TSG Kleinostheim - Ausdauersport

 

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30.08.2007 Schottener Stauseelauf mit überragendem Tobias Hegmann
Am Freitagabend reiste Tobi an die Niddatalsperre, unweit von Schotten, um seine Bestzeit im Halbmarathon möglichst deutlich zu unterbieten. "Ob es zu einer 1:12 reichen sollte, war ich mir nicht sicher", meinte unser selbstbewusster Teamkollege, dessen Bestzeit vom Aschaffenburger Lauf aus dem letzten Herbst stammt und bei 1:13:40h liegt. Vor dem Badenmarathon Mitte September sollte dies ein letzter harter Test werden, dem in der Vorwoche einige unschöne Begleiterscheinungen vorausgingen. Zahnoperation, laufende Nase und relativ wenig Training. Was er am Stausee antraf, waren drückendschwüle Wetterbedingungen ohne ein erfrischendes Lüftchen. Die Strecke verlief nicht ganz flach, musste viermal wiederholt werden, war aber trotzdem schnell zu laufen. Leider gab es sehr bald Überrundungen, weil Tobi erst in das Ende des 10km-Feldes hineinlief und später auch noch jede Menge Halbmarathonis überholten musste. "Leider war ich praktisch von Anfang an auf mich alleine gestellt, nur Michael Port lief die ersten Kilometer noch mit". Er lief sein Tempo sehr gleichmäßig und äußerst konzentriert. Die ersten beiden Runden in der gleichen Zeit, Kilometer zehn ging in 33:58min durch! In Runde drei bekam er ernsthafte Probleme und ließ 20 zusätzliche Sekunden liegen. Und gleich zu Beginn der letzten Runde spürte er ein brutales Seitenstechen: "vermutlich vom zu kalten Wasser, das ich mir über den Kopf geschüttet hatte. Kurzzeitig dachte ich sogar ich müsste ein Stück gehen". Total verkrampft konnte er nur noch schlecht atmen und übersah dadurch das Kilometerschild mit der 16. Bei Kilometer 17 fing er sich wieder und stellte zu seiner Überraschung fest, dass er die letzten beiden Kilometer in 7:10min gelaufen war. Tobi verlor während seiner Schmerzattacken nicht einmal zwanzig Sekunden und befand sich tatsächlich Immer noch auf Bestzeitkurs. Er beschleunigte wieder und schaffte die letzten vier Kilometer in weniger als 14 Minuten. In 1:12:53h siegte er unangefochten trotz riesiger Blase an der Ferse, fuhr die anvisierte neue persönliche Bestzeit ein und ist seinem Ziel Badenmarathon wieder ein Stück näher gekommen. Respekt. Hier die Ergebnisliste mit dem Link zum Veranstalter. Und Laufreport hat bereits einen Rennbericht online gestellt.

29.08.2007 Beim Rodgau Triathlon gingen fünf TSG-ler über die olympische Distanz
Beim Wiesbadener Ironman 70.3 letzte Woche haderte Stefan Günther noch mit Gott und der Welt, litt wie ein Hund und zog anschließend die richtigen Schlüsse. Lockeres Training und eine angemessene Regeneration verschafften ihm bis zum Sonntag beim Rodgau Triathlon eine gute Ausgangsposition. Körperlich fit und mental wieder auf der Höhe pulverisierte er seine Zeit vom Vorjahr um mehr als zwölf Minuten und lieferte eine neue Bestzeit über die olympische Distanz (1400m/42km/10km) in 2:19:15h ab. Selbst seine prima Schwimmzeit von 19:58min zweifelte er an: "wenn das 1400m gewesen wären, wäre dies eine super Zeit. waren sie aber nie im Leben". Egal, aber diese Zeit motivierte ihn anscheinend nach dem Wechsel aufs Bike, denn: "endlich hatte ich mal 38,5km/h auf dem eigenen Tacho stehen". Und dies trotz eines Defektes, denn er musste den Schlauch am Hinterrad wechseln (hat klasse funktioniert) und überflüssigerweise später nochmal den Luftdruck kontrollieren. Jedenfalls hat er seine Panne schon mal hinter sich, da wird am Wochenende beim Hamburger CityMan Triathlon dann nix mehr passieren. Der Wechsel vom Rad in die Laufschuhe klappte gut und voller Euphorie ging Stefan die ersten drei Kilometer in 4:15min an. Weil er aus seinen Fehlern inzwischen 'ne Menge gelernt hat, nahm er dann Tempo raus und verbrauchte für diese zehn Kilometer passable 44:05min. Also, Form passt.
Christian Eckhardt, der Youngster im Team, gewann seine Altersklasse und kämpfte sich in der internen Wertung auf Platz zwei vor. Zuvor ließ er sich sechs Wochen einfach treiben und machte rein gar nichts. "Wir hatten erst die Abifahrt, dann war ich zwei Wochen krank und anschließend hatte ich keine Lust fürs Training". Das ist die ideale Vorbereitung für einen Triathlon. Wir wissen natürlich, dass Christian in allen Disziplinen wesentlich mehr zu leisten im Stande ist. Freuen wir uns jetzt schon auf bessere Ergebnisse, wenn er wieder richtig einsteigt. Mit im Boot war wieder mal Peter Hufgard, der sich bei den letzten Triathlons wirklich nicht verausgabt hat. Höchstens als MTB-Führungsfahrer auf den Laufstrecken in Frankfurt und Wiesbaden. Im Rodgau wollte er es mal wieder wissen. Im Wasser war er zufrieden, wenn man mit einbezieht, dass sein diesjähriges Trainingsvolumen vergleichbar ist mit dem des letztjährigen Februar (und der hat bekanntlich nur 28 Tage). Nun ja, ertrunken ist er nicht, stieg aber als letzter TSG-ler aus dem See. Auf dem Rad akzeptierte Peter einen 35er Schnitt, weil der exakt zu seinem Trainingszustand passt. Seine stärkste Disziplin kam wie immer zum Schluss. Auf den zehn Kilometern machte er zu Fuß tatsächlich 59 Plätze gut: "nur ein Einziger hat mich 150m vor dem Ziel überholt - den habe ich natürlich sofort zur Rede gestellt. Der hat sich fast entschuldigt - ich habe ihn halt ziehen lassen". Das abschließende Laufen in der prallen Mittagssonne war für die Athleten in der Tat richtig brutal und forderte eine ganze Menge Körner. Das spürte gerade Michael Gerst, der sich auf der Laufstrecke nicht besonders wohl fühlt. Aber im Wasser wirkt er wie ein eleganter Kampfschwimmer und fühlt sich pudelwohl. Nach 18:21min entstieg er als erster unseres Teams den Fluten und hielt auch auf dem Rennrad den Abstand zu seinen Teamkollegen. Für die 42km brauchte er lediglich 1:10:58h und behielt beim Wechsel tatsächlich die interne Führung. Der Fotodienst vor Ort drückte ausgerechnet beim Überholvorgang von Stefan den Auslöser. Der fünfte im Bunde, Ralf Köster, fasst in der Triathlonszene langsam Fuß. Mit den ersten beiden Disziplinen darf er wirklich zufrieden sein. Die Achillesferse ist (im doppelten Wortsinn) bei ihm das Laufen, aber das lässt sich mit Fleiß bekanntlich abstellen. Hier im Überblick die interne Ergebnisliste mit allen Zwischenzeiten. Die veröffentlichten Fotos durften wir freundlicherweise von der Website des Veranstalters herunterladen. Herzlichen Dank dafür.

28.08.2007 Aloha - Claudia Hille buchte in Kanada das Hawaiiticket
Endlich hat sie ihr Ziel erreicht und kann sich nun mit ihrem "Männe" auf die inoffizielle Triathlon Weltmeisterschaft auf Hawaii vorbereiten. Für dieses gemeinsame Ziel musste Claudi in den letzten Monaten allerdings hart kämpfen. Das zierlich wirkende Powerpaket von knapp über 50 Kilo ist für seinen langen Atem bekannt. Vermeintliche Rückschläge, wie der in Frankfurt Anfang Juli, bringen die routinierte Athletin nicht mehr aus dem Konzept, sie machen sie eher stärker. Die frühzeitige Qualifikation ihres angeheirateten Leidensgefährten brachte sie zuletzt doch etwas unter Druck. Aber genau auf den Punkt war Claudi da und lieferte am Sonntag im kanadischen Penticton eine Leistung der Extraklasse ab. Nach 10:35:10h überquerte sie überglücklich die Ziellinie. Mehr als 160 ambitionierte Frauen der Altersklasse W40 kämpften um mickrige vier Startplätze und unsere Teamkollegin rackerte, bis sie alle - ausnahmslos - geknackt hatte. Ihre gute Hälfte Arnd sowie eine ganze Reihe eingeschriebener Fans fieberten bis nach Mitternacht am Liveticker mit. Auf der Kleinostheimer Kerb wurde Manni permanent nach Zwischenständen angebaggert, denn durch die fünfstündige Zeitverschiebung lief das Rennen parallel zu den ausdauernden Getränkeaufnahmen der TSG-Gemeinde. Dann kam die Nachricht, dass Claudi nach 1:08:40h aus dem Wasser stieg. Inzwischen wissen wir, dass sie selten solch harte Bedingungen bei einem Ironman vorfand, außer auf Hawaii. Vor dem Schwimmen bekam sie fast eine Panik, was bei 2800 Startern nicht unbedingt verwundert. Sie schwamm absichtlich ganz außen, fand deshalb keine Füße, an denen sie sich hätte orientieren können - bekam dafür aber auch keinen einzigen Tritt oder Schlag ab. Hinzu kam, dass die Strecke fast 100m länger als üblich war. "Meine Zeit war entsprechend langsam, aber das war diesmal nicht entscheidend". Entscheidend für das tolle Abschneiden war wieder mal ihre grandiose Laufleistung, doch dazu später mehr. Also raus aus dem Nass und rauf aufs Bike. 17°C Außentemperatur waren ok und eine leichte Brise aus Norden sorgte für angenehmen Rückenwind auf den ersten 60km. Auf dem relativ flachen Kurs hatten die Triathlet(inn)en auf einer kleinen Schleife gut 100 Höhenmeter zu bewältigen. Ab Kilometer 65 ging es rauf zum Richterpass mit seinen elf Kilometern Länge und 450hm. Inzwischen kam der Wind von vorne und baute sich langsam zu einem kleinen Sturm auf, der leichtgewichtigen Radlern einiges abverlangte. "Die folgenden 70 Kilometer verliefen auf welligem Terrain mit so starken Gegenwind, dass ich bei Bergabpassagen nur 27km/h fahren konnte". Claudis Schnitt sank von anfangs 36km/h sukzessiv auf 30km/h. Nach dem nächsten Pass gings erfreulicherweise wieder ab ins Tal und endlich blies der Wind wieder in den Rücken. Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit trieb sie somit trotz 1650hm auf sehr ordentliche 32km/h. Übrigens reiste Claudis Papa mit nach Kanada und lieferte seiner Tochter an der Strecke wichtige Informationen über den Abstand der Konkurrentinnen. Diese moralische Hilfe, gerade wenn sie aus dem engsten Familienkreis kommt, unterstützt die psychische und allgemeine Stimmung enorm, insbesondere bei sportlichen Höchstleistungen auf anderen Kontinenten. Nach 5:47:52h konnte Claudi endlich auf ihre Lieblingsdisziplin umsteigen. "Ab in die Wechselzone und los im Stechschritt. Nach 7:30min für die erste Meile wusste ich, das ist mein Tag". Auf Platz sieben ihrer Altersklasse liegend, sprang sie also in die Laufschuhe. Von Meile zu Meile wuchs ihre Lust am Wettkampf und sie sammelte eine Dame nach der anderen ein. Bis zum Wendepunkt hatte sie alle hinter sich gelassen und kontrollierte nun das Feld von vorne. Das mag sie am liebsten. "Und außerdem überholte mich während dieser Zeit kein einziger Mann". Ob diese Feststelltung ein dezenter Hinweis an Männe Arnd gewesen sein soll, habe ich noch nicht rausgekriegt. Bei der Wende stoppte Claudi unglaubliche 1:40h, wusste aber auf Grund der vielen Wellen, dass sie das Tempo auf dem Rückweg nicht wird halten können. Immerhin weist die Laufstrecke beachtliche 400hm auf, für einen Ironman ein starkes Stück. Vom wieder aufkommenden Gegenwind stand auch nichts in der Ausschreibung. Solange sie aber den Abstand zur Konkurrenz kontrollieren konnte, machte das alles recht wenig aus. Zwischen diesem Marathon (3:32:07h) und dem in Frankfurt lagen diesmal Welten. Claudi machte alles richtig, die Strapazen haben sich ausgezahlt. Sie finishte nach einem superharten Tag in 10:35:10h als erste Frau der W40 und 20. Frau im gesamten Teilnehmerfeld. Wir gratulieren Claudi sehr herzlich für das tolle und überzeugende Auftreten und hörten bei Arnd die Erleichterung bis nach Kleinostheim. Er wollte zwar unbedingt nach Hawaii: "aber nicht ohne meine Claudi". Hier die Ergebnisliste mit allen Splitzeiten und Zwischenplatzierungen.

22.08.2007 Der Ironman 70.3 Wiesbaden mal aus anderer Sicht
Insgesamt 23 Mitglieder aus unserer Abteilung unterstützten die Veranstalter des Ironman 70.3 in Wiesbaden nicht nur ehrenamtlich sondern auch tatkräftig und hatten nach eigenen Erzählungen dabei sogar richtig Spaß. Hauptsächlich versorgten sie die Athlet(inn)en auf der abschließenden Halbmarathon-Laufstrecke mit Getränken, Bananen und Energieriegeln bzw. -gels. Drei von ihnen waren als Spotter unterwegs und sechs brachten als Radbegleiter die drei führenden Frauen und Männer sicher ins Ziel. Damit jeder mal einen Einblick von dem bekommt, was bei solch einer Großveranstaltung hinter den Kulissen passiert, brachten unsere Mädels und Jungs ihre Eindrücke zügig zu Papier. Peter Hufgard, der ja beim Frankfurt Ironman schon mal den zweiten Mann auf dem Rad begleitete, hat unserem Team diesen unvergesslichen Helfertag "eingebrockt"........ >>>>weiterlesen

21.08.2007 Ironman 70.3 in Wiesbaden mit 24 TSG Frauen und Männern
Ein Erlebnis der besonderen Art hatten am Sonntag 25 Mitglieder unseres Teams beim Ironman 70.3 in Wiesbaden. Diesmal trieb aber lediglich Stefan Günther seinen Triathlonsport, alle anderen stellten sich dem Wiesbadener Veranstalter ehrenamtlich zur Verfügung, wurden hauptsächlich auf der Laufstrecke eingesetzt oder waren als Spotter permanent unterwegs. Sie verbrachten allesamt einen recht lustigen, aber auch anstrengenden Tag, von dem wir morgen in unserem Speakers Corner ausführlicher berichten werden. Ich hoffe, dass bis dahin weitere Infos bei mir ankommen werden. Doch nun zum Sport - und hier sollte der Titel dieses Events mal erklärt werden. Es handelt sich um einen halben Ironman, der in seiner Bezeichnung 70.3 exakt die komplette Strecke in Meilen trägt (1,9km/90km/21,1km = 70,3 Meilen). Stefan nahm sich einiges in Wiesbaden vor: "Aber, so wie es leider halt mal ist, hatte ich wieder schöne Probleme beim Schwimmen". Die ersten 900m machte er in 16:33min und dann ging nix mehr. Im Kahler See schafft er während des Trainings locker 33 Minuten und diesmal brauchte er 37! Unser Trainingsweltmeister musste sich fast übergeben. Den Wechsel aus dem Wasser zum Rad bezeichnete er als ok und ein 30er Schnitt in diesem recht anstrengenden Gelände ist top, es lief für ihn besser als in Moret. "Eine Kurve hab ich leider nicht ganz bekommen und bin in einem Hof gelandet. Gottseidank war das Tor offen, sonst hätte es kein gutes Ende genommen". Auf seinen Abfahrten standen auch mal 77km/h auf dem Tacho, dafür zeigte er am Berg teilweise nur neun bis zwölf! Dann folgte ein schneller Wechsel in die Laufschuhe - hier ging es bis Kilometer neun super im Schnitt von 4:40min. Ab da konnte Stefan weder essen noch trinken, also verliefen die restlichen Kilometer ohne Verpflegung. Über seine schwere Phase halfen ihm die vielen Zuschauer, insbesondere die Unmengen Fans aus dem eigenen Lager. Das Ziel erreichte er nach 5:27:05h, war total im Eimer und suchte umgehend das Sanitätszelt auf. Zwei Infusionen später meinte er, es wäre doch ein schöner Wettkampf gewesen. Für Hamburg hat er noch etwas Zeit, aber für diese neue Herausforderung hoffentlich wieder was dazu gelernt. Hier seine Ergebnisse. Die Fotoserie steht schon online und der Bericht unserer in Wiesbaden eingesetzten Helfer wird in Kürze nachgereicht.

20.08.2007 Andreas Heilmann gewinnt den Ortskernlauf in Rossdorf
Im letzten Jahr musste Andreas Heilmann noch sechs anstrengende Runden durch den recht hügeligen Ortskern in Rossdorf laufen, um dann von einem äthiopischen Läufer ganz knapp auf Platz zwei verdrängt zu werden. In diesem Jahr änderten die Organisatoren den Streckenverlauf und zogen mit dem Start-/Zielbereich um, weil dort erheblich mehr Platz zur Verfügung steht. Außerdem mussten die 279 Läufer(innen) auf der neuen Streckenführung nur fünf Runden drehen, um den über 10000m ausgeschriebenen Kurs zu bewältigen. Erleichtert wurden ihnen die Strapazen allemal durch die Unterstützung der vielen Festbesucher, die zum Jubiläumsfest in den Ortskern gekommen waren. Andreas lief dort ein kontrolliertes Rennen, übernahm nach zwei der fünf Runden die Führung und war sich angesichts seines Vorsprungs sicher, diese trotz der anspruchsvollen Strecke nicht mehr abzugeben. Überrascht war er dann im Ziel - und zwar aus zwei Gründen. Erstens über die Gesamtzeit, die er wegen seiner lockeren letzten Runde nicht erwartet hätte - 31:33min! Zweitens über das schnelle Eintreffen der Zweit- und Drittplatzierten. Marco Schneider, der vorher nie in der Spitzengruppe gelaufen war, sprintete in 31:42min noch auf den zweiten Platz. "Damit erstaunte mich auch meine Gesamtzeit nicht mehr. Ich hatte das Rennen also tatsächlich ruhig nach Hause gelaufen, aber die Strecke muss infolge der neuen Streckenführung kürzer als 10km gewesen sein", erzählt uns Andreas seine Eindrücke - im Wissen um seine Anstrengungen, die er vor zwei Monaten für die 31:20min bei den BM in Regensburg aufwenden musste. Wegen der neuen Streckenführung in Rossdorf nimmt das Jahr 2007 einen neuer Anfang bei den Rekorden. Andreas besitzt also wieder einen neuen Streckenrekord. Beim Warmlaufen traf er auf einen weiteren Starter aus unserem Team, den Triathleten Peter Hufgard. Peter kämpfte sich ebenfalls sehr ordentlich durch diese fünf neuen Runden, erzielte mit 41:22min eine neue Bestzeit, die - wie wir inzwischen ja wissen - tatsächlich keine ist. "Ich habe mich schon nach der ersten Runde gewundert, wie entspannt ich mit unter 4:00min/km gelaufen bin". Peter war sehr zufrieden, weil er trotz minimalem Training und welliger Strecke ganz gut unterwegs war. Die Organisation ließ wie im letzten Jahr nichts zu wünschen übrig, darin waren sich die Athleten einig. Hoffen wir, dass sich Andreas in den beiden kommenden Wochen seine gute Form bewahrt, denn sein nächstes Rennen wird die Deutsche Halbmarathonmeisterschaft in Bad Liebenzell am 02.09. sein. Hier die Ergebnisliste.

19.08.2007 Halbmarathon Klein-Karben mit neuer Bestzeit für Guido Vongries
Dieses Ergebnis wäre im Reigen der vielen Berichterstattungen der letzten Woche fast untergegangen. Und es bedeutet für Guido Vongries wiederum ein kleines Highlight auf seinem angesteuerten Erfolgsweg, der im Oktober beim Frankfurt Marathon ein gutes Ende finden soll. Er lieferte am vergangenen Sonntag beim 18. Karbener Stadtlauf über die Halbmarathondistanz eine weitere neue persönliche Bestzeit in 1:34:25h in diesem Jahr ab. Es sind zwar "lediglich" dreizehn Sekunden, aber immerhin. Jetzt nahm er diesen neuen Schwung auf und meldete sich direkt in Frankfurt an, um endlich mal über die volle 42,2km Strecke zugehen. Im Gästebuch fanden wir einen kleinen Hilferuf von ihm, den wir sicher nicht überhören werden. Einer muss dem Guido bis spätestens 04.09. (da kommt er aus dem Urlaub zurück) einen Trainingsplan schreiben, der bestimmt nicht langsamer als 3:30h sein sollte. Norbert Stein erwähnte er namentlich, also wird er sich kümmern müssen. Hier die Ergebnisliste mit dem Link zum Veranstalter.
17.08.2007 Lauftreffrunde und Süwaglaufstrecke mit Google Earth besichtigen
Heutzutage ist doch fast alles möglich. Läufer und Biker sind unterwegs mit modernen Uhren am Handgelenk, die Satelliten gestützt Unmengen von Daten sammeln und zusätzlich Pulsschläge sowie Zeiten festhalten. Zuhause am Rechner werden die Daten überspielt und analysiert. Der Athlet weiß dann exakt, wo er eigentlich war, wieviele Höhenmeter er gemeistert hat und wie hoch z.B. seine Durchschnittsgeschwindigkeit während des Trainings oder Wettkampfs aussah. Selbstverständlich setzen auch unsere Sportler die neuen Techniken ein, wie etwa Stefan, der mit seiner GPS Uhr auf unserer kleinen Lauftreffrunde das obige Profil mitgeschrieben hat. Claudi ist gerade auf der Rolle die Ironmanstrecke von Penticton virtuell abgefahren. CD in den PC und Verbindung zum Rennrad hergestellt - schon bis du in Kanada. Tobi ist jede Woche überall unterwegs, doch niemals ohne seinen Garmin. Auch auf unserer Website versuchen wir mit den neuen Entwicklungen mitzuhalten. Weil fast jeder Ausdauersportler Google Earth auf seinem Computer hat und sowieso mit DSL fährt, haben wir nun unsere beiden Lauftreffrunden, die wir dienstags ab 18.00Uhr immer in Angriff nehmen, sowie die Süwagstrecke (früher Oktoberlauf), in 3D abgebildet. Dort kann jeder wahlweise auf Straßenkarte bzw. Satellitenbild umschalten. Wer sich mental auf diese Laufstrecken vorbereiten will - und Google Earth installiert hat - kann dies jetzt mit diesem Link tun. Viel Spaß!

16.08.2007 Alois Mühlthaler informiert über Zehnkampf-Zwischenstand
Die Teilnahme an mindestens zehn Ausdauerwettbewerben ist die Voraussetzung, um in die Wertung unseres internen Wettkampfes zu gelangen - und zwar zwischen dem 01.Januar und dem zweiten Lauf der Goldbacher Winterserie. Der Hüter aller Daten und Ergebnislisten - Alois Mühlthaler - trägt im Laufe des Jahres kontinuierlich und lückenlos alle Zahlen zusammen und seine Aufgabe wird von Jahr zu Jahr umfangreicher und arbeitsintensiver. Die Schuld daran trägt er aber selbst, weil er das von ihm ausgedachte und auf den ersten Blick kompliziert wirkende Verfahren immer noch manuell erstellt. Vor 25 Jahren fing der Gründer unserer Abteilung und inzwischen Rektor a.D. mit diesen Auswertungen an und zu dieser Zeit gab es an seinem Wohnsitz im Strietwald noch keine PC's. Und weil das die ganze Zeit so gut funktionierte, blieb Alois bis heute bei Bleistift und Papier. Ein zweiter erschwerender, aber recht erfreulicher Faktor kommt hinzu. Die permanent wachsende Schar der TSG-Athlet(inn)en treibt ihren Ausdauersport inzwischen auf allen Erdteilen unseres immer übersichtlicher werdenden Planeten. Also besorgt sich der ambitionierte Schilangläufer auch mal im Internet die Ergebnisliste, weil er ja unbedingt die Siegerzeit benötigt, um die individuellen Wertungspunkte zu ermitteln. Alois hat nun die Tabelle per Anfang August auf den neuesten Stand gebracht, damit jede(r) Teilnehmer(in) nachsehen kann, welche oder wieviele Wettkämpfe noch erforderlich sind, um in die Wertung zu kommen. Weil die Triathlonsaison sich langsam dem Ende nähert, sollten sich jetzt einige sputen. In unserer Gegend bildet der Alzenauer Triathlon am 09.09. die letze Chance. Ein Blick in die mit 300 Triathlet(inn)en ausgebuchte Starterliste zeigt uns, dass 16 Teammitglieder dort noch um Wertungspunkte kämpfen werden. Unser zweiter 5000m Crosslauf wird am 17.11. veranstaltet. Wer beim ersten Lauf im Frühjahr nicht dabei war, muss jetzt aufpassen, denn einer muss zwingend in die Wertung - da lässt Alois nicht mit sich reden! Er gibt zusätzlich den Hinweis, dass es möglich ist, ab September noch alle zehn verlangten Resultate hinzukriegen und vergisst nicht zu sagen, dass er es 2003 selbst ausprobiert hat. Hier für alle nochmal die Ausschreibung zum Nachlesen und die heute aktualisierte Übersicht. Der Link dazu ist ganzjährig unter unserer Rubrik Ergebnisse zu finden. Im Rahmen unserer Jahresabschlussfeier am 30.11. wird Alois die Sieger persönlich ehren.

15.08.2007 Mühlchentriathlon wurde zum Mühlthaler Triathlon
Heimlich, still und leise machte sich Tobias Hegmann am Sonntagmorgen auf den Weg nach Arheilgen bei Darmstadt. Er hatte für den Mühlchen Triathlon gemeldet, aus einem ganz bestimmten Grund: er will unbedingt in die Wertung unseres Ausdauer-Zehnkampfes. Das geht aber nur, wenn er mindestens ein Mal im Wasser war, denn das schreibt der Initiator des vereinsinternen Wettkampfes - Alois Mühlthaler - vor und lässt darüber nicht mit sich reden. Tobi sammelte im Jahresverlauf durch seine vielen Einzelsiege recht oft die Maximalpunktzahl (1000) und suchte sich - weil es ohne Schwimmen halt nicht funktioniert - ein Triathlonevent mit möglichst wenigen Schwimmmetern heraus. Das ist erlaubt und außerdem ist der zurückhaltend wirkende Tobi in Wahrheit ziemlich ausgebufft. Im letzten Jahr mogelte er sich schon erfolgreich beim Vita Nova in Seligenstadt durch, wo unsere Vereinsmeisterschaften traditionell ausgetragen werden. Das heißt, er ist Titelverteidiger! Alois sprach Tobi kürzlich an und meinte: "Du wärst der erste Titelträger, der nicht wenigstens versuchen würde, seinen Titel zu verteidigen". Das konnte er dann doch nicht auf sich sitzen lassen, "zumal der große Wanderpokal sich eigentlich ganz gut auf meiner Fensterbank macht". Im Gedenken an unseren Zehnkampferfinder benannte Tobi zuerst mal den Mühlchentriathlon um in Mühlthalertriathlon. Also: 7.30Uhr Startunterlagenausgabe, 9.30Uhr Wettkampfbesprechung, 10.55Uhr Start. Bis es endlich losgeht, ist man schon wieder müde. Tobi startete in der ersten Männergruppe und war neidisch auf die Schüler, deren Schwimmstrecke wegen des kalten Wassers verkürzt wurde. "Die Kleinen hätten ja so wenig Körperfett. Haben die mich mal richtig angeschaut"? übt er sich in Selbstironie. Kein Erbarmen, 400 harte Meter im Naturschwimmbad Mühlchen standen ihm bevor. Aus den hinteren Reihen kämpfte er sich langsam zu den schnellsten Brustschwimmern vor, kraulen versuchte er erst gar nicht. Die langsamen Krauler vernaschte er genüsslich, als die ins Brustschwimmen übergingen. Im Mittelfeld, schneller als gedacht, sah er die ersten schon an Land gehen und hatte selbst erst drei Viertel geschafft. Als Tobi dann endlich auf seinem geliehenen Test-Crossrad saß (in der Ausschreibung stand, Rennräder wären nicht empfehlenswert) begann er die Aufholjagd. Es lief gut, aber die Oberschenkel waren noch etwas dick vom Halbmarathon in Güttersbach, den er am Tag zuvor gewann. Größtenteils ging es über Forstwege und schlechten Asphalt, was ihn nicht abhielt, die 16 Kilometer in einem Schnitt von 33,5km/h zu fahren. Er merkte dabei nicht, dass er nach gut zehn Kilometern die Führung übernahm, weil sich die Frauen, die zehn Minuten früher losgeschickt wurden, auch noch auf der Strecke tummelten. "Beim Laufen wunderte ich mich, dass trotz Vollgas niemand mehr vor mir auftauchte". Für die vier Kilometer brauchte Tobi lediglich 13:38min und lief nach insgesamt 52:05min mit deutlichem Abstand ins Ziel. Allerdings kamen danach noch drei Startgruppen mit jeweils 50 Startern. Also wusste er bis zur Siegerehrung nicht, wo er gelandet war. Man ehrte ihn zunächst für Platz zwei In seiner Altersklasse M30, bevor er erfuhr, dass dies gleichbedeutend mit dem zweiten Gesamtplatz war. Zum Sieger fehlten ihm dann nur 23 Sekunden. In unserer Vereinswertung sind das inoffiziell 991,3 Punkte. Der Ausflug hat sich gelohnt. Hier die Ergebnisliste.

14.08.2007 I am happy to be the new staircase king of the Island
Wir ihr wisst, hat unser aller Schlett das St. Helena Island Festival of Running 2007 gewonnen. Nun wird er auf dieser britischen Insel im südlichen Pazifik herumgereicht und bewundert. Die Insulaner sind von Stefan schwer beeindruckt. Vergleichbar ist das nur noch mit dem Papstbesuch in Deutschland. Am Tag nach seinen erfolgreichen Rennen war er morgens zu Gast bei Radio Saint FM. Das komplette Interview wurde illustriert und im wöchentlichen St. Helena Independent abgedruckt. Bei seinem imponierenden Sieg auf den "Mördertreppen" der Jakobs Ladder, die ihn über 699 Treppen und 180 Höhenmeter führten, schaffte er in 5:17 Minuten einen neuen Inselrekord und wurde sogleich zum neuen Treppenkönig von St. Helena geadelt. Erst eineinhalb Minuten später kam der Zweitplatzierte. Stefan erzählte im Radio in seinem selbst erlernten English mit Kleinostheimer Slang davon, dass er staircase races über alles liebt. Natürlich berichtete er vom Empire State building runup und von seinen outdoor staircase races in the Alps, in Switzerland and Austria, und vergisst aber nicht zu sagen, dass die fünf Minuten auf dieser Jakobsleiter (one of the toughest staircases) zu den längsten seines Lebens gehörten! Stefan ist ehrlich und vor allem höflich. Die Insel zählt er zu den letzten verbliebenen Paradiesen auf diesem Globus. Stille, saubere Luft, faszinierende subtropische Landschaften, sympathische Menschen und so gut wie keine Kriminalität. Stefan mailt uns, dass in den vergangenen 100 Jahren ganze fünf Mörder auf diesem südlichen Eiland ihr Werk vollenden konnten - und er meint tatsächlich, das wäre wenig. Lieber Stefan, mit insgesamt 4000 Einwohnern hat St. Helena halb so viele Einwohner wie Kleinostheim. Und in den letzten hundert Jahren ist mit überhaupt kein Mörder in Erinnerung. Im Übrigen wird diese britische Kolonie von England jährlich mit etwa 17 Mio. Pfund subventioniert, 60% der Beschäftigten sind beim Staat angestellt. Die Arbeitslosigkeit ist gering, die Lebenshaltungskosten naturgemäß recht hoch, weil fast alles per Schiff auf die Insel transportiert werden muss. Die durchschnittlichen Einkommen sind dagegen extrem niedrig und liegen bei rund 500 Euro im Monat. Exzellente Bedingungen für Stefans Haushaltsbudget. Das Wetter ist durch den Südostpassat recht rau, mit starken, teils orkanartigen Winden und viel Regen. Der August befindet sich in diesem Breiten tatsächlich im Winter und zählt zu den schlechteren Monaten, ist aber durch das milde Inselklima erträglich. Außerdem ändert sich alle paar Minuten das Wetter und es gibt mehrere Klimazonen auf der Insel (von 0 bis 825m Höhe). Für einen Bewegungsenthusiasten wie Stefan ist das Wetter sowieso zweitrangig. Beim Inselmarathon im unwegsamen Gelände war es sehr windig und regnerisch. Trotzdem lief er in 4:13:52h auf Rang zwei. Im Radio schwärmte er von der reizvollen Landschaft während seines einsamen Rennens, lobte alle seine Gegner, erklärte seine Taktik während der drei Events und versprach, in zwei Jahren wieder zu kommen, wenn das nächste Festival gestartet wird. Und dann schickte er neben einigen Erinnerungsfotos noch "viele Grüße an die TSG-Horden vom Ende der Welt".

13.08.2007 Güttersbacher Volkslauf - einer meiner liebsten Wettkämpfe
So äußerte sich der Sieger des Halbmarathons - Tobias Hegmann - der im Odenwald bisher immer nur die kürzere Distanz über 10,5km in Angriff nahm und auch gewann. Die eigentliche Botschaft ist aber die Zeit von 1:15:29h! Die Mathematiker unter uns, insbesondere diejenigen, die unter Greif trainieren, werden die in die Strecke eingebauten 395 Höhenmeter gerne in den Höhenmeter-Umrechner eingeben. Dieser beruht natürlich nur auf praktischen Erfahrungen und ist wissenschaftlich nicht zu untermauern. Trotzdem interessierte es mich. Die von Tobi abgelieferte Leistung auf die flache Ebene übertragen bedeutet eine Zeit von 1:10:13h! Wie anspruchsvoll der Odenwald in dieser Gegend verläuft, kann man an seinen real gelaufenen Kilometerzeiten ablesen. Die langsamste lag bei 4:17min und die schnellste bei 2:50min. Besonderen Spaß hatte unser Teamkollege, totz eines riesigen Vorsprungs, auf der zweiten Hälfte nicht mehr. Eine recht schmerzhafte Blase entwickelte sich an seiner Ferse, "die abwärts wie verrückt brannte. Ich versuchte auf dem Vorderfuß zu laufen, was aber bergab nicht gerade effektiv ist", lamentierte Tobi im Ziel. Doch seine Gesicht verzog sich schnell als er auf der Stoppuhr das tolle Ergebnis sah. Ein paar ganz alte Hasen können berichten, dass in der langen Güttersbacher Tradition vor mehr als zehn Jahren mal ein Kenianer hier schneller war. Und dann ist Tobi nur noch voll des Lobes: "100% zufrieden, die Vorbereitung auf den Herbstmarathon läuft nach Plan. die Organisation passte und die Preise sind erste Klasse". Er durfte sich nämlich über eine Laufweste, ein Laufshirt, eine Computermaus und original Hüttentaler Käse, Buttermilch und Brot freuen.
Der emsige Skiclub organisierte wieder mal eine Klasse Veranstaltung, sogar das Wetter spielte mit. Und das Gewinnen lohnt sich dort, denn nicht nur die Gesamtsieger erhielten wertvolle Preise sondern auch alle Altersklassenläufer, die auf dem Treppchen landeten. Auf der kürzeren Distanz, die über ungewöhnliche 10,5km führte, hatten wir mit Volker Hain und Manfred Steffen zwei weitere TSG'ler am Start, wenn wir Sarah von Kutzleben mal ausklammern. Sie zählt in ihrer neuen Wahlheimat fast schon zu den Einheimischen und lief diesmal als Gründerin des Frauenlauftreffs mit ihren Odenwälder Rennschnecken, erstmals wieder nach einigen Krankheiten und mit erheblichem Trainingsrückstand. Immerhin hatten die Läufer(innen) auch hier stattliche 220 Höhenmeter zu bewältigen, deshalb können höchstens Insider die erkämpften Zeiten auf ein flaches 10km-Ergebnis umrechnen. Volker strengte sich an, holte Platz eins in der Altersklasse M35 und ließ sich auf dem Podest reichlich beschenken: Pokal, Urkunde und eine schöne Laufjacke von Rono, die tatsächlich wie angegossen passte. Manfred wurde vom Fotografen in seinen Crocks gesichtet und sofort belichtet. Rang sechs im Feld der M45er reichten ihm diesmal. Sarah freute sich über seine Teilnahme: "und dann war er ziemlich schnell verschwunden". Hier die Ergebnisliste aus unserer Sicht und im Bilderalbum liegt bereits eine kleine Fotoserie. Laufreport hat übrigens einen netten Laufbericht von diesem Ereignis schon online gestellt.

11.08.2007 Erste Lebenszeichen von Stefan Schlett kommen aus dem Südatlantik
Position: 26° südliche Breite, 14° östliche Länge, 15 Seemeilen westlich vom Hottentot Bay bei Namibia. Stefan schickte uns seine besten Grüße von der Anfahrt aus Kapstadt via Walfish Bay nach St. Helena mit dem Royal Mail Ship St. Helena (Foto) zu einem der exotischsten Rennen auf diesem Planeten. Seit 19. Juli ist er bekanntlich schon unterwegs - auf seiner diesjährigen Traumreise zu einer Insel, die zum britischen Territorium zählt und mitten im Atlantik liegt, auf halbem Weg zwischen Angola und Brasilien. Die RMS St. Helena, ein kombiniertes Fracht- und Passagierschiff, ist die einzige Verbindung der Insulaner zur Außenwelt. Sie brachte ihn Innerhalb von sieben Tagen auf die Insel. Dort fand inzwischen das Festival of Running statt. Innerhalb von fünf Tagen absolvierte er einen Marathon, ein 10km Lauf und ein Treppenlauf auf der Jakobsleiter (699 Stufen auf den Jakobsberg). Und das tollste - der St. Helena Dependent verkündete gerade: the winner is Stefan Schlett from Germany! Jetzt ist er dabei: "Auf dieser abgelegensten Insel unseres Globus', Körper, Seele und Geist zu läutern und zu entgiften, von dem ganzen Müll dieser Welt". Mitte September wird Stefan sich mit dem Frachter auf den Rückweg nach Europa machen, natürlich über die Kanaren. Am 05.10. erwarten wir ihn in Frankfurt - und anschließend seine Berichterstattung.

10.08.2007 Berg- und Sprintwertung beim Dienstag-Lauftreff startet wieder
Ab Dienstag, 14.08. werden beim Lauftreff wieder Fahrtspiele in unsere 17km lange Laufstrecke eingebaut. Der Initiative unseres Laufpaten Udo Bauer ist es zu verdanken, dass vor einigen Jahren "Bergwertungen" eingeführt wurden. Auf insgesamt drei festgelegten Steigungen können die jeweils drei ersten Läufer Bergwertungspunkte sammeln, vergleichbar mit dem System bei der Tour de France. Dabei entwickeln die Läufer taktische Raffinessen, nicht so starke Sprinter suchen ihr Heil in frühzeitigen Ausreißversuchen, andere, spurtstarke Athleten, setzen ihre Kraft und Kondition auf den letzten Metern ein. Im letzten Jahr ist die Anzahl der Läufer auf der langen Strecke wöchentlich größer geworden und sowohl Spaß als auch Kondition nahmen spürbar zu.
Es gilt folgendes Punktesystem für die drei Erstplatzierten:
1. Berg Kategorie 3
(Anhöhe vor Steinbach) 6, 4 und 2 Punkte
2. Berg Kategorie 1 (Weggabelung beim Dreimärker) 12, 10, und 8 Punkte
3. Berg Kategorie 2 (der Gang nach Canossa) 8, 6 und 4 Punkte.
Udo wird sehr genau Buch führen und die Zwischenstände in unser Gästebuch eintragen. Wer bis einschließlich 25.09. bei den maximal sieben Läufen die meisten Punkte gesammelt hat, wird bei der Jahresabschlussfeier zum Bergkönig der TSG Kleinostheim gekürt. Mehr Informationen zur Laufstrecke und zu den Laufpaten gibt es hier.
09.08.2009 Es kann losgehen - das Trainingsforum ist jetzt eingerichtet
Wer Trainingspartner für einen langen Lauf in der Marathonvorbereitung sucht, oder eine große Radrunde ums Mainviereck plant und nicht alleine fahren will, dem bieten wir nun online Unterstützung an. Ab sofort steht jedem ein kollektiver Trainingsplaner in Form eines Forums zur Verfügung. Geht einfach mal rein und lasst euch registrieren. Nach einer gewissen Anlaufzeit sollte neben dem täglichen Blick ins Gästebuch auch der Klick ins Forum zur Routine werden. Zur Zeit benutzen die meisten Athleten das Gästebuch, um Teamkolleg(inn)en zu einem Event oder ausgedehnten Training zu animieren. Ob es vor einem Ironman um eine große Schwimmrunde im Kahler See geht, um die Teilnahme am Güttersbacher Volkslauf oder um den kurzweiligen Frankenwald-Radmarathon am kommenden Sonntag, diese Verabredungen sollten künftig im Forum getroffen werden. Die gesellschaftliche Variante findet dort - im Unterforum Wandern - genau so ihren Platz wie ein kleiner Marktplatz, der über die Rubriken Suche und Biete unseren Mitgliedern die Möglichkeit verschafft, Artikel anzubieten bzw. zu suchen. In der oberen Linkzeile haben wir den Weg zum neuen Forum eingefügt.
08.08.2007 Vom Versuch, den Mont Blanc (4.808m) zu erklimmen
Im normalen Leben ist er u.a. Marathonläufer und braucht dafür nicht mal drei Stunden. Im Winter gehts zum Schilaufen in die Berge und auch im Sommer sucht er den Schnee und zudem körperliche Anstrengungen. Ende Juni sollte es diesmal für den Expeditionsleiter Jogi Reising der Mont Blanc mit seinen 4808m sein. Im Gefolge hatte er neben seinem Bruder Alex einen Freund aus Kleinostheimer Zeiten sowie Jürgen Hartmann, der für strapaziöse Touren immer was übrig hat. Bedauerlicherweise war ihr Bergkamerad und Teamgefährte Stefan Melle gehandicapt, doch im Geiste war er bei ihnen. Wenn auch das Vorhaben wegen schlechter Witterungsbedingungen nicht komplett gelang, hatte das befreundete Quartett doch ordentlich Spaß und schöne Erlebnisse. Jogi führte darüber ausführlich Tagebuch und erzählt uns in seinem Bericht, was so alles passiert ist.......... >>>weiterlesen

07.08.2007 Mitteldistanz Triathlon im belgischen Eupen mit Claudia und Markus
Eupen liegt in Belgien, direkt hinter der deutschen Grenze und ist durch das hügelige, wunderschöne Naturschutzgebiet rund um die Edertalsperre auch bei uns bestens bekannt. Claudia Hille und Markus Zschirpe reisten am Sonntag nicht nur wegen der reizvollen Landschaft an. Sie stellten sich dort einem hochkarätigen Starterfeld, denn die belgischen sowie luxemburgerischen Meisterschaften über die Mitteldistanz standen auf dem Programm. Nach 300 Autokilometern stand das TSG-Duo zunächst desorientiert mit dem PKW mitten in der Prärie und suchte irritiert den weit entfernten Startbereich. Nur gut, dass sie ihre Wettkampfutensilien gleich mitnahmen. Denn nach dem Abholen der Startunterlagen bemerkten sie, dass sich die Wechselzone zum Laufen auf einem etwa einen Kilometer entfernten Hügel befand. Und dort mussten Schuhe und Getränke hin. Also aufs Rad, Material deponieren, barfuß mit dem Rad zum Schwimmstart, Rad abstellen, Neo an, runter zur Talsperre. Als sich die beiden die Brillen aufsetzten, meinte der Sprecher: "noch zwei Minuten bis zum Start". Klarer Fall von Just in Time. Globetrotterin Claudi kann mit solch stressigen Momenten umgehen und packt sowas relativ relaxed weg, aber Markus sicherlich weniger. Durch die Hektik vor dem Start fand er keine Zeit, seine Getränkeflaschen mit Wasser zu füllen, das Pulver war bereits drinnen. So musste er sich während des kompletten Rennens ausschließlich mit den Getränken des Veranstalters versorgen. Die 2500m hinter der Talsperre spulte er in seinem gewohnten Rhythmus herunter und konnte sich auf der ersten von vier Radrunden über je 20km Wasser an der offiziellen Stelle beschaffen. Mit zunehmender Wettkampfdauer kam noch ein wachsender Salzmangel hinzu, der ihm auf der abschließenden Halbmarathonstrecke einige Krämpfe bescherte. Nach 4:59:33h blieb ihm wenigstens vorne die Fünf erspart und der Trost, dass er einen wunderschöner Ausflug erleben durfte.
Claudi berichtet von einer braunen, durchsichtigen, etwas pelzig schmeckenden Flüssigkeit, in der sie recht gut voran kam. Die ersten 1500m schwamm sie in der gestauten Brühe komplett alleine: "ehe ich dann für den letzten Kilometer gute Füße erwischte". Nach einem lockeren Schwimmen stieg sie nach 41:40min als zehnte Frau zufrieden aus dem Wasser. "Was dann kam habe ich in 18 Jahren Triathlon noch nie erlebt". Jede Runde hatte etwa 250 Höhenmeter. Das ständige Auf und Ab summierte sich auf den kompletten 80km also auf gut 1000m. Nicht einen flachen Kilometer und keine einzige knackige Steigung. Zeitweise dachte sie, es würde sich um die Zufahrtsstraße zur eigentlichen Strecke handeln. Der Radkurs verlief auf asphaltieren Forstwegen und teilweise auf grobem Schotter, der einfach platt gewalzt war. Hinzu kamen schmale Betonstreifen, aus denen in der Mitte Pflanzen herauswuchsen. Claudi bremste sich notgedrungen, weil sie die Laufräder von Arnd ausgeliehen hatte und deshalb kein Risiko eingehen wollte. "Es rollte einfach gar nichts und Spaß ist auch was anderes", meinte sie hinterher. Aber dieser Wettkampf sollte im Grunde ein Test für ein neues Getränk sein, das sie in Kanada verwenden möchte. "Dieser Test wurde hervorragend bestanden". Mit einer sehr bescheidenen Zeit (O-Ton Claudi) für diese 80km stieg sie recht erholt vom Rad. Die Laufstrecke zeigte sich dann von ihrer besten Seite. Drei Runden zu jeweils sieben Kilometer, davon nicht einer flach, bei 30°C. Auch Markus schätzte die gesammelten Höhenmeter so auf 400. Claudi rannte wie von der Tarantel gestochen, machte auf den 21km sage und schreibe 75 Plätze gut und erreichte nach 1:29:06h als Zweitbeste ihrer Altersklasse und zehnte Frau das Ziel. Glücklich über den gelungenen Getränketest und hochzufrieden mit den Schwimm- und Laufleistungen, machte sie sich mit ihrem Copiloten Markus wieder auf die Heimreise. "Nun werde ich mich in dieser Woche mal ein bisschen zurücknehmen. Ich denke die Form für Kanada stimmt". Hier die Ergebnisliste mit den aufgesplitteten Zeiten.

06.08.2007 Premiere auf der Mitteldistanz - Oliver Euler beim Erlanger Triathlon
Anscheinend wirkt der Erlanger Triathlon anziehend auf diejenigen, die sich erstmals die Mitteldistanz vornehmen. Aus unseren Reihen machten nämlich genau dort etliche Rookies ihren Einstieg. Eine perfekte Organisation darf man jedenfalls dort erwarten. Die Streckenverläufe aller drei Disziplinen passen ins Gesamtbild. Geschwommen werden 2000m im Rhein-Main-Donau-Kanal, natürlich mit Wendepunkt. Nach dem Wechsel auf das Rad führt man die Mittelstreckler über zwei Runden mit jeweils 40km durch eine Menge kleinerer Ortschaften rund um Erlangen. Die abschließenden beiden Laufrunden über jeweils gut zehn Kilomter führen die Triathleten aus der Wechselzone heraus, entlang des RMD-Kanals über den Membacher Steg in das Waldgebiet der Mönau und wieder zurück. Olivers Angst vorm Schwimmen stellte sich als unbegründet heraus, denn diesmal war er mit seiner Zeit (38:24min) durchaus zufrieden. Die warme Witterung trug sicherlich dazu bei, dass er sich auf dem Rad wohlfühlte und somit eine Menge Spass hatte. Dass er ein bisschen überzockt hatte, bemerkte er erst beim Laufen: "Jedenfalls war ich etwa zehn Minuten früher in der Wechselzone als geplant". Und exakt diesen Vorsprung büßte er auf dem Laufkurs wieder ein. "Auf den letzten acht Kilometern war ich platt, vermutlich spielte das Wetter eine größere Rolle", resümierte Oliver glücklich im Ziel. Mit einer Gesamtzeit von 4:54:23h blieb er bei seiner Premiere deutlicher als gehofft unter seinem selbst gesteckten Ziel von knapp fünf Stunden. Hier seine Splitzeiten und eine kleine Fotoserie.

05.08.2007 Kahltallauf - von der Quelle bis zur Mündung
Während im hessischen Hausen einige hundert Teilnehmer beim 10km-Lauf und auf der Halbmarathon-Distanz, sich gegenseitig auf den Füßen standen, startete zeitgleich ein wunderschöner, entspannter Landschaftslauf von der Kahlquelle an der Bamberger Mühle bis zur Mündung in die Kahl. Gesamtstrecke: etwas mehr als 34 Kilometer. Aus unserer Abteilung mischten sich Monika Sternberg-Grusdat und Klaus Jäger unter die Landschaftsläufer. Klaus informierte uns inzwischen über die Abwicklung, denn er selbst nahm die komplette Strecke in Angriff. Gestartet wurde das Unternehmen am Vereinsheim in Michelbach, an dem die Aktivisten in Busse der KVG verladen wurden, um anschließend an die Kahlquellen - es gibt tatsächlich zwei davon - gefahren zu werden. Bereits während der Busfahrt instruierten die Veranstalter alle Teilnehmer(innen) über die vier verschiedenen Laufgeschwindigkeiten auf der Strecke, nämlich 5min/km, 5,30min/km, 6min/km und 6,30min/km. Neben einigen Walkern, die bereits am Langenborner Hof bei Schöllkrippen auf die Reise geschickt wurden, machten sich um 8.15Uhr die ca. 80 Läuferinnen und Läufer an der Bamberger Mühle auf den Weg zum dem am tiefsten gelegenen Punkt in Bayern - die Mündung der Kahl in den Main (102m ü.NN.) Bei optimalen Witterungsbedingungen, bedeckter Himmel und 18°C, folgten sie Bayerns nördlichstem Fluß in seinem vollem Lauf. Die schnellste Laufgruppe hatte 15 Mitglieder und erreichte im fünfer Schnitt nach 2:02h und exakt 24km das Vereinsheim in Michelbach. Dort tauschte man den Tempoläufer aus, der Klaus und einen weiteren Läufer auf der Reststrecke von mehr als 10 Kilometern begleitete. Nach einer Bruttolaufzeit von 2:58h, also inclusive einiger Zwangspausen an den Verpflegungsstellen, erreichte die stark geschrumpfte Gruppe die Kahlmündung, um anschließend mit Bussen nach Michelbach zurück zu fahren. Prinzipiell erfolgt während des Kahltallaufes keine Zeitwertung und die Tempoläufer dürfen nicht überholt werden. Klaus war fasziniert davon, wie exakt das vereinbarte Tempo an den einzelnen Markierungen eingehalten wurde. "Neben einer effizienten Vorbereitung für den Frankfurt Marathon im Oktober, bot diese Veranstaltung die entspannte Atmosphäre eines Landschaftslaufes in kleinen überschaubaren Gruppen. Ich freue ich mich schon auf das nächste Jahr", zog er zufrieden Fazit.

01.08.2007 Einladung zum größten Laufereignis im Odenwald
Unsere Teamkollegin und Laufpatin Sarah von Kutzleben hat uns informiert, dass ihr Freund Matthias Gerlach den größten und schönsten Volkslauf in ihrer neuen Heimat Mossautal – Güttersbach im Odenwald organisiert. Der Volkslauf findet dieses Jahr zum zwölften Mal statt und zwar am Samstag, den 11.08. Der SC Güttersbach rechnet mit weit über 500 Teilnehmern. Damit übertrifft die Teilnehmerzahl die Einwohnerzahl des kleinen Urlaubsortes. Der Güttersbacher Volkslauf zeichnet sich besonders durch die gute Organisation und die Atmosphäre aus. Angeboten werden ein Halbmarathon, ein Lauf über 10,5km, ein Schülerlauf über 1,7km (kostenlos!), sowie eine Walkingstrecke über 7km. Die hügelige Strecke führt auf den Spuren der Siegfriedsage am Siegfriedsbrunnen vorbei und weiter über den Spessartkopf. Beide Strecken sind sehr anspruchsvoll, allerdings wird man von der Landschaft reichlich entlohnt. Auch sonst wird den Teilnehmern und Zuschauern sehr viel geboten: Medallien für jeden Finisher, Pokale und Sachpreise für die ersten drei jeder Altersklasse, T-Shirts für die ersten 400 Voranmelder sowie freier Eintritt ins Güttersbacher Schwimmbad. Zudem wartet auf alle eine riesige Speisen- und Getränkeauswahl. Anmeldung und nähere Informationen zum Lauf gibt es hier. Die beiden würden sich freuen, wenn viele Läufer und Freunde - nicht nur der TSG Kleinostheim - ihrer Einladung folgen und einen unvergesslichen Tag in der Region Odenwald erleben würden. Na, da lassen wir uns doch nicht zweimal bitten!

01.08.2007 Stefan Schlett kommt in den Schweizer Medien ganz groß raus
In seiner Doppelausgabe Juli/August veröffentlichte das schweizerische Multisportmagazin Fit for Life ein fünfseitiges Porträt unseres Teamkameraden und extremen Ausdauersportlers Stefan Schlett. Autorin ist die Journalistin Caroline Doka aus Basel und das Magazin zählt im Bereich unseres Ausdauersports objektiv zu den Besten im deutschsprachigen Raum. Der Artikel ist ohne Zweifel sehr lesenswert und beleuchtet das bisherige Leben des extrovertierten Ultraschlett, das selbst seine langjährigen Begleiter so nicht kennen. In den letzten 20 Jahren wurden eine ganze Menge Porträts in unterschiedlichsten Magazinen und Zeitungen über unseren freiberuflichen Abenteurer verfasst. Stefan selbst meint, dass es ausnahmslos Frauen waren, die das immer am besten hinbekamen. Sie würden über ausgeprägte Beobachtungs- und Einfühlungsvermögen verfügen. Über Ultraläufer Stefan Schlett ist viel geschrieben worden. Schöne Portraits, die wunderbar mit dem Mysterium spielen, das einen umgibt, der unfassbare Dinge tut. Sätze wie: „Er ist ein Wanderer zwischen den Welten, ein Extremsportler und Abenteurer unserer Zeit, ohne sich mit ihr zu verbrüdern.“ Oder: „Ein freundlicher und aufgeschlossener Mensch, der seine Leser vom Kopfschütteln bis zur Anerkennung durch seine Abenteuergeschichten begleitet.“ ..... >>>>weiterlesen

01.08.2007 Der Unterfranken Cup machte Station beim Karlstadter Swim and Run
Dieser Wettkampf gehört wie der Gemündener Triathlon, der Kleinostheimer Triathlon und der Frammersbacher Swim & Run zum Unterfranken Cup, an dem Schüler und Jugendliche unserer Abteilung beteiligt sind. Am Samstag fuhr eine rein weibliche Riege zu diesem Event, um für die Gesamtwertung zu punkten. Das Wetter war nicht so toll, weil es immer wieder mal regnete. Geschwommen wurde wie immer im Freibad in einem 50m Becken. Doch diesmal war alles anders. Alle Teilnehmer mussten im Kreisverkehr um die extra platzierten Bojen schwimmen, was die ganze Sache für manche etwas erschwerte. Stella-Bianca Ertel ging als erste aus unserem Team an den Start und hatte 100m zu schwimmen sowie 1000m zu laufen. Bei den B-Schülern bewegt sie sich regelmäßig im Mittelfeld, so auch diesmal wieder. Nach 8:37min beendete die Elfjährige ihren Wettkampf auf Platz vier. Von unseren beiden großgewachsenen Talenten Ann-Kristin Staab und Silke Hippler verlangte das Reglement größere Strecken. Sie mussten nach der 400m Schwimmstrecke noch 2500m per pedes bewerkstelligen. Die jüngere Ann-Kristin zog recht zügig im Wasser ihre Bahnen und heftete sich beim anschließenden Lauf - wie vor vierzehn Tagen in Kleinostheim - an die Fersen der befreundeten Lisa Heinz, die den Abstand bis ins Ziel allerdings halten konnte. Für den Sieg hat es zwar nicht ganz gereicht, aber sie gab sich trotzdem zufrieden mit dem zweiten Rang in der Jugend B. Silke weiß längst, dass ihre Triathlon Schwachstelle eindeutig im Wasser liegt. Ihre abgelieferte Leistung akzeptierte sie. Aber bei ihrer stärksten Disziplin, dem Laufen, lief es nicht so gut, denn schon nach kurzer Strecke klagte sie über erschwerte Atemprobleme. Sie war letztendlich froh, als sie im Ziel angelangt war und konkurrenzlos Platz eins bei der Jugend A erreichte. Dass diese Schwächphase nur vorübergehend auftrat, bewies sie am nächsten Tag in Hausen, wo sie bis an ihre Bestzeit über 5000m heranlief. Na also! Die vierte Veranstaltung des Wettbewerbes um den Unterfanken Cup war damit abgeschlossen. Das Finale startet am 01.09. beim Swim and Run in Frammersbach und dort wird man ganz sicher die Seriensieger(innen) küren. Hier die Ergebnisliste aus Karlstadt. Eine kleine Bilderserie liegt in unserem Album.

01.08.2007 Hofheimer Triathlon - ein erfolgreicher Test für Kanada und Hawaii
Die Geschichte ist bekannt. In unseren Breiten - exakt im idyllischen Weinort Hörstein - lebt ein sportliches Ehepaar, das in diesem Jahr ein gemeinsames Ziel ansteuert, die Ironman World Championships in Hawaii. Fünfzig Prozent aus dieser ehrgeizigen Beziehung schaffte die Quali gleich bei der ersten Möglichkeit. Es war Arnd Hille und zwar in Wisconsin im US-Staat Madison und ist schon eine Weile her. Auf den Zug aufspringen - es ist der letzte - will jetzt noch seine Claudia. Dafür reist sie Ende August nach Penticton, um beim Subaru Ironman Canada alles klar zu machen. Um die Form zu überprüfen, kam die Mitteldistanz (1,9km/89km/20km) im bayerischen Hofheim gerade recht. Dieses gut organisierte, idyllische Event ist den beiden in guter Erinnerung. Claudi gewann dort schon den Titel und wurde Vizemeisterin, wie auch diesmal wieder. Allerdings zeigte sich Hofheim am Sonntag von seiner verregneten und stürmischen Seite. Im Ellertshäuser See erwartete jeder einen entspannten Schwimmstart, weil lediglich 67 Mitteldistanzler auf die zwei Runden zu je 950m geschickt wurden. Dass Claudi schon nach fünfzig Metern einen ordentlichen Schlag abbekam, damit musste sie nicht unbedingt rechnen: "Aber ausgerechnet mein Männe hatte mir eins übergebraten". Als sie von links noch getunkt wurde, schwamm sie etwas abseits ihr eigenes Ding und suchte dann mit Erfolg einen einzelnen, recht flotten Schwimmer, der für sie "einen super Speed machte". Einer nach dem anderen wurde eingesammelt und nach eineinhalb Kilometer auch Arnd: "Yeah, diese Wertung ging an mich". Mehr als zwei Minuten schneller als im Vorjahr, das ließ sich gut an. Sie verließ das Wasser auf Platz 20, zog sich fröstelnd was Trockenes über und wechselte aufs Bike. "Die Radstrecke war so gar nicht mein Ding. Lange Geraden, einige Wellen und sehr viel Wind". Bereits in der ersten von vier Runden "zeigte mir die spätere Siegerin, eine Schweizer Profiathletin, eine irre Bike-Perfomance". Claudi ließ sich nicht beirren, fuhr ihren Stiefel runter und spürte immer wieder mal, dass sie nicht genügend Druck auf die Pedale brachte. Nach neunzig Minuten auf dem Rad machten sich erneut Magenprobleme bemerkbar. "Diesmal machte ich es so wie in Kulmbach, richtige Dosis, richtiger Riegel, richtiges Gel". Sie trank viel weniger und verbesserte trotzdem ihre Bestzeit auf dem Rad um gut zwei Minuten - und das bei diesen Bedingungen. Beim abschließenden Lauf gab sie alles und wollte sogar ihren eigenen Streckenrekord aus 2004 unterbieten. Bis Kilometer lag sie im Rhythmus, dann wurde ihr wegen fehlender Flüssigkeit schwindelig. Platz 15 beim Laufen, Gesamtzweite im Ziel. Ihr Fazit: "Sehr zufrieden, aber bei der Ernährung muss ich bis Kanada noch was ändern".
Arnds ansteigende Form lässt sich mit einem Blick auf sein letztjähriges Ergebnis leicht erklären. Er verbesserte sich in allen Disziplinen deutlich und bleibt tatsächlich 37 Minuten unter seiner Leistung von 2006. Dass er beim Schwimmen und Laufen seiner Gattin jeweils Fersengeld zahlen muss, nimmt er nicht sonderlich tragisch. Aber ein Radzeitvergleich ist auch unter Ehepaaren zulässig - und der machte halt den Unterschied über die komplette Distanz! Aber Platz 10 im Gesamtfeld der Männer ist eine beachtliche Leistung, zumal aus seiner Altersklasse sich lediglich ein einziger Athlet vor ihm platzieren konnte. Glückwunsch Arnd! Hier gehts zur hilleschen Ergebnisliste mit allen Einzelzeiten. Die Fotos in diesem Beitrag hat uns freundlicherweise Sarah von Kutzleben geliefert, die ihren Matthias zu seinem ersten Mitteldistanztriathlon begleitete und dabei ihre Mannschaftskollegen anfeuerte. Über die anstehenden Aktivitäten dieser beiden berichten wir im Laufe der Woche.