TSG Kleinostheim - Ausdauersport

 

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Startseite - Januar 2007
29.01.2007 Gott sei Dank - der Trainingsbetrieb im Vitamar läuft wieder
Lange hat's gedauert, aber es hat sich gelohnt. Das neue Outfit unseres Schwimmbades kann sich sehen lassen. Unsere Triathleten und die ganze Schwimmabteilung haben während der immer länger dauernden Umbaumaßnahmen sehr viel improvisieren müssen, um in Aschaffenburg, Kahl oder Alzenau anständig trainieren zu können. Die Kleinostheimer Sportler(innen) wissen jetzt sehr genau, was es heißt, auf ein schnell erreichbares 50m Becken verzichten zu müssen. Am 20.01. hat Bürgermeister Kammerlander das neue Vitamar, mit einem Sprung ins noch kühle Wasser, persönlich eingeweiht. Für Interessierte ist der komplette Ablauf der Umbauarbeiten in der elektonischen Gemeindechronik bildlich nachzublättern. Alle Interessengruppen konnten inzwischen mit den Verantwortlichen der Gemeinde die wesentlichen Trainingszeiten aushandeln. Seit heute abend trainiert unsere Abteilung nun regelmäßig montags und donnerstags von 20.30 bis 22.00 Uhr. Am Montag teilen wir uns die Bahnen mit den Senioren unserer Schwimmabteilung und donnerstags sind wir alleine. Das Training wird Claudia Hille leiten. Für unsere Jugendlichen konnte noch kein Einvernehmen erzielt werden, weil auch die Belange der Öffentlichkeit berücksicht werden müssen. Deshalb bleibt es zunächst beim Training im Alzenauer Bad, donnerstags von 17.45 - 19.00 Uhr.
26.01.2007 Wintertriathlet Stefan Schlett ist jetzt auch Iceman 2007
Ein Ausdauersportler kann während seiner Karriere die unterschiedlichsten Titel einsammeln, wenn er fleißig genug ist. Den Ultraman, Ironman, Mountainman, Coolman, Quarterman und auch Aquaman kennen sicherlich viele, den Pigman, Kiliman oder Afrikaman eher wenige. Für die hart gesottenen unter den Trias kreierten einfallsreiche Freaks eine neue Auszeichnung, den brutalen Iceman. Bereits zum zweiten Mal organisierte die Triathlonabteilung des LLC Marathon Regensburg am Sonntag nach Dreikönig einen ganz besonderen Wintertriathlon. Wer jetzt aber an drei der uns bekannten Wintersportarten denkt, hat weit gefehlt. Bei diesem Event, mitten im Winter, blieb man bei den klassischen Disziplinen (Swim - Bike - Run) und wickelte diese auch im Freien ab. Die Premiere im vergangenen Jahr lockte neun Männer und eine Frau an den Start und erregte natürlich auch die Aufmerksamkeit der heimischen Presse. Und heuer gab es mit 23 Wagemutigen bereits einen neuen Teilnehmerrekord. Statistiker sprechen von einer sensationellen Steigerung um 130 Prozent! Unter die neuen Icemänner gesellte sich mit Stefan Schlett auch ein Trophäensammler aus unseren Reihen. Wegen der relativ kurzen Regenerationszeit nach seiner Aufsehen erregenden Operation an der tibialis posterior Sehne sprechen wir von einer Rehamaßnahme, die nicht von der neuen Gesundheitsreform abgedeckt ist.
Die ursprüngliche Idee, die Schwimmstrecke in einen nahe gelegenen Weiher zu verlegen, verwarfen die Veranstalter glücklicherweise. Zu groß war das Risiko, dass dieser im Winter zufriert. Tatsächlich hatte er letztes Jahr, am Tage der Veranstaltung, eine drei Zentimeter starke Eisdecke. Geschwommen wurde also in der Donau - auf einer 300m Strecke - im kompletten Taucheranzug. Nach knapp zehn Minuten war dann auch der letzte Eistriathlet den 5°C kalten Fluten wieder entsprungen. Im Ziel wartete eine beheizte Jurte, die als Umkleidezone diente. Ein DJ brachte mit flotter Musik die Temperatur der Trias wieder auf Normalwerte und draußen brutzelte über offenem Feuer ein Pott Gulaschsuppe am Dreibein. Es gab heißen Tee und die Sportler(innen) konnten sich an einem gut sortierten Kuchenbuffet stärken. Nach dem Schwimmen wurde der Wettkampf neutralisiert, damit genügend Zeit zum Umziehen und Aufwärmen zur Verfügung steht. Dann erfolgte ein so genannter Jagdstart, der die Teilnehmer in der Reihenfolge der Schwimmankunft auf die 5,6km lange Mountainbike- und drei km lange Laufstrecke entlang der Donau schickte. Stefan war mit seinem Ergebnis Umstände halber durchaus zufrieden. Er weiß, dass er in nächster Zukunft kleinere Brötchen backen muss. Der bis ins Detail liebevoll organisierte Event ist originell, klein aber familiär und hat einen ausgesprochenen Funcharakter, erzählte Stefan nach seiner Rückkehr.

22.01.2007 Die Goldbacher haben halt Pech mit ihren neunten Läufen
Aber es war nicht besonders tragisch, denn die acht Wertungsläufe hatten sie ja bereits im Sack. Im letzten Jahr ließen vereiste Pisten den neunten Durchgang nicht zu und diesmal das berühmtberüchtigte Sturmtief Kyrill. Das Organisationsteam machte, nach dem Hinweis der lokalen Forstbehörde auf erhebliche Sturmschäden, zwar noch eine Streckenbegehung, sagte aber dann schweren Herzens diese letzte Veranstaltung ab. An erster Stelle standen die gesundheitlichen Belange aller Teilnehmer(innen) und eine Fürsorgepflicht, die niemand dem Veranstalter abnehmen kann. Das hieß aber nicht, dass der Sonntagvormittag ohne Sport verlaufen musste. Das Goldbacher Laufteam bot zur festgelegten Startzeit einen lockeren Just for Fun Lauf an, der die Lauffamilie exakt über die Strecken führte, die von den Sturmschäden nicht tangiert wurden. Anschließend lud man zur Abschlussparty ein, mit der Ehrung aller Sieger(innen). Die alten Hasen unter uns erinnern sich bestimmt noch an den schweren Orkan Wiebke, der Im Februar 1990 bestimmt 100 Bäume auf der alten Goldbacher Crossstrecke umlegte. Damals unterschätzten die Verantwortlichen die in der Nacht entstandenen Schäden und schickten das Starterfeld trotzdem los. Aus heutiger Sicht kaum mehr vorstellbar. Ich bin damals als versierter Hindernisläufer mit enormem Zeitverlust und furchtbar abgekämpft ins Ziel gestolpert. Die meisten kamen gar nicht durch. Doch das ist Schnee von gestern. Betrachten wir uns jetzt die aktuellen Resultate, die aus unserer Sicht nicht ohne sind. Insgesamt acht Athleten gelangten in die Wertung Long Distance Cup, weil sie bei jedem der acht Starts dabei waren. Vier festigten dort ihre Position unter den ersten zwanzig und mit Platz sieben schnitt Thomas Kraus in 5:15:10h am besten ab. Die angekündigte Titelverteidigung, diesmal allerdings in der TOP Five Disziplin, gelang Tobias Hegmann mit Bravour in 2:56:27h. Den letzten Wertungslauf ließ er sausen, hoffte auf seinen herausgelaufenen Vorsprung und wagte sich statt dessen auf Langlaufschi, um den Hausberg von Rosi Mittermaier mehrfach zu umrunden. Seine Erlebnisse verfolgten wir auf seiner eigenen Website. Seine Konkurrenten, die ihn nur mit äußerst guten Ergebnissen hätten gefährden können, griffen nicht mehr an. Tobi und Claudi holten sich jeweils zwei Seriensiege. Der Streckenrekord (33:58min), den Teamkollege Andreas Heilmann in der vorigen Saison aufstellte, blieb heuer unangetastet. Solange er in unserem Besitz bleibt, ist das auch o.k. Erwähnenswert sind die 1830km, die unser Team während dieser Serie zusammenbrachte und uns Platz vier in der Siegerliste bescherten. Obwohl es in dieser Saison den meisten lediglich darum ging, den Winter gut rumzukriegen, registrierten wir einige ordentliche Platzierungen in den einzelnen Altersklassen. Wir bedanken uns bei dieser Gelegenheit bei den Frauen und Männern um Günther Wenzel für ihre herausragende Organisation und immer neue Ideen. Freuen wir uns auf die Jubiläumsrunde, die ja schon wieder im November beginnt und sind gespannt, was ihnen wieder neues einfällt. Herzlichen Dank auch für das Überlassen einzelner Bilder aus der Flashserie und der Fotogalerie. Für alle Interessierte haben wir die von Bernie aufbereiteten Laufdaten aller acht Goldbacher Veranstaltungen in einer recht übersichtlichen Ergebnisliste bereits online gestellt.

22.01.2007 Das tibialis posterior Syndrom oder Schletts Leidensgeschichte
Wenn Stefan Schlett, ein berufsmäßiger, unverbesserlicher und mitunter auch beratungsresistenter Ultrasportler aus unseren Reihen, einige Monate nichts von sich hören lässt, recht langsam und auch humpelnd in unterfränkischen Regionen gesichtet wird, dann ist etwas faul im Staate Dänemark. Ihm muss aber etwas ganz Besonderes passiert sein, denn die nebulösen, medizinischen Begriffe, mit denen Stefan die Fragen seiner vielen interessierten Fans und Mitstreiter beantwortet, hören sich vielsagend an und werfen neue auf. Es geht um den Musculus tibialis posterior, der an der Rückseite von Schien- und Wadenbein entspringt. Seine Sehne zieht hinter dem Innenknöchel zur Fußsohle und ist dort am Kahnbein befestigt. Diese unterstützt aktiv die Aufrichtung der Fußlängswölbung. Sie ist verantwortlich für Plantarflexion (Ausstrecken des Fußes) und Supination (Pronation wäre das Gegenteil). Diese Informationen interessieren einen Ausdauersportler eigentlich gar nicht, es sei denn, er wird gezwungen, sich mit diesem Phänomen zu beschäftigen. Stefans Schilderungen in seiner gewohnt lockeren Form gewähren einen Einblick in sein Seelenleben und klären ausführlich den Sachverhalt auf............ weiterlesen
15.01.2007 Alte Sportlerweisheit: Jede Serie geht mal zu Ende
Wir meinen hier aber keineswegs die Siegesserie eines Sportlers sondern die Goldbacher Wintercross-Kultserie, die mit dem achten Lauf am Sonntagvormittag letztmals die Gelegenheit bot, an den individuellen Einzelergebnisse noch etwas zu drehen. Gerne lassen wir dieser Serie alle denkbaren Attribute zukommen, doch ihren Namen hatte sie heuer wirklich nicht verdient. Man kann bei diesen frühlingshaften Temperaturen wohl kaum von einem Wintercross reden - auch gestern früh zeigte das Thermometer schon beachtliche zehn Grad an. Sogar die Sonne begleitete die riesige Läuferschar, die allerdings ihre Schwierigkeiten auf dem feuchten und damit Kräfte zehrenden Untergrund hatte. Ziemlich weit vorne an der erweiterten Spitze sah man einige neue Gesichter, die man sich einprägen sollte. Ein junger, leichtgewichtiger Sportler, der erst vor einigen Tage zu uns gestoßen ist, flog trotz erschwerter Bedingungen ziemlich locker über die Piste. Jens Bauer blieb gleich bei seinem ersten Auftritt in der Goldbacher Geografie mit 39:57min unter den magischen vierzigig Minuten und verspricht damit gute Zeiten auf flacherem Terrain. Das nächste neue Gesicht gehört dem talentierten Markus Zschirpe, der bei unseren Lauftreffs schon als Schnupperläufer dabei war. Er lässt sich im Goldbacher Wald des öfteren blicken und lief hinter dem diesmal führenden Thomas Kraus gleich auf Platz zwei der internen Ergebnisliste, in guten 38:58. Manni erinnerte sich sehr zeitig an Claudis Attacken in der Vorwoche und hielt sie ganz bewusst in Schach. Diese besorgte sich - ohne auf Manni zu achten - ihren zweiten Seriensieg in dieser Saison und soll Interesse an der TOP5-Wertung der nächsten Runde bekundet haben. Freudig registriert wurde allgemein der erstmalige Einsatz von Norbert Stein, der aus seinem Winterdomizil Pflersch wieder in flache und wärmere Gefilde zurück gekehrt ist. Er lässt sich traditionell mindestens einmal pro Serie bei seinen Teamkameraden dort blicken. Viel Last trägt ein - mit mehr als achtzig Kilos - recht schwergewichtiger Triathlet Sonntag für Sonntag durch das hügelige Gelände und versucht, unter deutlich sichtbaren Strapazen, die Zeiten auf seiner ungeliebten Disziplin in den Griff zu bekommen. Die Rede ist vom sympatischen Christian Meidhof, der auf einen baldigen Ironman spekuliert und dabei glänzende Augen bekommt. Und der Mann mit dem Babyjogger überholte wieder 300 gegen ihn kämpfende Gegner(innen) und schaffte trotz schwerer zusätzlicher Belastung einen tollen Schnitt während seiner acht Einsätze. Ohne Tim im Wagen ließe sich das durchschnittliche Ergebnis um ca. zehn Minuten pro Einsatz vermindern. Während 24 Weißblaue in Goldbach ihre Runden drehten, wurden auf flachem Kleinostheimer Gelände zwei eifrige, aber einsame Damen gesichtet, die sich über etwa 28 Kilometer durchkämpften und danach ziemlich ausgelaugt wirkten. Es handelt sich um zwei flotte italienische Schwestern namens Auri und Vicky, die sich in der Vorbereitung für einen der schönsten Marathonläufe Europas, dem "Maratona della Città di Roma", befinden. Der rekonvaleszierende Webseitenbetreiber begegnete auf seinem frühen Trip durch das Steinbachtal weiteren bekannten Exoten, die sich recht überlegt und teilweise sogar mit Walkingstöcken vorwärts bewegten. Alles in allem ein gelungenes Wochenende, von dem Manni mit seiner neuen Digitalkamera sogar brauchbare Bilder ablieferte, die bereits im Bilderalbum abgelegt sind. Und hier noch unsere Ergebnisse.

10.01.2007 Das Geheimnis der tätowierten Wade
Tätowierungen hatten ursprünglich das Stigma des Matrosen oder Sträflings, erfreuen sich aber spätestens seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts wieder größerer Beliebtheit. Etwa um diese Zeit lebte in Kleinostheim ein junger Mensch, dem kaum jemand besondere sportliche Neigungen nachsagte. Man fand ihn jeden Sommer im Nilkheimer Park beim völkerverbindenden Jugendfestival und erkannte ihn schon damals an seinen markanten Tattoos. Manni Scherer ließ sich bereits mit 16 Jahren von einem Punker in Aschaffenburg den Popeye, der mit den grotesken Proportionen seiner Arme und einem schiefen Gesicht den meisten bekannt ist, in den Oberarm stechen. Im Laufe der Zeit brachte Manni dann ein nachvollziehbares System in die nächsten Markierungen, die tatsächlich zu seinem Hobby wurden. Der Popeye musste irgendwann seinem Sternzeichen weichen und wurde deshalb mit einem Fisch überstochen. Als dann Sohn Max im Zeichen des Krebses das Licht der Welt erblickte, suchte er erneut Mirko, einen Tätowierer in Offenbach-Bieber auf, der damals in seinem Wohnzimmer praktizierte. Der Krebs machte sich gut und brachte Manni in Zugzwang, als Tochter Emely, ein Wassermann, geboren wurde. Für Mirko, der inzwischen ein eigenes Studio bezog und Manni sogar schon Rabatt einräumt, stellte auch ein Wassermann kein Problem dar. Es waren also immer besondere Ereignisse im Leben des Manni Scherer, die ihn dazu bewogen, bleibende Erinnerungen (z.B. an seine Kinder) - für alle und jeden sichtbar - mit sich herumzutragen. Zu seinen herausragenden Leistungen, diesmal allerdings auf sportlichem Sektor, zählt er zweifelsfrei seine überaus erfolgreiche Premiere beim Ironman Frankfurt im Juli 2005. Weil auch dieser Meilenstein irgendwo auf dem Körper genügend Platz brauchte und die Oberarme nicht mehr ausreichten, kam ihm die Idee mit seiner Wade. Auf dieser mussten eine ganze Reihe charakteristische Erkennungsmerkmale ihren Platz finden. Jeweils einen Schwimmer, Rennradfahrer und Läufer mit spezifischen Startnummern, die die Zahlen aus seiner Finisherzeit beinhalten. 10:02:46 Stunden verbrauchte Manni für 3800m Schwimmen, 180km Rad fahren und den abschließenden 42,195km Marathonlauf und exakt diese Daten brannte ihm sein persönlicher Tätowierer in die zweite Hautschicht. Das "M-Dot"-Logo, das eingetragene Markenzeichen der Ironman-Tour, musste ebenfalls drauf. Mit dem Gesamtergebnis und stets kurzen Hosen sorgt Manni nun bei allen sportlichen Events dafür, dass die Fragen nach diesem besonderen Tattoo nicht aufhören. Wir tragen mit der Veröffentlichung dieser kleinen Geschichte ebenfalls und zwar gerne zur Aufklärung bei.

09.01.2007 Goldbach - die vorletzte Runde
Langsam wird es spannend. Am kommenden Sonntag haben alle Akteure die letze Möglichkeit, ihren jeweiligen Tabellenstand zu verbessern. Nach dreiwöchiger Pause fanden sich wieder 21 unserer Teamgefährt(inn)en an der Edelweißkapelle ein. Die Niederschläge der Nacht sorgten für tiefe Fußabdrücke auf den Waldwegen. Wenigstens regnete es nicht während des Wettkampfes. Und die Macher ließen sich wieder ein paar Gags einfallen. Mit einem kleinen Feuerwerk schickten sie das Feld auf die Strecke und begrüßten jede(n) Einzelne(n) im Ziel mit einem Sportgetränk und einem Glücksbringer aus Schokolade. Mit dieser netten, symbolischen Geste wünschten sie allen Teilnehmern ein gesundes, verletzungsfreies und hoffentlich erfolgreiches neues Sportjahr. Selbst der Himmel schickte mit der Sonne noch einige wärmende Grüße vorbei. Aber während des Rennens war auch was los. Dauerkartenbesitzer Steffi und Winni Franz brachten in familärer Eintracht die Goldbacher Hügel gemeinsam hinter sich, fanden sich dann in der Ahnengalerie auf der Wintercross-Website wieder und wurden nachmittags mit dem vermatschten Babyjogger schon wieder bei der Oma in Steinbach gesichtet. Sehr konstant läuft seit Wochen schon Thomas Kraus diese Serie. Im Sommer beherrscht er solche Strecken sehr sicher mit dem MTB, aber er kennt sich auch zu Fuß bestens aus. Für einen Podestplatz in der M30 ist er immer gut und bewegt sich sogar im Gesamtklassement recht weit vorne. Für viele unbemerkt entwickelte sich auf dieser recht welligen Crossstrecke ein abteilungsinterner Geschlechterkampf. Die aktuellen Trainingszustände von Claudi und Manni lassen im Moment runde 41 Crossminuten zu. Recht geschickt und taktisch klug biss sich Claudi (wie ein Terrier) an unserem Abteilungsleiter fest, nicht um seine Posten zu bekommen, sondern um wenigstens auf den flachen, geraden Passagen an ihm vorbei zu ziehen. Von dem dabei erzielten Vorsprung zehrte sie auf den langen Anstiegen. Manni hatte Lunte gerochen und zog nach der letzten Anhöhe das Tempo an. Claudi ließ nicht locker, hatte nur noch Augen für seine tätowierte Wade und machte ihn dann auf dem flachen Weg zum Ziel nieder. Dieses Vorkommnis wird (unter Männern) noch zu bereden sein! Und damit kommen wir zu unserem heißen Eisen unter den Bewerbern um den Sieg in der Top-5 Wertung. Wir hätten nicht gedacht, dass Tobi am Sonntagmorgen in Goldbach überhaupt auftaucht. Ein Magenvirus hatte während der Woche zuerst seine Familie und dann ihn nicht nur ans Bett gefesselt, sondern auch noch an andere Räumlichkeiten. Diese Informationen besorgten wir uns aus seinem elektronischen Tagebuch. Anscheinend hat er sich aber doch recht gut erholt und in einer für ihn akzeptablen Zeit von 35:58min als Zweiter das Ziel erreicht. Seinen in den bisherigen Rennen erkämpften Vorsprung von insgesamt 53 Sekunden sollten ihm zum Gesamtsieg in der Top5 reichen. Freuen wir uns auf kommenden Sonntag. Hier nun die gesamten Ergebnisse unseres Teams.

04.01.2007 Sportlicher Jahresausklang mit traditionellen Silvesterläufen
Mit sportlichen Aktivitäten verabschiedeten die meisten Ausdauersportler das Jahr 2006, einige nutzten sogar die beiden angebotenen Silvesterläufe in Frankfurt und Oberrodenbach, um noch einen zügigen Trainingslauf unter Wettkampfbedingungen durchzuziehen. Dabei ging es unseren Teamkolleg(inn)en natürlich nicht um Siege oder ein besonders gutes Abschneiden. Es könnten höchstens vereinzelt Entzugserscheinungen aufgetreten sein, wegen der dreiwöchigen Goldbacher Pause. Trotzdem trat einer besonders in Erscheinung und stellte zu dieser unchristlichen Zeit sogar eine neue persönliche Bestzeit auf. Rainer Simon wird sich den 28. Mainova Silvesterlauf besonders gut merken, zumindest bis zu seiner nächsten Bestmarke. Seit 31.12. stehen nun 41:34min zu Buche, die aber leicht zu erklären sind. Rainer wird im Juni beim Ironman Roth seine Premiere haben und befindet sich bereits jetzt in der Vorbereitung, denn solche Aktionen müssen exakt und äußerst diszipliniert angepackt werden. Hier gehts zur Ergebnisliste dieser Veranstaltung. Beim 33. Oberrodenbacher Silvesterlauf hatten sechs Starter(innen) aus unserem Team gemeldet. Mario Stenger brachte zur Unterstützung seine komplette Familie samt Hündin Delila mit, sorgte für die Fotos, die bereits im Bilderalbum zu besichtigen sind und führt mit seinem Sieg in der AK40 auch diesmal wieder unsere Ergebnisliste an. Weitere Podestplätze besorgten sich Sarah von Kutzleben (3.AK W30) und Manuela Jost (3.AK W50).
04.01.2007 Der Ausdauersport hat nach wie vor keine Nachwuchssorgen
Das ist sicherlich eine Nachricht wert und hat gar nichts mit dem neuen Elterngeld der Bundesregierung zu tun. In den vergangenen drei Monaten sorgten drei ausdauernde Athleten unserer Abteilung - unter nennenswertem eigenen Einsatz und relativ großer Unterstützung ihrer Partnerinnen - dafür, dass eine in die Zukunft gerichtete, sichere Grundlage in unserem Ausdauerbereich geschaffen wurde. Und dies unter besten Voraussetzungen, wenn man sowohl die Marathonzeiten als auch die Fitness der Väter mit einbezieht. Den Anfang machte fünf Tage vorm Halbmarathon in Aschaffenburg Aaron, der zweite Sprössling von Martina und Stefan Melle. Als Zuschauer durfte er gleich in seiner ersten Lebenswoche an der Strecke sein, konnte aber nur intuitiv die tolle Atmosphäre aufnehmen. Seine spezifischen, natürlichen Parameter - 3950g Körpergewicht auf 52cm verteilt - sorgten bereits für intensive Spekulationen. Für unsere Website ließ sich Aaron nur im selbst gestrickten Pulli mit Vereinslogo ablichten. An seinem Polterabend, im September 2005, schrieben wir Markus Zech u. a. ins Gästebuch, dass wir ihm und seiner Kerstin ein schnelles Kind wünschen. Die beiden waren sich damals nicht sicher, ob das Kind schnell kommen oder schnell laufen soll. Wir meinten selbstverständlich beides. Ihr aufgeweckter Valentin macht auf uns einen durchweg gelungenen Eindruck, erblickte ausgerechnet am 11.11. das Licht der Welt, brachte 3090g auf die Waage und maß 51cm. Daniel Morhard spricht von perfekten Voraussetzungen, um später mal den Zehner unter 37 Minuten laufen zu können und nennt die Eckdaten: Gewicht 3520g verteilt auf 53cm Körpergröße. Mit dieser Zeit wäre seine Tochter schneller als er selbst. Seine Lilli Magdalena wurde drei Tage nach Valentin geboren. Eine Absprache haben die Paare angeblich nicht getroffen, trafen sich allerdings mehr oder weniger zufällig auf der Entbindungsstation in Aschaffenburg. Mit seiner Frau Petra hat der stolze Daniel nun einen ersten Grundstein gelegt. Die Veröffentlichung der Personen bezogenen Daten ist im Vorfeld mit den zuständigen Datenschützern abgestimmt worden. Eine Hochrechnung der zu erwartenden Zeiten bzw. Distanzen der neuen Erdenbürger war trotz angemessener Berücksichtigung aller Variablen (DNA, Gewicht und Zeiten der Väter) bisher leider nicht möglich. Die komplette Abteilung freut sich mit den stolzen Eltern über den imponierenden Nachwuchs, gratuliert sehr herzlich und wird die Entwicklung der Sprösslinge in den nächsten Jahren wachsam und interessiert begleiten.