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14.03.2010 Bienwaldmarathon in Kandel von Jogi


Jogi berichtet:
gestern war‘s wieder soweit, zum dritten Mal hat es mich in die Pfalz nach Kandel getrieben und zum dritten Mal sollte eine neue Bestzeit her. Trotz des vielen Schnees konnte ich die Vorbereitung recht gut durchziehen und war guter Dinge, auch wenn die letzte Standortbestimmung vor drei Wochen aufgrund der rutschigen Bedingungen keine war und ich mich dieses Mal ganz auf mein Gefühl verlassen musste. Pünktlich um 10:00 Uhr fiel der Startschuss bei frischen 4 °C und allen Vorhersagen zum Trotz sollte es keinen Tropfen regnen, lediglich was den Wind betraf, hatten die Wetterfrösche leider recht. Der blies uns vor allem auf der ersten Hälfte immer schön entgegen, nicht besonders stark aber im Windschatten war es deutlich angenehmer. Kurz nach dem Start hatte ich einen kurzen Plausch mit zwei Startern von Mömlingen, die aber "unter 2:50" unterwegs waren und die ich lieber mal ziehen ließ. Als die Halbmarathonis wieder umdrehten musste ich dann aber erst mal wieder eine Lücke zulaufen, um wenigstens eine kleine Gruppe zu erreichen, die mir aber schon bald etwas zu langsam war. Aber als ich dann etwas aufs Tempo drückte blieben die anderen immer schön hinter mir und als wir nach dem ersten Wendepunkt dann den Wind im Rücken hatten, musste ich sogar zwei von ihnen ziehen lassen und war plötzlich wieder alleine. Bei Halbmarathon hatte ich 1:26:07, über eine Minute schneller als im Vorjahr, jetzt noch mal so eine zweite Hälfte wie letztes Jahr und die Bestzeit ist da! Aber zuerst galt es, die 10 km im Wald mit dem zweiten Wendepunkt rum zu bringen. Glücklicherweise näherte sich von hinten eine kleine Gruppe, die mich bald erreichte und deren Tempo ich gut mitgehen konnte, ab da wurden die Kilometerzeiten wieder schneller. Als nach dem Wendepunkt einer wieder aufs drückte Tempo drückte, waren wir schnell nur noch zu dritt und holten sogar die wieder ein, die ich vorher ziehen lassen musste. Als wir dann deutlich unter 4 min/km waren, musste ich abreißen lassen, aber nun konnten wir zu zweit ein etwas gemächlicheres Tempo laufen. Kurz darauf waren wir wieder auf der breiten Straße und da geht es erst mal ein paar Kilometer geradeaus. Knapp über Viererschnitt ließen wir es rollen, mal der eine vorne, mal der andere. So zogen wir uns gegenseitig bis ca. km 36, dann konnte ich nicht mehr
dran bleiben und als es von der Straße abging Richtung Ziel, war die Lücke schon 20 Meter groß. Mit etwa diesem Abstand ging es bis kurz vor die 40er-Marke, da war mir auch klar, dass es klappt mit der neuen Bestzeit, aber da war ja noch eine kleine Chance auf die 2:51. Mein Ehrgeiz siegte über die Müdigkeit und irgendwo her konnte ich noch ein paar Körner "ausgraben". Ich kam wieder näher und kurz darauf überholte ich meinen "Mitläufer" von vorhin und konnte mich auch gleich absetzen. Genau 4 Minuten und dann noch mal alles rein, das Stadion schon vor Augen konnte ich zwar den 42. Kilometer mit 3:54 auch als meinen schnellsten der gesamten Strecke verbuchen, aber die Zieluhr zeigte schon 2:52 an und ich musste noch die Zielgerade runter. Kaum im Ziel, kam auch schon mein Mitstreiter von vorhin und staunte immer noch: "War war das denn? Wo hast Du denn den noch mal ausgepackt?" Wenn ich das selber wüßte ;o)
Die nächste Minute hatte ich zwar knapp verpasst aber mit 2:52:13 wieder eine neue Bestmarke gesetzt und dazu das Rennen perfekt eingeteilt, denn wie letztes Jahr war die zweite Hälfte wieder schneller, wenn auch diesmal nur gaaanz knapp.
Gruß, Jogi

http://www.bienwald-marathon.de/