bedeuten für ihn eine weitere Bestzeit über 10km, wenn auch nur um eine einzige Sekunde. Ein ehrgeiziges Ziel hat sich Andreas Schweibert für Frankfurt gesetzt und untermauert dies mit einem anspruchsvollen Trainingsplan. Der fünfer Schnitt von heute Morgen muss dann vier Mal hintereinander abgeliefert werden, doch es sind ja noch zwölf Wochen Zeit.
Beim Jedermannslauf über 5000m sahen wir die emsige Silke Hippler, die gestern beim Karlstädter Swim and Run dominierte und anscheinend nicht klein zu kriegen ist. Von Müdigkeit keine Spur, im Gegenteil. Sie gewinnt die Klasse der 16 bis 19-Jährigen in 22:11min, schrammt damit um eine Sekunde an ihrer Bestzeit vorbei und liegt im 82-köpfigen Feld nur 15 Sekunden hinter der schnellsten Frau. Von ihr kriegen wir bald noch mehr zu sehen, da bin ich mir absolut sicher. Und da wären noch die umtriebigen Halbmarathoni, denen zehn Kilometer zu wenig waren. Daniel Morhard, letzte Woche in unserer Berichterstattung zum SEFRA-Lauf untergegangen, weil er für die Firma eines Freundes startete, lieferte nach meinen Aufzeichnungen erstmals überhaupt eine Halbmarathonzeit ab. Diese 1:35:36h stehen nun in unserer Bestenliste und deuten zum jetzigen Zeitpunkt darauf hin, dass Daniel in Frankfurt was vor hat. Und Guido Vongries zeigte erneut eine konstante Leistung und bewegte sich ziemlich genau im Rahmen seiner derzeitigen Möglichkeiten. Hier die interne Ergebnisliste im Überblick.

27.07.2007 Kurzurlaub mit dem Bike in den Dolomiten - Tobias Hegmann erzählt:
Endlich hab ich etwas Zeit, um von unserem erlebnisreichen Wochenende zu erzählen. Christian, ein Radfahrerkollege und ich, haben uns am Freitag letzter Woche um 4:30 Uhr auf den Weg nach Calazei in den Dolomiten gemacht. Nach gut siebenstündiger Anfahrt und der anschließenden Zimmersuche, bauten wir unsere Räder zusammen und machten uns sofort auf zur ersten Tour. Aus dem Buch „Die schönsten Alpenpässe“ hatten wir uns die Sella-Ronda ausgesucht, also eine Umrundung der Sella-Berggruppe. Mit dem Sellajoch (2240m), dem Grödner Joch (2137m), dem Campolongapass (1870m) und den Pordoipass (2239m), mit seinen 33 Tornanti (Kehren), konnten wir uns einen ersten Eindruck von der schönen Landschaft machen und schon ahnen, was uns am nächsten Tag erwarten würde. Bei dieser Nachmittagstour beließen wir es bei 64 Kilometern und etwas über 2000 Höhenmetern. Für den Samstag hatten wir uns einiges mehr vorgenommen. Nach einem guten Abendessen schauten wir uns noch ein wenig das Städtchen an, in dem zufällig auch noch das ganze Wochenende ein Fest mit vielen Umzügen stattfand...... >>>weiterlesen
26.07.2007 Bericht vom Allgäutriathlon modifiziert
Ihr habt es sicherlich schon gemerkt. Der Bericht vom Allgäutriathlon wurde überarbeitet, nachdem unsere Jungs sich mühten, Infos und Bilder an den Webmaster zu senden. Herzlichen Dank dafür und nochmal der Hinweis: Ich kann nur berichten, wenn ich etwas weiß. Unsere Abteilung ist inzwischen so gewachsen, dass es fast unmöglich ist, montags alle TSG-ler aus den vielen Events heraus zu filtern. Einige wenige Zeilen reichen mir, .......aber zügig.

26.07.2007 - 25. Allgäu Triathlon in Immenstadt - Stefan Eckrich war zum 10. Mal dabei!
Nach Immenstadt am Alpsee, ins herrliche Urlaubsgebiet Allgäu, fährt Stefan Eckrich so oft es ihm möglich ist. Und das war heuer zum zehnten Mal der Fall. Exakt mit dem Veranstalter feierte er also Jubiläum, der Triathlonclub allerdings bereits zum 25. Mal. Es handelt sich dabei ohne Übertreibung um Deutschlands traditionsreichsten Triathlon, der alljährlich Breitensport mit Weltklasse bei familiärem Flair in idealer Freizeit-Landschaft vereint. Zur Belohnung durfte man in Immenstadt die
Internationalen Deutschen Meisterschaften in der Mitteldistanz (2000m/92km/21km) austragen. Stefan zeigte wiederum eine gute Schwimmleistung (30:38min), pendelt sich bei seinem Lieblingsevent so um die 4:50h ein und lieferte diesmal eines seiner besseren Ergebnisse ab. Er wunderte sich bestimmt, als er seinen Teamgefährten Mario Stenger antraf, der - genau wie er selbst - Anfang des Monats beim Ironman Frankfurt einen großen Wettkampf ablieferte. Und die Frankfurter Form verplempert man nicht so einfach sondern versucht, sie so lange wie möglich zu nutzen. Da kam Immenstadt gerade richtig. Mario braucht im Wasser bekanntlich mehr Zeit als andere, motiviert sich aber anschließend auf dem Land um so mehr. "Wenn du beim Wechsel aufs Rad ein paar Hundert Athleten vor dir hast, macht das anschließende Einsammeln auf dem Bike und zu Fuß wirklich großen Spaß", blickte er gestern Abend auf einen ordentlichen Wettkampf zurück. Einen guten Bekannten - wenn auch nur aus dem Fernsehen - überholte er auf der zweiten Laufrunde. Marcel Wüst fuhr für Festina die Tour und landete inzwischen bei den Trias. Allerdings, fügt Mario ehrlich hinzu, musste er selbst - im Gegensatz zu diesem Radspezialisten - noch eine weitere Runde machen, während dieser bereits ins Ziel durfte
Mit einem weiteren Mannschaftskollegen - Michael Gerst - rechneten die beiden sicherlich nicht. Der hat nämlich inzwischen ordentlich Triathlonluft geschnuppert und ist gerade dabei, seinen Rhythmus zu finden. Also machte er während seines Urlaubs mit Freundin
Michaela im Süden Deutschlands eine strapaziöse Zwischenstation, um anschließend noch einige Tage der Regeneration am Bodensee und Umgebung zu genießen. Morgens um 6.00Uhr fand er zunächste eine trügerische Ruhe vor, die nach dem Startschuss abrupt vorbei war. Gewinnen sollte anscheinend der, der sich am längsten über Wasser halten kann. Auf direkter Linie war mehr tauchen als schwimmen angesagt, also nahm Michael einen kleinen Umweg, um dem Gerdränge aus dem Weg zu gehen und erklärte später: "Die Schwimmzeit war dadurch leider nicht so gut wie geplant". Eine Strecke von 2000m mit Hindernissen in 32:55min - das ist für diesen Youngster doch auffallend gut..... aber er ist halt nicht zufrieden. Den Wechsel aufs Rad bezeichnet er "einwandfrei" und schwärmte dann von den landschaftlich wunderschönen 92 Radkilometern. Sie ist nicht seine stärkste Disziplin, aber es lief weit aus besser als gedacht. "Die anvisierten und schon gut kalkulierten dreieinhalb Stunden schaffte ich neun Minuten schneller und bin damit voll zufrieden". Die Wechselzone befand sich im Stadion, es herrschte eine super Athmosphäre und Michael flog problemlos durch. Jede der drei Laufrunden (jeweils sieben Kilometer) führte durch dieses schöne Stadion und an den anfeuernden Zuschauern vorbei. Trotzdem begann er zu schwächeln und die Beine wurden immer schwerer. Doch beim Zieleinlauf waren die Schmerzen bereits verflogen."Mit einer Gesamtzeit von 5:42:11 Stunden, beim ersten Einsatz über die Mitteldistanz, bin ich mehr als zufrieden". Die am Samstag von den TSG-lern erkämpften Zeiten waren allesamt in Ordnung und lassen sich in unserer internen Ergebnisliste mit allen Splitzeiten ausführlich durchleuchten. Inzwischen hat uns Michael aus der Ferne einige Erinnerungsfotos übermittelt, die wir bereits ins Album geklebt haben.

23.07.2007 Zweiter Lauf des neuen Kahlgrundcrosscups in Königshofen
Nach dem Eichbildlauf in Feldkahl Anfang Juni, ging es gestern in Königshofen darum, weitere Punkte für den erstmals ausgetragenen Kahlgrundcrosscup zu sammeln. Den Abschluss, mit der Ehrung der Sieger, bildet im Oktober das Bocksbeutelrennen in Michelbach. Unser neunköpfiges Team, darunter vier Frauen, bewältigte die beiden anstrengenden Crossrunden mit unterschiedlicher Motivation. Immer besser in Schwung kommt Maschinenbaustudent Jens Bauer, der im Hauptfeld nur zwei Mitstreitern den Vortritt lassen musste und auf Rang drei (1.M20) in guten 38:02min das Ziel passierte. Nach seinem Sieg bei der Auftaktveranstaltung in Feldkahl, ist er nun erster Anwärter auf den Gesamtsieg. Dies gilt in gleicher Weise für seinen Teamkollegen Bernie Schneider, der auf Gesamtplatz neun einlief (1.M40). Zusammen mit Rainer Simon holte unsere Truppe mit klarem Abstand den Titel in der Teamwertung. Treppchenplätze gab es für sämtliche TSG Damen. Die jüngsten, Ann-Kristin und Silke beabsichtigten, die 10km lange und anspruchsvolle Strecke als Trainingseinheit zu nutzen. Geplant war ein 6er Schnitt. Am Start trafen sie auf eine gute Freundin aus Goldbach, die ebenfalls nicht am Anschlag laufen wollte. Und so kam's, dass dieses harmonische Teenietrio tratschend den Königshofener Forst durchquerte, Neuigkeiten austauschte und im Ziel über die Zeit von 54:58min staunte. Fünf Minuten schneller als geplant, jede Menge Spaß gehabt und erfolgreich abgeschnitten. Genau so betreibt man in jungen Jahren den Ausdauersport. Ann-Kristin gewinnt ihre Altersklasse (WSA) und Silke schafft Platz drei in der weiblichen Jugend. Hier die Ergebnisse im Überblick.

22.07.2007 Bildernachtrag zu unserem Schüler- und Jugendtriathlon
Die aktiv an unserem Süwag Energie Triathlon beteiligten Schüler und Jugendlichen sind im Laufe der Woche in unseren Beiträgen - sowohl in Schrift als auch im Bild - ausführlich und ausreichend zur Geltung gekommen. Die vielen ehrenamtlichen Helfer erspähte man in den vielen Bilderserien, die etwa 500 Fotos beinhalten, nur am Rande und mehr oder weniger durch Zufall. Inzwischen hat Abteilungsleiter Manni Scherer, dem diese Angelegenheit am Herzen liegt - ebenso wie dem Leiter des Organisationsteams Michael Schwarz - eine weitere Serie nachgeliefert und damit dieses Defizit behoben. Schaut noch mal im Bilderalbum nach und beobachtet das rührige Auf- bzw. Abbauteam bei seiner nicht alltäglichen und von Außenstehenden kaum wahr genommenen Aufgabe. Oder klickt direkt auf diesen Link.
21.07.2007 Die TSG zeigte Flagge beim Lauf "SEFRA rennt - gegen Gewalt"
Das TSG Kontingent war beim dritten Aschaffenburger Stadtlauf zu Gunsten von SEFRA e.V. (Selbsthilfe- und Beratungszentrum und Notruf für Frauen in Aschaffenburg) äußerst begrenzt, aber durchaus effektiv. Wegen des gleichzeitig stattfindenden Schüler- und Jugendtriathlons waren sämtliche Kräfte unserer Abteilung in Kleinostheim gebunden. Doch zwei unserer Vorzeigeathleten nahmen die Einladung gerne an und stellten sich mit vollem Einsatz in den Dienst der Sache. Selbstredend, dass Claudia Hille bei solchen Veranstaltungen an vorderster Stelle steht und dem überwiegend aus Frauen bestehenden Läuferfeld ihren Stempel aufdrückte. Beeindruckende 263 Läuferinnen und Läufer bewältigten die 6000m quer durch die Aschaffenburger Innenstadt und unterstützten diese Bewegung. Claudi nahm nicht nur teil sondern gab richtig Gas. Es entstand dabei der Eindruck, dass sie gerade den betroffenen und Hilfe suchenden Frauen zeigen wollte, wie stark Frauen sein können. Als sie nach sehr guten 22:54min durchs Ziel lief, befanden sich lediglich zwei Männer vor ihr. Einer von ihnen nennt sich Uwe Reinke, ihr Teamgefährte, der aus nachvollziehbaren Gründen - wie in jedem Jahr - für seinen Arbeitgeber, die Polizei Aschaffenburg an den Start ging. Ist doch ein beruhigendes Gefühl, zu wissen, dass es heutzutage noch schnelle Polizisten gibt. Uwe gewinnt das Rennen in 20:50min. Unmittelbar nach ihrem Zieleinlauf musste Claudi dann ihre Utensilien packen, um ihre Tochter Tamara beim Kleinostheimer Triathlon anzufeuern. Es gibt Tage, da kommt halt einiges zusammen. Und hier ist die Ergebnisliste.

19.07.2007 München Triathlon mit Deutschen Altersklassen-Meisterschaften
Mit größeren Ambitionen fuhr Stefan Günther am Sonntag nicht zu den Deutschen Altersklassenmeisterschaften im Triathlon nach München. Ihm ging es darum, weitere Erfahrungen für die nächsten Prüfungen zu sammeln und keinesfalls Letzter in der AK25 zu werden. Über solche Ziele müssen wir mit dem jungen Tiefstapler demnächst mal reden! Trotzdem prüfte er samstags schon mal die Strecken, registrierte den "kleinen Berg" auf dem Laufkursus und beobachtete das Rennen der Elite. Am Sonntag war er dran, bei heißer Witterung und windiger Radrunde. Der Neo war erlaubt und half ihm über die 1500 Schwimmmeter. Der Schwimmstart erfolgte in bestimmten Zyklen und die Anzahl der Athleten ließ sich so leicht überblicken, Platz war genügend vorhanden. Den Wechsel fand Stefan "net so toll". Auftrieb bekam er aber, als er in der Wechselzone noch zwei Räder seiner direkten Konkurrenten vorfand. Der Veranstalter hatte 40 Rennkilometer ausgeschrieben, doch Stefans Tacho wies 42km aus. Über zwei flache, aber recht windige Runden führte der Kurs und die Radzeit von 1:11:57h erbrachte einen Schnitt von 35km/h. Das Windschattenverbot stand wieder mal nur in den Regeln, eingehalten wurde es nicht wirklich. "Es kann demotivierend wirken, wenn plötzlich Züge von zehn bis zwanzig Mann an dir vorbei rauschen", erzählt Stefan und fügt hinzu: "was soll man auch erwarten, wenn insgesamt 2600 Athleten auf einem recht kurzen Zweirundentrip unterwegs sind". Wen wunderts, dass in der Wechselzone fast alle Räder seiner AK-Konkurrenten bereits in den Boxen standen. Die 10km zu Fuß raubten unserem Teamkollegen erst mal den Rest. Die Zeit von 52:55min sagt schon einiges aus, doch die Strecke und die aktuellen äüßeren Bedingungen verbrauchten halt jede Menge Energie. Die Münchner reagierten auf die Hitze und bauten zusätzliche Verpflegungstellen auf dem Laufkurs ein, Klasse. Doch die wurden sehr schnell wieder geschlossen, weil das Wasser ausging! "Du erwartest ausgelaugt die nächste Tränke und das Wasser ist aus, einfach Super bei dem Wetter". Doch Stefan sollte noch genügend Spaß bekommen, denn in Runde zwei hatten einige Freaks der TM25 noch ihre Probleme. Er fing an, Gleichaltrige einzusammeln und bekam von Mal zu Mal mehr Lust am Laufen. Es ging soweit, dass sogar einer der letzten Kilometer unter vier Minuten dabei war. Nach 2:35:50h beendete er dennoch zufrieden seine Arbeit, erreichte als 12. der AK25 (22 Meldungen, 17 Finisher) und 118. gesamt einen guten Platz im Mittelfeld. Das Messegelände München hält Stefan ideal für einen Triathlon, doch der Veranstalter kann einige Punkte bis zum nächsten Jahr verbessern, falls er dann die Meisterschaft noch kriegt. Hier seine Ergebnisse im Überblick.

17.07.2007 Erster Strietwälder Crosslauf - Bernies Rufe wurden gehört
Wenn unser äußerst engagierter und nicht nur deshalb sehr beliebter Teamkollege Bernie Schneider etwas Neues auf die Beine stellen will, wird er von seinen Mannschaftskolleg(inn)en 100%ig unterstützt. Einen erfolgreichen Ausdauersportler, der sich mit viel Idealismus um die Gemeinschaft kümmert und der Jugend ein Vorbild ist, lässt man nicht hängen. Mit seinen beiden Kollegen von der SG Strietwald packte Bernie am letzten Freitag erstmals einen knackigen Crosslauf über 10km in den Zeitplan des traditionellen Fußball Ortspokalturniers. Am frühen Abend mischte sich also das Läufervolk unter die Stollenträger und mancher Fußballfan wechselte spontan das Lager. Die 23 TSG Läufer(innen) wunderten sich nicht, als sie sich plötzlich teilweise auf ihrer angestammten dienstäglichen Lauftreffrunde wiederfanden, allerdings in entgegengesetzter Richtung. Zusätzliche Schikanen mit etlichen weiteren Höhenmetern baute der ausgebuffte Bernie absichtlich ein. Der Sieger dieses ersten Crosslaufes, Roger Uhl, der diesen Wald in- und auswendig zu kennen glaubte, erzählte: "Ich befand mich plötzlich auf Strecken, die ich vorher noch nie gelaufen bin". Schon an der Siegerzeit (36:57min) lassen sich die geschätzten 200 Höhenmeter in etwa ablesen. Roger war zwölf Tage nach seinem Ironman in Rekordzeit eigentlich gar nicht für den Sieg eingeteilt, doch wenn er schon mal vorne ist..... Die Dominanz unserer Truppe machte sich nicht nur zahlenmäßig bemerkbar. Von den ersten sechzehn Plätzen beanspruchten die TSG'ler exakt 50% für sich. Insgesamt 150 Teilnehmer(innen) gingen über die fünf angebotenen Laufdisziplinen, das will beim ersten Mal schon etwas heißen. Bei den Schülern und Jugendlichen bot der Veranstalter zwei Streckenlängen über 1000 und 2000m an. Als schnellstes Mädchen, ausgestattet mit einer gehörigen Portion Talent und Ehrgeiz von Papa Bernie, überquerte Leonie Schneider nach 2000m in 9:28min die Ziellinie auf dem Sportplatz in der Adlerstraße. Der jüngere Bruder Tom Luca musste nur die Hälfte bewältigen. Er machte seine Sache ebenfalls gut und gewann den Titel in seiner Altersklasse M10. Über einen weiteren überraschenden Gag lohnt es sich zu berichten. Auf dem höchsten Punkt der Strecke, etwa bei Kilometer sieben, blies Trompeter Frank Mill sämtlichen Läufer(innen) den Marsch und begleitete sie mit seinen Klängen bis ins Tal. Hier geht es zur Ergebnisliste.

16.07.2007 Lisa Heinz und Ann-Kristin Staab liefen beim Triathlon zusammen ein
Im Vorfeld verursachte zunächst die Sorge um die Wassertemperatur des Mainparksees als Austragungsort der ersten Disziplin des dritten Süwag Energie Schüler- und Jugendtriathlons unser Abteilung in Zusammenarbeit mit dem Radsportverein Mainaschaff und der dortigen Wasserwacht Kopfzerbrechen. So war es letztendlich die angekündigte große Hitze für Sonntag. Kurzfristig hatte die Gemeinde das Vitamar als Wettkampfstätte für das Schwimmen zur Verfügung gestellt. Auf Plan B mussten wir allerdings nicht zurückgreifen. Einhundert dieser Nachwuchssportler/-innen stellten sich teilweise zum ersten Mal der neuen Herausforderung eines Ausdauerdreikampfes. Um wertvolle Punkte für die bayerische und unterfränkische Meisterschaft kämpften hingegen die 14- bis 19-jährigen Jugendlichen in der Wertung Jugend A/B, von denen einzelne am Vortag noch in München bei der deutschen Meisterschaft am Start waren.
Patrick Heinz vom ESV Gemünden wurde vom Favoriten spontan zum Helfer mit dem Wasserschlauch, ein Start nach gesundheitsbedingtem Abbruch in München war in Kleinostheim nicht vertretbar. "Diese Saison ist abgehakt, die Serie geplatzt. Ich werde mich schon jetzt auf die EM-Quali für die Saison 2008 konzentrieren", erklärte er seine Zukunftspläne. Patrick Lang (TV Hilpoltstein) und Andrea Zeller (Tri-Team Schongau) siegten unter extremen Bedingungen auf den geforderten Distanzen 750m Schwimmen, 20km Rad fahren, 5km Laufen. Die B-Jugendliche Johanna Schlachte (SC Riederau) komplettierte ihre BTJ-Serie mit einem souveränen Sieg in 36:40min für 400m Schwimmen, 10,2km Rad fahren und 2,5km Laufen. Die Heimatregion wird sich mit den befreundeten Konkurrentinnen Lisa Heinz (ESV Gemünden) und Ann-Kristin Staab (TSG Kleinostheim) bei der Austragung des Unterfrankencups einen vorderen Platz sichern. Ihre Abschlussveranstaltung mit Ehrung der unterfränkischen Meister findet am 1. September in Frammersbach statt. "Heute sind wir zusammen eingelaufen, beide können aber leider nicht Erste sein". Das größte Teilnehmerfeld stellten die Schüler/-innen A und B, denen jeweils die Streckenlängen 200m Schwimmen, 5,7km Rad fahren und 1,1km Laufen abverlangt wurden.
Eine separate Wertung wurde für die Athleten/-innen vorgenommen, die die Radstrecke mit dem Mountain-Bike absolvierten. Die Vereinskameraden Daniel Noschitzka und Dennis März (beide TSG Kleinostheim) lieferten sich in der MTB-Konkurrenz einen harten Kampf, bei dem am Ende Daniel Noschitzka knapp die Nase vorne hatte. Am längsten im Schatten auf ihren Jagdstart warteten die jüngsten Triathleten, um sich mit großem Ehrgeiz der Herausforderung 50m Schwimmen, 2,5km Rad fahren und 400m Laufen zu stellen. Mit Helm und Startnummer fast verdeckt konnten die sechs- bis neunjährigen zum Abschluss der Veranstaltung die ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen und unter großer Anteilnahme im Zielbereich auf dem Festplatz ihre Ehrungen entgegennehmen. Hier nochmal die Links zu den Ergebnissen und den Fotoserien.

15.07.2007 Es ist geschafft - Michael Schwarz ist erleichtert und voll des Lobes
Bevor wir Morgen in die Einzelheiten gehen, kommen wir heute noch einem Bedürfnis von Michael Schwarz nach, dem Leiter des Organisationsteams unseres 3. Süwag Energie Schüler- und Jugendtriathlons. Als Erstes zollt er allen teilnehmenden Schülern und Jugendlichen für die abgelieferten sportlichen Leistungen ein großes Lob. Ihr Einsatz ist angesichts der übergroßen Hitze um ein großes Maß höher zu bewerten. Einen besonderen Dank richtet er an die bayernweit angereisten Eltern und Freunde des Triathlonsports, die bereits während der Veranstaltung Glückwünsche aussprachen, für die gute Organisation und Durchführung. Er gibt diesen Dank und Zuspruch weiter an seine 110 freiwilligen Helfer, die ihn mit großem Elan während der Vorbereitung, des Wettbewerbs, der Siegerehrung sowie der Nachbereitung unterstützten. Michael weiß, dass ein Event dieser Größenordnung nur mit einem zuverlässigen und tatkräftigen Team im Rücken zu bewältigen ist. Er bedankt sich sehr herzlich bei der Gemeinde Kleinostheim für die Erlaubnis zur Durchführung und die Bereitstellung des Gemeindeplatzes mit der vorhandenen Infrastruktur. Ein Dankeschön für die reibungslose Zusammenarbeit richtet er an die Wasserwacht Mainparksee und den routinierten Radsportverein Mainaschaff. Die zum Schutz der jungen Sportler notwendige Einschränkung der Anwohner, insbesondere auf der Radstrecke, wurde akzeptiert. Ohne dieses Verständnis sind solche Sportveranstaltungen künftig nicht mehr zu realisieren. Wir sind dankbar für die Hilfestellung durch das Rote Kreuz Kleinostheim und die örtliche freiwillige Feuerwehr. So macht die Ausrichtung eines Triathlons wirklich Spaß. Die vorläufigen Ergebnisse sind bereits online und in unserem Bilderalbum liegen inzwischen mehr als 500 Bilder, weitgehend in der Reihenfolge des Wettkampfes.

14.07.2007 Aktuelle Wassertemperatur im Mainparksee --- 21,5°C
Der Saunagarten Mainaschaff (Röder Thermen) gab uns die um 17.00Uhr erneut gemessene Wassertemperatur des Mainparksees bekannt. Der See hat inzwischen angenehme 21,5°C.
Der Durchführung aller Rennen im Rahmen des 3. Süwag Energie Schüler- und Jugendtriathlon am Sonntagmorgen steht somit nichts mehr im Wege. Wir wünschen allen Teilnehmer(innen) eine gute Anreise, einen angenehmen Aufenthalt und viel Erfolg.
13.07.2007 Der Triathlon-Nachwuchs eifert am Sonntag in Kleinostheim den Profis nach
Die Vorbilder haben es ihnen beim IRONMAN in Frankfurt gerade erst vorgemacht, jetzt kann der bayerische Triathlon-Nachwuchs ihnen nacheifern. Gelegenheit dazu gibt der 3. Süwag Energie Schüler- und Jugendtriathlon am Sonntag, den wir in Zusammenarbeit mit dem Radsportverein Mainaschaff und der Wasserwacht Mainparksee austragen. Das Wettkampf erprobte Team um den Leiter des Organisationsteams Michael Schwarz bietet ein Kräftemessen für maximal 150 Nachwuchsathlet(inn)en an. Aktuell sind noch Startplätze zu vergeben. Nachmeldungen nehmen wir am Wettkampftag bis spätestens acht Uhr an oder ab sofort bei Harald Reuter (Tel. 06027/464741). Wie auch in den Vorjahren ist diese Veranstaltung Bestandteil des Unterfrankencups und erstmals in die BTJ-Serie eingebunden, die bayernweit sechs Events umfasst.
Spannende Entscheidungen werden auch im Feld der heimischen Talente bei der zweiten Veranstaltung für die unterfränkische Meisterschaft erwartet. Der 17-jährige Kaderathlet Patrick Heinz vom ESV Gemünden tritt in der Juniorenklasse an, um seinen Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Ebenso wie seine vier Jahre jüngere Schwester Lisa in der Jugend B. Weitere Konkurrenz reist vom TSV Karlstadt, TV Goldbach, TuS Frammersbach und aus Miltenberg an, um für die Abschlussveranstaltung am 1. September in Frammersbach Punkte einzufahren. Ab 9.00 Uhr werden die einzelnen Altersgruppen - auf fünf Rennen verteilt - ihre Schwimmdistanzen im Mainparksee absolvieren. Aus organisatorischen Gründen wird das Rennen nach der ersten Disziplin zunächst neutralisiert und in Kleinostheim auf dem Festplatz hinter dem Rathaus fortgesetzt. Ab 11.00 Uhr werden die Teilnehmer von dort aus im Jagdstart auf die Radstrecke geschickt. Der Wettergott hat wieder ein Einsehen mit uns und den Athleten. Das Wochenende wird sehr heiß und die Wassertemperaturen im Mainparksee die vorgeschriebenen Mindeststandards längst übertreffen.

12.07.2007 Der Rothsee Triathlon - ein toller Wettkampf
Sie nahmen diesen Wettkampf ernst, brachen deshalb bereits am Vortag auf und quartierten sich im benachbarten Göggelsbuch ein, unweit der Wettkampfstätte. Sie besichtigten den See und die Tücken der Radstrecke und besorgten sich ihre Startunterlagen. Christian Eckhardt sowie sein Freund und Teamkamerad Alexander Harwarth sprachen rückblickend von einem perfekt organisierten Wettkampf, den man auf jeden Fall empfehlen kann. Besonders an das tolle Buffet im Zielbereich erinnern sie sich gerne. Dass sogar das Wetter passte, unterstrich ihren positiven Gesamteindruck. Doch nun zum Rennen selbst. Unsere Jungs standen in der zweiten Startgruppe, die zehn Minuten nach den fünfzig stärksten Männern und dem gesamten Frauenfeld losgeschickt wurden. Der Rothsee hatte schwache 19°C. Alex würde für sich das Schwimmen als perfekt bezeichnen, denn er stieg als Vierter in 22:25min dem kühlen Nass und kam im gesamten Starterfeld unter 750 auf Platz 23! Christian meinte: "Ich bin wohl wieder Umwege geschwommen, sonst hätte ich keine Minute auf Alex verloren". Das wäre tatsächlich eine Erklärung, denn die beiden steigen normalerweise ziemlich gleichzeitig aus dem Wasser. Beim Wechsel hatte er Probleme, aus dem Neo zu kommen. Doch die emsigen Helfer nahmen den Sportlern fast alles ab: "man musste nicht einmal selbst seine Schwimmutensilien in den Beutel stopfen". Mit dem Wechsel aufs Rad war Vereinskollege Alex im Großen und Ganzen zufrieden und er beabsichtigte, den Vorsprung zum befreundeten Konkurrenten zu vergrößern. Doch bereits in den ersten Kurven bemerkte er ein Schleifen am Hinterrad, das ihn bei Kilometer zehn zum Absteigen zwang. Glück im Pech: am Staßenrand traf er eine zuschauende Radlerin mit dem passenden Imbusschlüssel - na sowas. Den Rest der Strecke, die wegen einer Baustelle leicht verkürzt werden musste, absolvierte er halt ohne funktionierende Hinterradbremse; zwar ohne Unfall, aber mit ungefähr zwei Minuten Zeitverlust. Alex registrierte natürlich, dass Christian inzwischen die interne Führung übernommen hatte, aber der schwierigere Teil des Rennens noch vor ihm lag. Christian erinnerte sich an einen recht welligen Radkurs, der bis auf zwei 10%ige Anstiege recht flüssig zu fahren war. Den Schwung beim Bergabfahren konnte man mit in die kleinen Anstiege hinein nehmen. So hielt er einem 37er Schnitt und erreichte die Wechselzone vor dem Schulgelände in Roth. "Schon zu Beginn der Laufstrecke hatte ich mit Krämpfen in beiden Beinen zu kämpfen. Allerdings konnte ich durch die zahlreichen Verpflegungsstellen an der Laufstrecke doch ein angemessenes Tempo laufen". Wirklich, 39:01min auf welligem Terrain über 10km, das ist während eines Triathlons tatsächlich nicht schlecht. Nach 2:05:45h erreichte Christian zufrieden das Ziel an der Kreissportanlage und schaffte damit den dritten Platz der Altersklasse TM18. Wenige Minuten später finishte Alex auf Rang vier und erklärte: "Die Laufstrecke zählt nicht zu den schnelleren Kalibern und ich hatte auf den ersten drei Kilometern Probleme, meinen Rhythmus zu finden". Doch schaffte er immerhin die viertschnellste Laufzeit seiner Altersklasse in 42:34min. Beide bedauerten, dass die zwei ersten ihrer Altersklasse sich in der ersten Startgruppe befanden. Somit gab es unterwegs keine Bezugspunkte. In einem direkten Duell wäre durchaus eine bessere Platzierung möglich gewesen. Hier die Ergebnisliste mit den einzelnen Splitzeiten.

10.07.2007 Schauinsland-Berglauf - Z´ Friburg uff der Höh´
Das Bergauflaufen hat Tobias Hegmann anscheinend doch noch nicht verlernt, kurzzeitig zweifelte er daran. Nach seiner Enttäuschung bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften trieb es ihn am Samstag zum Schauinsland-Berglauf nach Freiburg, zum dritten Wertungslauf des Schwarzwald-Berglaufpokals. Während der langen Fahrt genoss er Stefan Schletts Erzählungen, denn dieser ist gerne dabei, wenns ein bisschen härter wird. Ich glaube, Stefan besitzt gar keinen Führerschein, der macht doch alles zu Fuß oder per Rad.
Tobi nahm sich vor - nach einem kleinen gesundheitlichen Tief - den Berglaufpokal abzuhaken, wenn es diesmal wieder nicht läuft. In den letzten Rennen sammelte er nämlich recht wenige Punkte. Nach vorsichtigem Beginn, auf Platz zehn liegend, spürte er schnell, dass die Beine diesmal locker sind. Der Favorit setzte sich vorne schon ab und Tobi lief - noch auf Rang vier liegend - zielstrebig auf zwei vor ihm laufende Bergspezialisten auf. Das Tempo stieg leicht an. Das agile Zufallstrio mutierte ziemlich schnell zu einem forschen Duett und baute in dieser Konstellation seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Die Strecke verlief komplett im Wald, auf gut ausgebauten und festen Wegen und hatte immer wieder schöne Trails. Bis Kilometer neun wies sie ungefähr Spessartniveau aus, also nichts Ungewohntes für unsere Kameraden. Sorgen machten lediglich die letzten drei Kilometer mit exakt 18% Steigung. So was findet Tobi auf seinen Trainingsstrecken leider nur selten. "Um meinen Podestplatz dort nicht zu verlieren, machte ich in den flacheren Stücken immer wieder Druck und konnte mich auf einem der kurzen Bergabstücke, kurz vor Kilometer acht etwas absetzten". Er beabsichtigte damit, seinem Kontrahenten möglichst viel Kraft zu rauben, um am Anstieg dann länger dranbleiben zu können. Das funktionierte wie geplant und beim nächsten Stutz zog Tobi leichtfüßig davon, baute den Abstand stetig aus und lief dabei voll am Anschlag. "Ein ganz kurzes Flachstück, um die Beine auszuschütteln, hätte ich mir schon gewünscht, aber da war nix". Nach 1:02:36h ging die Veranstaltung für ihn mit dem zweiten Platz auf dem Treppchen zu Ende und die 13 Kilometer Strecke sowie 957 Höhenmeter waren geschafft. Nach dem Auslaufen stieg er auf den Aussichtsturm und musste feststellen, dass er dort oben wieder nur Zweiter war. Stefan wartete schon, er hätte sich das Ziel lieber dort oben gewünscht. Ein Tscheche, der sich gerade auf dem Jakobsweg Richtung Spanien befand, gesellte sich zu ihnen und schoss das obige Foto. Stefan kam ebenfalls gut durch und landete in der AK 45 auf Platz sechs.

09.07.2007 Bayerische über 5000m - neue Bestzeit und trotzdem nicht zufrieden
Tagsüber beschäftigt sich der Einser-Abiturient an der Uni Erlangen sehr intensiv damit, medizinische Inhalte mit naturwissenschaftlichen Methoden zu untersuchen. Das machte er im Diplom-Studiengang Molekulare Medizin, um die Ursachen und Mechanismen von Krankheiten besser verstehen zu können und so Angriffspunkte für Therapien ausfindig zu machen. Abends und an den Wochenenden - im Wald oder beim Bahntraining - schaltet Andreas Heilmann ab und denkt sicherlich auch mal an die bekannte Redewendung aus den Satiren eines römischen Dichters: "mens sana in corpore sano". Er achtet darauf, dass nicht nur der Geist, sondern auch sein Körper umfassend und gezielt geschult wird. Den Beweis seiner körperlichen Fitness lieferte er kürzlich bei den Bayerischen Bahnmeisterschaften über 10000m in 31:20min. Bei den Straßenmeisterschaften letzte Woche in Markt Indersdorf zeigte er sich enttäuscht, wohl wissend, dass die Topografie auf der Strecke keine Bestzeiten zuließ. Unser ambitionierter und bedächtiger Teamkollege meldete auch über die halbe Distanz und die wurde gestern im Willy-Sachs-Stadion Schweinfurt ausgetragen. Andreas verfolgte wegen fehlender spezifischer Vorbereitung diesmal keine hoch gesteckten Ziele - wie er es formulierte - sondern wollte lediglich eine neue Bestzeit aufstellen. Das ist ja ein Ding. Hochgesteckte Ziele sind bei mir immer Bestzeiten gewesen! Was er meinte, sind ganz klar Medaillenplätze, die er aufgrund der starken bayerischen Konkurrenz über 5000m dort nicht sah. Die Bedingungen für eine neuen Marke waren allerdings gut. Andreas blieb bis Kilometer drei (9:02min) an der Spitzengruppe dran und registrierte einige alte Bekannte wie z.B. Julius Helm um sich. Drei Runden vor Schluss zog er die Verfolgergruppe an, "einzig auf den letzten 800m fehlten mir die Tempohärte und Quäl'-dich-Einstellung, um an die 15min-Marke heranzulaufen". Als er die 15:13min im Ziel sah, war er sofort wieder erholt und analysierte im Rückblick auf Regensburg, wo er fast die gleiche Zeit als Durchgangszeit für die 10000m gelaufen ist: "dass mich die zwei Regenerationswochen aufgrund der dicht aufeinander folgenden Meisterschaften nicht schneller gemacht haben". Immerhin unterbot Andreas seine bisherige Bestzeit um 18 Sekunden. Die Platzierung möchte er dem geneigten Leser gerne verschweigen, doch wir sind auch da gnadenlos. Seht einfach in die Ergebnisliste.

08.07.2007 Stefan Schlett als Beobachter beim Giro d'Eritrea
Unser weltreisender, ultraextremer Ausdauerkollege
Stefan Schlett konnte sein erstes Multi-Day-Rennen (9.-16.06.) nach seiner schweren Fußoperation erfolgreich beenden. Bei der Craft Bike Trans Germany (832km und 18348hm in acht Tagesetappen) überlebte er zusammen mit seinem Partner Frank Schüßler aus Goldbach als Team Stefan's Bike Schmiede in der Masters-Kategorie auf Platz 54 unter 77 Starterteams. Eine Woche später nahm er ein Appetithäppchen mit, den Neckarfährle Triathlon in Haßmersheim am Neckar (700m/20km/5km) und bereitete sich da auf den Schweizer Radmarathon vor, an dem er sechs Tage später teil nahm. Zum dritten Mal inspizierte er die vier Alpenländer und legte über 606km noch 4630hm zurück. Obwohl die Großwetterlage über Europa total mies war, erwischten sie zwei herrliche Tage und kamen ohne Regen, Süff und Kälte davon. 37:36h und etwa 20.000 verbrannte Kalorien sowie drei Kilo Gewichtsverlust waren die Ausbeute. Stefans Kommentar ungefiltert: "Interessant für mich war die Tatsache, dass mein Körperfettanteil von 7,4% vor dem Start auf fünf Prozent nach der Zieleinfahrt fiel. Da macht das Fressen in den kommenden Woche wieder besonders viel Spaß......". Ab 19. Juli wird unser eloquenter Teamgefährte für zweieinhalb Monate von der Bildfläche verschwinden. Seine diesjährige Traumreise geht nach St. Helena, einer Insel, die zum britischen Territorium zählt und mitten im Atlantik (15° Süd, 5° West), auf halbem Weg zwischen Angola und Brasilien liegt. Sie ist dem Rest der Welt nur deshalb bekannt, weil Napoleon dort vor knapp 200 Jahren im Exil weilte. Am 19. Juli geht es also mit Quatar Airways über Doha nach Kapstadt. Am 22.07. Einschiffung im Hafen von Capetown auf der RMS St. Helena (kombiniertes Fracht-und Passagierschiff), der einzigen Verbindung der 7400 Insulaner zur Außenwelt. In sieben Tagen geht es über Walfish Bay in Namibia auf die Insel. Dort findet im zweijährigen Rhythmus das Festival of Running statt, ein Marathon, ein 10km Lauf und ein Treppenlauf auf der Jakobsleiter (699 Stufen auf den Jakobsberg) innerhalb von fünf Tagen. "Danach werde ich auf einer der abgelegensten Inseln dieses Globus' sechs Wochen lang Körper, Seele, Geist läutern und entgiften von dem ganzen Müll dieser Welt". Mitte September geht es mit dem Frachter via Ascension und über die Kanaren zurück nach Europa. Die RMS St. Helena läuft zwei Mal im Jahr ihren Heimathafen Portland im Süden Englands an. Die Landung erfolgt am 05.10. in Frankfurt.
Doch vorher schickte uns Stefan noch eine Reportage aus Eritrea, dem jüngsten Staat Afrikas und meinte, sie könne der Juli-Seite unserer Ausdauersportabteilung einen exotischen Touch verleihen. Im Februar nahm er als Beobachter am Giro d'Eritrea teil und schrieb darüber eine interessante Geschichte. Weil er diese Story exklusiv für ein Schweizer Magazin schrieb, können wir sie sie erst jetzt veröffentlichen. Hier nun seine illustrierte Geschichte mit dem Titel "Giro d'Eritrea - Blut für Schweiß"..... >>>weiterlesen

07.07.2007 Michael Schrauder siegt bei den Unterfränkischen über 1500m in Hösbach
Der Wettergott hatte ein Einsehen mit den unterfränkischen Leichtathleten. Rechtzeitig zu Beginn ihrer Meisterschaften, die von der LG Landkreis Aschaffenburg im Hösbacher Landkreis-Stadion ausgerichtet wurden, schloss der Himmel seine Pforten. Lediglich der Wind spielte nicht mit, denn Gegenwind auf der Zielgeraden minderte doch die Laufzeiten. Erschreckend schwach bezeichnete der Veranstalter die Beteiligung in den Mittel- und Langstrecken und rechnete es Michael Schrauder hoch an, dass er sich seitens des Untermains über 1500m stellte und sogar als Sieger ins Ziel kam. Diesen Sieg lief er relativ locker heraus und strapazierte sich - auch mangels stärkerer Konkurrenz - nicht zu sehr, weil er für den Folgetag auch noch die 800m plante. Unser starker Mittelstreckler übernahm vom ersten Meter an die Führung, aber in einem Tempo, das die Konkurrenz zermürben, ihm aber noch ausreichend Kraft für eine schnelle letzte Runde lassen sollte: "Diese Taktik ging optimal auf, so dass ich mit 4:14min einen sicheren Sieg herauslaufen konnte. Nach dem mittelschnellen 1000m Durchgang in 2:49min sollte ich sogar noch Reserven für eine 5-10 Sekunden schnellere Zeit haben". Die 800m am Folgetag waren ziemlich gut besetzt und es entwickelte sich ein sehr reizvolles Rennen. Nach einem Durchgang von ca. 59,5/60sek für die erste Runde fehlten Michael gegen die echten 800m Spezialisten am Ende die Spurtschnelligkeit, zumal er die 1500m vom Vortag noch merkte. "Die 2:02min waren für mich auf dieser Unterdistanzstrecke dennoch ein richtig gutes Ergebnis". Dass dabei lediglich Platz fünf heraussprang, bezeichnete er als weniger dramatisch, "vielmehr bin ich guter Dinge, mit dieser 800m Zeit in nicht allzu ferner Zukunft über 1500, 3000 und 5000m gute Leistungen nachfolgen zu lassen", lässt uns unser selbstbewusster Kollege in die Zukunft blicken. Hier alle Ergebnisse aus Hösbach.

05.07.2007 Bestenliste der Langdistanz Triathleten ist online
Das wachsende Interesse unserer Triathlet(inn)en an der Langdistanz und die überall spürbare Euphorie, gerade in den letzten beiden Wochen, nehmen wir zum Anlass, endlich mal eine Bestenliste unserer Eisenmänner und -frauen aufzustellen. Dabei lenken wir die interessierte Öffentlichkeit gerne auf die verlinkten Portraitseiten der Männer und Frauen, die mindestens einmal in ihrem Leben über die komplette Strecke gegangen sind: 3800m schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und abschließend noch einen Marathon von 42,2km laufen. Ihr findet sie bei den Bestenlisten der Laufstrecken unter Aktuelles oder direkt über diesen Link.

04.07.2007 Roger Uhl: "Man soll aufhören, wenns am schönsten ist"
Es ist kaum zu fassen, welche Kapriolen das Wetter in den letzten beiden Wochen veranstaltet hat. Doch immer dann, wenn die Langdistanz Triathleten ans Werk müssen, baut irgendein höheres Wesen ein Zeitfenster ein und unterbricht das stürmische Sauwetter exakt für die Dauer der Wettkämpfe. So wars in Roth und jetzt wieder in Frankfurt, bei den Ironman European Championships. Petrus muss tatsächlich ein Triathlet gewesen sein, anders lässt sich sowas nicht erklären. Die sieben Akteure aus unserem Team nahmen das mit Freude auf, denn eine stabile Witterung ist die erste Voraussetzung für besondere Ergebnisse. Roger Uhl ist seit langem auf der Suche nach dem perfekten Tag. Am Sonntag erlebte er einen, von dem er als Rentner noch reden wird. Die Organisation dieses hochkarätigen Events - mit 2400 Startern - sowie die äußeren Bedingungen, verschafften nicht nur ihm eine erstklassige Grundlage. Doch zuerst gab es was auf die Ohren. Das Schwimmen verlief nämlich außergewöhnlich ruppig und hart, so dass er gleich bei der ersten Disziplin an seine Grenzen gehen musste. Er setzte sich durch, lag mit einer Zeit von 1:01:51h voll im persönlichen Zeitplan und wechselte sehr zufrieden aufs Rad. Beide Runden bezeichnet er als sehr anspruchsvoll, weil viele heikle Situationen im Rennverlauf zu meistern waren. Höchste Konzentration und Wachsamkeit brachten Roger über die 180km und zur persönlichen Bestzeit von 4:53:33h. "Beim Laufen fühlte ich gleich, dass ich heute schnelle Beine habe und spulte die vier Runden am Mainufer relativ gleichmäßig ab". Mit der schnellsten Marathonzeit (3:09:45h) innerhalb eines Ironman stürmte er mit Gänsehautfeeling in die traumhafte Kulisse am Römer ein und war von der Stimmung sowie seiner grandiosen Zeit überwältigt. In 9:10:45h übertrumpfte der technische Angestellte seine Bestzeit aus 2002 um 23 Minuten und belegt im Riesenfeld, bald nach den Profis, Platz 39! "Mein zehnter Ironman war definitiv mein Schönster und Erfolgreichster. Doch ich werde den Qualifikationsplatz Hawaii nicht annehmen, weil das für mich vorerst der letzte Ironman war. Man soll aufhören wenn es am schönsten ist!" Das i-Tüpfchen zum kompletten Glück lieferte dann sein Copilot Christian, den er in der Vorbereitung unter seine Fittiche nahm und erfolgreich coachte.
Unserem Weltreisenden, Volker Hain, gönnte jeder von uns den perfekten Tag. Mit seiner neuer Bestzeit von 9.48:47h ist er natürlich sehr zufrieden, aber das Hawaiiticket hat er schon auf dem Radkurs abgeschrieben, da lief bei ihm überhaupt nichts. Aus ihm noch unbekannten Gründen bekam er keinen Druck aufs Pedal und bewältigte relativ emotionslos diese zweite Disziplin. "Alleine wegen den vielen Freunde an der Laufstrecke, bin ich nach dem Radfahren nicht ausgestiegen". Im Vorfeld des Rennens stellten sich bei ihm weder Anspannung noch Vorfreude ein, auch nicht beim Schwimmstart - und so was hat man selten. Nach anfänglichem Gerangel lief es für ihn beim Schwimmen recht gut. Doch der letzte Schliff mit schnellen Trainingseinheiten, die er früher mit Bernie ins Training einbaute, hatten im Vorfeld gefehlt. Den Marathon spulte er dann ohne Probleme ab, rechnete auf jeder Runde zu seiner neuen Bestzeit hoch und sammelte einen Läufer nach dem anderen ein. Unfassbar für uns ist die Leistungsdichte in der Altersklasse M35. Mit dieser Klassezeit von 9:48:47h ist er zwar Zweitbester unserer diesjährigen Mannschaft, landet aber nur auf Platz 64! Zu Volkers Abschneiden findet sein Teamgefährte Arnd Hille, der als Fan und Betreuer unterwegs war, erklärende, aber ziemlich kritische Worte: "Was am Sonntag auf der Radstrecke abging, spottet jeder Beschreibung". Er lobt zwar den Veranstalter, weil dieser gegen Doping und Sportbetrug entschlossen und medienwirksam vorgeht. Doch ihm wäre lieb, wenn die Einhaltung der Regeln beim Windschattenfahren mit der gleichen Konsequenz durchgesetzt würden. Riesige, leistungsstarke Gruppen sind beinahe unbehelligt über die 180km gelutscht. Er selbst ist seinerzeit aus dem Rennen ausgestiegen, weil er diesen Beschiss mental nicht verkraftete. Ferner tut es ihm für Volker sehr leid, dass er durch diese Einstellung seiner Mitstreiter den Lohn seiner Trainingsmühen nicht einfahren konnte und erneut die Hawaiiquali verpasst hat. Um das Ausmaß deutlich zu machen lieferte er einen Schnappschuss mit. Klickt mal auf das Bild und verschafft euch selbst eine Meinung. Volker bekam mit, dass die Schiris wild um sich pfiffen, jede Menge Karten verteilten und viele Athleten mit Zeitsperren bestraften. Doch das tatsächliche Problem wurde nur am Rande bekämpft.
Bei seiner Premiere sammelte Christian Meidhof im von 2400 Schwimmern aufgepeitschten Langener See zuerst mal Tritte, Kopfnüsse und Körpertreffer bei fast jedem Kraulzug ein. Der schwimmstarke Triathlet wurde nach einigen Minuten so stark attackiert, dass er für einige Zeit ins Brustschwimmen übergehen musste. Doch auch er stieg ziemlich lebendig nach 1:05:28h aus dem Wasser, wechselte zügig und saß bald auf dem Rad Richtung Frankfurt. Sofort fiel der Tacho aus und damit die Kontrolle über die Geschwindigkeit. Die Uhr funktionierte und Christian orientierte sich ab jetzt an den Durchgangszeiten, die er seiner Judith vor dem Rennen nannte. Er genoss die Fahrt durch das erste Stimmungsnest The Hell in Hochstadt und am Hühnerberg fiel ihm vorne die Kette runter. Er stieg ab, bat Zuschauer um Hilfe, weil er aus eigener Kraft die Kette nicht mehr drauf bekam. "Ich wollte mich ja auf keinen Fall einsauen". Von der Stimmung an der kompletten Radstrecke war Christian total beeindruckt. In der zweiten Runde störte heftiger Wind den Antrieb der Athleten, doch nach sehr guten 4:58:58h rollte er am Mainkai an. Es folgte wieder ein schneller Wechsel auf die abschließenden 42,195km, vor denen Christian mächtig Respekt hatte. Mit den ersten Kilometern war er überhaupt nicht zufrieden und zweifelte sogar kurzzeitig an seiner Mission. Doch ab Kilometer sieben lief es. Christian fand sein Lauftempo und die Beine machten mit. Er genoss die Menschenmassen und die Anfeuerungsrufe seiner vielen Teamkamerad(inn)en an der Laufstrecke. 3:40:07h Marathonzeit hätte er sich im letzten Jahr nicht träumen lassen, heute läuft er sowas während eines Ironman. Auch die Gesamtzeit von sage und schreibe 9:49:40h haute uns aus den Socken. Christian lief überglücklich und total fertig durch den Zielkorridor und resümierte nach einem kleinen zeitlichen Abstand: "Das war eine durchaus gelungene IRONMAN Premiere, wobei ich nicht sagen kann, ob ich jemals noch einen IRONMAN machen werde. Im Moment sind die Schmerzen noch zu groß um eine Entscheidung zu treffen". Er bedankt sich ausdrücklich für die Unterstützung seiner Vereinskolleg(inn)en und ganz besonders bei seinem Sportsfreund und Trainer Roger Uhl.
Die kurzen und erklärenden Sätze von Stefan Eckrich bringen Licht in das Dunkel. Klar hat er die Zehnstundenmarke angepeilt, er wollte sogar eine Viertelstunde schneller sein. Doch eine hartnäckige Entzündung im Mittelfuß ließ in den letzten vier Wochen exakt 25 Trainingskilometer zu, das waren eindeutig zu wenig. Verlassen konnte er sich auf seine stärkste Disziplin, das Schwimmen. Als erster unseres Teams stieg er vorhersehbar bereits nach 59:25min aus dem Wasser und spulte sein Bikeprogramm, bei dem die Fußprobleme in den Hintergrund traten, als drittbester TSG-ler in respektablen 5:09:42h ab. Mit seiner Vorgeschichte konnte er natürlich keine ordentliche Marathonzeit einfahren und ab Kilometer 30 wurde es für ihn richtig hart. Wer die aussagekräftigen Bilder in unserem Album betrachtet und die Meinung unserer Fans vor Ort mit einbezieht, gewinnt den Eindruck, dass ihm das Laufen sogar Spaß machte. "Trotz allem bin ich glücklich, überhaupt mit dieser Zeit ins Ziel gekommen zu sein", spricht unser zufriedener Kollege, nachdem er seine beste Ironmanzeit überhaupt abgeliefert hat. Sachen gibts.
Bei seiner ersten Teilnahme über die längste Triathlondistanz war Markus Zschirpe direkt beim Schwimmstart mehr als irritiert. Er befand sich inmitten einer einzigen Massenschlägerei, konnte sein Tempo überhaupt nicht finden, weil von vorne immer wieder sehr langsame Schwimmer durchgereicht wurden. Nach der ersten Wende schwamm er seitlich aus den Pulks heraus und stieß plötzlich auf Grund. Er befand sich mit etlichen Athleten auf einer Sandbank, die nicht angekündigt war. Dann fand er endlich sein Tempo, stieg nach 1:07:34h aus dem Wasser und wars zufrieden. Der Wechsel aufs Rad klappte problemlos. Jetzt waren riesige Pulks unterwegs und es gab kaum eine Chance ohne Windschattenfahren durch zu kommen. "Ich gab richtig Gas, um der Meute aus dem Weg zu gehen, weil immer einige Kontrolleure um uns herum waren". Er hat keine Lust, mit zweihundert Leuten in die Wechselzone zu rauschen, denn das gäbe ein Chaos. "So hatte ich am Ende der ersten Radrunde einen Schnitt von über 36km/h, was für mich viel zu schnell war". In der zweiten Radrunde nahm der Wind stark zu und das Tempo ging zurück. Die Stimmung auf der Radstrecke und die dicht gedrängten Zuschauermassen beeindruckten Markus und trieben ihn zu einer Radzeit von 5:19:42h. Sehr zufrieden landete er in der Wechselzone und wechselte die Schuhe. Auf der Laufstrecke hat sich dann das hohe Tempo auf dem Rad gerächt, er spürte nach und nach, dass die anpeilte Marathonzeit von 3:30h nicht funktionieren wird. Junge, 3:43:26h innerhalb eines Ironman, das ist ist doch Klasse. Und dann genoss Markus die letzten Kilometer. Der rote Teppich am Römer, der Zieleinlauf, die geile Zeit, der Jubel. Kommt her ihr kleinen Glückshormone und flutet meine Venen. Seine Eindrücke bezeichnet er: "einfach nur genial. Diese Superstimmung behalte ich lange in Erinnerung. Das war ein toller Wettkampf, bei perfektem Wetter, mit riesigem Spaß".
Claudia Hille, die einzige weibliche Starterin vom bayerischen Untermain mit Jahrzehnte langer internationaler Wettkampferfahrung, beschreibt es treffend: "Es gibt den perfect day, es gibt gute und schlechte Tage und rabenschwarze Tage", einen solchen erlebte sie am Sonntag. Mit ihrer Schwimmleistung gab sie sich zufrieden, obgleich die schlagende Wassertruppe auch nicht vor Frauen halt machte. Der Wechsel auf das Rad verlief reibungslos und schnell und auf der ersten Runde drückte sie ordentlich die Pedalen. Einziges Problem war ihr selbst gebasteltes Getränk. Es schmeckte scheußlich weil sie anscheinend zuviel Salz rein tat. Ab Kilometer 140 brachte Claudi nichts mehr runter und musste zudem dauernd unangenehm aufstossen. In ihrem persönlichen Zeitplam befand sie sich bis zu diesem Zeitpunkt immer noch. "Nach dem Wechsel dachte ich, ich muss mich sofort übergeben", doch bei annähernd 300.000 Zuschauer geht das nicht so einfach. Also bekämpfte sie permanent ihr Unwohlsein und trabte locker auf die letzten 42,2km. Mit dem Mageninhalt kurz vor Oberkannte-Unterlippe blickte sie nach exakt einem Kilometer auf die Stoppuhr, um das Anfangstempo zu überprüfen. Claudi ist eher der Typ, der zu Beginn das Rennen etwas zu schnell angeht, sich dann im Verlauf zurück nimmt und im richtigen Rhythmus einpendelt. Doch 5:15min/km war eindeutig zu langsam, "da ahnte ich schon Böses". Sie war nicht in der Lage, angemessenes Tempo zu machen, hinzu kamen jetzt extreme Atemprobleme. Mit Trinken war ebenfalls nix mehr, drei Fläschchen während des gesamten Marathons, das konnte nicht gut gehen. "Mir wurde schwindelig und die Birne spielte nicht mehr mit", formulierte sie ihr Missgeschick in dem ihr eigenen Wortschatz. Sie wusste nach ihrer langen Karriere genau, dass der Kopf das Kommando übernehmen muss, wenn die Knochen streiken. Darauf konnte sie eben nicht zählen. Nach 10:43:26h schweben die meisten Triathlonfrauen im siebten Himmel, aber nicht Claudia Hille. Sie zieht ihr persönliches Fazit: "Super vorbereitet, alles hat im Vorfeld gepasst, und doch ist der große Traum der Quali geplatzt". Und nach einer kleinen Pause fügt die zierliche Kämpfernatur scheinbar erholt noch hinzu: "ich muss wohl dieses Jahr nochmal ran, denn alleine will ich Arnd nicht auf Hawaii starten lassen". Was soll man da noch sagen?
"Eigentlich wollte ich schon ein wenig schneller sein", meinte Mario Stenger auf Nachfrage, "aber letztendlich bin ich doch zufrieden". Der eher zurückhaltende Schwimmer ärgert sich nicht mehr über verlorene Zeiten im Wasser. Energie verbrauchte er bei seinen ausgedehnten Schwimmübungen jedoch sicherlich mehr als die vielen Hundert vor ihm, doch verprügeln lässt sich Mario nicht und zumindest das hat er seinen Teamkollegen voraus. Auf dem Rennrad disziplinierte er sich selbst und trug dabei permanent die bevorstehenden Strapazen des verfluchten Marathon im Hinterkopf. Nach 5:37:14h war es dann soweit. Schuhe an und immer lächeln, besonders an den verschiedenen Stationen, an denen sich unsere Fans, Fotografen und die vielen TSG Mitglieder versammelten. "Es war mir sehr wichtig, den Marathon komplett durch zu laufen. Zum Schluss wurde ich zwar ein bisschen langsamer, fühlte mich körperlich aber sehr gut". Marios neue Marke steht nun bei 11:31:16h. Damit ist er mehr als eine Stunde schneller als bei seinem Debut vor fünf Jahren und diese Steigerung betrifft jede der drei abgewickelten Disziplinen. Kurze Zeit nach dem emotionsgeladenen Lauf über den roten Teppich durch den Zielkorridor am Römerberg war er wieder der Alte: "Die ersten Biere sind geleert und im Keller wartet schon das Mountainbike auf neue Taten". Damit folgt Mario einem konsequenten Rhythmus; im Winter sammelt er Laufrekorde, dann wechselt er aufs Rennrad und ab sofort beginnt die MTB Saison, vermutlich gehts wieder über die Alpen.
Ein besonderes Erlebnis verbuchte an diesem Tag der letztjährige Finisher Peter Hufgard. Er bot dem Organisationsteam seine Hilfe an und bekam einen der schönsten Jobs unter den über 4000 Helfern, denn er begleitete immer den jeweils zweiten Mann mit einem so genannten Führungsrad. Die 42,2km, immer wieder am Mainufer entlang, bereiteten ihm sehr viel Freude, die auf unseren Bildern sichtbar wird.
Ob perfekter oder rabenschwarzer Tag, allen wird dieser Ironman in unvergesslicher Erinnerung bleiben. Ihr persönliches Resümee haben sie allesamt gezogen, die Schmerzen in den Muskeln werden abklingen und dann werden sie sich wieder rüsten für einen neuen längsten Tag, Die Anmeldung für den 06. Juli 2008 ist bereits geschlossen. Aktuell sind uns fünf TSG Triathleten bekannt, die dabei sein werden. Auf ein Neues! Vielleicht hilft denen, die sich noch nicht trauen, der Satz des römischen Philosophen Seneca weiter: "Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer“. Und hier geht es zur Ergebnisliste mit allen Zwischenzeiten, aus der sich die Dramaturgie des ganzen Wettkampfes ablesen lässt. Jede Menge Fotos, geschossen von Eckhard und Thomas, liegen bereits im Bilderalbum. Eckhard hat die komplette TV Übertragung des HR auf DVD gebrannt. Wer interessiert ist, spricht ihn einfach an.

02.07.2007 Indersdorfer Straßenlauf mit Bayerischen Meisterschaften
Während seine Kameraden in Frankfurt ihren längsten Tag des Jahres verbrachten, ging Andreas Heilmann voller Hoffnungen bei den Bayerischen 10km Straßenlaufmeisterschaften in Markt Indersdorf an den Start. Die Bombenleistung von Regensburg (31:20min) vor drei Wochen schwirrte noch angenehm in seinem Hinterkopf und seine bestechende Form sollte jetzt einer weiteren Prüfung Stand halten. Mit den hohen Temperaturen zur Startzeit um 11.30Uhr (29°C) würde Andreas wohl zurecht kommen, doch alleine die Streckenbesichtigung zerstörte die realistischen Pläne, seine Straßenbestzeit deutlich zu verbessern. Die fünfmal zu durchlaufende Runde führte nämlich 800m bergauf und anschließend über 1200m flach abfallend zum Ausgangspunkt zurück. Einige seiner Konkurrenten konnten starke Saisonleistungen über 5000m vorweisen, teilweise unter 14:30min. Deshalb beabsichtigte Andreas, an der letzten Steigung, etwa zwei Kilometer vor dem Ziel zu attackieren und hielt sich bis Marke acht an vierter bis sechster Position. Bei Halbzeit waren 16:07min verstrichen. "Am Fuße der letzten langgezogenen Steigung verschärfte ich das Tempo und sprengte die Spitzengruppe. Ein mir noch unbekannter Athlet aus Rosenheim konterte", schilderte er den Ablauf und erfuhr erst nachher, dass der spätere Sieger gerade für seine Berglaufqualitäten bekannt ist. Kurz vor der Kuppe plagte sich Andreas mit starkem Seitenstechen herum, konnte nicht mehr voll durchziehen und musste auf der abschließenden Geraden bedauerlicherweise zwei Athleten ziehen lassen. "Mit meinem Rennen bin ich unter diesen erschwerten Bedingungen zufrieden, mit dem vierten Platz selbstverständlich nicht. Allerdings hätte ich vor einem Jahr noch nicht damit gerechnet, in Bayern in der Männerhauptklasse so um die Medaillen mitzulaufen". Seine Endzeit von 32:15min interessierten ihn nur am Rande, auch weil der BLV-Landestrainer - aufgrund der Streckenführung - sogar eine ganze Minute abziehen würde, im Vergleich zur flachen Strecke. Wir sind aber der Meinung, dass ein vierter Platz bei den Bayerischen Männern durchaus lobenswert ist, zumal die Abstände zu den Medaillenrängen im Sekundenbereich liegen; zum Meister fehlen gerade mal neunundzwanzig! Andreas grauliert auf diesem Wege allen Frankfurt-Finishern und freut sich schon auf den gemeinsamen Lauftreff in seinen Semesterferien. Und jetzt warten wir ab, wie er sich im Laufe der Woche regeneriert und bei den Bayerischen Meisterschaften über 5000m in Schweinfurt am kommenden Samstag abschneidet. Hier die Ergebnisliste mit dem Link zu den Gesamtergebnissen.