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Trainingstag mit Lothar Leder "Team Erdinger-Alkoholfrei" von Jogi

Ich hatte nämlich Anfang des Jahres beim "Team Erdinger-Alkoholfrei" einen Trainingstag mit Lothar Leder gewonnen, den ich dann vorletzten Freitag auch "eingelöst" habe.
Trotz einiger Telefonate und E-Mails wusste ich nicht genau im Detail, was da auf mich zukommen würde und war dementsprechend gespannt, was der Tag so bringen würde.
Los ging’s morgens um 8 Uhr, Treffpunkt in einem Cafe in Darmstadt, wo wir nach kurzer Begrüßung erst mal ein Frühstück bestellt haben. Bei leckerem Müsli mit frischem Obst wollte Lothar erst mal von mir so einige persönliche und sportliche Infos und hat mir dann auch gleich mal einen Einblick in seine Trainings-Aufzeichnungen gegeben. Da war aber nix mit Laptop oder Smartphone, sondern alles schön auf Papier, zum Teil einfach als "Lose-Blatt-Sammlung" oder in ein dickes Kalenderbuch eingetragen. Und zu Beginn mal gleich das Jahr als er die 8 Stunden geknackt hatte...da waren dann häufig Wochen mit deutlich über 40 Trainingsstunden dabei, alles "netto" natürlich, also ohne Krafttraining, Massage, Stretching, usw. Was aber da schon aufgefallen ist, und was er dabei auch immer raus gehoben hat, dass dabei die wenigsten Einheiten mit hoher Intensität trainiert wurden. Meistens lange Radeinheiten über 4, 5 oder 6 Stunden und "kurzes" Laufen, dazu dann noch einige Kilometer im Wasser. Und im Rad-Trainingslager stand dann bei Radkilometer möglichst eine "1000" pro Woche. Das Ganze war dann immer wieder gewürzt mit einer kleinen Geschichte aus Lothars Leben.
Aber dann hatten wir lange genug gequatscht und es ging los zum Schwimmtraining. Da war um die Zeit nicht viel los und ich hatte eine Bahn fast für mich alleine. Erst hat er sich mal angeschaut, was ich so hinbringe und anschließend hat er mir jede Menge Technikübungen gezeigt, mit und ohne Hilfsmittel und dabei versucht, mir meine Fehler zu zeigen und diese abzustellen. Eineinhalb Stunden und 3 km später "durfte" ich dann wieder raus aus dem Becken. Noch mal kurz alle Übungen durchgehen, was gut und vor allem, was nicht so gut war und dann ging’s raus aus der Badehose direkt in die Laufklamotten rein.
Die nun folgende kurze Laufeinheit haben wir hauptsächlich zum "erzählen" genutzt, nachdem Lothar festgestellt hatte, dass das mit meinem Laufstil schon passt, ein paar Tipps zur Trainingsgestaltung gab’s nebenbei. Eine dreiviertel Stunden später waren wir schon wieder an den Autos, um uns fürs Mittagessen "schick" zu machen, wobei sich der Heckspoiler von Lothars "nicht ganz sozialverträglichen" Gefährt als prima Klamotten-Ablage herausstellte. Nun ging’s in die Darmstädter Innenstadt, wo wir zuerst noch kurz in seinem Laden vorbeigeschaut haben. Da hat er mir vor allem ein paar Schwimm-Utensilien gezeigt, die ich mir bei Gelegenheit mal zulegen könnte. Dann sind wir zu seinem Haus- und Hof-Italiener um die Ecke, wo es dann ein echt leckeres Mittagessen gab, für mich Nudeln mit Salat.
Nach dem abschließenden obligatorischen Espresso sind wir dann zu Lothar nach Hause gefahren und haben uns fürs Radfahren fertig gemacht, aber zuerst konnte ich noch ein wenig den Inhalt seiner Garage bestaunen. Die war fast voll mit allerlei Fahrrädern und dem notwendigen Zubehör, was man halt so braucht: da die allerneuste Laufradgeneration zum Testen, dort ein paar neue Schuhe, usw. Dann haben wir noch an meiner Sitzposition gebastelt und sind schließlich in den angrenzenden Odenwald gefahren. In den nun folgenden knapp 2 Stunden hat er mir das Trainingsprinzip "Kraftausdauer am Berg" nahe gebracht, ich wusste gar nicht, dass es in der Nähe von Darmstadt so viele Anstiege gibt...und während ich mit Schnaufen beschäftigt war, gab er mir natürlich wieder jede Menge Tipps und Tricks.
Gut 50 Kilometer und etliche Rotlichtverstöße später waren wir wieder bei ihm zu Hause angelangt und es ging erst mal ab unter die Dusche. Beim abschließenden Kaffeetrinken war dann auch seine Frau Nicole dabei, die mir noch zusätzlich einige Ernährungstipps gegeben hat.
Alles in allem ein rundum gelungener Tag, sogar das Wetter hat mitgespielt, für Anfang April nicht selbstverständlich.
Neben vielen Tipps rund um den Triathlon, Training, Wettkampf und Ernährung waren es auch die zahlreichen kleinen Geschichten und Anekdoten aus Lothars Leben als Triathlon-Profi die den Tag so kurzweilig und interessant gemacht haben. Da gab es zwischendurch allerlei "Nettes" auch über andere Sport-Größen bekannt aus Triathlon, Formel-1 und Radsport, über die "Szene" in Monaco, das Leben in und um Darmstadt und sonst wo auf der Welt.
Als ich dann schließlich gegen 18 Uhr wieder Richtung Heimat gestartet bin, war ich um viele Eindrücke und Informationen reicher, von denen ich in der Zukunft sicherlich einige werde gebrauchen können.
Viele Grüße,
Jogi