TSG Kleinostheim - Ausdauersport

 

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Startseite - Dezember 2007

29.12.2007 Frostsicheres Trio eröffnete in Karlstein die Eisbadesaison
Eisbaden gehört seit 26 Jahren in das Schlett'sche Trainingsprogramm. Überall, wo es kaltes Wasser gibt, springt er rein. Zur Abhärtung, weil es den Kreislauf anregt und zur riesigen Gaudi der Zuschauer. Es gehört zu seinem Wohlfühlprogramm wie die Saunagänge. Und es ist gar nicht so schwer. „Man muss sich im Klaren sein, dass man es will“, sagt Stefan. „Wenn man vor dem Eisloch steht und überlegt, ist es zu spät". Also: Loch hacken, Handtuch auf den Boden, um nicht mit nackten Füssen im Schnee zu stehen, ausziehen, mit Anlauf einen Hechtsprung ins Loch. Dreimal unter tauchen. Nicht länger als eine Minute. Raus, abtrocknen, anziehen, bewegen. „Wunderbar wie der Körper pulsiert! Halleluja“!
Gestern Morgen staunten einige Schlittschuhfahrer auf dem Großwelzheimer Weißsee nicht schlecht, als sie mit Manni einen Bekannten trafen, der sonst nur in Laufschuhen oder auf dem Rennrad an ihnen vorbeirauscht. Sie zeigten sich zwar interessiert, wunderten sich aber keinesfalls über dessen ungewöhnliche Trainingsmethoden um diese Jahreszeit, die tatsächlich noch andere Möglichkeiten bietet, den Körper fit zu halten. Mit Manfred gab es einen weiteren Mitstreiter, der zu vielen Schandtaten bereit ist und ungewohnte Aktionen nicht gerne auslässt. Ruckzuck schlug der talentierte Holzfäller Schlett mit seiner Hausaxt gekonnt einen Kreis von etwa einem Meter Durchmesser ins Welzemer Eis. Es war diesmal bedeutend leichter als seinerzeit im Baikalsee, wo bei minus 20°C nur eine Kettensäge das meterdicke Eis durchbrechen konnte. Nach getaner Arbeit sprang das entschlossene Terzett der Reihe nach aus den Klamotten und hüpfte in das eisige Nass. Auf den von Manni gelieferten Fotos sind die fachmännischen Schritte für jeden nachzuvollziehen, der vielleicht in der nächsten Saison gerne mit dabei wäre. Der Schreck beim Eintauchen und die Anspannung beim Verweilen sind in den Gesichtern leicht zu erkennen. Nach dem Ankleiden gabs den obligaten Glühwein und anschließend trat man zufrieden die Heimreise an. Es war ein würdiger Jahresabschluss und der Beginn einer hoffentlich lange vereisten Saison.

28.12.2007 Unser Team - welche Namen gehören denn zu welchen Gesichtern?
Unser Team hatte in den vergangenen Monaten einen erheblichen Zuwachs zu verzeichnen, der den einen oder anderen unter uns schon mal in die Bredouille brachte. Man verliert schnell mal die Übersicht, wenn bei einem Wettbewerb neue Gesichter auftauchen, die man erst nachträglich in der Ergebnisliste als Teamkolleg(inn)en ausmacht. Umgekehrt ist es so, dass die Neuen es ungleich schwerer haben, jeden einzelnen aus unserer riesigen Truppe längerfristig im Gedächtnis zu behalten. Vorteile besitzen diejenigen, die im weißblauen TSG-Dress deutlich ihre sportliche Heimat mit sich herumtragen. Der Erkennungswert ist ungleich höher gegenüber dem, der noch keine Teamkleidung besitzt. Um nun nicht nur der eigenen Mannschaft eine Unterstützung anbieten zu können, sondern auch der umliegenden und interessierten Sportwelt, machten wir jetzt Nägel mit Köpfen. Wer die Namen der einzelnen Athlet(inn)en erfahren will, sollte auf das linke Foto klicken, das zu einem Format füllenden großen Bild führt. Sofern man dort mit der Maus über die Köpfe fährt, erscheint dazu der passende Name. Um zusätzliche Informationen von den Sportler(innen) zu erhalten, muss der entsprechende Kopf angeklickt werden. Probiert es einfach mal aus.

27.12.2007 Weihnachtsläufe mit erfreulich starker Beteilgung
Insgesamt 28 Köpfe konnte man auf den Fotos zählen, Bernies Hündin Nelly mal nicht mitgerechnet. Alle waren sie der Einladung von Ingrid und Wolfi in den Wald der Kahler Sandhasen gefolgt. Und auch Manfred war mit Babyjogger und Sohn Tim aktiv dabei, während Mama Andrea zuhause auf die Ankhunft ihres zweiten Sprösslings wartet. Das Interesse an unseren Weihnachtsläufen wächst von Jahr zu Jahr, nimmt am Heiligen Abend mit der Steinbachtour ihren Anfang und endet meist am zweiten Feiertag mit zwei unterschiedlichen Routen, die traditionell von den Höfers geplant werden. Bei minus drei Grad Celsius zogen also gestern Morgen gegen 10.00 Uhr zwei in etwa gleich starke Gruppen, die heuer von der Kahler Feuerwehr verstärkt wurden, am Eingang des bekannten Vitaparcours los. Den anspruchsvolleren Kurs gingen die Ambitionierten zunächst im vereinbarten fünfer Schnitt an. Nach einigen Schleifen führte Wolfi die Truppe ganz beabsichtigt zum obligatorischen Fototermin an den bekannten, weihnachtlich geschmückten Fichtenbaum, mitten im Wald. Hier traf man wieder auf die von Ingrid geführten Läufer(innen), die zwar zeitgleich gestartet sind, aber ihrem Vorhaben treu blieben und einen lockeren Lauf über zwölf Kilometer absolvierten. Nach einem kurzen Plausch trennten sie sich wieder und jeder zog seines Weges. Und wie in jedem Jahr entwickelte sich in der ersten Gruppe eine gewisse Eigendynamik, denn es ging etwas zügiger weiter Richtung Michelbach und Niederrodenbach. Der ausgeschriebene Fettverbrennungslauf nagte deshalb auf dem Rückweg zum Ausgangspunkt stärker an den Fettreserven. Nach 1:52h und 23 Kilometern blieb man turnusmäßig unter dem angesteuerten Zeitziel und wurde zur Belohnung mit Glühwein,Tee und Gebäck in Empfang genommen. Ingrid und Wolfi bedankten sich für den schönen Lauf und die erfreulich hohe Beteiligung und die Teamkolleg(inn)en dankten für die tolle Vorbereitung, Bewirtung und Führung.
Im Nachgang zum Weihnachtslauf am Heiligen Abend bin ich noch eine Erklärung schuldig. Diesen Termin ließ ich leichtsinnigerweise sausen, obwohl meine körperliche Verfassung dem Lauf im lockeren Schritt schon standgehalten hätte. Das Ausmaß meines Leichtsinns erfasste ich erst, als das Christkind in der Gestalt von Claudi anschließend an unserer Haustür klingelte. Denn sie brachte euren Gutschein, der meine Ulrike und mich bald für einige Tage zum Verwöhnen auf den Rennsteig im Thüringer Wald führen wird. Dass meine Arbeit von euch allen verfolgt, akzeptiert und gelobt wird, spüre ich jeden Tag an den Zuschriften und höre es immer wieder gerne. Dass sich aber eine solch große Anzahl aus unserem Team zusammen tut, um uns deshalb sogar ein Geschenk zu besorgen, machte uns beide sprachlos. Ich bedaure es außerordentlich, nicht wenigstens beim Ausklang mit Glühwein und Plätzchen dabei gewesen zu sein und hoffe, ihr tragt mir nichts nach. Es treibt mich allerdings auch an, meinem Auftrag - eine ausgewogene, gut illustrierte und vielleicht auch lustige Website zu gestalten - weiterhin nachzukommen. Herzlichen Dank, ihr habt uns eine große Freude gemacht.

Ein fröhliches Weihnachtsfest wünscht die TSG Kleinostheim

21.12.2007 Ein ereignisreiches Jahr mit enorm vielen sportlichen Höhepunkten geht jetzt langsam zu Ende. Für eine ganze Reihe unserer Athlet(inn)en war in diesem Jahr schon mehrmals Weihnachten, denn sie bescherten sich mit ihren Erfolgen immer wieder selbst. Manni Scherer vermied es bei unserer Jahresabschlussfeier, irgendwelche sportliche Leistungen besonders hervorzuheben, denn er hätte zwangsläufig andere in den Hintergrund gedrängt. In früheren Jahren konnte man die Erfolge unserer Abteilung an einer Handvoll Aktiven festmachen und am Jahresende standen immer die gleichen Gesichter im Rampenlicht. Doch das hat sich grundlegend geändert, denn der Breitensport hat bei uns erfreulicherweise spürbar zugenommen. In seinen Erinnerungen und Anmerkungen zum 25-jährigen Bestehen formulierte es unser Gründungsmitglied Alois Mühlthaler so: „Wenn sich jemand von 4:40h auf 4:20h im Marathon verbessert, so ist das für ihn genau so wichtig und bemerkenswert, wie wenn jemand nach mehreren Anläufen endlich die magische 3:00h-Grenze knackt. Jeder, der antritt um sich zu messen, vollbringt eine Leistung. Es ist zutiefst menschlich, auszuprobieren, wer der beste ist. Wer sich dem Wettbewerb aussetzt muss aber auch wissen, dass es nur einen Sieger gibt“. Ähnlich sieht es unser engagierter Laufpetter, der in seinem neuesten Gästebucheintrag „Petters Review 07“ treffend über die Motive der ständig wachsenden Läuferschar sinniert.

Zum Jahresende darf ich noch feststellen, dass die Abteilung prima funktioniert und sich auf dem richtigen Weg befindet. Die sportliche Rivalität und der enorme Ehrgeiz innerhalb des Teams entwickeln sich sehr gesund und in einem harmonischen Miteinander. Es machte mir Spaß, im abgelaufenen Jahr über die vielen interessanten Events zu berichten und ich danke allen Fotografen und Berichterstattern für die bisherige gute Arbeit und die prompten Lieferungen. Diesen Dank verbinde ich mit der Hoffnung um weitere Unterstützung, denn ein Blick in den Eventkalender 2008 genügt, um auf die ersten größeren Wettbewerbe zu stoßen. Die Redaktion wünscht allen Mitgliedern und ihren Familien, Anhängern und Freunden einige Tage der Ruhe und Entspannung sowie ein wunderschönes Weihnachtsfest.

19.12.2007 Alle Jahre wieder - Weihnachtslauf in Kleinostheim
Die Abteilungsleitung lädt für Montag, Heiligabend - 12.00 Uhr, wieder herzlich zum traditionellen Weihnachtslauf durchs Steinbachtal ein. Willkommen sind nicht nur die aktiven Läufer(innen), sondern auch deren Kinder und Partner. Ohne Leistungsdruck joggen oder wandern wir etwa eine Stunde. Treffpunkt ist der Parkplatz am Sportlerheim Vorwärts in Kleinostheim, dem Startpunkt des Sommerlauftreffs. Im Anschluss an den gemeinsamen Trainingslauf lassen wir das Treffen bei Glühwein, Tee und Plätzchen ausklingen. Jeder sollte - so wie in den Jahren zuvor - einiges davon mitbringen. Da wir nach dem Laufen nicht duschen können, wäre es sinnvoll, an trockene Sachen zu denken. Die komplette Veranstaltung findet im Freien statt.

Und weils so schön war - Weihnachtsgansverbrennungslauf in Kahl
Ihr habt die Einladung von Wolfi sicherlich im Gästebuch schon gelesen. Auch in diesem Jahr freut er sich auf jeden, der am zweiten Weihnachtsfeiertag, 26.12. - 10.00 Uhr, trotz angesammeltem Weihnachtsspeck in der Lage ist, etwa zwei Stunden im fünfer Schnitt zu laufen (rund 24km). Treffpunkt wie immer ist am Eingang zum Vitaparcours in Kahl. Alle anderen, die es etwas ruhiger angehen lassen wollen, können mit Ingrid im lockeren Lauf von etwa elf Kilometern den über die Landesgrenzen hinaus bekannten Weihnachtsbaum besuchen. Wer nicht genau weiß, um was es hier geht, kann eine nette, aufklärende Geschichte darüber im Speakers Corner lesen. Außerdem stellen die Höfers als Belohnung jeweils einen Becher Glühwein in Aussicht. Ist das nicht nett?

18.12.2007 In Runde sechs drehten fast alle nochmal richtig auf
Arschkalt, aber trotzdem klasse. Das war am Sonntagmorgen durchgängig der Tenor unserer wiederum zahlenstarken Mannschaft beim Goldbacher Wintercross. Die Sonne strahlte übers ganze Gesicht und hellte die Stimmung der Crosser(innen) trotz 3° minus spürbar auf. Endlich mal keine Schlammschlacht und erstmals einfach nur ideale Bedingungen. Trotzdem bekam der bisher unbesiegte Mann an der Serienspitze eins auf den Hut. "Gerade dann, wenn man nicht damit rechnet, ist plötzlich Konkurrenz da", sinnierte der später geläuterte Tobias. "Die Strecke war ideal und ich versuchte möglichst locker mitzulaufen, doch plötzlich ging die Post ab". Bald entwickelte sich im Kreise der Führenden ein Dreikampf. Der spätere, mit ihm zeitgleiche Dritte, zeigte sich sehr kampfstark. Er hatte zwar des öfteren Probleme, das steigende Tempo mitzugehen, arbeitete sich aber immer wieder ran. Spätestens jetzt ärgerte sich Tobi über den Trainingslauf vom Samstag, bei dem er ein paar dieser steilen Rampen hätte auslassen sollen. Bereits vor dem Start nahm er sich vor, keinen Endspurt mitzumachen, und versuchte deshalb bergab wegzukommen. Weil das nicht funktionierte, probierte er es erfolglos bei den Anstiegen. Fortan betrachtete er die Hacken seines Bezwingers, dem er sechs Sekunden später ins Ziel folgte. Wenigstens behauptete sich Tobi gegenüber seinem zweiten Konkurrenten, wenn auch mit gleicher Endzeit. Bei diesen Bedingungen wäre eine persönliche Bestzeit und ein neuer Serienrekord möglich gewesen, denn das bewiesen die meisten seiner Teamkolleg(inn)en. Insgesamt siebzehn TSG-ler verbesserten am Sonntag ihren persönlichen Serienrekord!
Knapp hinter dem laufstarken Markus (38:36min), der sich in der Top5-Wertung derzeit auf Gesamtrang zehn wiederfindet, schlug unser Mann aus Daxberg endlich mal wieder richtig zu. Mir scheint, dass Volker sich bereits mitten in der Vorbereitung für den Kandel-Marathon befindet, bei dem schon sieben Frauen und Männer aus unserem Team gemeldet sind. Er nutzte die idealen Verhältnisse zu einem energischen Ritt durch die ihm sehr geläufige Topografie und beendete diesen nach 38:58min auf Platz zwei seiner Altersklasse M35. Ebenfalls zufrieden blickt Häuptling Manni - auch ein Kandidat für diesen Märzmarathon - auf das Wochenende zurück. Genesen von einer Erkältung bewegte er sich ohne große Ambitionen im vorderen Feld mit der Absicht, so nahe wie möglich an die 40er Marke heranzulaufen. "Der Boden war zwar gefroren, aber so hatte ich endlich mal einen guten Grip". Schon bei Kilometer drei spürte er, dass es prima läuft. Zur Hälfte registrierte der Tattoofreund, dass seine gestoppten 20:05min eine gute Grundlage dafür wären, sein angestrebtes Ziel tatsächlich zu erreichen. "Irgendwie kamen mir die Buckel heute flacher vor als sonst", meinte er nach erfolgreicher Mission im Ziel. Mit dieser neuen Bestzeit (39:41min) lässt es sich nun beruhigter in die Weihnachtstrainingsphase einsteigen. So sieht es sicherlich auch Bernie, der die Gunst der Stunde nutzte und auch noch unter dieser magischen Grenze blieb. Erwähnenswert bleiben die 41:17min von YaMo. Das war ein gewaltiger Sprung des jungen Mannes und ich glaube, von dem hören wir bald noch mehr. Beim sechsten Durchgang zum sechsten Mal Bestzeit, dieses Kunststück schaffte Uwe, unser neuer Mann. Er bedankt sich ausdrücklich bei Christian und Udo, die ihn gleich nach Rennbeginn einige Kilometer zogen und anspornten. Nun steht er bei 50:18min und formulierte sogleich ein neues Saisonziel....
Eine erfolgreiche deutsch-belgische Verbindung setzte ihren Aufwärtstrend in Goldbach fort. Von den Strapazen des schnellen 5000m-Rennens am Samstag blendend erholt, liefen sowohl Etienne (41:40) als auch Dauercrosserin Raileen (42:37) Saisonbestzeiten. Zuvor markierten allerdings zwei Mitglieder aus einem weltbekannten Hörsteiner Sportverband neue Saisonmarken. Zuerst war es der männliche Part, der trotz oder vielleicht gerade wegen seines zügigen Jobs beim zweiten Lauf in Seligenstadt Aufwind bekam. Arnd machte beim Wintercross in 40:24min den Vormann, immer mit der Gewissheit laufend, dass ihm die nahestehende Claudi in einer Schwächephase auf die Pelle rücken könnte. Diese erhöhte inzwischen für jeden sichtbar die Schrittfrequenz und zog nach 41:28min zufrieden Zwischenbilanz. Ihre ehrgeizigen Absichten für 2008 verkündete sie ja nicht nur Insidern. Dezente Hinweise enthält die Teilnehmerliste von Kandel. Der junge Vater Winfried begab sich erstmals in dieser Runde alleine auf die Piste und wurde sogleich schneller. Der Übergang vom schnellen Gehen zum anstrengenderen Joggen ist ihm gelungen. Ob er wie im Vorjahr die 60 Minuten wieder attackieren wird, ließ er offen. Ansonsten gab es neben der guten Stimmung und überbordenden Laune wieder Erfolge für die üblichen Verdächtigen. Mehr kann man aus der Ergebnisliste herauslesen.

17.12.2007 Vier Bestzeiten beim zweiten Lauf der Seligenstädter Winterserie
Elf Frauen, Männer und Jugendliche aus unserem Team ließen sich am Samstag die exzellenten Wetter- und Streckenbedingungen in Seligenstadt nicht entgehen, gingen allerdings mit unterschiedlichen Ambitionen an den Start. Freuen können wir uns zuerst über die schöne Leistungssteigerung von Tamara, die ihr bisher bestes Ergebnis über 1000m - vom Februar an gleicher Stelle - um sechzehn Sekunden auf jetzt 4:48min verbesserte. Für eine Achtjährige ist das schon eine tolle Hausnummer. Papa Arnd nahm sich lediglich die 5000m vor, die er äußerst selten läuft. Seine Zeit von 18:52min reichte in der M40 für Platz zwei und zeigt uns, dass er sich bemüht, ordentlich durch den Winter zu kommen. Obwohl Arnd durchaus in der Lage ist, diese Distanz noch schneller zu bewältigen, schreibe ich diese Zeit erst mal in unsere interne Bestenliste - weil mir bisher keine andere vorliegt. Kurz vor Weihnachten bescherte sich Etienne einfach selbst und trat - wenigstens kurz - aus dem Schatten seiner starken Raileen, bzw. seiner beiden Töchter Caroline und Charlotte, die sich in seinem Sog ebenfalls sehr achtbar hielten. Zuerst löscht der Vater seine Vorjahresbestmarke aus Sydney aus, sie steht nun bei 19:23min. Dann näherte sich die Mutter (1.W35 in 20:15min) bis auf acht Sekunden ihrem aktuellen Rekord. Wären die Geraden im Seligenstädter Wald etwas länger, würde man bereits von Sichtweite reden können. Sehen konnte Raileen auf jeden Fall Christian, den Sieger der A-Jugend. Der bewegte sich nämlich vor ihr, knapp unter der 20er Marke und scheint seine physischen Rückstände so nach und nach abbauen zu können.
Auf der schnellen 10km Strecke mühten sich zwei ehrgeizige Überflieger redlich ab. Das Jahr 2007 können sie als sehr erfolgreich bezeichnen und stolz zu den Akten heften. Im Gleichschritt setzten sie sich neue Ziele auf allen Distanzen - und erreichten sie auch. Auf den längeren Strecken hat Andreas derzeit noch die Nase vorne, aber am Samstag lag Jochen acht Sekunden vor ihm und verbuchte nach 45:45min wie seine Teamkollege eine neue persönliche Bestzeit. Ein paar Meter vor ihnen absolvierte Rainer einen zügigen Trainingslauf unter Wettkampfbedingungen. Im Ziel fanden sie den äußerst zufriedenen Roger vor, der Lust und Spaß bei idealen Bedingungen hatte. "Bei mir spricht das gute Lauftrefftraining der letzten beiden Dienstage an. Mein Ziel für diesen Aufbaulauf war, ein gleichmäßiges Tempo durchzulaufen". Und das ist ihm auch gelungen. Bei Kilometer zwei überlief ihn eine Achtergruppe, "die einen Tick zu schnell für mich war". Doch in der zweiten Hälfte zahlte sich das verhaltene Anlaufen aus, als Roger ab Kilometer acht noch einige Konkurrenten einsammeln konnte. Seine Zeit von 36:21min ist im Verhältnis zur relativ kurzen Vorbereitungszeit erstaunlich gut und reichte im Gesamtfeld zu einem siebten Platz (2.M35). Hier die interne Ergebnisliste im Überblick.

11.12.2007 Das Jahr geht langsam zu Ende - es wird Zeit für eine Inventur
Im Rahmen einer ordnungsgemäßen Buchführung ist jedes Unternehmen verpflichtet, zu einem bestimmten Stichtag eine gewissenhafte Bestandsaufnahme zu machen. Vereine oder deren Abteilungen ziehen ebenfalls Bilanz, meist gegen Ende eines Kalenderjahres. Dabei geht es dann nicht so sehr um Vermögenswerte oder Schulden sondern um Erfolge, Niederlagen, Punkte, Tabellen, Zeiten und Leistungsbilanzen. In unserem Falle dreht es sich um eine Überprüfung dieser Website, die zwar einer permanenten Bestandskontrolle unterliegt, aber vor Fehlern nicht unbedingt gefeit ist. Ich bitte heute alle Teammitglieder darum, mal ihr aktuelles Sportlerportrait auf Korrektheit zu überprüfen. Sind die für jedermann zugänglichen Fotos noch auf dem aktuellen Stand oder gibt es schönere, die dem Webmaster bislang vorenthalten wurden? Stimmen alle veröffentlichten Daten, passen die Zeiten oder fehlen sogar irgendwelche Daten aus besonderen Events, die ich vielleicht übersehen habe? Sind die Zeiten in den einzelnen Bestenlisten korrekt oder fehlt am Ende eine Bestzeit, die wegen der immensen Datenflut übersehen wurde? Bei dieser Gelegenheit sage ich mal Danke für die breite Unterstützung bei der Aktualisierung unseres permanenten Eventkalenders. Ich freue mich immer über einige Zeilen nach den jeweiligen Wettkämpfen, insbesondere wenn es um schöne Erlebnisse am Rande geht. Ihr wisst ja, dass diese Website nur dann interessant bleibt, wenn sich alle aktiv an der Entwicklung beteiligen. Also, lasst die Hemmungen fallen - ich freue mich jetzt schon auf eure Post.

10.12.2007 Angenehme Temperaturen - schlammige und rutschige Piste
Beim fünften von insgesamt acht Wertungsläufen frönten wiederum 29 Teammitglieder ihrem liebgewonnenen Einstieg in das Sonntagsgeschehen. Während ich mich gegen 8.30 Uhr aus den Federn machte, war ich wenigstens in Gedanken eine Zeit lang bei euch. Man braucht in dieser Jahreszeit schon ein gewisses Maß an Selbstdisziplin, um rechtzeitig zum Einlaufen auf der Strecke zu sein. Clubfan Tobias hat sich von den Strapazen der letzten beiden Wochen sichtlich erholt und erlebte einen erfolgreichen Sonntag. Er freute sich morgens über seinen vierten Saisonsieg beim vierten Start und abends am Fernseher über den 2:1 Sieg gegen die Hertha. Bei der Anreise nach Goldbach simulierte er schon mal eine 34er Zeit vor sich hin....., "wenns gut laufen würde, könnte sogar eine neue Bestzeit heraus springen". Dass am Ende gerade mal fünf Sekunden fehlten, hat mehrere Gründe. "Vom Gefühl her dachte ich, der Rennbeginn wäre sehr schnell gewesen und im Mittelteil, auf den matschigen und rutschigen Passagen, hätte ich Zeit liegen lassen", erklärt unser Etappensieger. Doch der Vergleich seiner Zwischenzeiten am PC zeigte genau das Gegenteil. Die Analyse wies tatsächlich einen minimal langsameren Beginn auf, dem dann ein schnelles Rennen im Mittelfeld folgte. Zum Schluss wollte Tobi eigentlich nochmal richtig Gas geben. Es stellte sich nachträglich heraus, "dass ich am letzten Berg wohl ein bisschen geschlafen habe. Hier verlor ich die neue Bestzeit, so kann das Gefühl manchmal trügen. Am Ende stand eine 34:45min, die auf diesem schweren Boden einfach höher bewertet werden muss. Hinzu kam, dass er gestern einen recht einsamen Lauf durchziehen musste, mit einem überaus deutlichen Abstand von etwa zwei Minuten auf die Verfolger.
Einen ersten Gastauftritt am Edelweißkapellchen hatte Roger, der sich damit selbst den Startschuss für die Saison 2008 gab. Mit dem Wetter ging er konform. Doch der matschige und sauglatte Kurs veranlasste ihn, wenigstens bergab das Tempo rauszunehmen. In den Anstiegen machte der als "äußerst vorsichtig" bekannte Sportsmann gefahrlos Tempo und war im Ziel mit Gesamtplatz acht angenehm überrascht. "Diese Trainingseinheit werde ich als Tempointervalleinheit in mein Tagebuch eintragen", erklärt Roger nach diesem ungewöhnlich verlaufenen Crossrennen, und: "schnell wird erst dann gelaufen, wenn die Jahreshöhepunkte kommen". Recht hat er. Freundin Astrid feierte in dieser Saison ebenfalls Premiere und wars zufrieden. Ihr Ziel "gesund ankommen" stand im Vordergrund und nicht eine besonders gute Zeit. Dass es dann zu Platz zwei ihrer Altersklasse, gleich hinter ihrer Teamkollegin Raileen gereicht hat, zeigt uns wieder mal, wie schnell Astrid sich vom Trainingseinstieg in eine gute Form entwickeln kann. Bereits ihren fünften Einzelsieg in der AK35 sicherte sich Raileen und ist damit nicht mehr vom Thron zu stoßen. Die Brüder Yamo und Daniel drehten gemeinsam ihre Runden und erreichten zeitgleich das Ziel. Unschwer zu erraten, wer hier wen gezogen haben könnte, denn Yann-Moritz ließ sich erheblich mehr Zeit als bei seinen bisherigen Starts. Daniel wird es mir nachsehen, wenn ich aus der Ferne betrachtet, einen saisonbedingt erhöhten BMI als Ursache ausfindig mache. Es ist sowieso kein Geheimnis, wenn ich hier öffentlich erkläre, dass ein übersichtlicher Teil unserer Mannschaft bis zum Hypolauf einige Kilos weniger auf den Rippen haben wird.
Was man bei den schwierigen Bodenverhältnissen überhaupt nicht erwarten konnte, war eine neue persönliche Bestzeit über 10km. Ausgerechnet in Goldbach, ungeachtet der vielen Höhenmeter und den rutschigen Passagen, lief Judith eine 48:50. Übertragen auf eine flache Strecke prognostiziere ich ihr für das Frühjahr einen Zweiminutensprung nach vorne. Top, die Wette gilt. Im Übrigen wurde sie beim fünften Start zum vierten Mal als Siegerin der LW20 ausgerufen. Auch Markus und Uwe ließen sich von den crossigen Verhältnissen keineswegs irritieren und schafften jeweils Saisonbestzeit. Beim fleißigen Uwe ist es seit Saisonbeginn schon mehr als acht Minuten vorwärts gegangen und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Babyjogger-Crossroadrunner und Grobmotoriker Manfred schüttelte seinen Sprössling Tim durch alle Tiefen und über alle Höhen. Der junge Mann nahm bisher keine sichtbaren Schäden, trotz fehlendem Airbag, mangelhaften Sichtverhältnissen und ohne M+S-Reifen. In Kürze erwarten wir die Ankunft seines zweiten Kindes und spekulieren schon über die sonntäglichen Rituale in der kommenden Saison. Beide fanden sich - nach guter Laufleistung übrigens - erwartungsgemäß in der Bildergalerie des Veranstalters wieder. Bei dieser Gelegenheit danken wir dem TV Goldbach für die freundliche Überlassung der schönen Erinnerungsfotos, die wir mangels eigenem Fotografen diesmal gerne übernehmen. Zu guter letzt erzählen wir die Geschichte des motivierten Jochen weiter, der - wie in der erfolgreichen Vorwoche angekündigt - seine Yvonne unter die Fittiche nahm. Sie schaffte mit seiner Hilfe Saisonbestzeit und nähert sich sich ebenfalls der Stundengrenze. Hier entwickelt sich anscheinend ein positiver Geschlechterkampf auf sportlicher Ebene. Im Anschluss verteilten die emsigen Helfer wie angekündigt leckere Hamburger für alle Finisher. Und die langten kräftig zu. Hier noch die aktuelle Ergebnisliste.

05.12.2007 Drei TSG Rookies übten sich beim Nikolausduathlon im Schlammcatchen
Jedenfalls sahen sie hinterher alle so aus, als hätten sie sich im Schlamm gewälzt. Auf die 30km lange Classicdistanz (5km/22,5km/2,5km) wagten sich die Etablierten und das Jedermann-Rennen über insgesamt 20km (2,5km/15km/2,5km) taten sich drei Frischlinge aus unserem Team an. Diesen eher freundlich gemeinten Kosenamen verwendet man gerne für junge Sportler(innen), die sich erstmals an einen neuen Wettkampf herantrauen. Andererseits gilt dieser Begriff auch ganz jungen Windschweinen, die beispielsweise im Spessart ihr Unwesen treiben. Wer die Duathlet(inn)en beim Finishen erlebte, der versteht, dass am Samstag in Frankfurt-Ginnheim beide Vergleiche zulässig waren. Der Nikolausduathlon war nichts für Schönwettersportler oder Warmduscher. Umso mehr müssen wir die saubere Leistung von Diana Wollinger hervorheben, der ungekrönten Duathlonkönigin in der TW30. Zu unserer und auch ihrer Überraschung holte sie den Titel in ihrer Altersklasse. Ungekrönt deshalb, weil sie ihren Triumpf bei der Siegerehrung nicht auskosten konnte. Denn Fahrer Michael Babilon musste recht früh zurück - aber Tobi ließ sich freundlicherweise den Preis seiner Teamkollegin aushändigen. Ehemann Thomas trotzte ebenfalls dem Wind und dem andauernden Regen. Er hatte bei seiner Premiere sichtlich Spaß und schaffte beim zweiten Lauf exakt die gleiche Zeit wie beim ersten. Er hatte keinen Einbruch zu verzeichnen, verbuchte allerdings gemeinsam mit Michael ein verzichtbares Erlebnis. Weil beide sich im komplizierten Duathlon-Regelwerk nicht besonders gut auskannten, hat sie die Jury beim letzten Wechsel kurz rausgewunken. Sie öffneten die Verschlüsse ihrer Helme zu früh, sahen sich aber umgehend in der Lage, diesen sicherheitsrelevanten Mangel zu beheben und wurden doch noch auf die letzte Laufetappe geschickt. Ohne Folgen blieb glücklicherweise die Uneinsichtigkeit eines Hundebesitzers, dessen unangeleinter Collie sich unseren erschrockenen Bikern auf Streichelweite näherte. Auch Michael konnte sich keinen besseren Einstand in dieser Sportart vorstellen. Mit zwei gleichstarken Läufen und einer ordentlichen Radleistung blieb er klar unter der Stundengrenze und erreicht Platz sechs in der TM35. Die Streckenverkältnisse beim Radkurs beschrieb er so: "Es war eine Geländefahrt - anschließend hatte ich das Gelände am ganzen Körper". Und zu guter letzt lieferte er uns noch die Erinnerungsfotos.
Die Classicsdistanz verlangt zweieinhalb Laufkilometer mehr und zusätzliche siebeneinhalb auf dem Rad. Neben Tobi, der es (in kurzer Kleidung) wieder hat krachen lassen, starteten aus unserem Team noch Nette und Oliver Assmus. Unsere spritzige Dame hat zweifelsfrei ihre Vorteile auf dem Bike und sie nutzt diese auch. Dass sie zudem eine gute Schwimmerin ist, wissen wir längst. Doch diesen Trumpf konnte sie leider nicht ziehen, trotz der nassen Witterung. Bleibt tatsächlich die Überlegung, liebe Nette, was man zu Fuß noch verbessern kann. Doch was rede ich, Platz zwei in der AK ist selbstverständlich o.k. Partner Oliver ist sowohl per pedes als auch auf dem Bike routiniert genug und verfügt über die entsprechende Wettkampfhärte für solche Duathlons. Oliver landete auf Rang fünf der AK40, aber schneller als er lief keiner seiner Altersgenossen. Es fällt auf, dass die Laufleistung unserer Athlet(inn)en in beiden Läufen sehr konstant blieb und einzig und allein der tiefe Boden auf der Radstrecke - auch im Vergleich zu den Vorjahren - ausschlaggebend für die Zeitverluste war.
Kommen wir nun zu dem, der am nächsten Tag noch knallrote Augen hatte. Der Mann auf dem Foto rechts arbeitet nicht im Steinkohlebergwerk, sondern finishte soeben auf Gesamtplatz zwei, mit siebzehn Sekunden Rückstand auf den Sieger. Die meisten sahen hinterher so aus wie Tobi. Es ging an der Spitze wieder voll zur Sache. Der starke Wind führte zeitweise Regen mit sich und die Pfützen erschwerten sowohl den Läufern als auch den Radlern die Tour. Als es nach 2,5km auf die zweite Laufrunde ging, hatte sich eine Viererbande zusammen gefunden, die später auch gemeinsam durch die Wechselzone zog. Tobi legte den schnellsten Wechsel hin und saß deshalb als erster auf dem Rad. Ein Blick nach hinten zeigte ihm, dass seine drei Konkurrenten eine Gruppe bildeten. "So ließ ich es locker rollen. Alleine vorne zu kämpfen wäre pure Kraftverschwendung gewesen". Bald waren sie wieder ein Quartett, in dem keiner was tun wollte, außer einigen taktischen Spielchen. Etwa nach der Hälfte attackierte der spätere Sieger erstmals und war überrascht, dass Tobi als Einziger aufschließen konnte. "Von da an machten wir gemeinsame Sache und setzten uns ab". Später krampfte Tobis Wade und irgendwann ließ er abreißen. Windschatten fahren ging eben nur im Blindflug. Der Matsch spritzte in Mund, Nase und Augen. Auf der letzten Runde schloss der spätere Dritte wieder zu ihm auf und es keimte kurz die Hoffnung auf, sie könnten noch nach vorne fahren. Aber es fehlte beiden die Kraft und so erreichten sie die Wechselzone zum letzten Mal. "Da ich keine Schuhe wechseln musste, hatte ich schnell einen kleinen Vorsprung und gab noch mal alles". Als stärkster Läufer im gesamten Feld holte er fast 30 Sekunden auf, aber mehr war einfach nicht drin. Tobi erkämpfte nach 1:11:32h einen tollen zweiten Gesamtplatz, war super zufrieden mit einem tollen Rennen und fand trotzdem noch ein Haar in der Suppe: "Nach so vielen Podestplätzen warte ich immer noch auf meinen ersten Crossdua-Sieg. Ich war mal wieder nah dran". Hier die Ergebnisse unserer Mannschaft und nochmal der Weg zur Bilderserie.

04.12.2007 Michael Schwarz - der, der den Bogen noch nicht raus hat
Seine Absichten waren in Jügesheim unverkennbar, deshalb sollten wir nicht so hart mit ihm ins Gericht gehen. Alle bemühten sich um Michael, nicht nur beim Einlaufen oder während des Rennens. Auch nachher leckten sie gemeinsam dessen Wunden. Es fehlen nur noch 32 Sekunden zu dieser nervigen Schallmauer von 40 Minuten. Natürlich kann man sich im biblischenen Alter von 43 Jahren noch ehrgeizige Ziele setzen, doch mit zunehmenden Jahren liegen die Stärken eher auf den langen Strecken. Für Bestzeiten über die relativ kurzen 10km muss man viel investieren, das weiß Michael nicht erst seit Samstag. Der Jügesheimer Waldkurs liegt eigentlich dieser schlacksigen Frohnatur, deren eigenwillige Lauftechnik auch von Trainer Wolfi kaum beeinflusst werden konnte. Doch seit einigen Wochen merken wir schon, dass hier trotzdem was in Bewegung kommt und irgendwann auch zu einem guten Abschluss. Zur Halbzeit lag der Rekordjäger noch voll auf Kurs. Der eher zierliche Wolfi gab streckenweise zwar den Rhythmus vor, war aber rein körperlich nicht in der Lage, seinen hochgeschossenen Teamkollegen komplett aus dem Wind zu nehmen. Die zweite Streckenhälfte verlangte wegen einer leichten, aber stetigen Steigung zusätzliche Körner, die in der entscheidenden Phase nicht vorhanden waren und deshalb in den nächsten beiden Wochen auf der Bahn beschafft werden sollen. Der Countdown läuft also noch.
Dieser Kampf gegen derzeit stärkere Mächte wickelte sich im Rücken von Etienne ab, der beim zweiten Jügesheimer Lauf die Führung der TSG-Truppe mit 39:41min bis zum Schluss inne hatte. Und an dritter Stelle rangierte bereits seine Frau Raileen, die sichtbare Fortschritte aufweist und ihre beste Zeit um gerade mal sechs Sekunden verpasste. Beim gezielten Einstieg ins richtige Trainingsprogramm wird sie ihr längst formuliertes Ziel realisieren - und das befindet sich exakt in Michaels Zeitrahmen. Insofern kann sich Michael diesmal wenigstens mit dem internen Titel schnellste TSG-Frau schmücken. Nicht weit hinter Raileen durchplügte kraftvoll Christian, der kürzlich wegen seiner überaus erfolgreichen Ironmanpremiere geehrte Rookie of the Year, das teilweise rutschige Rodgauer Gelände. Er war zum ersten Mal auf diesem Terrain unterwegs, von dem er bisher nur Gutes hörte. Schnelle, flache Strecke! "Okay, ich bin eigentlich gut drauf und steckte mein Ziel gar nicht so hoch", erzählte Christian später. Eine Zeit von 40 hoch wäre o.k..... Beim dritten Kilometer stoppte er 11:53 und spürte da schon, dass irgendwo doch noch die Härte fehlte. Dessen ungeachtet hielt der Modellathlet das Tempo hoch so lange er konnte und ging nach 5000m in 20:08min durch. Nasowas! Seine aktuelle Bestzeit steht bei 41:34min, aber er hat nix vor!? "Ab Kilometer sieben litt ich wie ein Hund, hatte die Nase voll und wollte fast aufgeben", erklärte er im Ziel, nach dem er sich auf den letzten Kilometern jeweils um die 4:25min/km durchmogelte. Aus der Fassung brachte ihn dann ein Zehnjähriger, der ihn kurz vor der Ziellinie noch vernaschte. Das sind Erlebnisse die uns zum Überlegen anregen, oder? Jüngere Sportler müssen ihre eigenen Erfahrungen machen, doch das ist der schwierigere Weg. Oftmals offenbart aber der Herr einem Älteren, was das Beste ist. Frag halt mal nach.
Eine Bestzeit gab es dann doch noch und zwar für unseren sympatischen Temkollegen Jochen, der sehr fleißig und regelmäßig seine Trainingsläufe abwickelt und innerhalb von zwei Monaten auf allen Distanzen neue Bestmarken setzte. In Jügesheim lieferte er mit 46:04min wiederum eine gute Leistung ab und in 2008 passiert noch einiges, da bin ich mir sicher. In der gleichen Liga spielt im Moment Andreas, der seinem bisher stärksten 10km-Ergebnis am Samstag denkbar nahe kam. Auch er erzielte seine persönlichen Bestzeiten allesamt in diesem Jahr und legte da die Grundlagen für noch mehr. Der junge Christian Hippler ist nach längerer Auszeit trainingsmäßig wieder gut auf der Höhe und ließ es etwas ruhiger als sonst angehen. Beim Blick auf die Ergebnisliste wird sichtbar, dass er sich wenigstens zeitweise im Bereich von zwei jungen Damen aus unserem Team aufhielt. Er weiß es längst, dass es noch ein Leben außerhalb des Ausdauersports gibt. Vater Eckhard lieferte ein paar Schnappschüsse von diesem Event.

03.12.2007 Halbzeit in Goldbach - auf Jochen Fuchs ist Verlass
Die Abschlussfeier hatten sie anscheinend alle mühelos verdaut. Mindestens 25 Teamgenoss(inn)en bewegten sich gestern Morgen bei wahren Crossbedingungen durch das schwierige Goldbacher Gelände. Unterwegs erkannten sie trotz weihnachtlicher Verkleidung weitere Teamgefährten, die ebenfalls unter erschwerten Bedingungen die Walkingstrecke bewältigten. Ganz vorne bestimmte gestern einer unserer älteren Herren das TSG-Tempo. Routinier Bernie läuft wetterunabhängig seinen eigenen Rhythmus, ignoriert Schwächeperioden grundsätzlich - falls er tatsächlich mal welche hat - und pendelt sich von Lauf zu Lauf so langsam in Richtung der 40-Minutenmarke ein. Sein "Chef" Manni wickelte wie gewohnt sein Pensum ab, unbeeindruckt von den Strapazen des vergangenen Freitags. Es macht sich immer gut, wenn der Anführer tatsächlich vorne mit dabei ist. Die Platzierungen unseres Frauenteams decken sich mit denen der Vorwoche und festigen sich nach jedem Durchgang mehr. Etienne demonstrierte am Wochenende die enorme Kondition seiner kompletten Familie. Freitags feiern, samstags Winterserie Jügesheim und sonntags Wintercross. Ich bin schon auf die Ergebnisse im Frühjahr gespannt. Über die schöne Leistung von Jochen freuten sich mehrere Teamkollegen. Seit seinem Einstieg in die Serie macht er laufend Minutensprünge nach vorne. Diese veranlassten mich, den Durchbruch für diesen vierten Lauf anzukündigen. Und tatsächlich knackte er in sicheren 59:06min die Stundengrenze und bedankte sich heute "für den positiven Druck". Wenn seine Yvonne wieder gesund ist: "möchte ich ihr nächste Woche für die Verbesserung ihrer Zeit beistehen". Jawohl Jochen, genau so wird das gemacht. Hier sind die Ergebnisse unseres Teams vom vierten Lauf.
02.12.2007 Harmonischer Jahresabschluss - 25 Jahre und kein bisschen müde
Vor eindrucksvoller Kulisse, nämlich mehr als 100 Abteilungsmitgliedern samt Partnern und Kindern, hielt der stolze Abteilungsleiter Manni Scherer am Freitagabend seine Begrüßungsrede. Er sprach von einer sehr schönen Entwicklung in der Abteilung, fasste sich in seiner Einführung aber bewusst kurz und überließ dann das Geschehen den talentierten Comedians aus unseren Reihen, die alljährlich beim traditionellen Jahresabschluss für Kurzweile sorgen. Zuerst testeten Michael und Christian das Fachwissen einiger neuer Teamkolleginnen mit Fragen aus dem internen Sportgeschehen. Anschließend sorgten Udo und Volker für Belustigung, indem sie - in Anlehnung an Jauchs Quotenhit Wer wird Millionär - zwei ausgesuchten Pärchen spaßige Fragen stellten und dann zur Auswahl jeweils vier interessante Antworten an die Leinwand beamten. In beiden Spielen gab es Sieger, die sogar belohnt wurden. Sarah verteilte dann Urkunden und ausgesuchte Getränke aus dem Odenwald an die am Lauftreff meistbeteiligten Läufer(innen). Und Udo ehrte mit Markus den neuen Bergkönig und dankte auch den Nächstplatzierten für ihre Beteiligung an den Kämpfen um die Bergwertung. Seit einigen Jahren wird bei dieser Gelegenheit der Titel Rookie des Jahres an den stärksten Newcomer im Kreise der Ironmänner verliehen. Initiator dieser Ehrung war 2005 Bernie, der damit die sagenhafte Leistung von Manni hervor hob. Im Vorjahr ging der Preis an Peter. Neuer stolzer Titelträger wurde erwartungsgemäß Christian.
Zu den Höhepunkten der Abschlussfeier darf man getrost die Erinnerungen und Anmerkungen zählen, die Alois - das Gründungsmitglied der Ausdauersportabteilung - in komprimierter Form vortrug: Vor exakt 25 Jahren gründeten 31 Männer und Frauen innerhalb der TSG eine Skiabteilung, die in den schneereichen Wintern der 80er Jahre im Spessart und in der Rhön intensiv ihre Langläufe betrieb. Später kamen Ausdauer-Mehrkämpfe hinzu, erfolgreiche Skistaffelläufe und sogar 12-Stunden-Läufe auf Skiern. Erste Triathlons wurden veranstaltet, wobei man das Schwimmen auch mal durch Skiroller ersetzte. Der 30.11. 1986 markiert den Beginn einer Tradition, die bis heute Bestand hat - unser 5000m Crosslauf durchs Steinbachtal. In seinen Aufzeichnungen, die Alois an Interessierte verteilte, berichtet er von vielen schneearmen bzw. -losen Wintern und dem langsamen Übergang von der Abteilung Skilanglauf zur Abteilung Ausdauersport. Dem Frankfurtmarathon und einigen hochkarätigen Triathlons folgte ein 24h-Lauf rund um die Laurentiuskirche - mit Stefan Schlett und dem ZDF. 1989 veranstalteten wir den ersten Oktoberlauf, den Wolfi gewann und zwölf Läufer(innen) machten sich zu Fuß auf den 1100km langen Weg zur Partnergemeinde Bassens. 1990 erfand Alois den Zehnkampf, der wieder auf größeres Interesse stößt und dessen Titelträger jährlich bei der Abschlussfeier von ihm selbst geehrt werden. So knapp wie in diesem Jahr ging der Wettkampf noch nie zu Ende. Selbst die diesjährige Siegerin Claudia erfuhr erst am Freitagabend, dass sie in der Endabrechnung gerade mal vier Punkte vor Tobi liegt - und nahm freudestrahlend den Wanderpokal entgegen.
In der ersten Hälfte der 90er gab es wenig Schnee und zwangsläufig kaum Clubmeisterschaften. 1996 wurde eine neue Tradition geboren, der Weihnachtslauf am Hl. Abend mit Plätzchen und Punsch. 1998 fing es an zu boomen, unsere Sportler gewannen erste Rennen und die Abteilung immer mehr Zuspruch. Im neuen Jahrtausend führten wir die elektronische Zeitmessung beim Oktoberlauf ein. Die interne Berichterstattung wurde erweitert durch die Herausgabe der Pressestimmen. Diese lösten wir im November 2004 mit dieser Website ab. Der 2005 eingeführte Schüler- und Jugendtriathlon hat sich bewährt und wird weitergeführt. Die vielen sportlichen Erfolge und das harmonische Auftreten unseres Teams wurde von der Öffentlichkeit längst registriert und hat inzwischen zu einem Mitgliederstand von 165 geführt. Eine solche Entwicklung hätte sich Alois damals nicht vorstellen können, doch sie kommt nicht von ungefähr. Ein Verein lebt von den Ehrenamtlichen und von denjenigen, die ihr Wissen und Können und ihre langjährige Erfahrung an andere weitergeben. Der Pionier Alois Mühlthaler ist ein Mann der ersten Stunde, auf fachlichem und sozialem Gebiet sehr kompetent und immer um die Gemeinschaft bemüht. Nutzen wir bei diesem Jubiläum die Gelegenheit und danken ihm sehr herzlich für seinen Jahrzehnte langen Einsatz und sein unermüdliches Engagement.